Die im Verborgenen gehaltene Offenbarung aus den Sphären des Lichts – Fünfter Teil
Aus Gralsweg – 27. Juli 2020 – Ergänzungstexte

Zu einer Zeit, da ein Heilsplan des Lichtes für die Nachschöpfung von zahllosen Helfern in der Schöpfung intensiv vorbereitet wurde, ging aus dem Gral der Strahl Parsifals auf eine Reise durch das Werk des Vaters
Der Strahl, welcher den Willen Parsifals in sich barg, trat aus den Pforten des Grals hervor und stieg hinab durch die Sphären der seligen Ebenen der Urschöpfung und der Schöpfung
Geschützt und begleitet von seinen Getreuen, stieg er in den ihn schützenden Hüllen hinab bis an den Rand des Werkes der Nachschöpfung, und hier führte sein Weg von einer Weltgemeinschaft zur anderen
Unerkannt drang dieser Lichtstrahl in die feineren Teile der damals noch bestehenden Gemeinschaften ein, von denen einige unter dem Druck Seiner Nähe schließlich ihren Kreislauf nicht mehr aufrechterhalten konnten und ins Verderben stürzten, denn das von Ihm ausgehende Licht beschleunigte den Aufstieg und Fall alles dessen, was in diesen Teilen in seiner Fehlerhaftigkeit von seiner gesunden Grundlage abgelenkt war
In diesen fernen Reichen erlebte Parsifal die Auswirkungen aller Geschehnisse und empfand Mitgefühl mit den Menschengeistern, deren Wege durch den Einfluss des Gefallenen abgelenkt wurden
Mit Unverständnis sah er, wie sich die Menschengeister allzu leicht zur Bosheit verleiten ließen
Mit Nachsicht aber sah er jedes ehrliche Ringen einzelner geistiger Funken auf dem Wege der Reifung, auch wenn ihr Ringen oft zu neuen und unbewussten Irrtümern führte
Er freute sich über jede Aufrichtigkeit und jeden Mut, den die entwickelten Geister in ihrem Streben nach Weisheit und nach der höheren Ausstrahlung des reinen Willens, dem Lichte zu dienen, zeigten
Er freute sich auch über jeden Sieg, über jeden Fortschritt, der im Wesen der einzelnen Geister und ganzer Teile der Stofflichkeiten, in denen sie wohnten, stattfand
Aber mit Unverständnis betrachtete er die Trägheit und den Schlaf, die sich unter den vielen Menschen ausbreiteten
Die Rückwirkung der Schöpfungsgesetze, die sich aus dieser trägen Haltung zum Leben ergab, verstärkte sich überall, wo er sich aufhielt
Hier wurde sein Ruf geboren:
„Ich bin der Freund aller Menschen, aber ich bin der Feind all ihrer geistigen Trägheit“
„Darum schlage ich Körper und Seele, um den geistigen Funken zu retten, der sich in den Tiefen der Stofflichkeit befindet“
Da das Geistige im Menschen über allem Stofflichen steht, gebiete Ich all meinen Dienern, den Geistern der Menschen nichts Stoffliches zu überlassen, was sie in ihrer rechten Entwicklung auf dem Weg zum Lichte hindern könnte
Beim Eintritt in die Gemeinde Ephesus erfüllte der Strahl Parsifals den wichtigsten helfenden Teil des Planes und trat im Mysterium der gesegneten Verbindung unmittelbar in den Schleier aus gröbster Stofflichkeit ein, indem er seinen lebenspendenden Glanz in den irdischen Körper auf Erden senkte
Hier begegnete er auch dem Gefallenen, aber die Zeit ihres direkten Kampfes war noch nicht gekommen
Der Gefallene wich der schützenden Kraft Gottes des Vaters, die den Jüngling umgab, da er erkannte, dass seine eigene göttliche Macht durch den vorangegangenen Schlag des Schwertes Michaels geschwächt war
Er wusste, dass er sich nicht einmal mehr über die Stofflichkeit erheben konnte, um die höheren Teile der Schöpfung zu erreichen
Er war stark gelähmt, konnte sich aber in der Nachschöpfung noch frei bewegen, denn seine Fesselung stand noch bevor
Er wusste auch, dass der junge Prinz Abd-ru-shin unter dem irdischen Schutz des Dieners des Lichts, Ismael, stand, dessen Nähe selbst sein mächtigster Diener, Satan, fürchtete
