
Erfrischende Heimat
DER WEG DES GRALS – ERGÄNZENDE TEXTE – 27. April 2020

Heimat, gesegnet, erfrischend, erfüllend
Die Heimat – ein Quell der Kraft, aus dessen Born einem jeden zu trinken gegeben ist, der sich diesem in Ehrfurcht und heiliger Reinheit naht
Herabsinkende Strahlen lebendiger Frische finden sich überall dort, wo wir die Schwingungen der Heimat erspüren dürfen
Und gerade dieser gesegnete Ort hier auf Erden, diese erfrischende Heimat, soll die irdische Frau sein, in ihrer unersetzlichen Aufgabe als Mittlerin der erquickenden Kräfte, die durch sie von den Höhen der Schöpfung in die irdische Welt gelangen dürfen
In der großen Aufgabe, die der Frau von Anbeginn vom Schöpfer anvertraut wurde, ist sie, wenn sie diese rein und klar in sich trägt, eine wahre Mittlerin geistiger Kräfte, die durch sie strömen und von ihrem Inneren nach außen strahlen
Heimat und Weiblichkeit – diese beiden Begriffe sind im gesegneten Dasein jeder reinen, seelisch veredelten Frau zu einem untrennbaren Ganzen verbunden
Beide Begriffe fließen ineinander und sind ein einheitlicher Strom lebendiger Erfüllung des gegenwärtigen Augenblicks durch die Frau, die in ihrer reinen Stimmung zugleich eine strahlende Heimat und eine königliche Verwalterin dieser Heimat ist
Eine freudige, innerlich glückliche Frau ist die lichte Heimat, und die lichte Heimat wohnt in ihr, denn in ihrer Reinheit und Freude liegt das natürliche Schwingen der Lichtströme, die sie für das Leben, das sich in dieser Welt um sie herum befindet, weben darf
Sie darf die Strahlen weben, die aus den Höhen des Lichts ausgehen, wo der menschliche Geist seinen Ursprung hat und somit auch seine wahre Heimat ist
Die Vermittlung der beglückenden Schwingungen aus den lichten Höhen ist das Weben des Echos der geistigen Heimat zur Erde hin
Und dieses Weben ist der Frau in ihrer hohen Aufgabe auf Erden anvertraut
Wenn die Lichtstrahlen eine Frau durchdringen, gleicht sie einer zarten Erinnerung an die Seligkeit der geistigen Heimat, die sich hier auf Erden offenbart, und diese Schwingungen erstrecken sich auch auf ihre Umgebung, auf den Ort, da sie weilt
Dieser Vorgang liegt im Wesen des geistigen Weibliche selbst, denn in der Frau ruht dieser Schatz von Anbeginn, und immer dann, wenn sie um reine, freudige Stimmung ringt, strömt durch sie das Licht, welches die Erinnerung an die Höhen des Lichtes bringt
Die Voraussetzung dafür ist allein die Reinheit und das Licht, die durch sie strömen und niemals in Eigennutz oder gar niedere Begierden gezogen werden dürfen
Sie selbst soll mit diesem Geschenk, das ihr vom Schöpfer gegeben wurde, nicht aktiv bestimmen, in welche Richtung die durch sie vermittelten Ströme fließen, sei es für das Wirken der Naturwesen oder für die Entfaltung der männlichen Kraft in der irdischen Welt
Dies obliegt nicht der Frau, denn durch solches Handeln würde sie stets aufs Neue jenen Vorgang wiederholen, in welchem sie in ferner Vergangenheit, in ihrem ersten Versagen, durch das Bewusstsein ihrer Gaben, dem Manne sinnbildlich den „Apfel der Versuchung“ reichte
Die Versuchung bestand eben darin, die von ihr bereitgestellten Ströme aus den lichten Höhen in eigennützigem Streben zu lenken
In dem Augenblick, in dem die Frau begann, diese Gabe bewusst einzutauschen, begann der Verfall ihrer selbst und des Mannes, mit dem sie diese Gabe gegen seinen Einfluss, seine Stellung, seinen Besitz oder auch nur gegen die Möglichkeit, eine Familie zu gründen, einzutauschen suchte
