Die hohen Ebenen der wesenhaften Diener in der Nachschöpfung Teil 18 – Hathmes

Alles, was dem Menschen als Zeit und ihrem Verlauf erscheint, ist dem großen Diener Hathmes anvertraut
Die Wandlung alles Bestehenden im Werk der Nachschöpfung nach Ordnung und Abfolge untersteht Hathmes und seinen Helfern
Hathmes waltet über alles, denn er ist es, der mit Hermetes den Dingen das Prinzip der rechten zeitlichen Abfolge verleiht
Nichts kommt ins Dasein, reift, hat Bestand und vergeht, ohne der strengen Ordnung unterworfen zu sein, die der erhabene Hathmes in das Gewebe der Neuschöpfung einprägt
Selbst die Asen sind seiner Herrschaft nicht enthoben, und wann immer sie ihr Wirken entfalten, fügen sie sich dem von Hathmes bestimmten Entwicklungsgang
Nichts erblüht und nichts verwelkt ohne die Zustimmung von Hathmes und seinen Helfern
Das Feuer des Sirius lodert nicht auf, der Strahl der Sonne Apollons dringt nicht in den Weltenraum, der Schlag von Thonoruns Hammer trifft nicht, Neptuns Tropfen fällt nicht von der Blüte, eine Pflanze keimt nicht und die Frucht reift nicht, ein Junges wächst nicht heran, und die Knochen zerfallen nicht zu Staub, bevor nicht alles vom unerbittlichen Hathmes in die rechte Reihenfolge der Ereignisse gefügt ist
Hathmes ist der Gebieter und Lenker des Flusses der Wandlungen aller Formen in jenem Teil der Schöpfung, der sich unterhalb Walhalls erstreckt, von seinen Hallen selbst beginnend
Er herrscht über Zeit und Raum, denn diese beiden Größen sind durch ihn miteinander verknüpft und lassen sich nicht trennen
Hathmes ist der Bruder des Hermetes, beide dienen gemeinsam O-dio-nar und durch ihn Merkur und Parsifal
Beide wirken in allem, was eine Stütze für das Bestehen der Nachschöpfung sein soll
Hathmes wacht darüber, dass die Veränderungen die vorgesehenen Reihenfolge einhalten und die Schicksalsfäden sich so verknüpfen, wie es in den Gesetzen des göttlichen Willens verankert ist
Entwicklung und Verlauf der Ereignisse, im Kleinsten wie im Größten, folgen stets einem genauen Ablauf
Physikalische Erscheinungen, chemische Vorgänge, alles ist durch die von Hathmes in die Materie eingewebte Ordnung der Dinge vorherbestimmt
Eines kann dem anderen nicht zuvorkommen, es sei denn, es ist im göttlichen Willen beschlossen, der allein mächtiger ist als Hathmes‘ Stab der Reihenfolge, den er stets in seiner Hand hält und durch den er in den Ablauf aller Geschehnisse in der Nachschöpfung eingreift
Der Strahl Parsifals bringt Hathmes nun den Befehl, alle Ereignisse zu beschleunigen, sodass die Prozesse, die ursprünglich in den langsamen Fluss der hier bestehenden stofflichen Sphären eingebettet waren, eine gesteigerte Bewegung erhalten
So kommt es jetzt zu einer Veränderung der zeitlichen Abläufen und deren Entwicklung
Hathmes, dem Herrn gehorsam, schafft nun Ereignisse, in denen die Zeit in einem Augenblick schneller fließt und in einem anderen langsamer
Den Wissenden gewährt er einen kleinen Aufschub, um wichtige Dinge zu ordnen, während er den Unverständigen in ihrer törichten Blindheit die Zeit verkürzt
Es ist wahrlich eine Macht sondergleichen, dass durch den Stab des Hathmes Raum und Zeit sich verschieben lassen, sodass sich nun die Erscheinungsformen der Schöpfung nach Bedarf beschleunigen oder verlangsamen können
So strömen die Geschehnisse herein über die Menschheit, Welle um Welle, und keiner vermag zu ergründen, wo all dies seinen Ursprung hat und wo es enden wird
Dabei liegt alles einfach in der Macht von Hathmes
Auf Parsifals Geheiß lenkt Hathmes nun das Geschick der Menschen, sodass sie länger und mühsamer an den Ereignissen des Lebens teilnehmen müssen, als es das bisher in der Materie wirkende Gesetz bestimmte, oder umgekehrt, dass vom Licht gesegnete Menschen leicht und schnell durch viele Prüfungen gehen können, wenn ihr Inneres das symbolische Erleben eines karmischen Geschehens im Gesetz der Wechselwirkung ermöglicht
