Ende

Die hohen Ebenen der wesenhaften Diener in der Nachschöpfung Teil 7 – Odin

Ein Strahl blendenden Lichtes senkt sich von oben herab

Es ist der Wille Merkurs, der mit Gottes Erlaubnis die Kraft zum Aufbau der Nachschöpfung aussandte

Auf Bitten der urgeschaffenen Geister in den Ebenen des ewigen Lichtes senkt sich der Strahl herab, um neue Ebenen und Welten zu formen für den Weg des menschlichen Geistes, der in freudiger Entwicklung aufwärts schreiten soll

Der Strahl durchdringt die Sphären und tritt, von den engelhaften Dienern Merkurs geleitet, in Ebenen ein, wo bisher nur eine tiefdunkle, grüne Schicht in die Ferne reichte, die den äußeren Übergang und Schutz des ursprünglichen Schöpfungswerkes in den Ebenen außerhalb des göttlichen Reiches bildete

Am oberen Rand dieser Sphäre, wo sich in dem von den geistigen Ebenen erleuchteten Lichtgürtel feine, leise tönende Wolken mit Funken geistiger Art ausbreiten, hält der Strahl inne, und seine Vorwärtsbewegung beginnt sich in eine Kreisbewegung umzuwandeln

Zentrifugal- und zugleich Zentripetalkräfte beginnen sich in Kreisen durch den bisher unbewegten Raum auszubreiten

Im Zentrum dieser Kreise entsteht eine Bewegung, die neue Schwingungen erzeugt

Engelshände geben diesem Vorgang, der sich nun als Mysterium entfaltet, einen besonderen Schutz bei der weiteren Erfüllung der Bestimmung des Strahls

Der Lichtstrom, der bisher keine Form hatte und eine sich windende Säule von blendendem, glühendem Glanz war, lässt nun in sich eine Urform entstehen

Der Strahl enthält als Grundlage den klaren und starken Willen des urgeschaffenen Dieners Merkur in sich, und dieser Wille sucht und findet Verankerung im Gegenpol des dunklen Raumes, der an einen nächtlichen, im fahlen Mondlicht glitzernden Ozean erinnert, der sich bis zu diesem Augenblick in unermesslicher Weite erstreckte

Zwei gegensätzliche Kräfte treffen aufeinander und suchen das Gleichgewicht

Aus der Höhe kommend, schwebt der Grundstein für neues Leben über den bis dahin endlosen Flächen dunkler Leblosigkeit und Leere

So war die ursprüngliche Entwicklung der Entstehung und Formung der Erweiterung des Werkes der Nachschöpfung

Dieser Vorgang dauerte lange, denn das Gegenspiel der Kräfte erforderte viele schöpferische Ströme, die zur Verstärkung immer wieder in Wellen aus den Höhen des Merkur selbst herabsteigen mussten

Geduldig arbeiteten die beteiligten Kräfte, denn der Wille zum Aufbau und zur Schaffung von Neuem war stark und unbeugsam

Irgendwann vereinigten sich die Strahlen aus dem Willen Leilaks, dem Willen des Löwen und dem Willen Od-shi-mat-no-kes mit dem Grundstrahl des Willens Merkurs

In Verbindung mit diesen zuströmenden Strahlen bildeten die Hände der Engel immer wieder eine Gestalt, die zum Bewusstsein erweckt werden sollte

Plötzlich floss ein neuer, mächtiger Strom gesegneter, liebevoller Lichtkräfte durch die Sphären

Sein Widerhall tönte durch den Raum der Schöpfung: „Es werde Licht auch in diesem neuen Teil des Werkes!“

Der lebendige göttliche Wille, Immanuel, sandte durch Parsifal Kraft und den Segen Gottvaters für das entstehende Werk

Ein Blitz des göttlichen Lichtes durchfuhr die Sphären, um das pulsierende Leben am neuen Ausgangspunkt der großen Schöpfung der dichteren Welten, die im Entstehen begriffen waren, zu entzünden

In diesem Augenblick erhob sich aus dem kreisenden, lichterfüllten Raum ein Diener, der mit Merkur verbunden war, der erste Diener an dem Ort, der später zum Ausgangspunkt der Kräfte neuer Welten werden sollte, die darauf warteten, geboren zu werden

Aus dem Kern des Nebels trat das von Immanuel gesegnete Licht ins Bewusstsein seiner Rolle als Herrscher der wesenhaften Diener in der neuen Erweiterung der Schöpfung – Odin

Odin, der in seiner Herrschaft treu den Kräften und Gesetzen dient, die ihn durchdringen und die Ebenen und Welten bilden

Odin, eigentlich O-dio-nar, der strahlende Diener Parsifals, der durch Merkur, der in der urgeistigen Gralsburg wirkt, treu seine Aufgabe erfüllt, die dichten Welten der Nachschöpfung aufzubauen und zu erhalten

