
Die Läuterung der Flamme des Geistes – Das Kostbarste
CESTA GRÁLU – ERGÄNZENDE TEXTE – 5. November 2020

Eines der kostbarsten Güter, das der Geist des Menschen in sich zum Leben erwecken soll, ist die Regsamkeit seines Empfindens
Nur die lebendige Regsamkeit im Empfinden des Geistes kann im Erleben des Menschen die vom Schöpfer erwartete Erfüllung der erhabenen Werte des Wortes der Wahrheit herbeiführen
Ohne diese Lebendigkeit wird das rettende Wort der Wahrheit, die Gralsbotschaft, für alle wissenden Menschen nur ein totes Schema bleiben, wird trotz aller belebenden Klarheit, die in ihr enthalten ist, in den Händen innerlich unbeweglicher Menschen schließlich nur zu einem Dogma erstarren, nicht unähnlich anderen religiösen Lehren, in denen eine betrüblich verengte Sicht auf das Schöpfungswerk wie auf den Schöpfer selbst herrscht
Wo keine stete Lebendigkeit ist, da verdorrt sofort alles gleich einem vom Baume abgerissenen Blatt
Ohne Regsamkeit im Empfinden des Geistes ist es auch dem Menschen selbst nicht möglich, den strahlenden Geistesfunken in sich dauerhaft zu bewahren
Schließlich wird ein solcher in sich vergehen, auch wenn sein äußerer Körper noch einige Zeit irdisch existieren mag, angetrieben von nachklingenden Schwingungen der Kraft, die vom Geistesfunken ausgeht
Dennoch ist der Geist selbst in sich bereits ermattet und gestorben, erloschen
Er hat sich seines inneren Willens, seines Empfindungslebens entäußert
Das Leben eines solchen Menschen ist dann nur noch ein mechanisches Fortbewegen in den eingefahrenen Gleisen des gewohnten Denkens
Nur aus innerer, unauslöschlicher Lebendigkeit erwächst selbsttätig das Interesse an allem Wichtigen in den Angelegenheiten des Geistes
Gerade die lebendige Beweglichkeit ist die auslösende Kraft in der Entwicklung des geistigen Kerns in jedem von uns
Obwohl wissenden Menschen dies alles klar ist, so bleibt doch in vielen von ihnen noch die brennende Frage, wie diese Beweglichkeit des Geistes denn wirklich aussieht, wie sie sich äußert
Ein Anflug von Unruhe erschüttert von Zeit zu Zeit den Menschen, ob er wirklich richtig voranschreitet, ob er innerlich beweglich genug erscheint für das Licht und für Gott
Die große Frage geht also unter den Scharen der Suchenden und auch der Wissenden umher: „Was ist geistige Beweglichkeit?“
Viele meinen, die Beweglichkeit des Geistes bestünde in ihrem Denken, in der Schnelligkeit und Raschheit, wie sie über Dinge nachdenken, wie sie diese bewerten und wie ihnen diese Dinge im Gegenzug einen Sinn für ihre Richtung im Leben geben
Sie meinen, ihre eigene geistige Beweglichkeit bestünde im Bewerten von Dingen und Situationen so, dass sie in diesen bestehen und möglichst wenig Sorgen haben, gleichzeitig dabei auch an andere Menschen in guter Weise denken und ihren Nächsten gegenüber gütig und gerecht sind
Das ist sicher richtig, aber es ist nur ein grundlegender Teil der wahren Beweglichkeit, die der Schöpfer in den Geistesfunken des Menschen gelegt hat, damit er sie richtig gebrauche
Denn schließlich denken und handeln ja auch rein materiell eingestellte Menschen in dieser Weise
Wie vermag der Mensch wahrhaft geistig lebendig und beweglich zu sein?