Die Menschen, die sich in den Schwingungen des Lichtes bewegen, das verstärkt zur Erde strömt, können die verschiedensten Ereignisse so schnell durchlaufen, dass sie ihnen rückblickend wie ein kurzer Traum erscheinen
Daher mahnen die lichten Helfer unablässig, dass die Menschen ihre innere Reinheit wahren und vor allem die Kunst der Vergebung erlernen sollen
Sie haben es nun selbst in der Hand, wie lange sie dieses oder jenes Ereignis erleben werden
Auf Parsivals Geheiß kann Hathmés nun in einem Augenblick viele Vorgänge blitzartig erleben lassen, für die sein gewöhnliches Wirken Tage, Wochen, Monate benötigen würde
Dies steht in keinerlei Widerspruch zu den göttlichen Gesetzen, da diese in ihrer Essenz einzig ein Ziel verfolgen: dass alles gerecht und vollständig bis ins kleinste Detail erlebt wird, um den erforderlichen Ausgleich zu bewirken
Damit das, was einst als Last der Vergangenheit aufgeschoben wurde, im lichten Menschen in symbolischem Erleben um ein Vielfaches beschleunigt werde, auf dass er in seiner Reife für eine höhere Art des Dienstes auf Erden bereit sei und nicht länger belastet werde, wenn er nun im reinen Dienst für das Licht wirken soll
Darin liegt ein großer Segen, gleichzeitig aber ist es tausendfach schwerer, denn schon ein kleiner Fehler, selbst die kleinste verbliebene Unreinheit kann bewirken, dass ein schwankender Mensch zerschellt an Gottes Willen, indem er sich auch nur für einen Moment nach unten ziehen lässt
Hathmes ist ein erhabener Diener, der in allem klar und unnachgiebig wirkt, denn die Erfüllung der gesetzmäßigen Abfolge der Ereignisse ist seine erhabene Aufgabe
So wie man keine Seiten in einem Buch überspringen kann, das Schritt für Schritt eine Geschichte erzählt, so kann auch im zum Menschen zurückkehrenden Geschehen nichts übersprungen werden
Alles muss stets erlebt werden – das ist das Gesetz, das nicht umgangen werden kann
Die Geschwindigkeit des Erlebens kann jedoch schwanken, abhängig von der Intensität des empfundenen Geschehens, welches bei einem lichteren Menschen von Natur aus kraftvoller wirkt, sodass er keine lange Zeitspanne benötigt, im Gegensatz zu jemandem, dessen Empfindung völlig erstickt ist oder dessen Inneres von Eitelkeit, Neid, Hass oder allgemein von Zorn durchdrungen ist
Hathmes, der Diener, der Hermetes ähnelt, hat eine schlanke, hohe Erscheinung
Sein Gesicht ist länglich, und auch sein langer, dünner Bart reicht fast bis zur Hüfte
Auf dem Kopf trägt er einen Hut, oder eher eine hohe konische Säule, die oben mit einem Zeichen einer Schlange endet, die sich in ihren eigenen Schwanz beißt
Dieses Symbol bedeutet den Kreislauf allen Geschehens, der niemals endet
Ein strahlendes Licht breitet sich in einem Kreis über diesem Hut aus, und einst diente dieser Anblick den irdischen Königen und Pharaonen als Inspiration, denen hellseherische Priester rieten, einen solchen Hut zu tragen, da sie darin eine große Macht über andere spürten
Im Irdischen konnte das aufgenommene Bild des Hutes von Hathmes jedoch nie die Wirkung entfalten, die in ihm in lebendig unverfälschter Form enthalten ist
Vergeblich versuchten einst die pharaonischen Herrscher, sich durch die kindische Nachahmung der von ihren Priestern gesehenen Bilder dauerhafte Macht über das Schicksal ihrer Untertanen und Sklaven zu verschaffen
Im Gegenteil, die Last, die aus diesem Streben hervorging, wurde für solche Geister in ihrer Rückwirkung um so schwerer und härter, denn ihr Verlangen, andere zu beherrschen, brachte sie unter die Wirkung des Gesetzes von Hathmes wie unter das Gewicht eines schweren Felsens, der auf sie fiel und lange auf ihnen lastete
Der Mantel des Hathmes ist lang und wallend, mit weiten Ärmeln, die in der bewegten Strömung, die ihn stets umgibt, sanft zu flattern scheinen
Die Helfer von Hathmes tragen alle ähnliche lange Mäntel, und Menschen begegnen ihnen vor allem in den Augenblicken des irdischen Todes, wenn sie erscheinen, um einem solchen Menschen mitzuteilen, dass seine bestimmte Zeit der Veränderungen und Reifung im irdischen Körper abgelaufen ist