Aus dem Wesen O-dio-nars entsprang die tragende Kraft zur Erbauung der lichten Burg, in der alle Alben und Asen erstanden und in der Entfaltung ihrer Fähigkeiten und Gaben den Kreis der Lebenshöhen erleuchteten, der sich um die heilige Halle Asgards, Walhalla, bewegt

Wie ein Diamant, der unzählige Lichtreflexe ausstrahlt, ließ O-dio-nar Strahlen aus sich hervorgehen, aus denen nach und nach seine großen dienenden Helfer, die strahlenden Alben und Asen, hervorgingen

O-dio-nar ist der Diamant des Merkurwillens, der an einem bestimmten Ort eingesetzt wurde und sich in eine Schar aufeinanderfolgender selbstbewusster wesenhafter Diener entfaltete, die unter der Herrschaft von O-dio-nar nach den Gesetzen der Natur in allen Teilen des Werkes der Nachschöpfung wirken

O-dio-nar ist in den Hallen von Walhall der oberste Verwalter und Vollstrecker des Willens Merkurs, der seinerseits in vollkommener Übereinstimmung mit dem Wirken Parsifals schwingt

In gleichmäßiger Abfolge, durch sich kreuzende und teilende Lichtstrahlen, strömt der Wille Gottes durch eine Schar von Dienern in die Bereiche der Nachschöpfung, um Wege zu finden, zu verankern und zu schaffen

Durch das Wirken dieser treuen Helfer gilt das bekannte „Wie oben, so unten“

Nur die Dichte der stofflichen Ebenen, die durch die Umhüllung geistiger Bausteine und das nachfolgende Durchglühen durch die Helfer O-dio-nars entstanden sind, ist weniger beweglich als die lichten geistigen Welten und trägt dadurch eine Verzögerung und Verlangsamung in der Erfüllung der Gesetzeswirkungen in sich

Darin liegt aber auch eine große Gnade für den Menschen, weil die Folgen seines Handelns nicht sofort und unmittelbar auf ihn einwirken, wie es in den klaren, geistigen Ebenen der Fall ist, sondern ihm Zeit lassen, sich zu ändern, sich zu entwickeln und dadurch oft das Erscheinen der Rückwirkung des Karmas in nur symbolischem Erleben zuzulassen

Dies gilt vor allem dann, wenn die Veränderung des Menschen auf Bessere, reinere Bestrebungen gerichtet ist, denn wenn er in seinen Schwächen und Fehlern verharrt, wird ihm nach dem Gesetz der Rückwirkung die Ernte seiner Aussaat immer wieder in vervielfachter Form im Erleben zuteil

Die großen und gerechten Schöpfungsgesetze bahnen sich ihren Weg zur Erfüllung in den Ebenen der Stofflichkeit durch das Wirken der Diener, denen die schöpferischen Kräfte, aus O-dio-nar strömend, die anfängliche Stütze auf der Höhe des Anbaus eines neuen Schöpfungsabschnittes gebildet haben

O-dio-nar und die aus ihm hervorgegangenen Getreuen schufen das grundlegende Fundament der stofflichen Ebenen und Welten

O-dio-nar ist ihr Herrscher, ihr Beschützer, ihr Vater, denn ohne seine Gegenwart wäre keiner seiner treuen Diener zum Bewusstsein erwacht

Die strahlende Gestalt O-dio-nars steht als lebendiger Fixpunkt auf dem Höhepunkt des wesenhaften Ringes in der Nachschöpfung

Sein helles Haar ist an den Schläfen zu zwei fließenden Zöpfen geflochten und umrahmt mit sagenhafter Erhabenheit das längliche, leuchtende Gesicht, aus dem vor allem die strahlend blauen Augen hervortreten, die die meisten Asen und Alben von O-dio-nar geerbt haben

Ein langer, leuchtender Bart, der einen Teil des Gesichts bedeckt, deutet auf die Weisheit hin, die mit der uralten Existenz dieses Dieners und Herrschers in einer Person verbunden ist

Die eine Hand stützt sich auf den Thron, von dem aus O-dio-nar seine Herrschaft ausübt, die andere Hand hält das leuchtende Zepter – einen klingenden Hammer, der viel mächtiger ist als der von Thonorun

Dieses Zepter steht für das Entstehen, Erhalten und Vergehen aller Ebenen der Nachschöpfung und auch aller stofflichen Weltenteile, die sich in diesem Abschnitt der Nachschöpfung befinden

O-dio-nar herrscht über alle diese Teile und lässt die Keime des Menschlich-Geistigen zu ihrer Entwicklung in deren Ebenen herabsteigen

Auf O-dio-nars Geheiß öffnet sich die Nachschöpfung dem Menschengeiste wie ein gedeckter Tisch, der einlädt, an seiner Pracht und ewigen Fülle teilzuhaben

Wie Schläge auf einen himmlischen Amboss ertönt der Wille O-dio-nars, begleitet vom Aufprall des leuchtenden Hammers auf die Stufe einer weißen Platte, die sich unter seinen Füßen ausbreitet

