
Geistige Heimat – Tausend Jahre sind wie ein Tag

DER WEG DES GRALS – ZUSÄTZLICHE TEXTE – 12. Oktober 2020
Die in der lichten Heimat seliger Geister Weilenden messen den Ablauf allen Geschehens am Maßstab ihres stetig freudvollen Erlebens
So verwandeln sich Geschehen und Formen in Schwingungen innigen Bejahens, so wie die Geister jegliches Geschehen im Paradiese erleben
Alles ist dem Leuchten und Strahlen der Flamme des reifen Trägers des Geistes untergeordnet, je nachdem, was er in der jeweiligen Stunde in den seligen Gärten erlebt
Das erfüllende Erleben der Geschehnisse ist entfernt vergleichbar dem Erleben der Kinder hier auf Erden, wenn sie ganz in einer Sache aufgehen, an der sie teilhaben dürfen
Die Bewohner der Welten im Lichte nehmen die Zeit nicht wahr, wie es bei den Menschen auf Erden geschieht; doch ist in das Erleben ihres Geistes das Vertrauen eingewoben, dass alles sich genau so ereignet, wie es sein soll
Niemand eilt, niemand verweilt auch nur ein wenig länger an einem Ort, als es als erfüllend empfunden wird
Jeder Geist erspürt genau die Richtigkeit des Augenblicks, in dem er sich an einem bestimmten Ort einfinden soll, sei es, dass dieses Sich-Einfinden von ihm selbst gewollt ist, oder er zu einer Angelegenheit von anderen Geistern gerufen wird, oder der Ruf, von den Höhen ausgesandt durch Engel, zur Erfüllung eines Dienstes an ihn ergeht
Das Empfinden des Ablaufs der Geschehnisse ist in der geistigen Heimat etwas, das man als hohen Sinn für erhabene Pünktlichkeit bezeichnen kann
Ein jeder Bewohner dieses Ortes empfindet es als ein hohes Geschenk des Vertrauens, dass er sich inmitten der Harmonie dieser Stätte der Freude allzeit genau dort befindet, wo er zur rechten Stunde zugegen sein soll
Es ist Ausdruck eines hohen Grades an Erhabenheit, wenn sich Geister genau im selben Augenblick an einem bestimmten Ort zum Dienst oder zum freudigen Erleben treffen
Und da es in der geistigen Heimat ausgeschlossen ist, dass dort etwas anderes als ein hoher Grad an Reife und Erhabenheit vorhanden ist, ist es undenkbar, dass jemand unpünktlich wäre und verspätet zu seinem Ruf erscheint
In diesem Erleben liegt auch jene Friedfertigkeit und Eintracht aller, die sich im Paradiese treffen, um gemeinsam die Augenblicke der Gegenwart in der jeweiligen Sache zu erleben
Es wird auch niemand gerufen oder gestört, wenn er in einem Augenblick allein sein möchte, oder wenn er von der höchsten inneren Glückseligkeit erfüllt ist, die ihn in den Augenblicken des Lobpreises Gottes durchströmt
Für solche Augenblicke gibt es im Paradiese viele Orte, wohin sich ein solcher Bewohner in die Einsamkeit zurückziehen kann, ohne von jemandem aufgesucht zu werden
Er wird in diesem Augenblick auch für nichts gebraucht, denn er wird sogleich in freudiger Begeisterung durch einen anderen Geist ersetzt, der sich dann an der Aufgabe beteiligen darf, im seligen Bewusstsein, dass gerade ihm die Teilnahme vergönnt ward
Alles fließt hier ungehindert und ungehemmt in höchster Harmonie, von der alles durchdrungen ist, woran die Bewohner des Paradieses teilhaben dürfen
So fließt hier das Erleben im kraftvollen, erfüllenden Mitschwingen der Geister im Zeitraum eines einzigen Tages, wenn wir es mit dem irdischen Zeitempfinden vergleichen dürften; aber dieses Erleben eines einzigen Tages in der geistigen Heimat würde sich in seiner Intensität auf Erden kaum in die Zeit von tausend Jahren fassen lassen
Ein einziger im geistigen Reich erlebter Augenblick, sollte er in gleicher Weise im grobstofflichen Körper erlebt werden, entspräche in den Ebenen des Werkes der Nachschöpfung dem Ablauf ganzer Jahrzehnte, Jahrhunderte
Der Mensch vermag dies zum Teil an der Stärke und Intensität des Traumerlebens zu erkennen, in welchem die Seele, unabhängig von den Geschehnissen der grobstofflichen Welt, erlebt