Unzertrennlicher, natürlicher Bestandteil der Beweglichkeit des Geistes ist die stete Beschäftigung mit dem hohen Sinn des Lebens in jedem Augenblick
Darin liegt das beherzte Vorwärtsschreiten, so wie es von Gottvater seit jeher von der menschlich-geistigen Art erwartet wurde, denn darin liegt der Fortschritt, die Entwicklung und damit die Möglichkeit des Erreichens der Reife, die allein den Eintritt in die geistige Heimat gestattet
In der Beweglichkeit des Geistes liegt Fortschritt und Entwicklung, angetrieben von der strahlenden Flamme der Begeisterung und Freude am Schöpfungswerk Gottes
Kein Geist kann hier auf Erden in einschläfernder Ruhe und Bequemlichkeit recht leben, solange ihm etwas unerklärlich, unerkundet bleibt, solange es etwas gibt, das ihn berührt, wie etwa die Frage nach der irdischen Geburt und dem irdischen Tod, und er in dieser Frage keine Klarheit besitzt
Und solcher Fragen gibt es um den Menschen eine unerschöpfliche Menge
Der menschliche Geist sollte unersättlich sein, bis er zu diesen Fragen Antworten findet
Doch schauen wir auf die vielen Menschen, die, obgleich sie diese Fragen, derer sie sich bewusst sind, fürchten, ängstlich um sie herumgehen, und dennoch fähig sind, die Stimme des Geistes, die noch in ihnen ruft, zu unterdrücken, und die entweder in tiefer Unwissenheit oder vielleicht in Halbbewusstsein über diese wichtigen Fragen verharren
Irgendwann verstummt die rufende Stimme in ihnen, so dass sie sich keine Gedanken mehr darüber machen, wer sie eigentlich sind und welchen Sinn ihr Leben hat
Die Menschen wissen, dass, wenn sie geboren wurden, nach einer Zeit auch unabwendbar der Tod kommt, denn wo ein Anfang ist, ist auch ein Ende
Wie viele aber sind es, die sich damit beschäftigen, um zu der Erkenntnis zu gelangen, was war, bevor sie geboren wurden, und was kommen wird, wenn sie dereinst ihren Körper wieder verlassen?
Eine ernste Frage, die hier seit Anbeginn der Existenz der Menschen auf Erden steht
Eine ernste Frage, die beantwortet werden muss
Dennoch lassen sich viele in ihrem Leben von Dingen ablenken, die gegenüber der Antwort auf diesen wichtigen, offenen Anfang durch ihre Geburt und das daraus folgende, später unausweichliche Ende durch den irdischen Tod bedeutungslos sind
Welche Bedeutung haben die materiellen Herausforderungen des Lebens, wenn die Sinnfrage des Daseins unbeantwortet bleibt?
Wo ist das höchste Streben, im intensivsten Ringen Antworten auf diese ganz grundlegenden Fragen des Lebens zu finden?
Dies alles zeugt nur von der Unbeweglichkeit des Geistigen im Menschen
Denn wenn dieser regsam bliebe, dann würde ihn nichts aufhalten in seinem Suchen, bis alles ihm klar, verständlich wäre, vom ersten bis zum letzten Buchstaben
Die Unbeweglichkeit des Geistes ist ein Zeichen innerer Schwäche, der Ermattung des Geistesfunkens
Vielmehr muss in jedem Menschen die unauslöschliche Flamme der Fackel des Suchens brennen, und der innere Mensch kann nicht ruhen, bis er von einer immer umfassenderen Wahrheit umgeben ist, die ihm einen erfrischenden Hauch von Erkenntnis des Sinns aller Dinge im Ganzen bringt und den Geist auf den Weg lenkt, der zu seinem wahren Ziel führt
Gerade die Bewegung der Überwindung von Hindernissen im Ringen des Geistes um dieses hohe Ziel ist es, die dem Geist gut tut und die er für seine Entwicklung braucht
Die lebendige Arbeit des Zusammenfügens erkannter Einzelheiten zu einem immer vollständigeren Ganzen, das ist die Einstellung zum Leben, die man als wahre Regsamkeit bezeichnen kann