Tief in seinem Inneren ahnte Satan, dass es eines Tages Ismael sein würde, der ihn im Kampf besiegen und in den See der Bitterkeit und des Jammers stürzen würde
Doch schließlich fand dieser Gegner Ismaels einen Weg und verführte leise und listig die von Unreinheit erfüllten menschlichen Geister in irdischen Körpern, die zu Werkzeugen seines Willens werden sollten
So ersann der Gefallene durch Satan einen Plan, um die Hilfe für die Menschheit, die in der unmittelbaren Gegenwart Parsifals im irdischen Körper bestand, auf den kleinsten Teil zu reduzieren
Durch die Vollendung dieses finsteren Plans wurde der Parsifal-Strahl mit Gewalt aus dem Körper des jungen Fürsten eines kleinen Volkes gerissen, das den Verlust seines Herrschers und geliebten Lehrers schwer beklagte, der in jedem Augenblick seines irdischen Daseins den Menschen dieses Volkes vorlebte, wie sie in Einklang mit dem Willen Gottes leben sollten
Der von den materiellen Fesseln befreite Strahl Parsifals kehrte in die Hallen des Grals zurück und übernahm als vom Licht gesegnete, verlängerte Hand Gottes des Vaters die Herrschaft über die Schöpfung
Durch das Erleben ferner Teile der Schöpfung auf diesem Weg reifte Parsifal und wurde bereit für seine weitere Entwicklung in der Schöpfung
Aus dem Jüngling erstand ein Gralskönig, strahlend in jugendlicher Kraft, der mit Fug und Recht allweise genannt werden darf, denn die Fäden aller Teile des Schöpfungswerkes laufen in Seiner Hand zusammen, und Er ist ihr ewig gerechter Verwalter, Richter und Beschützer in einem
Da begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte des ursprünglichen Schöpfungswerkes, in der Parsifal von dieser großen Stunde an als strahlender Gralskönig in voller Einheit mit dem Heiligen Geist, dem Willen Gottes des Vaters, das Schöpfungswerk regierte und für immer regieren wird
Alles, was von diesem Augenblick an im Schöpfungswerk geschehen ist und noch geschehen wird, wird von Parsifal gehalten, gerichtet und gestärkt durch seinen Willen, der untrennbar verbunden ist mit dem Willen seines Vaters, des heiligen Gottes
Ein Gnadenstrom ergoss sich durch die ganze Schöpfung, und jubelnde Lobpreisungen dieser Stunde König Parsifals stiegen von allen lichten Dienern des Werkes durch alle Sphären empor
Und gerade in dieser für die Schöpfung so bedeutsamen, ja heiligen Zeit ließ Gott Vater in Seiner unergründlichen Liebe einen Liebesstrahl aus Sich selbst hervorgehen, der zur Verkörperung des Göttlichen ward
Die Liebe, die nun in einem Körper Gestalt angenommen hatte, stieg hinab zu den Hallen des Grals in der Schöpfung, wo Parsifal in seinen Gebeten für die ihm von seinem Vater aufgetragene Aufgabe reifte
Elisabeth stand nahe dem jungen Gralskönig, der in tiefer Andacht verweilte, und ließ ihn teilhaben an ihrem lichten Glanz, als segnenden Beistand für sein königliches Wirken im Schöpfungswerk
Die Ewigen im Göttlichen beteten zum Schöpfer und vermittelten auch ihr Wissen, von dem niemand in der Schöpfung etwas ahnen konnte, denn ihr Wissen war Erkenntnis über Gott, der so mächtig ist, dass niemand von denen, die erst im Werke der Schöpfung zu ihrem Bewusstsein erwachten, diese Erkenntnis über Ihn hätte aufnehmen können
Wer durch den Raum des Schöpfungswerkes gebunden ist, kann niemals das Göttliche in seinem Wesen begreifen, denn es ist mit dem Werk nicht mehr verbunden als durch die Verleihung des Abglanzes seiner schöpferischen Kraft, in der sich der äußerste Rand der göttlichen Sphäre des Ewigen spiegelt
Es war also etwas von der Unbegreiflichkeit der Größe Gottes, die in dem Liebesstrahl mitschwang, der von der geformten Lichtgestalt des Gottessohnes ausging
Der leuchtende Strahl der Liebe drang in die Gralshallen ein und bahnte sich in wissender Umhüllung seinen Weg in die Tiefen der Nachschöpfung, um den Weltenteil Ephesus zu retten
