ECHO AUS DER GEISTIGEN HEIMAT – TEIL VI

Schon mehrfach wurde hier auf dem Weg des Grales beschrieben, wie wenige Menschen hier auf Erden ihr ernsthaftes Interesse den Fähigkeiten widmen, die sie doch als geistige Bewohner des Schöpfungswerkes in sich tragen

Der Zustand der bewegungslosen Schläfrigkeit ist so tief verwurzelt, dass selbst die ursprünglich stärksten und natürlichsten geistigen Fähigkeiten des Menschen in der irdischen Welt einem Zustand der Bewegungslosigkeit nahe gekommen sind

Diese Fähigkeiten sind in den Menschen derart verkümmert, dass die meisten von ihnen nicht einmal mehr ahnen, dass sie in ihrem Inneren ganz selbstverständlich die Anlagen tragen, die es ihnen ermöglichen würden, weitaus empfindsamer gegenüber überstofflichen Geschehnissen zu werden und somit jeden Augenblick ihres Lebens viel bewusster zu erleben

Die Entfaltung dieser Fähigkeiten brächte ihnen dabei einen hohen Grad an Weisheit

Auch eine friedensstiftende Gelassenheit, an der es heute den meisten Menschen verzweifelt fehlt

Die Menschen wissen jedoch nicht das Geringste über die Fähigkeiten, die in ihrem inneren Geistesfunken schlummern

Dass dem so ist, lässt sich leicht daran erkennen, dass in dem Augenblick, da näher über diese Fähigkeiten gesprochen wird, die meisten den Kopf schütteln oder mit ungläubiger Besserwisserei in den Augen nur lächeln, und einige greifen die erwähnten Aussichten auf geistige Fähigkeiten sogar als etwas Unmögliches an, das aus ihrer Sicht den Gesetzen der Schöpfung widerspricht

Das aber beweist nur, wie matt der heutige geistige Zustand selbst bei jenen ist, die sich im Vergleich zu ihren Nächsten für geistig fortgeschritten halten

Es ist seit Jahrtausenden immer dasselbe

Wann immer von neuen Aussichten gesprochen wird, die den Menschen bis dahin unbekannt sind, ist die erste Antwort eines großen Teils von ihnen in der Regel krampfhafte Ablehnung und Spott

Oft auch zornige Angriffslust gegenüber jenen, die dieses Neue bringen

So arbeitet der Verstand, der immer, wenn etwas Neues aus den Höhen über der Stofflichkeit kommt, das nicht aus seiner eigenen Werkstatt stammt, dies als Bedrohung für sich ansieht, da er darin sogleich seine eigene Begrenztheit und Unzulänglichkeit erkennt

Der Verstand betrachtet alles Neue, das aus überirdischem Ursprung kommt, als Bedrohung für seine irdische Herrschaft, die er ganz für sich selbst erobert hat, indem er sie den empfindsameren Menschen geraubt hat

Dies erzeugt Unruhe und Zorn, denn die festgefahrenen Meinungen, die vom Verstand geschaffen wurden, müssen gerade in der jetzigen Zeit immer wieder dem Zustrom neuer Erkenntnisse aus überstofflichen Höhen durch innerlich geöffnete Menschen standhalten

Gerade das führt zu einer anwachsenden gedanklichen Spannung

Dies wird so lange andauern, bis in jedem Menschen der Geistesfunke endgültig seine Herrschaft zurückerobert, der allein fähig ist, das wahrzunehmen, was aus den Höhen der Schöpfung über der Materie stammt

Das aber geschieht noch immer nicht

Der Verstand überdeckt die Fähigkeiten des Geistes mit einem Schleier von Meinungsdogmen, deren Höhepunkt immer dort endet, wo die Grenzen des materiellen Begreifens liegen

Über diese Grenze kann der Verstand niemals hinaus

Das reizt ihn, denn er möchte sich als uneingeschränkter Herrscher über alles betrachten

Die Tatsache, dass dem nicht so ist und dass der Verstand niemals Herrscher sein kann, ruft dann bei jenen Menschen, die seine Sklaven sind, Äußerungen gereizten Zornes hervor

Es weckt in ihnen eine Angriffslust, die oft ungeschickt durch äußeren Spott verborgen wird

Schon in der Gralsbotschaft, die vor hundert Jahren aus dem Lichte gebracht wurde, wird davon gesprochen, dass Menschen, die sich allein auf ihren Verstand verlassen, auf sehr ernste Fragen oft nur in Form törichten Lachens antworten

Auch heute ist es ganz genauso, und leider ist nicht der geringste Anhaltspunkt dafür zu sehen, dass es hier auch nur den kleinsten Fortschritt gäbe

Dummer Spott über das, was nicht sofort mit dem Verstand erfasst werden kann, bleibt dauerhaft im Arsenal ganzer Menschenmassen

Das betrifft leider auch jene, die sich in geistigen Dingen für besonders kundig halten

Wir können dies leicht überall dort beobachten, wo verletzender Spott oder auch andere Methoden eingesetzt werden, um jene in den Augen anderer in Misskredit zu bringen.  

