Eine Welt ohne Geld – ein natürlicherer Daseinsraum

Heute ist es für die meisten Menschen fast unvorstellbar, dass die Menschheit unter Umständen leben und arbeiten könnte, in denen kein Geld verwendet wird
Das scheint dem Wesen aller gegenwärtigen Regeln auf der Erde völlig zu widersprechen, denn Geld ist unter anderem eng mit der vermeintlichen Freiheit des Menschen verbunden
Den meisten Menschen erscheint es heute als unverzichtbar für das Funktionieren der Welt
Es wird sogar als ebenso überlebenswichtig angesehen wie das Blut für das Überleben des Körpers
Aus der Perspektive des täglichen Lebens entsteht so der Eindruck, dass Geld alles belebt und antreibt, was da ist
Es wird schon den Kindern als etwas Gegebenes und damit Unveränderliches vermittelt, obwohl dies eine große Täuschung ist
Dass die menschliche Gesellschaft ohne Geld nicht leben und arbeiten kann, wird von Experten und in Geldangelegenheiten geschulten Fachleuten bestätigt
Niemand findet es merkwürdig, dass es sich dabei um Experten nur für die diesseitige materielle Welt handelt, die über die Grenzen der diesseitigen materiellen Welt nicht hinausblicken
Dass also diese Experten in allen Geldangelegenheiten keine wirkliche Einsicht in den wahren Sinn des menschlichen Lebens haben
Das allein sollte schon ein ernster Grund zur Aufmerksamkeit sein, denn das menschliche Leben muss von geistigem Wissen bestimmt sein, das höher steht als die Ziele dieser irdischen Welt
Aber gerade von diesen Experten und Fachleuten wird alles Wissen um die Notwendigkeit der Verwendung des Geldes mit solcher Überzeugung vorgetragen, dass kaum noch jemand daran zweifelt
Stellt aber jemand die Frage, ob das wirklich so sein muss, so wird er von den genannten materialistischen Fachleuten sofort als Spinner oder mehr noch als jemand abgestempelt, der mit seinen Überlegungen das Funktionieren der gegenwärtigen, in den Augen vieler Menschen so schön geordneten Welt der Menschen gefährdet
Alle Fragen, die sich damit beschäftigen, ob Geld für ein erfülltes menschliches Leben auf dieser Erde wirklich unverzichtbar ist, sind für alle, die vom Geld abhängig sind, unbequem
Daran kann man genau das Unbehagen erkennen, dass diese Menschen befällt, bevor überhaupt ein ernsthaftes Gespräch darüber begonnen wird
Heute geht man davon aus, dass ohne Geld die Welt schnell zusammenbrechen würde, weil die Menschen ihre gewohnte Lebensweise auf dieser Erde nicht mehr fortsetzen könnten
Aber eine Welt, in der es kein Geld unter den Menschen gibt, ist natürlich möglich
Man kann sogar sagen, dass es etwas Natürliches und damit letztlich Notwendiges ist, das in Zukunft definitiv zur Welt der Menschen hier gehören wird
Nur ist es heute für die meisten Menschen noch undenkbar
Aber es wird kommen
Es wird kommen, weil es Teil des notwendigen evolutionären Wandels ist, der die Welt der Menschen wieder in die bisher fehlende Harmonie mit allem um sie herum bringen wird, also in den Einklang mit der großen Harmonie des Schöpfungswerkes
Der gegenwärtige Umweg der Menschheit von mehreren Jahrtausenden ist eine unnötige Verzögerung auf dem Weg der Entwicklung
Seit Jahrtausenden hat die Menschheit alles so gestaltet, dass die bestehende Welt von der Erfüllung des Gesetzes des notwendigen Ausgleichs in Form von Geld abhängig ist
Es ist zu einem unnötigen Fluch für viele geworden, die ihm völlig erlegen sind
Das große segensreiche Gesetz des Gebens und Nehmens wurde von den Verstandesmenschen nur durch das Geld verwirklicht, das niemals in allen Beziehungen zwischen den Menschen gleich gerecht sein kann