In all dem muss die Frau stets in höchster Empfindung stehen, um den Wegen zu entgehen, die sie später so oft bereut
Jeder Versuch, die strahlenden Ströme aus den geistigen Welten gezielt zu lenken, um etwas von einem Mann zu erlangen oder sie anderweitig eigennützig zu verwenden, stellt eine Beeinflussung dar, die zu einem inneren Verfall der Frau führt – als unausweichliche Folge des Missbrauchs dieser kostbaren Gabe
Sie muss sich innerlich allein auf ihre Reinheit konzentrieren, denn wenn diese wirklich in ihr wohnt, ist sie die stärkste bestimmende Kraft für alles
Im Weben des Lichts, das sie ausstrahlt, liegt bereits alle Inspiration für die männliche Welt und auch für das Wirken der Naturwesen
Es ist natürlich, dass der Mann als der Nächste diese Inspirationen aufnimmt und daher aus den von der Frau vermittelten Strömen auf die reinste Weise schöpfen sollte
Inspiration für Poesie, für herausragende musikalische oder schriftstellerische Werke, die den Schöpfer verherrlichen, Inspiration für heroische Taten, aber auch für den Bau wunderschöner Häuser und ganzer Städte oder für die praktischsten kleinen Angelegenheiten des Alltags, all dies liegt in der Ausstrahlung, die die Frau zur Kreativität der Männer vermittelt
Das ist das große Wunder, das darin ruht, wenn aus unsichtbarer, von irdischen Gedanken unberührter Ausstrahlung eine wirkliche Verbindung entsteht, ähnlich einer Strahlenbrücke, die unmerklich zwischen dem weiblichen und männlichen Wirken auf der Erde fließt
Das Weben der Strahlen soll sich in der tiefsten und lebendigsten inneren Schwingung der Frau vollziehen, wenn sie im Einklang mit ihrem Leben steht
In ihrer Beschaffenheit trägt sie den Dienst am Licht in sich, ob sie sich dessen bewusst ist oder nicht
Sie kann sich diesem Dienst nicht entziehen, denn dieser Dienst ist seit jeher mit ihrem geistigen Wesen verbunden
Um diesen Dienst zu erfüllen, braucht sie nicht notwendigerweise einen Mann unmittelbar an ihrer Seite, denn sie ist frei, eigenständig in der großen Aufgabe, die der Schöpfer in ihre Hände gelegt hat
Immer wird sie äußerlich geschützt sein, wenn sie ihre Aufgabe rein und treu erfüllt
Die Kräfte der Naturwesen werden ihr immer nahe sein, und sie kann sich durch ihren reinen Dienst voll auf sie stützen
An ihrer Seite werden immer auch Dienerinnen stehen – Hestia, um die Dinge der Heimat zu ordnen, Haetheine, um ihren irdischen Weg zu schützen, Herfeline, um ihre Gabe der Heilung zu entwickeln, Astarte und Efredite, um ihre Anmut und ihre Schönheit zu stärken, auch die sanfte Siphe, der die Scharen der kleinen Naturwesen in der Natur, in Blumen und überall sonst unterstellt sind
Auch zu der rein dienenden Frau wird sich sogar Herferide aus den Hallen von Walhall neigen, und durch sie wird sie dann eine Verbindung zu den Höhen der Schöpfung haben
Mannigfaltige Gaben sind einem jeden Weibe auf ihrem Erdenwege beschieden
All dies gilt jedoch unter der ausdrücklichen Bedingung, dass sie ihre Aufgabe erfüllt und dass das erste und wichtigste, was ihr den ganzen Tag über in den Sinn kommt, das Hüten der Flamme der Reinheit ist
Diese Aufgabe kann sie zur höchsten Entfaltung erheben, zum glückseligen Aufblühen der gesamten Menschheit