So sehr es auch den Anschein haben mag, dass solche Menschen einer Erkenntnis treu sind, mit der sie nach außen hin prahlen, so schnell zeigt sich doch in ihrer Art zu sprechen und zu schreiben, dass sie eigentlich gar nichts wissen

Schließlich enden diese Menschen immer im Versuch, blindlings mit Schmutz aller Art zu werfen

Nicht nur, dass dies etwas ist, das des Menschengeistes unwürdig ist, sondern es ist auch ein mehr als deutliches Zeichen für die Vorherrschaft des Verstandes

Denn ein ehrlicher Mensch legt in Angelegenheiten, in denen er sich seiner eigenen Erkenntnis sicher ist, ruhig und sachlich Beweise vor, um seine Wahrnehmung zu bestätigen

Wenn er sich nicht sicher ist, so versucht er entweder in höchster Lebendigkeit seines Inneren alles nachzuempfinden, indem er tief in die Sichtweise der neuen Erkenntnis eindringt, oder er lässt zumindest schweigend anderen Menschen Raum für die weitere Entwicklung ihrer Gedanken

Etwas Derartiges ist jedoch einem großen Teil der Menschen völlig fremd, da sich besonders in den letzten Jahrzehnten auf der Erde die seltsame Anmaßung verbreitet hat, dass jeder alles verstehe und daher von jedermann schnell über alles und jedes geurteilt werden könne

Besonders das Urteilen über andere Menschen ist zu einer willkommenen Art der Unterhaltung unter jenen geworden, die sich von diesem gefährlichen Strom haben mitreißen lassen

Leider ist dies noch immer der Zustand der gegenwärtigen Menschheit, der noch eine Zeit lang andauern wird, bis sich die große Wandlung durch die geistige Erleuchtung der Menschheit erfüllt

Es wird noch einige Zeit dauern, bis sich alles zu einer geistigeren Wahrnehmung des Lebens wandelt

Vorerst sind die Menschen größtenteils Vasallen des Materialismus, ohne es zu wissen

So begegnen wir auch heute in der Regel den Äußerungen des Verstandes überall dort, wo sich die Möglichkeit bietet, zu beweisen, ob im Menschen mehr geistige Lebendigkeit vorhanden ist oder nicht

Nur dort, wo höchste Beweglichkeit im Begreifen verbunden ist mit der Fähigkeit, sich über alles Stoffliche zu erheben, kann zumindest eine Ahnung von der wahren Größe des Göttlichen Schöpfungswerkes aufkommen

Dieses Göttliche Schöpfungswerk ist gerade durch seinen unstofflichen Teil unvergleichlich umfangreicher als jener Teil des Werkes der Nachschöpfung, der aus den Verdichtungen der Stofflichkeiten gebildet ist, welche in Wirklichkeit ihrer Größe nach nur ein nichtiger Anbau des ursprünglichen Werkes sind

Und gerade die allzu verstandesmäßigen Menschen bleiben in diesem Anbau stecken, der als eine Hilfsstufe für die Entwicklung des schwächsten Teils der geistigen Art, wozu eben der Menschengeist gehört, entstanden ist

Anstatt dass die Geistesfunken aus all ihren Kräften danach streben, sich höher über alles Stoffliche zu erheben, bleiben sie tief in der Materie gefangen

Dass dem so ist, beweisen sie durch ihre Denkweise beinahe in jedem Augenblick des Tages

Nicht nur, dass sie bei ihren Entscheidungen letztlich immer jene Handlungsweise bevorzugen, die dem Nutzen im irdischen Leben näher ist als der geistigen Heimat, die in diesem Augenblick für sie fern ist, sondern sie bestätigen das unzweifelhafte Zeichen des Gefangenseins im Stofflichen auch durch ein begrenztes Begreifen all dessen, was sich über der Materie mit ihren Ausdrucksformen der Gesetze der Schöpfung befindet