Das Gesetz des Gebens und Nehmens ist in Wirklichkeit etwas viel Lebendigeres, als die Menschen heute denken
Die Menschen spüren es, aber sie können sich nicht von der gegenwärtigen Ordnung lösen
Deshalb hören wir oft Worte, dass etwas Kostbares, dass jemand dieser Welt gegeben hat, trotz seines hohen Wertes niemals in Geldwerten gemessen werden kann
Normalerweise bezieht sich dies auf die menschliche Gesundheit oder direkt auf die Rettung eines Lebens in einem schwierigen Moment
Es kann sich aber auch um weise Einsichten in den wahren Sinn des Daseins handeln oder um Entdeckungen aller Art, die das Leben der Menschen auf der Erde voranbringen
Aber auch wirklich wertvolle historische Kunstwerke werden als etwas angesehen, die mit Geld niemals aufzuwiegen sind
Man spricht dann vom unschätzbaren Wert historischer Schätze, die von alten Kulturen erzählen
Oder von der Gabe, jemandem in großer Not zu helfen
All das übersteigt den Wert des Geldes bei weitem
Bemerkenswert ist auch, dass der Ausdruck herzlicher Dankbarkeit mehr wert ist als Geld
Menschliche, von Herzen kommende Dankbarkeit, die tief aus dem Inneren eines Menschen kommt, ist viel wertvoller als Geld, das in diesem Moment zu banal erscheint, um etwas wirklich Großes auszugleichen
Die einfache, ehrlich empfundene, freudige Dankbarkeit eines Kindes ist auch für Erwachsene wertvoller als jeder Geldwert
Obwohl die Menschen zu Recht spüren, dass die zwischen ihnen erlebten wirklichen Verbindungen aus der lebendigen Erfüllung der Schöpfungsgesetze stammen, kehren sie nach einem so starken Schwingen, wenn es um die Rettung der Gesundheit oder gar des Lebens eines Menschen geht, immer schnell wieder zum gewohnten Umgang mit Geld zurück
Ihre Ausrede ist dann, dass es nicht anders geht, weil der Einzelne von der Mehrheitsgesellschaft dazu gezwungen wird
Leider ist der Einzelne zu schwach gegen die überwältigenden Möglichkeiten des heutigen Geldsystems
Ja, das ist angesichts der heutigen Verhältnisse natürlich eine notwendige Tatsache
Aber das heißt nicht, dass es richtig ist und dass es mit dem Segen des Lichts so weitergehen wird
Schließlich können die Menschen selbst sehen, wie viel Ungerechtigkeit vor sich geht
Es macht auch deutlich: Wenn in der Verheißung des Reiches Gottes auf Erden versprochen wird, dass zuerst alles neu werden soll, dann wird dieses Neue sicher auch das Geld betreffen
Und das wird es auch
Das Licht wird einen Wandel in der Menschheit herbeiführen, der sich schließlich auf natürliche Weise in einer neuen Lebensweise auf Erden zeigen muss, die jedem Einzelnen Erleuchtung bringen wird
Schließlich wird das, was heute noch unvorstellbar erscheint, in einer Weise geschehen, die zeigen wird, wie einfach es wirklich ist, und die Menschen werden sich beschämt und verärgert fragen, wie es möglich ist, dass dies nicht schon längst geschehen ist
Aber die Voraussetzung dafür ist jene geistige Erleuchtung, die erst das ganze Verständnis vom Leben in die richtige Richtung lenken muss
Der wahre Sinn des menschlichen Daseins im Schöpfungswerk muss erst erkannt und verstanden werden
Ist dies dem Menschen erst einmal wirklich bewusst geworden, so wird alles viel leichter werden, und die Veränderungen werden sich mit erstaunlich kindlicher Leichtigkeit vollziehen
Das Geld und seine Verwendung durch die Menschen sind heute jedoch immer noch ein schwerfälliges Mittel, um das Gesetz des notwendigen Ausgleichs zu erfüllen