Doch genauso kann sie durch ihre Unreinheit oder durch ihren Eigennutz diese erhabene Aufgabe in Niedrigkeit oder gar in Perversion hinabziehen, wobei sie statt Erhebung nur noch Zerstörung und Trümmer bringt
Deshalb ist es so wichtig, dass die Frau immer eine reine, freudige Stimmung in sich und um sich herum bewahrt
Es gilt zu betonen, dass hier eine besondere, selbstständige Ausstrahlung des weiblichen Webens zur Sprache kommt, die auf Erden, vereint mit innerer Reinheit, unmittelbar wirkt, gleich einer magischen Anziehungskraft, welcher die Schwingung eines märchenhaften Zaubers innewohnt, der aus den geistigen Welten herabschwebt
Diese zarte Ausstrahlung darf nicht durch eigennütziges, gezieltes Streben vonseiten der Frau beeinflusst werden, sondern soll in den Raum der irdischen Welt wie ein erfrischender Strom eines Bergbaches frei fließen
Es ist nichts Schwieriges, im Gegenteil, es ist das Einfachste, denn all dies geschieht bereits auf natürliche Weise durch das reine und freudige Dasein der Frau
Die Kraft des Wirkens liegt in ihrem Lächeln, dem Glanz ihrer Augen, den sanften Bewegungen, sie bleibt sogar auf allem haften, was ihre Hand berührt
Die Frau soll auch in der Materie wirken, insbesondere in allem, was mit der Schönheit und der zweckmäßigen Gestaltung des Haushalts zusammenhängt, wo sie die wahre Verwalterin der Ordnung des Haushalts ist
In dieser ihr zugedachten Aufgabe ist sie die Hüterin des lichten, lodernden Herdes, welcher ihr selbst und der ganzen Welt zum Segen gereichen soll
Auch viele andere Aufgaben können von der Frau gestaltet und gelenkt werden, um Segen in die Stofflichkeit zu bringen, in welcher auch sie den Weg der Entwicklung zur eigenen geistigen Vollendung beschreitet
Ihr ist die Gabe verliehen, bei der Heilung Kranker mitzuwirken, die gesammelte Weisheit weiterzugeben, als Vermittlerin der Kreativität in allem Feinen zu wirken, das Sorgfalt erfordert, und ihre einzigartige Verbindung mit den Pflanzen durch die Naturwesen zu nutzen, denn vieles weitere ist ihr hier auf Erden bereitet
Es gibt wirklich zahllose Bereiche, in denen die Frau ihr Prinzip der Sanftheit und des Friedens anwenden kann, wo die heutige Welt kaum einen Platz für die Frau suchen würde, wie die Rolle der Königin an der Seite des Königs, die Rolle der Priesterin des Volkes und andere Stellungen, zu denen in der Zukunft das reine Hellsehen und die Vermittlung von Hilfe durch die hohen Naturwesen aus Walhall gehören werden
Bei all dem jedoch muss sie stets bedenken, dass sie vor allem zur Verbindung mit dem Licht bestimmt ist, dass sie eine Mittlerin für das Weben der Ströme aus den geistigen Welten sein soll
Darin liegt ihre wichtigste Aufgabe, und gerade darin ist sie dann selbst in gewisser Weise eine Heimat und damit ein Zuhause hier auf Erden
Wenn sie diese Aufgabe erfüllt, wird alles zu ihr streben, alles wird sich ihr zu nähern suchen, denn in einer Art Ahnung wird alles Lebendige spüren, dass sie ein Born höherer Ausstrahlung ist, in dem der wahre Segen und das wahre Leben hier auf Erden geborgen sind
Alles Wesenhafte und Geistige wird in ihr eine Zuflucht und einen Urquell finden, welcher heilende Kraft auf die Schmerzen der Welt ausstrahlt
Auch hier soll die Frau in höchster Weisheit alles prüfen, was sich ihr nähern will, denn in ihrem Entschluss liegt es begründet, wer Einlass in ihr inneres Heiligtum findet, welches sie in sich trägt