Der Traum selbst mit einem bestimmten konkreten Handlungsverlauf ist oftmals das Werk weniger Sekunden in der gesamten Zeit des Nachtschlafes, obwohl der Handlungsverlauf des Traumes viele Momente enthält, welche die Entwicklung komplexer Ereignisse umfassen, die in der grobstofflichen Welt Tage, Wochen oder gar Monate zur Verwirklichung benötigen würden
Doch selbst dies ist noch verlangsamt und entspricht nicht einmal annähernd dem tatsächlichen Erleben des freudigen Zustandes des Geistes im Lichte
Im Lichte wird alles erlebt ohne die verzögernden Vorgänge, die in der Nachschöpfung allzeit nur mit einer gewissen Umhüllung in der Dichte der Materie einhergehen
Das Erleben der Geister in der Heimat im Lichte ist ein völlig anderes als dasjenige, was wir hier auf Erden erleben und wahrnehmen
Gerade aus den Folgerungen dieser anderen Art von Wahrnehmung ist es notwendig, alle Verheißungen zu betrachten, die aus dem Lichte kommen
Was sich in den Lichtwelten, in der Intensität höchsten Erlebens, in kürzester Zeit vollzieht, bedarf in den Stofflichkeiten zur Vorbereitung und Erfüllung einer viel längeren Zeitspanne, bis zur Reife der Vollendung
Gleichzeitig wird in den lichten Ebenen der Unterschied zwischen der augenblicklichen Erfüllung in den dortigen Welten und der erst späteren Verwirklichung in den Stofflichkeiten nicht als langes Warten empfunden, sondern ist erfüllt mit weiteren Erlebnissen lebendigen Geschehens, die jedoch gleichzeitig das Bewusstsein der sich erfüllenden Verheißung, welche der Erfüllung zustrebt, nicht verdrängen
Im Lichte gibt es kein Warten, keinen Stillstand, sondern alles ist erfüllt von lebendigem Erleben, das aber ein jedes begonnenes Geschehen im Gedächtnis behält; und wenn es an den Punkt der Erfüllung gelangt, wird es ebenso stark erlebt wie zu Beginn des Geschehens im Lichte
Obgleich in den Tiefen der Welten Jahrhunderte und Jahrtausende der notwendigen Vorbereitung auf die Erfüllung der Verheißung vergangen sind, so ist diese doch in den lichten Sphären noch ebenso mächtig, und es gibt nicht die geringste Abweichung von der ursprünglichen Kraft, die in ihr lag
Dass jedoch in der Vielschichtigkeit des Geschehens eine große Fülle weiteren lebendigen Erlebens sich vollzogen hat, macht keinen Unterschied darin, dass, wenn die Erfüllung endlich auch in den Stofflichkeiten, an die sich die Verheißung richtete, eintritt, im Lichte unverändert dieselbe Mitwirkung im Erleben herrscht wie bei der Entstehung der ersten Schwingung, die sich im Erleben des ersten Augenblicks der kommenden Botschaft ereignete
Im Lichte geht niemals etwas verloren im Sinne der Mitwirkung des Erlebens, und so sind hier wahrlich tausend Jahre wie ein Tag
Darum gibt es so viel Unverständnis bei den Erdenmenschen, wenn sie den Zusammenhang in den Verheißungen des Lichtes suchen und insbesondere die Zeitmaße zwischen den Sphären des Lichtes und den Ebenen der dichten Stofflichkeiten zu vergleichen versuchen
Das, was im Lichte das Werk eines Augenblicks ist und in der höchsten Erfüllung erlebt wird, bedarf in den Stofflichkeiten gleichzeitig vieler Sternenumläufe, um jene Reife zu erlangen, die es ermöglicht, die empfangene Verheißung im grobstofflichen Geschehen nach außen zu verwirklichen
Das Geschehen in den grobstofflichen Ebenen bedarf allzeit einer Vielzahl von Vorbereitungen, auf dass die Fäden zusammenlaufen, die die dienenden Wesen, die Vaenen, Alphar und Zwerge, vorbereiten, damit schließlich alles im Einklang steht mit der Möglichkeit zur Erfüllung in der grobstofflichen Welt hier auf Erden
Was im Lichte vorbereitet und in einem Augenblick erfüllt wurde, bedarf, in die Stofflichkeiten übertragen, viel längerer Zeiträume, um zur Verwirklichung zu gelangen