Es verursacht viel Ungerechtigkeit und führt die einen zu leichtem Gewinn, die anderen zu dauernder verzweifelter Not
Beides gehört aber nicht zur natürlichen Reifung des menschlichen Geistes
Darum ist der Zustand einer Welt von Menschen ohne Geld der Schritt, der jetzt kommen muss, auch wenn er heute manchen zum Zorn reizen oder vielleicht bei anderen Spott und Anspielungen auf kommunistische Ideen hervorrufen wird
Aber solche Haltungen sind nur ein Zeichen von Sturheit oder, im Gegenteil, von unhaltbarer innerer Bequemlichkeit, die dazu verleitet, den ausgetretenen Pfaden des Denkens zu folgen
Viele Menschen gehen, ohne sich dessen bewusst zu sein, mit oberflächlichem Denken durchs Leben, auch wenn sie sich für die Besten halten
Deshalb wird die Erwähnung einer möglichen Welt von Menschen, die ohne das heute allgegenwärtige Geld gedeihen könnten, als natürliche Folge all des heutigen starren Denkens vor allem Unmut, Zorn und Spott hervorrufen
Aber solche Erscheinungen sind etwas ganz Nebensächliches, denn wir stehen jetzt an der Schwelle eines Wandels der Entwicklung, der ganz von selbst die Notwendigkeit eines Umdenkens der Menschen mit sich bringen wird
Der kommende Wandel wird mit der geistigen Erleuchtung der Menschen eine ganz andere Sicht der Dinge mit sich bringen als die bisherige, die von den Menschen hier auf Erden als selbstverständlich angesehen wird, die aber im Vergleich zum Leben in der gesamten Schöpfung rückständig und des menschlichen Geistes im wahrsten Sinne des Wortes unwürdig ist
Der Druck, der dies alles vorantreibt, kommt aus dem Licht
Der Strahl Parsifals in seiner allumfassenden Wirkung auf diese Erde treibt ein starkes Verlangen nach Veränderung von vielem, was heute noch von den Menschen als selbstverständlich und dieser Erde zugehörig angesehen wird, obwohl es ganz und gar unheilvoller, ja böser Natur ist
Dazu gehören nämlich alle Formen der Niedertracht wie Lüge, Diebstahl, Unterdrückung, Gewalt, Krieg und auch alle verborgenen Formen des Bösen, die in den Zentralen der Gedankenformen wohnen, die den ganzen Planeten umgeben
All dies ist bereits als Böses gekennzeichnet und muss als solches von dieser Erde, die der Menschheit vom Licht zur Verfügung gestellt wurde, entfernt werden
All dies wird durch den bereits zunehmenden Druck des Parsifalstrahles verursacht, der von Tag zu Tag und von Stunde zu Stunde stärker wird
Die Menschen ahnen nicht, wie sehr sie an vielem hängen, was in seiner Alltäglichkeit der geistigen Natur ihres inneren Wesens nicht entspricht
Ganz gleich, auf welcher Stufe der Reife sie sich befinden
Es behindert alle Menschen in ihrer aktiven geistigen Bewegung, in der allein das Verständnis für den Sinn liegt, wo und in welche Verhältnisse ein Mensch für seinen geistigen Fortschritt auf dieser Erde hineingeboren wird
So etwas ist bis heute unverstanden geblieben und führt unweigerlich zu großen Spannungen unter den Menschen
Der geistige Fortschritt und Aufstieg mit allem damit verbundenen Wissen sollte immer an erster Stelle stehen, und alles andere kommt erst danach
Und zu allem, was über den erwähnten spirituellen Aufstieg des Menschen hinausgeht, gehört zwangsläufig auch das Geld und seine heutige Rolle unter den Menschen
Dazu kommt die Erkenntnis, dass es außer in dieser Menschenwelt in keinem anderen Teil des Schöpfungswerkes Geld in dem Sinne gibt, wie es von den Menschen betrachtet und verwendet wird
Außer in dieser Menschenwelt gibt es nirgendwo sonst in der Schöpfung Geld