Parsifal fühlte die Nähe der seligen göttlichen brüderlichen Ausstrahlung, die ihm in ihrer lebendigen Verbundenheit mit dem Göttlichen so nahe war
Doch in seine Aufgabe vertieft, ließ er den Strahl der Liebe schweigend an sich vorüberziehen, denn er hörte die Stimme des Vaters sagen:
„Das heilige Trigon wird bald in ganzheitlicher Erfüllung vereint sein“
„Der Strahl der Liebe kommt herab und bereitet den Weg für den Strahl der Gerechtigkeit“
„Das Wort der Liebe Gottes trifft auf das Wort der Wahrheit des Menschensohnes“
„Ein Teil der göttlichen wesenlosen Ausstrahlung verbindet sich mit einem anderen Teil der göttlichen wesenlosen Ausstrahlung, um das hohe Werk zu vollbringen“
„Alles, was getan werden soll, geschieht nach dem Gesetz Meines Willens“
„Und das Licht wird zum Licht für alle, die sich daran laben, denn dazu gebe Ich Meine Kraft“
„Eine neue Schöpfung in den äußersten Welten wird beginnen, wenn die noch zu erfüllenden Pfade vollendet sind“
„Es ist schon geschehen, aber es wird noch geschehen“
„Mein Sohn, durch meinen Willen wohne ich in dir, durch dich schaffe ich und bringe allen Leben“
Mächtig war der Kreislauf der Kräfte in dieser Verkündigung der Stimme Gottes
Diejenigen, die als Geschöpfe in der Schöpfung entstanden sind, können ihrem Wesen nach nicht wissen, was göttliche Weisheit ist und was die Beweggründe ihrer unbegreiflichen Allweisheit sind, die in einem einzigen Augenblick alles von Anfang bis Ende überblickt
Schon damals, in der Zeit der Bitten der Urgeschaffenen und Geschaffenen um die Hilfe Gottes des Vaters, Wege für die Möglichkeit des Bewusstwerdens des schwächsten Geistigen zu bilden, schwang ein Strahl der Liebe Gottes zu seinem Erwachen, denn Gott der Vater kannte die Entwicklung, durch die die Zukunft gestaltet werden sollte
Alle Möglichkeiten und Entwicklungswege der Schöpfung waren in seiner Weisheit enthalten
Es gab unendlich viel mehr, als der menschliche Geist sich vorstellen konnte, und alle durften Träger der Entwicklung werden
Gott der Vater umfasst in Seiner Größe alle Pfade der Entwicklung, und es ist Seine barmherzige Liebe, die stets das Werden allen Seins lenkt, vom ersten Schwingen bis hin zu den mannigfaltigen Erscheinungsformen, die darauf folgen und in sich den Keim für das Neue tragen, das noch zu entfalten ist
Alles Geschehen folgt gehorsam einer gesetzmäßigen Entwicklung, deren treibende Kraft der Heilige Wille Gottvaters ist
Und in diesem steten Fortschreiten der Geschehnisse, jedes der vorherigen Richtung folgend, ward Jesus zum Wort, das die Sphären durchdrang, um mit Seinem Strahlenglanz alles zu beleben und zu stärken, was vom falschen Prinzip des Gefallenen berührt worden war
Die Liebe Gottes drang bis in die tiefsten Tiefen, um dort Hilfe zu bringen, wo alles Menschlich-Geistige, das noch nicht zur Reife gelangt war, im Werke der Nachschöpfung verblutete
Das Heil, als Ausgleich und Erlösung für das Versagen Luzifers, kam hinab in die Finsternis, um wenigstens für kurze Zeit die offene Wunde des geistigen Stromes in der Nachschöpfung zu schließen, bis der gesegnete Menschensohn als Richter und Sieger über Tod und Verderben vieler Seelen kommen sollte
So geschah es in den Gralshallen zur rechten Zeit der Reife des Schöpfungswerkes, als Parsifal den Thron des Schöpfungskönigs bestieg, als dessen gottgesandter und für alle Ewigkeit bestimmter Beschützer und Statthalter, als das Wunder des Wirkens göttlicher Liebe in der irdischen Hülle des unscheinbaren Ephesus, das den drohenden Untergang der ganzen Welt verhinderte
Die Zeit, in der die Liebe Gottes als das Wort Fleisch wurde, war kurz, so kurz wie die Zeit, in der der Strahl Parsifals während seiner Schulung in die grobstoffliche Welt der Erde eintauchte