Unter anderem gerade deshalb konnte in dieser Hinsicht die Erfüllung des Göttlichen Gerichtes in den stofflichen Welten niemals als festgelegt bezeichnet werden, weil hier unzählige Fäden zusammenlaufen, die die Notwendigkeit der Erfüllung der Göttlichen Gerechtigkeit und der Göttlichen Liebe in einer Auswirkung in sich tragen, wie sie der Mensch in seiner Art niemals zu erfassen vermag
So vermochten auch die beiden Söhne Gottes, Jesus und der Menschensohn, die Erfüllung des Tages des Gerichtes Gottes des Vaters hier auf Erden nicht zu bestimmen, denn die dazu notwendigen Fäden sind in ihrer unfassbaren Lebendigkeit viel zu beweglich und fließen unablässig durch die Hände erhabener Vaenen, damit erst im rechten Augenblick alles im Punkt höchster Erfüllung göttlicher Gerechtigkeit und Liebe zusammenfließt; erst dann bricht der Tag des Gerichtes an, da durch alle Fäden die große Erfüllung hindurchgeht
Diese Fäden müssen von den Händen dreier weiser Weberinnen geknüpft werden, die unter dem großen Baum „aller Erkenntnis“ unter Walhall wirken, auf dass schließlich alles genau in dem einen Augenblick der Erfüllung zusammenfließt
Wie ein Schlüssel ins Schloss gleitet, also muss sich alles an seinen Platz fügen, um sich in der kraftvollen Verwirklichung der göttlichen Weisheit zu erfüllen
Die drei Weberinnen verbinden die Fäden, die vom großen Webstuhl der Vaenen zu ihnen kommen, ohne selbst einen hinzuzufügen
In dieser Hinsicht ist ihr Blick verhüllt, und sie weben alles, ohne vom Geschehen zu wissen, ohne persönliches Schauen der Vorgänge, denn sie sind ganz dem Dienste hingegeben, zu dem sie bei ihrem Erwachen zum Dasein berufen wurden
Sie weben alles genau so, wie es gewoben werden muss, um den höchsten Willen Gottes zu erfüllen, der durch die Gesetze alle Teile der Schöpfung durchdringt, also auch in dem zusätzlich hinzugefügten Teil des Werkes der Nachschöpfung
Schon lange gleiten durch die Hände der drei Weberinnen die Fäden, die in sich das mächtige Wort tragen: Göttliches Gericht
Die Weberinnen wissen durch ihren geübten Tastsinn, wann dieses göttliche Gericht kommen wird, sie kennen genau den Augenblick, in welchem alle Fäden in eine Linie gebracht sein werden, doch können sie es nicht sagen, denn ihre Münder sind dazu verschlossen durch ihren Willen, der ganz dem Dienst am Vater aller gewidmet ist, wie die dienenden Wesenheiten in Walhall und Asgard den Allheiligen Gott und Schöpfer nennen
Die drei Weberinnen wissen, dass diese Zeit kommen wird im Augenblick der rechten Vereinigung aller Fäden, welcher nun alles zustrebt in Erfüllung der sich offenbarenden Zeichen der Zeit
So kann man allzeit von dem wachsenden Druck und den Strömen sprechen, die das Gericht ankündigen; doch die Erfüllung selbst ist das Werk des Glockenschlages, der erst zur bestimmten Stunde ertönt, wenn alles an seinem Platze bereit ist
Dieses Ereignis rückt immer näher, es kann sich beschleunigen, es kann sich auch verlangsamen, doch seine Erfüllung wird schließlich genau in jenem bestimmten Augenblick eintreten, den wir den „Durchgang des leuchtenden Strahls der Erfüllung durch die ganze Schöpfung“ nennen können; ebenso vermögen wir von dem „Hieb des Schwertes des göttlichen Gerichtes“ zu sprechen, welcher genau in jenem Augenblick niedergeht, in welchem in den Myriaden von Fäden, die mit einzelnen Geschöpfe und Orte verbunden sind, die Erfüllung eintreten kann
Es ist nicht gut, an diesem Augenblick zu zweifeln, denn das Schicksal der Weltenteile Sardes, Pergamon und auch Laodizea bezeugt, dass der Schlag des richtenden Schwertes auch hier diese kleine Erde in Ephesus treffen wird
Alle, die in ihrem Beobachten und Empfinden aufnahmefähig sind, wissen auch, dass ein jeder Tag diesen Augenblick näher bringt, wenngleich niemand im Voraus zu wissen vermag, wie und wann genau er eintreten wird