Mächtig, unvorstellbar fern und zugleich alles lebendig erhaltend ist der Herrscher von Walhall, O-dio-nar, in strahlendem Licht

Über seinem Haupt wogt das Licht in einem leuchtenden Kreis, und der Stuhl, auf dem er sitzt, hat hinter ihm, in der hohen Lehne über seinem Kopf, die Form der ausgebreiteten Schwingen eines mächtigen Adlers

Dieser Adler gleicht flüssigem Silber, dessen Schattierungen von weiß bis blaugrau reichen, je nachdem, in welche Richtung und auf welche Aufgabe sich der Wille O-dio-nars richtet

Der Adler ist die Form, die Walhall für immer mit Merkur verbindet, der durch seinen Willen diesen Ort geschaffen hat

Der Adler mit seinen ausgebreiteten Flügeln ist Träger und Beschützer allen Wesenhaften in der Nachschöpfung, denn er ist hier als verlängerter Strahl Merkurs ein Teil von O-dio-nar selbst

Der weiß-silbrige Glanz von O-dio-nars Thron strahlt seitlich aus und verbindet sich mit der Klarheit der mächtigen Halle von Walhall

Alles ist hier von einem Schleier durchscheinenden Nebels umgeben, den nur der Blick der nächsten Diener O-dio-nars durchdringt

Lebendige Kräfte durchströmen diesen Ort und wie ein Wind wehen sie durch den heiligen Bau und sprühen zur Seite wie ein rauschendes Licht des Lebens, das sich unaufhörlich seinen Weg nach vorn bahnt

Hier also, an dieser höchsten Stelle der Halle von Walhall, versieht O-dio-nar seinen treuen Dienst

Sein Haar und sein Bart wehen im Strom der Kräfte, und voll freudiger Dienstbereitschaft empfängt er diese Ströme, die von den Höhen des Merkur herabströmen, und verwandelt sie für die unter ihm Wirkenden zur Erfüllung des göttlichen Willens in der Nachschöpfung

Immer wieder erbeben die Mauern der heiligen Walhall, die wie ein lichtdurchfluteter Kristall des Lebens in der Schöpfung erstrahlt, unter den Stößen gewaltiger Kräfte

Die Strahlkraft und der Glanz des weißen Steins, aus dem die mächtigen Säulen emporwachsen, die das Gewölbe des Tempelbaus tragen, birgt einen kaum zu ertragenden, gewaltigen Druck in sich, dem sich alles beugt, was sich ihm nähern darf

Der Ort, an dem O-dio-nar thront, zwingt das ganze Leben zur demütigen Unterwerfung unter seinen treuen Dienst

Nicht ein von außen auferlegter Druck, sondern eine innere Erhebung, die sich in der heiligen Spannung selbstlosen Dienens entfaltet und in der lichten Krönung bewußter Glückseligkeit ihre Vollendung findet

Es ist die Spannung, die alles zum Erwachen und zur Hingabe an den herrlichen Dienst drängt, in dem alle Diener schwingen, die zum Bewusstsein erwacht sind aus dem Ausgangspunkt, der in der Gegenwart O-dio-nars ruht

Es ist nicht leicht für das menschliche Denken, die geschilderten Bilder anzunehmen, denn alles ist lebendig im Wechsel der Formen und der sie durchdringenden Kräfte, so weit entfernt von jener Vorstellungskraft, in der sich das Verstandeswissen des irdischen Menschen bewegt, das uns heute am stärksten beeinflusst

Nur eine innere, reine Kindlichkeit erlaubt es denen, die dazu fähig sind, wenigstens andeutungsweise die Größe des Geschehens und die Kraft des lebendigen Glanzes anzunehmen, in dem das wesenhafte Werk entstanden ist, das als fortwährende Erweiterung auf den geistigen Sphären des ursprünglichen Schöpfungswerkes selbst aufbaut

In der Tat wird erst der lichtdurchflutete Geist, der dereinst in die seligen Gärten seiner paradiesischen Heimat zurückkehrt, dies alles wirklich sehen und voll erleben können

Hier auf Erden muss sich der Mensch zumindest der Tatsache annähern, dass es Walhall und seine Diener wirklich gibt und dass die Welt, die wir um uns herum sehen, das Ergebnis ihres Geschicks und ihrer Fähigkeit ist, mächtige Kräfte zu beherrschen

Über diese Kräfte wacht und ihnen weise die Richtung weist der, der als erster aller Diener am Ort der erhabenen Walhall zu Bewusstsein gekommen ist… der strahlende O-dio-nar


Von Gralsweg |16 Dezember, 2019| ZUSÄTZLICHE TEXTE

Übersetzung aus dem Tschechischen

(Vysoké Úrovně Bytostných Služebníků v Pozdějším Stvoření VII. Ódin)

https://www.cesta-gralu.cz/odin/

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