Jesus brachte das Heil durch das Wort, das als lebendiges Licht in den geöffneten Herzen der Menschen wirkte und die Wiedergeburt und den Aufstieg zu den Höhen der Schöpfung ermöglichte
Kurz war Seine Zeit, die die irdischen Diener des Gefallenen Ihm zugemessen hatten, bevor sie Ihn mit rohen Händen nach Golgatha trieben
Doch seine gnädige Menschwerdung brachte Heil und Erlösung für viele, die sich für die kommende Zeit stärken durften, bevor Parsifal als Richter und Erlöser, als der verheißene Menschensohn, in die Stofflichkeit trat
Der Strahl göttlicher Liebe, Mensch geworden im Leibe Jesu von Nazareth, erfüllte Seine Erdentage und siegte über Luzifers verderbliches Wirken, indem Er durch Sich Selbst den Weg zu Seinem Vater wies, den Weg zum Licht für all jene, die das Leben und die Wahrheit in Seinen Worten erkannten
Der gequälte Leib am Kreuz hauchte seine letzten Atemzüge aus
Zuvor kam die Bitte „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ über seine Lippen
Jesus wurde von der körperlichen Hüllen befreit, und der mit seinem Bewusstsein erfüllte Strahl der Liebe wohnte in feineren Hüllen unter den Jüngern
Und als in jenen Tagen die Gotteskraft den Heiligen Gral erfüllte, als die Heilige Taube abermals über dem Gralsgefäß schwebte und Parsifal, nun Gralskönig auf seinem Throne, es segnete, da stieg ein Strahl der Kraft aus dem Gral in die Tiefen der Nachschöpfung hinab, und der Gottessohn stieg in seinem Lichte zur Gralsburg empor
Hier vereinte sich die Liebe mit der Gerechtigkeit und gab ihren Teil des gesegneten Strahles weiter, der sich mit Maria verband, Parsifals Anteil an der Liebe im Gral
Maria, Teil von Parsifals Ausstrahlung, erwachte zum Bewusstsein in dem Augenblick, als der Strahl göttlicher Liebe in das Reich des Vaters zurückkehrte
Nur einen kurzen Moment weilte der Gottessohn neben dem Menschensohn Parsifal in der Gralshalle, denn die Liebe, die in ihm pulsierte, zog ihn unwiderstehlich zum Vater zurück
Dieser Augenblick schenkte der Schöpfung einen unbeschreiblichen Glanz, der ihr auf ewig gehören wird
Urschöpfung und Schöpfung bewahren in Seligkeit jenen kostbaren Augenblick, der sich in der Gerichtszeit Parsifals noch einmal kurz wiederholte, als sein Strahl erneut irdische Hülle annahm, um der Menschheit in Liebe beizustehen und das heilige Wort zu verkünden
Auch damals stieg für einen flüchtigen Moment der Strahl göttlicher Liebe herab, um das Lichtamt über die irdische Menschheit in die Hände des Menschensohnes auf dieser Erde zu legen
Ein Wunder nach dem anderen steigt herab durch das Werk der Schöpfung, in einem lebendigen Pulsieren von Ereignissen, deren Bedeutung das Fassungsvermögen des Universums hier bei weitem übersteigt
So manchem Menschengeist war es in der kurzen Zeit seines Daseins vergönnt, an so manchem bedeutsamen Augenblick teilzuhaben, ohne es in seinem irdischen Bewusstsein zu ahnen
Reichlicher Segen ist in die Schicksalsfäden der Geister eingewoben, so dass man wahrlich sagen kann, jeder Mensch habe mehr als einmal die Größe Gottes erfahren dürfen
Niemand bleibt unberührt vom Widerhall der erhabenen Taten Gottes, die die Schöpfung durchdringen und das formen, was man in irdischen Worten die Geschichte der Schöpfung nennen mag
Dass die Menschen hier auf Erden sich dessen nicht bewusst sind, liegt zum einen an der Binde, die ihnen in der irdischen Zeit das innere Wissen verschleiert, zum anderen an dem geistigen Schlummer, in dem sich die meisten Menschen in ihren Erdenleibern befinden
Immer wenn sich das in den Welten der Stofflichkeit verstärkte Licht herabschwingt, um eine der Verheißungen zu erfüllen, da regt sich im Inneren so manchen Menschen eine Spannung, eine unfassbare innere Unruhe, denn der Geist spürt stets die Art des Lichtes, die er einst in der Nähe längst vergangener Ereignisse erleben durfte.