Es ist aber nicht die Tätigkeit des trockenen Nachdenkens – des Philosophierens im Lehnstuhl -, sondern vor allem das Beobachten von Vorgängen, das Erspüren und Übertragen von lebendigen Beispielen, die sich in der Grobstofflichkeit unmittelbar im Leben abspielen, in alle Zusammenhänge mit dem Inneren im Menschen
Alles Erkannte in der uns umgebenden Stofflichkeit ist mit den übereinstimmenden Prinzipien auf der seelischen und geistigen Ebene des Menschen lebendig zu verbinden, denn sie wirken nach den gleichen Schöpfungsgesetzen, nur in feineren Ebenen der Welten über dieser Stofflichkeit
Dies kann bei jeder Arbeit, bei jeder Tätigkeit des Menschen erlebt und verwirklicht werden
Gleichzeitig ist es notwendig, eine Lebendigkeit aufrechtzuerhalten, die mit der Möglichkeit rechnet, dass alles, was im Verständnis des Menschen bereits erreicht ist, sich noch verschieben und weiterentwickeln wird und somit sicherlich in seiner Entwicklung durch den Erwerb erweiterten Wissens eine weitere Wandlung erfahren wird
Nichts steht still, alles ist in Bewegung, und im großen Schöpfungswerk erfährt alles Wandlungen, die sich aus den grundlegenden Gesetzen entwickeln, die allein unveränderlich sind
Der Mensch mit seiner Fähigkeit zum geistigen Überblick übersieht nicht alles, auch wenn er sich oft für einen Wissenden hält
Das soll jeden zur Annahme großer Demut gegenüber der Unermesslichkeit des gesamten Schöpfungswerkes im Vergleich zur eigenen Perspektive führen
Demut vermindert den Willen zur Kritik, die eigentliche Ausdruck von Unwissenheit und Unbeweglichkeit ist
Leider ist es oftmals so, dass der unwissende Mensch, kaum berührt von einem Schimmer des geringsten Wissens, sich sogleich in vermeintlicher Weisheit sonnt
Dieses Körnchen wird dann groß in die Welt hinausposaunt, und die Menschen, die es als Grundlage annehmen, ahnen nicht, dass sie sich damit wieder nur einen falschen Weg schaffen, den sie bis zum bitteren Ende werden gehen müssen
So war es fast immer auf Erden, und die funkelnden Körnchen einzelner Erkenntnisse haben geistig bequeme Menschen getäuscht, bis sie schließlich vom gesunden Weg zur Erkenntnis der ganzen Wahrheit abirrten
Umgekehrt tragen wirkliches Wissen und Weisheit immer einen größeren Anteil der Anerkennung der Möglichkeit in sich, dass die Dinge sich noch entwickeln, durch neues Wissen ergänzt und verstärkt werden
Für jede Unterscheidung zwischen gesund und ungesund ist der Mensch mit der Lebendigkeit seines Empfindens ausgestattet
Lebendigkeit ist die natürliche Ausrüstung gegen das Erstarren in engen, unbeweglichen Gleisen
Echte Teilhabe am Leben erfordert eine ständige Bereitschaft zur möglichen Veränderung, zum Fortschritt zum Besseren, zum Wahrhaftigeren, zu dem, was sich dem Menschen neu bietet
Sie eröffnet einem solchen Menschen auch den Ausblick auf immer vollständigere Horizonte im Schöpfungswerk
Glücklich sind die Seelen in den feinstofflichen Welten, die sich die Offenheit für Neues bewahren, die nicht in sich selbst gefangen sind durch das Festhalten an ihren Vorstellungen von der Schöpfung, vom Schöpfer und Seinem Willen
Das Kostbarste, was die Seele mit sich hinübernehmen kann auf dem weiteren Fortgang ihres Seins in die feineren Welten der Stofflichkeiten, ist die rein kindliche Offenheit, die nach dem Erkennen von Neuem verlangt
Rein kindliche Offenheit ist ein großer Vorzug für das weitere Dasein eines jeden Menschen
Die vermeintliche Kenntnis des Wortes der Wahrheit hier auf Erden, die auf bloßem Verstandesdenken beruht, ist oft eine unzulängliche Ausrüstung, weil sie die Gefahr in sich birgt, an Einzelheiten zu haften, und damit umgekehrt ein Hindernis in der Bewegung und eine Erstarrung mit sich bringt
Gleichzeitig ist die Übernahme von Wissen wieder ein Hindernis für Bewegung, wenn dieses Wissen nicht selbst ein Ansporn zum Suchen und Forschen nach weiterem Wissen ist