Anstelle eines Hutes tragen sie oft Kapuzen und wirken in ihrer Anwesenheit als unparteiische und unerschütterliche Todesboten
Zwar mögen die Menschen sich vor ihnen fürchten, doch wer ein reines und aufrichtiges Leben geführt hat, findet in der Begegnung mit ihnen nicht Furcht, sondern einen Durchgang zum geistigen Erwachen auf lichteren Ebenen
Eine der treuen Dienerinnen des Hathmes ist Sthyx, die die Macht über die Ströme innehat, welche die Seelen in der Nachschöpfung an jene Orte tragen, denen sie durch ihr inneres Licht oder ihre innere Dunkelheit zugehören
Diese Diener von Hathmes sind in Wahrheit jedem Menschen Freunde und haben die Aufgabe, ihn aus den Fäden zu befreien, die ihn in dem Moment nach dem Verlassen des Körpers noch umgeben
Einige von ihnen tragen zu diesem Zweck silberne Stäbe mit einem halbkreisförmigen, sichelförmigen Ende, mit denen sie die Fäden durchschneiden, die die erwachende Seele auf der anderen Seite noch mit dem leblosen irdischen Körper verbinden, Fäden, die ansonsten ihr weiteres, freieres Wandern durch feinere Welten behindern würden
Ebenso begleiten diese Helfer die menschlichen Seelen in die entgegengesetzte Richtung, nämlich zur Inkarnation in den irdischen Körper, aber in diesem Fall sind es in der Regel nicht so streng aussehende Wesen
Es sind Helfer sowohl weiblicher als auch männlicher Art, die von sanften, ermutigenden Strömen umgeben sind, die die Seele zu Orten führen, an denen die Verbindung mit dem irdischen Körper im Leib der werdenden Mutter möglich ist
Die Gewänder dieser Diener, lang und fließend, schimmern bei den weiblichen in zartem Rosa, bei den männlichen in einem weiß-silbernen Glanz, und verbreiten insgesamt einen erhabenen Eindruck, erfüllt von huldvoller Segenskraft
Diese Wesen knüpfen dann die Fäden zur Verbindung mit dem sich bildenden irdischen Körper, und ihr sanfter, melodischer Gesang erfüllt die werdenden Mütter oft mit bewegenden Empfindungen während der Schwangerschaft
So wie beim irdischen Tod von diesen Dienern von Hathmes verkündet wird, dass die Zeit des Aufbruchs gekommen ist, wird der wartenden Seele von ihnen mitgeteilt, dass die Zeit für die Verbindung mit dem sich entwickelnden irdischen Körper gekommen ist
In diesem Moment versinkt die Seele in einen schlafähnlichen Zustand, und die Wesen legen ihr ein Band über die geschlossenen Augen, das sie vorübergehend alles Vergangene vergessen lässt
Wie stark und wie lange dieses Band vor den inneren Augen der Seele nach ihrem Erwachen im irdischen Körper verweilt, hängt stets von ihrer inneren Lebendigkeit ab, die es ihr ermöglicht, in einem bestimmten Alter die Binde durch das irdische Bewusstsein zu überwinden, sich wieder mit ihrem höheren Daseinsverständnis zu verbinden und den Weg eines immer bewussteren Erdenwandels fortzusetzen
In diese Vorgänge greift weder Hathmes noch seine Helfer ein, sondern es liegt allein am menschlichen Inneren, wie viel Kraft es entwickelt, um zu erwachen und das Band abzulegen
Jeder Geist ist dazu in der Lage, solange er es will
Niemand wird dabei ohne Hilfe gelassen
Aber der Mensch muß in sich den Willen zur inneren Lebendigkeit entwickeln, der dann in das irdische Bewußtsein eindringt und zum festen Bestandteil des bewußten Lebensweges wird
Möge die Zahl derer stetig wachsen, die diesem inneren Drängen Gehör schenken und fortschreiten zu einem höheren Bewusstsein auf ihrem Erdenweg
Hathmes und seine Helfer stehen dann bereit, alles, was ein solcher innerlich erwachter Mensch erfahren muss, in dem Maße zu erleichtern, wie er nach einem reinen und rechtschaffenen Leben hier auf Erden strebt
Wir sind umgeben von zahllosen Hilfen, lasst uns nach ihnen suchen, und die erhabenen Diener Walhalls werden unseren Erdenweg mit Ermutigungen erfüllen, die uns in unaufhörlichem Staunen alles bewundern lassen und an jedem Tag Geschehnisse erleben lassen, die an das Wunderbare grenzen