Wiederum ist die Zeit großer Geschehnisse in der Stofflichkeit angebrochen, denn nun naht die Erfüllung all der verkündeten Ereignisse, die mit der irdischen Umwandlung der Erde und dieses ganzen Teiles des Universums in ein neues Zeitalter verbunden sind
Es ist jene Zeit, die Ismael zu schauen vermochte, als er vom Lichte emporgehoben wurde in die Ebenen, in denen ihm das sich aneinanderreihende Geschehen gezeigt ward, worin sich für ihn Vergangenheit und Zukunft zu einem lebendigen Ganzen verbanden
Sein begnadeter Blick durfte Bilder gewaltiger Ereignisse schauen, und erschüttert von diesem Erleben, nahm er alles in sich auf, um es sodann dem dafür bereiteten Erdenmenschen zu übermitteln, der es in reiner Entrückung seines Geistes schließlich in irdische Worte zu kleiden vermochte.
Dass diese Übertragung der Bilder eine Verschiebung erfuhr und auch von den irdischen Bildern und Formen der Zeit geprägt wurde, in welcher sie geschah, führte schließlich zu jener Schrift, die als Offenbarung des Johannes bekannt ist, jedoch heute kaum mehr verstanden wird
Das Missverständnis liegt in der Verschiebung der Ereignisse, die sich im Licht in einer anderen Art von Abfolge entfalten, als der irdische Verstand erfassen und beschreiben kann
Ebenso verhält es sich mit dieser bildlichen Darstellung der Ereignisse, die nun den Lesern zur Annahme übergeben wird, um vieles zu ergänzen, was bisher verborgen bleiben musste, weil unter dem unheilvollen Einfluss des Gefallenen das Erfassen der erhabenen Bilder des Göttlichen, des Parsifal und der Gralshallen sowie der erhabenen Walhall versperrt und zerstört wurde, oder wenigstens so entstellt worden ist, dass es in den Herzen der Menschen Verwirrung und Unverständnis hervorruft, so tauchen bei dieser Wiedergabe sogleich viele Fragen in den Köpfen der Menschen auf, wo denn dies oder jenes sei, und wo denn diese oder jene Stelle, dieses oder jenes Zeichen zu finden sei, von dem man doch aus der Vergangenheit weiß
Nicht alles soll durch dieses Werk geoffenbart werden, denn es ist nie möglich, alles in einer Abfolge von Ereignissen so zu erfassen, dass nicht am Ende für das irdische Verständnis des Menschen in seiner geistigen Begrenztheit eine scheinbare Undurchsichtigkeit und Verwirrung entsteht
Als bescheidene Ergänzung zur umfassenden Erkenntnis des Schöpfungswerkes, indem sie nur einen Teil der erhabenen Wirkungen enthüllt, vertraut diese Botschaft darauf, dass der Leser durch sein eigenes lebendiges Empfinden das Werk zur vollen Blüte bringen wird
Es könnte noch so viel mehr übermittelt werden, aber auch das, was dem ernsthaft Suchenden und Nachdenkenden jetzt zur Verfügung steht, ist so umfassend, dass es für die ganze Erdenzeit ausreicht, die er noch hier verbringen kann
Alles ist vom Licht erfüllt, denn das Wort des Gottessohnes und das Wort der Wahrheit des Menschensohnes ist auf Erden
Das Licht hat seine Erfüllung vollbracht, und der Menschengeist hat nun alles, was er braucht, um zu entscheiden, in welcher Richtung er durch die Reiche der Nachschöpfung reisen will