Leider ist es gerade die mangelnde Beweglichkeit, die dazu führt, dass der Mensch auf einer bestimmten Stufe der Erkenntnis stehen bleibt und in der Zufriedenheit mit dem bisher Erreichten nicht weitergeht
So sind viele Christen stolz auf ihre Bibelkenntnis und lehnen in dieser scheinbaren Kenntnis die Gabe des Wortes der Gralsbotschaft ab, die viel klarere und schlüssigere Einsichten in die Erkenntnis des Schöpfungswerkes wie auch des Gottessohnes Jesus und Gottvaters selbst bringt
Anstatt diese Gabe, die eine Erweiterung der Erkenntnis über die Wege des Menschengeistes durch das Nachschöpfungswerk und alles damit zusammenhängende bringt, entschlossen zum ernsten Forschen anzunehmen, lehnt die Mehrzahl dieser Menschen in stolzer Verteidigung ihres Glaubens die neu gebrachte Wahrheit ab
In ihrem vermeintlichen Stolz wollen sie nicht wahrhaben, dass sie sich damit den Weg zu einem höheren, bewussten Durchschreiten des Schöpfungswerkes, das für sie so wichtig ist, durch ein schweres Schloss völlig versperren
So verhält es sich auch mit anderen Religionen, Philosophien und Geistesströmungen, von denen es nur so viele auf Erden gibt
Leider gilt dies für die meisten Anhänger von Lehren und Konfessionen
Den Ausnahmen, die sich durch ihre eigene lebendige Beweglichkeit im Innern zu befreien vermochten, gebührt große Hochachtung
Aber bedauerlicherweise sind auch diejenigen, deren Wissen unmittelbar aus dem Wort der Gralsbotschaft stammt, von dieser Unbeweglichkeit nicht ausgenommen
Auch sie haben oft ihre Grenzen der Beweglichkeit, und diese führen sie zur Erstarrung und zur Ablehnung von vielem, was kommt und die Grundlagen des Wortes der Wahrheit in natürlicher Weise weiterentwickelt
Obschon sie wissen, dass das Wort der Wahrheit viel umfassender hätte sein sollen und aus Gründen, die im Unverständnis und in der Unbeweglichkeit einiger Berufener um den Menschensohn lagen, nicht weitergeführt werden konnte, obschon das Wort der Wahrheit selbst an vielen Stellen eine Verheißung darüber enthält, die sie gut kennen, halten sie dennoch an ihrer Beschränkung fest
Und so liegt auch hier wieder ein großes Hindernis in der Verschlossenheit, die aus der Starrheit jener Wissenden herrührt, welche auf der gegebenen Stufe stehen geblieben sind, in der Annahme, schon genug, ja, alles zu wissen
Obgleich ihr Geistesfunke nach dem Erkennen immer feinerer Teile des Schöpfungswerkes ruft, obgleich der Geist aus seinem Wesen heraus nach noch viel mehr Wissen verlangt, so ist doch äußerlich die Schranke des Denkens gesetzt, dass nichts Neues mehr kommen wird, und selbst wenn, so bedürfen sie dessen nicht
Wie deutlich tritt der innere Widerspruch immer wieder hervor, wenn einerseits verkündet wird, es sei nichts mehr nötig, da das Wort der Wahrheit alles umfasse, und andererseits das tägliche Tun vieler unverkennbar die fortdauernde und völlige Abkehr von der lebendigen Wirklichkeit der wesenhaften Diener widerspiegelt!
Ist es nicht ein Widerspruch, wenn man von der Vollständigkeit allen Wissens und aller Erkenntnis spricht, sobald aber im irdischen Ablauf etwas Unerwartetes geschieht, viele nach den Gedankenformen der verschiedensten und unsinnigsten Verschwörungstheorien und Vermutungen greifen, die von unwissenden Menschen aus dem Sumpf der Phantasie geschaffen wurden und heute den Raum um die Erde erfüllen, anstatt dass in ihnen die klare, beruhigende Erkenntnis lodert, was wirklich in Verbindung mit der Welt der wesenhaften Diener und auch in der starken Verbindung mit den über ihnen stehenden lichten geistigen Helfern geschieht?