Ergänzung zum aktuellen Geschehen:
Viele Besucher des Gralsweges lesen zwar auch die Artikel, die unter dem Titel „Ergänzende Texte“ veröffentlicht werden, sind aber erstaunt über das, was sich nun in der Gegenwart offenbart
Es ist bemerkenswert, dass sie darüber überrascht sind, da doch viele der sich nun erfüllenden Ereignisse bereits in den „Ergänzenden Texten“ angekündigt wurden
Wir möchten hier lediglich einige kleine Hinweise geben
In dem Text über die erhabene wesenhafte Dienerin Siphe wurde bereits im Herbst des letzten Jahres geschrieben:
„…Scharen kleiner Diener hegen und pflegen das Getier, das einst losgelassen werden soll, und gegen welches die gegenwärtigen Schwärme kriechenden und fliegenden Insekts nur ein leises Beben vor dem Sturm sind…“
Aus der Erde treten Steine und Staub hervor, emporgehoben von den Gnomen, die sich an langen Abenden Geschichten erzählen, wie ihre Brüder in uralten Zeiten aus fruchtbaren, saftigen Winkeln der Erde in kurzer Zeit gewaltige Wüsten und leblose Einöden schufen
Apollon strahlt durch die Sonne, um Neptuns Werk zu stärken, denn er weiß, dass alles nur eine Vorbereitung für die kommenden Erdenjahre ist
Sirius streut Hitze über alle Winkel jedes Kontinents
Er gräbt seine Finger in den gefrorenen Boden und entfesselt mächtige Ströme, die eilends zu den Dienern der Luft unter Orkanos‘ Führung streben
Aus dem bisher gefrorenen Boden bricht winziges Leben hervor, das die Kraft in sich trägt, die Widerstandskraft der Lebewesen, einschließlich des Menschen selbst, zu zerstören
Alles ist bereitet für den Ruf aus lichten Höhen, von wo der Strahl Parsifals dringt, verkündet durch den Boten des Lichts, der durch die Weltenräume eilt..
Und in dem Text „Reinigende Ströme“ am Ende des Monats Februar wurde Folgendes erwähnt:
„… Die Kraft der äußeren Winde ist nur der Anfang, denn auf ihren Flügeln wird gleichzeitig eine Vielzahl von Geschehnissen getragen, die sich erst noch manifestieren werden
Die kleinsten, irdisch unsichtbaren Lebenspartikel werden verstreut, um in den kommenden Zeiten aufzukeimen und Veränderungen hervorzurufen, die dem Menschen helfen können, sich aus seiner bisherigen Verfassung zu lösen und Wege zu finden, die ihn direkter zum Erkennen des göttlichen Willens führen
Wie unsichtbare Samen nistet sich nun das ein, womit die Söhne Orkanos die Küsten und das Landesinnere der Kontinente bedecken
Von reinigenden Strömen getragen wird vieles, was dem irdischen Auge des Menschen verborgen bleibt, doch es findet Halt und bringt in seiner Bewegung eine Unruhe, die, über die anfängliche Furcht vor der unerwarteten Veränderung hinweg, schließlich zu einem ganzheitlichen geistigen Aufstieg auf Erden führen soll
Unruhe wird nun der Wiedergeburt des Geistes vorausgehen, denn diese Unruhe ist ein Beben, das alle Menschen aus dem Schlaf erwecken soll
Durch diese Unruhe wird auch alles, was bisher schlief, an die Oberfläche gebracht…“
Ein aufmerksamer Leser hätte bereits aus dem Inhalt dieser Texte ableiten können, dass ein Geschehen in Bewegung ist, das etwas Ungewöhnliches zu den Erdenmenschen bringen wird
Nur allmählich wird sich die Erkenntnis in der irdischen Forschung durchsetzen, dass die gegenwärtige Seuche sich durch die Luft ausbreitet und daher so plötzlich unter Menschen an Orten auftritt, wo sie sonst nicht von anderen übertragen werden konnte, wie es bei der normalen Ausbreitung von Krankheiten der Fall ist, die dazu die Nähe von Menschen benötigen
Die neuen Entdeckungen werden schließlich nach einiger Zeit ergeben, dass der Ursprung der Ansteckung in der Eishülle lag, die beim Auftauen jene plötzlichen Kräfte freisetzte, mit denen Haerthemis die innere Gesundheit der Menschen angriff
Wie wir bereits geschrieben haben, hat jedoch die Nähe von Hareiars die unerwartete Heftigkeit dieser Seuche entfacht, die begann, sich wie ein Feuer auszubreiten