Dass dies bisher niemandem seltsam vorkam, ist ein Zeichen für die Vorherrschaft des bereits erwähnten Verstandesdenkens, das es den Menschen nicht erlaubt, kreative Gedanken zu fassen und damit über die Grenzen der gewohnten Denkformen hinauszugehen
Schließlich kennt die Welt der Wesenhaften kein Geld, und dennoch geht es ihr seit Milliarden von Jahren besser als der Welt der Menschen
Die Wesenhaften hat sich auch nie den menschlichen Regeln unterworfen und sich dieses falsche Prinzip des Gebens und Nehmens aufzwingen lassen, auch wenn der Mensch ständig in die Natur eingegriffen hat
Denn die Wesenhaften dienen durch O-dio-nar unter dem unmittelbaren Einfluss des Urgeschaffenen Merkur, der einer der Diener des Grals ist
Die Wesenhaften befindet sich also in einer Art Schwingen, das ständig über der Menschenwelt hier auf Erden liegt
In diesem Schwingen wirkt alles in der wesenhaften Welt im Gesetz des Gebens und Nehmens in dem heiligen Bewusstsein, dass alles aus der einen allumfassenden Kraft des Allvaters empfangen und in seiner Art weiter in einzigartige Erscheinungsformen verwandelt wird
Diese Erscheinungsform wird sofort als freiwillige Gabe an das Ganze weitergegeben
Allein aus diesem Grunde wohnt der natürlichen Welt ein Zustand inne, den die Menschen mit unverhohlener Bewunderung als vollkommene Harmonie betrachten und den sie einen Zustand beständigen Gleichgewichts nennen
Das Gesetz des Gleichgewichts ist überall im stofflichen Universum anzutreffen
Es ist ein natürlicher Zustand, der nur deshalb möglich ist, weil jedes einzelne Geschöpf an seinem Platz und in seinem Tun dem Ganzen unmittelbar und bedingungslos etwas von Wert gibt
Im Wesenhaften liegt es in der Natur seiner Art, da sein schwingen ständig und vollständig im göttlichen Willen ruht
Die Erfüllung des Prinzips des Gebens und Nehmens im Sinne des göttlichen Willens ist also darauf zurückzuführen, dass jedes einzelne Geschöpf und jedes Teilchen der wesenhaften Kraft bedingungslos in diesem göttlichen Willen schwingen
Auf diese Weise unterscheiden sich die natürliche Welt und alle Erscheinungen der Gesetze im Universum sehr vom Handeln des Menschen
Aber es ist wirklich nur auf den ersten Blick ein anderes Wirken, denn als natürlicher Teil des Ganzen sollte auch die Menschenwelt von Anfang an zu diesem harmonischen Schwingen gehören
Die Menschen sollten und sollen darin die anderen Ebenen des Schöpfungswerkes nachahmen, die im Einklang mit dem weisen Willen Gottes wirken
Jeder einzelne Menschengeist hat von Anfang an eine Fülle dessen in sich, was er dem Ganzen als Beitrag zur Gestaltung des harmonischen Schwingen geben kann und soll
Gleichzeitig ist es aber auch so, dass er alles, was er seit Beginn seines bewussten Seins empfangen hat und weiterhin empfängt, von ihm, dem Schöpfer, erhält
Nichts kommt von anderswo her als aus dem heiligen Kraftquell, der göttlichen Ursprungs ist und in den Gralshallen in die Schöpfung einströmt
Nichts im Schöpfungswerke entsteht ohne die Mitwirkung dieser heiligen göttlichen Kraft
Noch kann es lange bestehen ohne diese Kraft
Und darum wird von jedem Geschöpf natürlich erwartet, mit dieser ihm geschenkten Kraft verantwortlich umzugehen, sie also in der gottgewollten Weise zu benutzen
Dass er diese Kraft zuerst durch sich selbst verarbeitet weitergibt, anstatt darauf zu warten, dass ein anderer ihm etwas von dieser Kraft gibt
Er muss alles daransetzen, die Kraft auf die bestmögliche Weise umzuwandeln, um sie weiterzugeben, und nicht, um sie leichtfertig nur für sich selbst zu nutzen