Ein großer Teil der genannten Menschen tröstet sich über diese deutliche Kluft hinweg und hält sich immer noch für Wissende, für Kenner des Wortes der Gralsbotschaft, obgleich in ihrem täglichen Denken ganze Teile des notwendigen Wissens über das Geschehen und über das, was sie tun sollen, fehlen
Äußerlich erblicken wir die Ablehnung des Neuen, zugleich aber auch unzureichende Erkenntnis der Zusammenhänge, in welche die Menschen verstrickt sind
Der Geist will vorwärts, will frei aufwärts steigen, aber er wird durch das Dogma im Denken blockiert
Es ist merkwürdig, aber es gehört zum Wesen vieler Menschen, dass sie immer dann, wenn sie mit Neuem konfrontiert werden, dagegen ankämpfen und oft die einzige Lösung in der völligen gedanklichen Ablehnung des Neuen finden
Absurd mutet es an, wenn der Wissende sich dessen erinnert, wie viele Menschen des Mittelalters einst das Wissen um den Kosmos, die Wanderung der Erde um die Sonne und andere astronomische Erkenntnisse leugneten, sich bei deren Verkündung mit aller Macht dagegen stemmten, um dann, als ihnen in späterer Zeit, nach Abkehr von ihren Irrtümern, die Rückkehr auf die Erde gestattet ward, zu selbstverständlichen, ja begeisterten Anhängern ebenjener Wahrheiten zu werden, die sie zuvor verfolgt und zu vernichten getrachtet hatten
In den Köpfen der meisten Menschen war inzwischen die Überzeugung gereift, dass man die Entdeckungen anerkennen müsse
Mit der neuen Verkörperung brachten diese Menschen bereits die Veranlagung mit, als Kinder mühelos das anzunehmen, wogegen sie im vergangenen Leben noch ankämpften und es von sich wiesen
Wenn sie dann selbst mit der Erinnerung daran konfrontiert werden, dass es in früheren Zeiten vielleicht jemand abgelehnt hat, lachen sie und stellen sich heiter vor, was das für naive Rückständige gewesen sein müssen
Leider ist es auf Erden unter den Menschen so bestellt, dass das Fehlen jener inneren Regung, welche allein imstande wäre, beim Antreffen von Neuem dessen Wert und Bedeutung sogleich zu erfassen, den meisten von ihnen fremd ist
Das gilt besonders für Dinge, die sich nicht sofort nachprüfen und beweisen lassen
So war es auch mit dem Wort der Wahrheit, vor allem aber mit der Erkenntnis, dass es vom Menschensohn gebracht worden war, der zu diesem Zweck als Parsifal, als Gralskönig, von den Höhen des Grals herabgestiegen war und sich hier mit Immanuel, dem Heiligen Geist selbst, vereinte
Das Misstrauen der Menschen ist immer ein großes Hindernis, wenn sie nicht gleichzeitig bereit sind, alle innere Anstrengung darauf zu verwenden, sich in diese für sie so schwerwiegenden Dinge einzufühlen und die Zusammenhänge zu beobachten
So verhält es sich auch mit dem Wege des Grals, der nun in der letzten Stunde gekommen ist, um in der Erkenntnis der Wissenden noch fehlende, wichtige Teile zu ergänzen, auf dass sie wahrhaft bereit seien für das Geschehen, welches sich bereits in Bewegung gesetzt hat und in absehbarer Zeit nicht enden, sondern seinen Lauf nehmen wird im unaufhaltsamen Zusammenbruch der irdisch-materiellen Gesellschaft wie auch aller Religionen, die von der Wahrheit abgewichen sind, welche aus dem Gral in die Schöpfung und all ihre Welten und Ebenen hervorbricht
Der Gralsweg bringt eine bedeutende Erweiterung der Zusammenhänge, welche anknüpfen an das, was einst unterbrochen ward, als die geistigen und wesenhaften Mittler der Bilder sich von vielen Berufenen zurückzogen, da vom Lichte her bereits erkannt wurde, dass der Plan der Befreiung der Menschengeister, welcher über Jahrtausende hinweg von zahlreichen Dienern vorbereitet worden war, nicht in Erfüllung gehen würde