Es ist auch möglich, dass dieser Schlag der irdischen Vollendung schon längst erfolgt ist
Wir wissen, dass Parsifals Strahl alles beschleunigt hat, denn Parsifal sendet in Erfüllung des Auftrages seines Vaters Strahlen aus zur Beschleunigung des Webens aller Fäden durch die Vaenen, jene Weber, die schon während seines irdischen Wirkens hier zu einer bestimmten Zeit alle Schicksalsfäden der Menschen auf Erden webten, zu deren beschleunigten Ausgleich
Gerechtigkeit und Liebe fanden in ihrem Wirken keine Stütze in der notwendigen Zusammenarbeit mit den dazu berufenen Geister, die auf der Erde weilten und den Weg zum Durchschreiten der Pforte in die neue Zeit des tausendjährigen Reiches bereiten sollten
Das ist nicht geschehen, und alles ist in unbegreiflicher Gnade der göttlichen Liebe vorbereitet worden für eine neue Ausrichtung des sich zuspitzenden Geschehens des Gerichts
Dieses Mal jedoch wird es keinen Aufschub mehr geben, denn die Zeit der Reife von Erdas Körper hat sich verschoben, und es ist kein Raum mehr für weiteres Warten
Die Reife allen Geschehens treibt nun die Erfüllung der Fäden aller Menschen, Tiere und Pflanzen auf Erden zum Fortschritt voran
Auf Nachzügler wird nicht mehr gewartet, denn ihre Fäden bergen keine Überraschungen mehr, weil bald nur noch die nach 1929 Geborenen auf Erden sein werden
Sie alle sind mit dem Wissen auf die Erde gekommen, was hier nach der angekündigten Weltenwende geschehen muss
Sie wussten es und wissen es im Geiste, obgleich ihr irdisches Bewusstsein davon nichts ahnt
Keiner der hiesigen Menschen ist unwissend, und alle sind mit dem Wissen auf diese irdische Ebene gekommen, dass sie in die Zeit der sich erfüllenden Zeitenwende eintreten
Allen wurde verkündet, dass auf Erden die Verankerung des helfenden Wortes der Wahrheit aus Gottes Gnade aufleuchtet, welches hierher in die grobe Stofflichkeit gebracht wurde durch das Opfer Gottes, das in der grobstofflichen Menschwerdung des Menschensohnes besteht
Als die kommenden Seelen die Fäden des sich bildenden Erdenkörpers erhielten, wurde ihnen dies von den Webern als Bedingung für die Menschwerdung mitgeteilt
So trägt ein jeder Mensch, der auf Erden ist, diesen starken Eindruck der Mahnung der Weber in sich
In den feinstofflichen Sphären ist das Wissen um das große Geschehen längst bekannt, und dieses Geschehen wird von ganzen Scharen von Seelen als gnadenvolle Gewährung der Möglichkeit erlebt, viele Fäden noch vor der Erfüllung des göttlichen Gerichtes zu lösen
Deshalb haben es Millionen von Seelen si verzweifelt eilig, sich noch rechtzeitig auf Erden zu inkarnieren, um so manche Last ihrer Schicksalsfäden loszuwerden
Wenn die Seelen mit dem Körper in Verbindung treten, wissen sie noch vieles von dem gegenwärtigen Geschehen, doch schon in der Kindheit überdeckt das sich entwickelnde Verstandesdenken das meiste
Die Seele und insbesondere der Geistfunke im irdischen Menschenkörper, wie reif oder unreif er auch sein mag, weiß um das Kommende
Die Menschen sind also nicht mehr im Geiste unwissend, sondern nur noch irdisch unvorbereitet, und deshalb werden sie sich wieder überrascht fühlen und von sich selbst als von Nichtwissenden sprechen
Das aber ist lediglich die Folge irdischen Zögerns und Trägheit bei der Suche nach dem Sinn ihres Daseins, die, wäre sie so stark wie vor der Inkarnation, von selbst zu dem verheißenen Wort der Wahrheit führen würde
Das Wort ist auf Erden, und dadurch hat Gott Vater Seine Liebe einem jeden Menschen geschenkt, denn niemand braucht mehr in Unwissenheit umherzuirren, wenn die Verstärkung alles Geschehens in der Erfüllung des heiligen göttlichen Gerichtes auf Erden kommt