Die für ihn wichtigste Erlösung ist vollbracht, die Kluft, die diese Welt von der übrigen Schöpfung trennte, ist überwunden
Es naht die Zeit, da der Schleier der Unwissenheit von der Erde gänzlich hinweggezogen wird, und neben den anderen Werken, die während der Zeit des großen Wirkens der Berufenen um den Herrn erstehen durften, wird der Mensch mehr an Erkenntnis zur Verfügung haben, als er zu fassen vermag
Die Botschaft aus den lichten Höhen ist nun vollständig und bildet die Grundlage, die zum Ausgangspunkt für den Aufstieg des Menschengeistes zu den Höhen des Schöpfungswerkes werden kann
Alles, was in dieser Botschaft enthalten ist, führt unmittelbar zum Werk der Gralsbotschaft
Es ist die Aufgabe dieser Botschaft, den Menschen an die einfache Klarheit des Weges zu erinnern, der sich vor ihm auftut, um ihn zu den lichten Ebenen der geistigen Heimat zu führen
Bei der Erklärung des großen Geschehens im Schöpfungswerk wird vor allem die Rolle des Menschengeistes an den richtigen Platz gestellt
Vorbei ist die Verwirrung, weil man die Bedeutung des menschlichen Geistesfunken überschätzte, der nur dann wunderbar und gesegnet ist, wenn er alle Anstrengungen unternommen hat, um in eigener Veredelung aufzusteigen
Es sollte jedoch immer im Bewusstsein bleiben, dass der menschliche Geist der am weitesten entfernte Ausläufer alles Geistigen ist
Aber er wird nicht im Geringsten um die Erfahrung der Herrlichkeit des Schöpfungswerkes gebracht, wenn die Flamme des menschlichen Geistes aufleuchtet und er in seine geistige Heimat aufsteigen darf
In der Stadt der goldenen Gassen kann er dann in freudiger Gemeinschaft mit anderen zusammentreffen, die aus den höheren Sphären dorthin kommen, um die Kunde von der großen Bewegung zu bringen, in der das Schöpfungswerk noch schwingt
In solchen Zeiten wird der Menschengeist in der seligen Erfahrung der Wahrnehmung gewaltiger Schwingungen erbeben, die von den Höhen des Grals, welcher auf dem Gipfel der Schöpfung erstrahlt, zu ihm herabströmen werden
Es wird ihm kein Wissen verwehrt sein, wenn sein Geist in der Kraft des Lichtes, das stets mit den großen Ereignissen der Schöpfung verbunden ist, dessen standhalten kann
Wenn in ihm der Wunsch brennt, dem Licht zu dienen, werden sich ihm stets Wege öffnen, die es ihm ermöglichen, immer neue Erkenntnisse über die Schöpfung und ihren Schöpfer, Gott Vater, zu gewinnen
Vielleicht wird sein Geist dereinst nach Patmos erhoben, um ein heiliges Gelübde abzulegen für einen neuen Dienst, der bereits jetzt in der Aussicht auf die Fortsetzung des Schöpfungswerkes in seiner ewigen Entfaltung Gestalt annimmt
Immer wieder möge der Menschengeist aus dem unerschöpflichen Quell der Wahrheit trinken, um gestärkt neue Erkenntnisse über die Herrlichkeit des Schöpfungswerkes zu erlangen
Auf dem Gipfel seiner Erkenntnis jedoch wird er stets zu der Gewissheit gelangen, dass die höchste Erfahrung, die Seligkeit seines innersten Wesens, in der unerschütterlichen Überzeugung ruht: GOTT IST!
Sie können den Vortrag hier hören:
Übersetzung aus dem Tschechischen
Utajené Zvěstování z Úrovní Světla – Část Pátá
https://www.cesta-gralu.cz/utajene-zvestovani-z-urovni-svetla-cast-pata/