Jetzt kommt nur ein kleiner Teil des ursprünglichen, vollständigen Wissens, das den Menschen für ihr weiteres Dasein auf Erden hätte gegeben werden sollen
Aber auch dieser kleine Teil wird nach und nach zum untrennbaren Wissen der Menschen über viele Vorgänge werden, die zur inneren Welt der Menschen und zur Welt um sie herum gehören
Es wird ein Teil der Erziehung schon der kleinen Kinder sein, denn es wird hier andere Berufe geben, die es für die Kinder aufbereiten, damit sie schon in voller Kenntnis ihres Weges im geistigen Sinne aufwachsen
Der heutige Zugang der Menschen zu den Bildern, die der Gralsweg bringt, ist mehr oder weniger ein dreifacher, wie es auf Erden immer war, wenn etwas Helfendes vom Lichte gebracht wurde
Da sind zunächst die Menschen, die es dankbar annehmen und schon heute damit arbeiten, um sich zu bewegen und für ihren Geist mehr Kraft zum Aufstieg zu gewinnen
Dann sind hier die Menschen, die sich dagegen sträuben, aus scheinbar verschiedenen Gründen, die aber nur eine Ursache haben, nämlich das Nicht-Wollen-Ermöglichen der Bewegung ihres Geistes, den sie durch dogmatisches Denken unter ihrer Herrschaft halten
Und endlich ist hier der größte Teil derer, die noch nichts davon wissen und sich auch nicht dafür interessieren, weil ihre geistige Unbeweglichkeit zu groß ist, um auch nur etwas davon wissen zu wollen
Die ersten, die es erkennen und daraus schöpfen, müssen aufpassen, dass sie nicht erstarren, damit sie, wenn wieder etwas Neues kommt, auch nicht überrascht werden
Die zweiten, wenn sie vielleicht wieder in Körpern auf die Erde zurückkehren für weiteren Fortschritt, werden es schon als selbstverständlich annehmen, weil es überall um sie sein wird, in der Gedankenwelt wird für sie der Weg zur Annahme als selbstverständlicher Bestandteil des Lebens schon gebahnt sein
Die dritten gehören zu den Scharen, von denen es auf Erden immer viele gegeben hat
Wenn sie sich vielleicht noch im Erwachen zur Bewegung aufraffen und sich so in glühendem Streben die Zeit zum weiteren Reifen gewinnen, so werden sie vieles nachzuholen haben, um hier oder in den Welten der feinstofflichen Ebenen wissend zu werden
Diejenigen, die auf das Wesentliche achten, auf die Bewegung in ihrem Geist, haben jetzt die beste Gelegenheit, durch alles hindurchzugehen, was vor uns liegt
Und selbst wenn sie vielleicht abberufen werden und ans andere Ufer gehen, können sie dies als eine noch größere Gelegenheit zum Fortschritt betrachten, weil sie nicht mehr durch das starre Gedankengebäude behindert werden, das die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens als festes Meinungsschema verinnerlicht haben
Befreit von dieser Starrheit des Denkens werden sie um so leichter und freudiger zu den lichten Orten voranschreiten können, wo vieles von dem, was hier auf dem Gralsweg veröffentlicht ist, eine Selbstverständlichkeit ist
Jeder hat seinen Platz, von dem aus er aufsteigen kann
Es ist der Platz, auf dem er gerade steht
So möge er alles tun, dass seine innere, lebendige Beweglichkeit ihn immer höher trägt
Übersetzung aus dem Tschechischen
https://www.cesta-gralu.cz/zjasnovani-plamene-ducha-to-jedno-z-nejcennejsich/
Zjasňování Plamene Ducha – To Jedno z Nejcennějších