Damit ist nun ein Geschehen vorbereitet, das hier bei dem persönlichen grobstofflichen Erdeneintritt Parsifals nicht gegeben war, weil es hier eine Vielzahl von Geistern gab, die in ihrer Unwissenheit der Dinge auf die Hilfe berufener Geister angewiesen waren
Die damaligen Vorbereitungen ließen dies nicht zu, denn es handelte sich um große Wandlungen in den Fäden der Vorbereitung für das persönliche Kommen Parsifals in den Leib, welches nicht von vornherein beabsichtigt war
Darum musste sich damals alles vorbereiten im Vertrauen auf die unbedingte Hilfe der berufenen Geister, die um ihren Herrn stehen sollten
Die nun berufenen Geister können und sollen den Suchenden Hilfe bringen, doch wird durch ihr mögliches Verzögern oder Versagen nichts aufgehalten
Sie allein werden dann den Lohn empfangen für ihre Erfüllung oder Nichterfüllung in dieser Zeit
Das Versagen wird Trümmer schaffen, obwohl diese noch vermeidbar gewesen sein könnten; dennoch wird das darauf folgende Geschehen dadurch nicht mehr aufgehalten
So vermag die Liebe Gottes alle Kräfte zur Erfüllung der göttlichen Gerechtigkeit freizusetzen
Mit diesem Wissen wirkt nun der Strahl Parsifals und drängt alles zur Erfüllung der uralten Verheißungen, die sich in den lichten Ebenen schon vor Jahrtausenden ereignet haben
Und dennoch ist hier ein großes Vertrauen des Lichtes in die Erfüllung all derer, welche bewusst aus den lichten Ebenen für diese Zeit auf die Erde gekommen sind
Das Vertrauen in ihre Erfüllung ist überaus groß, denn es baut darauf, dass sie dies alles schon vor Jahrtausenden in der lichten Heimat erlebt haben, wo unmittelbar nach der Ankündigung des Gerichtes durch die Engel die Bilder der Reinigung des Werkes der Nachschöpfung Wirklichkeit wurden
„Tausend Jahre sind wie ein Tag“ – dieser Vergleich zwischen dem Geschehen in der geistigen Heimat und den Welten der Stofflichkeit im Werk der Nachschöpfung wurde von Anbeginn vor allem jenen verkündet, die einst auf die Erde kommen werden, auf dass sie sich erinnern, was ihr Geist längst im Lichte erlebt hat
Sie alle wissen es bereits in sich, und nur ihr irdischer Verstand hemmt das Erwachen zur vollen Erkenntnis und zum Verständnis des Geschehens, das nun kommt
Möge ihr Geist sich an die Glückseligkeit des Erlebens in den Lichtebenen der Heimat erinnern, und mögen sie zu ihrer Aufgabe der geistigen Erfüllung durch diesen Aufruf kommen, ihr altes Versprechen auf Patmos zu erfüllen
Patmos – Ort lichter Verheißung – erklingt im Inneren vieler Menschen, die noch nicht wissen, was in ihrem Leben geschieht, da das Erwachen zu ihnen erst noch kommen wird
Vor Jahrtausenden wurden Scharen lichter Geister berufen und in die lichten Ebenen erhoben, um ihnen die herrliche Aufgabe zu übertragen, an dem in der Nachschöpfung vorbereiteten Lichtgeschehen mitzuwirken
Dies geschah einige Zeit nach der Rückkehr des Gottessohnes Jesus zu Gott Vater in Sein ewiges Reich
Zu jener Zeit kam der Moment für die Erfüllung von Parsifals Kommen zum Gericht über die Sterne der Stofflichkeit im Werk der Nachschöpfung
Zu diesem großen Geschehen wurden viele Menschengeister in den lichten Ebenen der Schöpfung berufen
In Seligkeit fanden sie sich zum gesegneten Gottesdienst im Lichte ein, wo sie eine neue, strahlende Flamme empfingen, die ihnen hinzugefügt wurde und die sie der Erkenntnis Gottvaters und Seines Willens näher brachte
Sie wurden darauf vorbereitet, zu gegebener Zeit den kommenden Ruf des Lichtes zu erkennen und die geschenkte Flamme zu nutzen
„Tausend Jahre sind wie ein Tag“
Und es war dieser eine Tag in den geistigen Welten, der zur Erfüllung des großen, alles verändernden Ereignisses auf der Erde führte
Übersetzung aus dem Tschechischen
DUCHOVNÍ DOMOV – TISÍC LET JEST JAKO JEDEN DEN
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