In der natürlichen Welt nimmt nur der Schwache und Kranke zuerst, damit er, wenn er geheilt und gestärkt ist, umso mehr geben kann
Das Geben aus Gottes Kraft ist das Gesetz, das von Ewigkeit her im Werk der Schöpfung wirkt
Geben bedeutet, dass der Mensch zuerst gibt, in einem echten Verlangen nach dem Guten als Ausdruck seiner selbst, in der bestmöglichen Nutzung seiner Fähigkeiten zum Wohle seiner Mitmenschen und damit der ganzen Welt, also des gesamten Schöpfungswerkes
Das Geben ist ein Segen, es ist auch die grundlegende Triebkraft des Kreislaufs der Kräfte
Geben ist tausendmal wertvoller als Nehmen
Darin liegt auch der große Unterschied zu der Welt des Geldes, in der immer zuerst das Empfangen erwartet wird
Die Menschen von heute aber geben die empfangene Kraft, die ihnen aus der göttlichen Lebensquelle zur Verfügung gestellt wird, meist nicht weiter, um sie durch ihre eigenen Fähigkeiten zum Wohle anderer im lebendigen Kreislauf der Kräfte umzuwandeln, sondern sie geben sie ihren Mitmenschen und der Welt mit der berechnenden Erwartung, den von ihnen bestimmten Gegenwert zu erhalten
Alles, was ihnen von der Schöpfung zur Verfügung gestellt wird, damit sie selbst in ihren Gaben und Fähigkeiten im Einsatz für andere wachsen und erstarken können, geben sie weiter, aber in den meisten Fällen unter der Bedingung einer bestimmten Gegenleistung
Das Schöpfungswerk ist auf dem großen Prinzip des freudigen Gebens aufgebaut
Wo aber die Erwartung des Empfangens vor dem Geben im Vordergrund steht, wird unbewusst ein Prinzip angewandt, das niemals zur Entwicklung weiterer Kräfte und Fähigkeiten führen kann, wie es sonst möglich wäre
Es ist das Prinzip der gegenseitigen Entziehung von Kraft zwischen den Menschen, anstatt diese Kraft zu verstärken, indem man sie zunächst in ihrer reinsten Form anbietet
Es ist also das entgegengesetzte Prinzip zu dem, das die Geschöpfe in der Natur anwenden, wo die Arglosigkeit der Wesen nicht nach Wegen sucht, sich zu bereichern
Geben bringt Segen, während das Erwarten von etwas ein Entziehen von allem Heiligen ist, das in dem Grundsatz enthalten ist, der für das gesamte Schöpfungswerk gilt, in dem die Betonung auf dem ursprünglichen Willen zum Geben liegt
Das Geld ist heute da, um immer den geformten Abdruck einer nach außen gerichteten Erwartung des Empfangens, also des Nehmens, zu tragen
Dazu gehört all das, was Menschen mit Geld auf der Erde schon lange kennen, nämlich die Unzufriedenheit, die aus einer Denkweise resultiert, in der man in der Regel mehr erwartet, als man bereit ist zu geben
Was dann als Überschuss zwischen Nehmen und Geben entsteht, betrachten die Menschen als Gewinn
Sie betrachten es als etwas Wertvolles und nehmen es als weitere Voraussetzung, um noch mehr Gewinn zu erzielen
Dass sie damit den Gesetzen des Schöpfungswerkes völlig zuwiderhandeln, ist ihnen nicht bewusst, weil es ihnen im Vergleich zu ihrer Umgebung hier auf Erden eine Praxis zu sein scheint, die von den meisten anderen Menschen praktiziert wird
Sie finden es gar nicht merkwürdig, dass sie ihre ganze gedankliche Konzentration auf den Grundsatz richten, mit möglichst wenig möglichst viel zu erreichen
Damit aber trennen sie sich von allem anderen Leben, das seinem Wesen nach auf dem Prinzip des Gebens, also der Konzentration auf das Geben beruht
In der gesamten Natur und im gesamten Universum gilt: Das Wichtigste ist das Geben