Hareiars, der sich mit dem Kometen, der die Sonnenbahnen durchquerte, der Erde näherte, bringt nun auf seine Weise eine Verstärkung alles Bestehenden
Er hat den ersten Teil der Furien entfesselt, die in sich den unaufhörlich drängenden inneren Schrei der Sorge und Furcht tragen
Viele sind nun auch durch den Druck ihres verstandesmäßigen Ehrgeizes, sich hervorzuheben, wie von einer unsichtbaren Peitsche getrieben, dazu gezwungen, alles tausendfach zu übertreiben, um in der Gesellschaft Beachtung zu finden
Damit dreht sich ein verrückter Wirbel, der schließlich alle erfasst, auch diejenigen, die von Anfang an versuchten, mit ihren Berichten Angst unter den Nächsten zu schüren, ohne einen Ausweg aus der bestehenden Lage zu bieten
Wenn die Menschen die Verheerungen erkennen, die sich daraus ergeben, wird es zu spät sein, den Strudel der Ereignisse aufzuhalten, der schließlich alles verschlingen wird
Hareiars hat den Druck auf das menschliche Denken und die innere Unsicherheit verstärkt, die aus der mangelnden Verwurzelung in den göttlichen Gesetzen bei den meisten Menschen resultiert
Deshalb sehen wir so viel fieberhaftes, überstürztes Handeln, das alle bisherigen Ordnungen durchbricht, auch um den Preis der Zerstörung des Bestehenden
Der Verstand, unfähig, alles zu erfassen, was jetzt geschieht, handelt impulsiv und wird vor allem durch sein eigenes Misstrauen gegen höhere schützende Fügungen dazu getrieben, alles ins Chaos zu stürzen
Dadurch häuft sich eine Verwirrung nach der anderen an, und am Ende wird dies nur den schrittweisen Zerfall des eigenen Werkes bringen, das über Jahrtausende aufgebaut wurde
Das Gleichnis vom Turmbau zu Babel, der trotz seiner Größe und Mächtigkeit in sich zusammenfiel, als er scheinbar die größte Höhe erreicht hatte und am stabilsten erschien, ist für die heutige Ausrichtung der Welt mehr als zutreffend
Ein Fundament, das sich nicht fest und mit vollem Vertrauen auf die Gesetze der Schöpfung, also auf den göttlichen Willen in der Schöpfung stützt, kann niemals ein Bauwerk tragen, das, auch wenn es für eine gewisse Zeit noch so kunstvoll errichtet werden mag, Bestand haben kann
Der Zusammenbruch des verstandesmäßigen Handelns wird nach mehreren Wellen der Veränderung kommen
Und es passt zu dem ganzen Geschehen, dass der mühsam errichtete Bau der heutigen Welt unter dem Druck des Häreiaros vom menschlichen Verstand selbst mit besonderer Hingabe und ungewöhnlichem Eifer zerstört wird
Es gibt keinen stärkeren Beweis für die Entfremdung der Menschheit vom lichtgewollten Weg, als dass sie am Ende fast freiwillig ihr eigenes Werk zerstört
Es wäre also nicht nötig, dass die Kräfte der anderen Wesenheiten so stark eingreifen, wie es jetzt vorbereitet wird; denn der größte Teil des Gerichtes über den Hochmut des Verstandes wird durch den Verstand selbst vollzogen werden, aber auch von Seiten der Elemente wird sich alles erfüllen, was vorhergesagt worden ist
Insbesondere wird bald die Zeit des Sirius kommen und auch die Zeit seines Sohnes Apollon, der der Erde seine verstärkte Kraft bringen wird
Vieles, was nach außen hin als hilfreich erscheint, in Wirklichkeit aber nur der Versuch ist, mehr Einfluss und Ruhm zu erlangen, führt unversehens ins Verderben
Und nur aus diesem unaufhaltsam sich zeigenden Verfall kann ein neues, gereinigtes und von Demut getragenes Streben der Menschen hervorgehen, die im Unterschied zur heutigen verstandes- und sachbezogenen Haltung endlich zu fühlenden und geistigen Wesen reifen
Bewahren wir in uns nur die reinste Klarheit und Friedfertigkeit, verbunden mit einem wissenden Vertrauen in die Größe Gottes bei der Lenkung der Welten, denn dies sind die Grundpfeiler für den Aufbau und die Beständigkeit aller menschlichen Bemühungen
DER WEG DES GRALS – ERGÄNZENDE TEXTE – 6. April 2020
Übersetzung aus dem Tschechischen
Vysoké úrovně Bytostných služebníků v Pozdějším Stvoření XVIII. Hathmes
https://www.cesta-gralu.cz/hathmes/