Eine Frau soll keinen in ihre Nähe lassen, der durch seine unreine Art nicht würdig ist, ihr nahe zu kommen
Sie ist diejenige, die entscheidet, welcher Gast die Nähe ihrer inneren Heimat betritt
Sie hat alles in sich, um ein tugendhaftes Dasein zu bewahren
Sie trägt auch den Schatz einer reinen Quelle in sich, eines Schoßes, in dem immer wieder das Wunder der Vermittlung des Geschenks neuen Lebens geschehen darf
Deshalb muss sie immer auf der Hut sein, damit nicht jeder Vorbeigehende sofort Gast in ihrer innersten Heimat wird
Einzig das reinste Streben und die Wahrhaftigkeit der Empfindungen vermögen sich Stufe um Stufe dem innersten Heiligtum zu nähern, das im Weibe geborgen liegt
In dem Augenblicke, in welchem die Grenze nach unten verschoben wird, ist der Weg zurück tausendfach schwerer, und der Segen, der sonst der Frau stets zu Gebote steht, ist für lange Zeit entrückt, wenn nicht gar gänzlich verloren
Jede Frau sollte daher auf der Hut sein, damit das Geschenk, das in sie vom Schöpfer gelegt ist, in Reinheit verwaltet wird, in strahlender Liebe, die den Weg für die Ströme aus den Höhen der geistigen Ebenen ebnet
Nur so kann sie ihren inneren Zustand des Glücks und der Freude im irdischen Dasein bewahren
Nur so kann sie auch ihre hohe Aufgabe erfüllen, mit ihrem Inneren und ihrem Körper die Heimat des erfrischenden Lichtes hier auf Erden zu sein
Noch einmal schauen wir auf das Bild, das über der Frau schwebt
Aus den lichten Höhen der geistigen Welten strömt eine Fülle von Lichtstrahlen herab
Die Frau kann und soll für sie ein lebendiger Aufenthaltsort, eine Hülle, eine Heimat für diese Strahlen aus den lichten Höhen hier auf Erden sein
Darin liegt ihre Erfüllung, nach der sie so sehnsüchtig verlangt und die sie bisher noch nicht richtig gefunden hat, denn sie sucht sie in der äußeren Welt und nicht in ihrem Inneren
Immer wieder zieht die Frau von heute in den Kampf, um im Gefolge der männlichen Welt zum Abbild des Mannes oder zu seinem schmückenden Anhängsel zu werden, während ihr eigentliches Wesen, als königliche, erhabene Verwalterin der Strahlen aus den geistigen Ebenen der Schöpfung, verlassen dahinsiecht und sich in Nichtigkeit auflöst
Heimat ist ein Begriff, der weit höher ist als das, was wir hier auf Erden kennen
Es ist ein lebendiger Vorgang der Vermittlung lichter Schwingungen, die durch das geistige Wesen der Frau hier auf Erden strömen dürfen
Ihr ist es gegeben, ein Stück der fernen geistigen Heimat zu sein und durch ihr Wesen einen Teil der Wunder und Märchenhaftigkeit jener Welten hier auf Erden zu offenbaren
Mögen sich diesem wunderbaren Erfüllen nun so viele Frauen wie möglich öffnen, die noch den Sinn ihres Lebens suchen
Wie ein Blitz des Morgenlichtes würde das Erwachen jeder solchen Frau die Erde erleuchten
Der Segen des Lichtes würde durch sie strömen, und sie würde den Zustand erleben, nach dem sie sich so lange, so innig sehnt
Der ganze Planet krankt daran, dass die Frau ihre alte Aufgabe aufgegeben und dadurch die Reinheit der lebenswichtigen Verbindung zu strahlender geistiger Art verloren hat, die für sie lebenswichtig ist
Heimat und Frau – dies ist die Verbindung zweier Begriffe, die wie ein Schlüssel das Tor zur neuen Zeit des Lebens auf Erden jetzt öffnen werden
Sie können diesen Vortrag hier hören
Übersetzung aus dem Tschechischen
Občerstvující Domov
https://www.cesta-gralu.cz/obcerstvujici-domov/