So sehr die Menschen glauben, dass alles andere Leben nach dem gleichen Prinzip pulsiert wie der Mensch, der seinen Erfolg im Leben auf Geld gründet, so falsch ist ihr abgeleitetes Bild von allem Leben im Schöpfungswerk
Jedes Geschöpf, im Gegensatz zum Menschen, ist von Natur aus ganz auf das Geben hin angelegt, dem es dient, indem es in vollem Einklang mit der Harmonie des ganzen Schöpfungswerkes schwingt
In der natürlichen Welt ist die Erfüllung des Daseins bereits die Art des Gebens, zu der jedes Geschöpf fähig ist
Jedes Geschöpf erfüllt seinen Wert in seinem Wesen, indem es sich selbst gibt, also der Umwelt, in der es sich befindet, etwas Nützliches bietet
Und so richten sich alle Geschöpfe in der Natur nach der Weisheit der höheren Führung
So wirken das unbewusste Wesenhafte und die bewussten Wesenhaften auf allen Stufen seines Wirkens
Auch der menschliche Körper selbst, der seiner Natur nach aus dem unbewussten Wesenhaften besteht, erfüllt diese Bedingung in der Grundstruktur seines Bestehens
Sei es die Atmung, sei es die Nahrungsaufnahme, und vor allem in der die Aufnahme der beständig fließenden göttlichen Kraft
Immer ist es eine Bedingung für die weitere Aufnahme, zuerst etwas abzugeben
Und dies geschieht ganz natürlich im Laufe der Lebenszeit des Körpers
Wo dies dann durch die Kraft der freien Entscheidung des menschlichen Geistes gestört wird, kommt es zu einem allmählichen Stau im Körper, es treten Störungen auf, und in der Folge kommt es zu Krankheiten, also zu einen Stocken im Fluss der Kraft
Die meisten Krankheiten entstehen dadurch, dass die ursprünglich reibungslos fließenden Kräfte im Körper blockiert werden
Und so wie es mit dem einzelnen Körper ist, so ist es auch mit der ganzen menschlichen Gesellschaft, die durch den falschen Willen, der sich auf das Nehmen konzentriert, in immer größeren Wellen Zusammenbrüche und Krisen finanzieller und sozialer Art verursacht
Die teilweise Auflösung solcher Krisen erfolgt dann unter sehr dramatischen Bedingungen, die nicht selten in Gewalttaten, Revolutionen oder Kriegen enden
Dabei handelt es sich jedoch stets nur um eine Teilentlastung des blockierten Kraftflusses, da die Ursache nicht beseitigt wird
Sie kann nur beseitigt werden, indem man das ganze Prinzip des Gesetzes von Geben und Nehmen umkehrt
Wenn alle Kraft vor allem auf das Geben gerichtet ist, dann entwickelt sich zwar auch alles wellenförmig weiter, aber diese Bewegung zielt auf eine Gesamtentwicklung, und es entsteht statt Stillstand ein starker Aufschwung, weil die eingesetzten Kräfte immer weiteren Fortschritt ermöglichen
Es kann nie eine Krise geben, denn wenn die Kraft richtig fließt, bringt sie Inspiration für weiteren Aufstieg aller Beteiligten
Doch dies ist etwas, das hier auf der Erde, bis auf kurze Phasen außergewöhnlicher Expansion, niemals ausreichend vorherrschend war, um eine langfristige Beteiligung der gesamten Menschheit zu ermöglichen
Gleichzeitig enthält das oben erwähnte Geben etwas Wichtiges, das im Zusammenhang mit der irdischen Welt verstanden werden muss
Es ist die Verwaltung all dessen, was dem Menschen durch Gottes liebende Güte zum Dasein gegeben ist
Dazu gehört jede Gabe, jedes Vermögen und damit auch alle irdischen Besitztümer, die Menschen haben
Es soll so verwaltet werden, dass es in vollem Einklang mit der Harmonie des Schöpfungswerkes steht
Die Verwaltung der Güter setzt eine große Aktivität voraus, die der Mensch von sich aus aufbringen muss, um alles, was ihm anvertraut ist, in der richtigen Ordnung zu halten, in Übereinstimmung mit dem göttlichen Willen, der allem im Leben des Menschen einen höheren Sinn gibt
Aber hier liegt der Stein des Anstoßes, denn man kann sagen, dass der Mensch im Gegensatz zu allen anderen Geschöpfen die ihm auf Erden anvertrauten Güter nie in Übereinstimmung mit der Harmonie des Schöpfungswerkes, das heißt in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes, verwaltet hat
Er hat immer geglaubt, das Recht zu haben, allein über sein Eigentum zu verfügen
Und als Beweis dafür hat er darauf hingewiesen, dass er sein Eigentum mit seinem eigenen Geld erworben hat
Das zeigt aber nur, wie sehr das irdische Denken des Menschen vom übrigen Leben der Schöpfung getrennt ist
Geben heißt also auch, für alles, was in der Hand des Menschen ist, verantwortlich zu sorgen, damit es blüht und Segen bringt in seinem Aussehen, in seiner Ordnung, in seiner Gesundheit und wie es sich harmonisch in das Ganze einfügt
Das ist es, was jedes Geschöpf in der natürlichen Welt respektiert
Der Mensch gehe in die Natur und finde dies überall, an jedem noch so kleinen Ort
Jedes Wesen kümmert sich um das, was ihm für sein Leben gegeben ist, indem es sich selbst in seiner Art von Aufgabe gibt
Die Vollkommenheit dieses Gebens ist die Voraussetzung für das Wachstum, die Stärkung und den Erwerb eines größeren Umfangs all dessen, was das Geschöpf verantwortlich verwalten kann
Wie sehr würde sich diese menschliche Welt verändern, wenn die Menschen endlich anfingen, alles, was sie ihr Eigen nennen, mit dieser hohen Verantwortung zu betrachten
Für das Eigentum, das in Wirklichkeit dem Schöpfer gehört, weil allein Er allem die Kraft und Materie zur Entstehung gegeben hat, gilt die bleibende Verantwortung jedes Einzelnen, der sich während seines Lebens auf Erden zu diesem Eigentum bekennt
Sie sollten dies rasch neu bewerten und durch die Pflege dessen lernen, dass auch hier gilt: Weniger zu haben ist eigentlich mehr
Diese Verantwortung gilt also auch heute noch, auch wenn der Mensch es in seinem Denken vielleicht nicht wahrhaben will
Aus allem, womit er irgendwie verbunden ist, erwächst für den Menschen eine Verantwortung, die er im Augenblick der Abrechnung vom einzigen und wahren Eigentümer annehmen und erleben muss
Wenn die Menschen dies einmal begreifen, dann werden sie bald nur noch Verwalter eines so großen Eigentums sein wollen, wie es ihre Kräfte zulassen, um mit ruhigem Gewissen sagen zu können, sie verwalten es so, wie es die große Harmonie des Schöpfungswerkes von ihnen erwartet
Dann werden sie auch erkennen lernen, dass es besser ist, sich gegenseitig bei der Verwaltung der anvertrauten Dinge zu helfen, damit die Harmonie nicht gestört wird
Und weil jeder etwas anderes kann, kann dann auch jeder dem anderen eine andere Art von Hilfe anbieten
Im Gegenzug wird er selbst von jemand anderem in etwas unterstützt, der bereit ist, seine Fähigkeiten weiterzugeben, um Hilfe zu leisten
Die Menschen werden dann feststellen, dass sie vieles, was sie bisher auf der Erde für sich als notwendig erachtet haben, nicht mehr brauchen
Der Wert der meisten Dinge wird sich ändern, und das Wichtigste, was als der höchste Schatz betrachtet wird, wird das lebendige Erkennen und Verstehen der göttlichen Weisheit sein, die der Schlüssel zu Glück und Erfolg im menschlichen Leben ist
Aus Gralsweg|13. November 2023|Ergänzende Texte
Übersetzung aus dem Tchechischen
Svět bez peněz – přirozenější prostor bytí
https://www.cesta-gralu.cz/svet-bez-penez-prirozenejsi-prostor-byti/