Diese Menschen kennen die Erscheinungsformen der Schöpfungsgesetze nur in ihrer materiellen Form, was bedeutet, dass sie deren ganz bestimmte, begrenzte Anwendung auf alles Übrige projizieren, also auch auf die Ebenen über dem materiellen Anbau des Werkes der Nachschöpfung

Das bedeutet jedoch ein völliges Unverständnis des Unterschiedes, der zwischen dem materiellen und dem geistigen Teil des Schöpfungswerkes herrscht

Dass hierbei notwendigerweise ein Unterschied bestehen muss, deutet schon die einfachste Tatsache an, die davon spricht, dass im Geistigen das ewige Bestehen des Menschengeistes ein völlig natürlicher Zustand ist, während unter materiellen Bedingungen so etwas nicht erfüllt werden kann

Schon dieser Vergleich des Geistigen und des Materiellen sollte zur Aufmerksamkeit führen, dass hier völlig unterschiedliche Erscheinungsformen der ansonsten stets gleichen Gesetze der Schöpfung herrschen werden

Aber gerade darin zeigt sich die Begrenztheit des Begreifens von Menschen, die sich ansonsten für geistig fortgeschritten halten

Sie vermögen sich mit ihrer Denkweise nicht höher zu erheben, um zu erkennen, dass das Geistige vom Materiellen völlig andersartig ist und dass sich dieser Unterschied daher im Ergebnis in allem zeigen wird, wo die Menschen versuchen, Gleiches zu finden

Gerade dieses verbissene Vergleichen muss dann zum Unverständnis von etwas führen, wie es die Möglichkeit der Mehrfachbewusstheit bereits vollkommen gereifter Menschengeister im Paradies ist

Die Menschen hier auf Erden stoßen mit ihrer Denkweise schnell an ihre Vorstellungen davon, wie so etwas möglich sein könnte, wenn sie es selbst nicht erkennen

Die Vorstellung, dass ein reifer Menschengeist mit seinem teilnehmenden Bewusstsein an mehreren Orten zur selben Zeit gegenwärtig sein kann, erscheint ihnen daher als etwas Unmögliches, da sie selbst so etwas hier in der Materie nicht zu fassen vermögen

Damit schieben sie die neue Erkenntnis schnell mit der Bezeichnung beiseite, dass dies unmöglich sei

Dabei könnte sie die Tatsache zu einem näheren Verständnis führen, dass auch hier auf der Erde der irdische Körper ein Nervensystem besitzt, das alle Teile des Körpers mit dem Gehirn verbindet

Das Gehirn, als durch die Strahlung des Geistes belebte Zentrale für alle Anweisungen, die auf die übrigen Teile des Körpers gerichtet sind, ist mit ihnen grobstofflich durch das Nervensystem verbunden, das den durch das Gehirn gehenden Willen des Geistes bis in die entferntesten Enden des Körpers verlängert

Durch das Nervensystem empfindet der Geist Wärme, Kälte, angenehme Berührungen sowie Schmerz auch an den Enden seines ganzen Körpers

Aber es gibt noch Näherliegendes, das zu den irdisch ähnlichen Erscheinungen jener unverstandenen Mehrfachbewusstheit der geistigen Art gehört

Dieses Näherliegende, das zum Verständnis führen könnte, besteht darin, dass der Geist durch das Gehirn und das Nervensystem alle Gliedmaßen gesondert beherrscht

Wenn wir davon ausgehen, dass der irdische Körper des Menschen gesund ist, so wird es nichts Besonderes sein, wenn dieser mit jeder Gliedmaße eine andere Bewegung ausführen kann

Im selben Augenblick wird die rechte Hand eine andere Arbeit verrichten als die linke Hand

Auch die Beine des Menschen werden dabei zur selben Zeit höchstwahrscheinlich andere selbstständige Bewegungen machen können, ohne dass dies gleichzeitig den Willen des Geistes gefährdet, der durch die eigene Fähigkeit des Gehirns bereits vorauseilt und alles Weitere berücksichtigt, was erst im materiellen Ausdruck des Körpers zur Geltung kommen wird

Der Körper ist zu diesem Zweck einer gewissen Selbstständigkeit der Gliedmaßen eben nur durch das Nervensystem zu einem Ganzen verbunden, das die für die Ausführung der Bewegungen notwendigen Impulse leitet

Warum also kann der Mensch nicht darüber nachdenken, dass das, was in der Materie zur Ausführung von Bewegungen und allen Sinneswahrnehmungen durch seine Impulse das körperliche Nervensystem sicherstellt, dass genau dies im Geistigen in die Fähigkeit des bewussten Handelns des Geistes durch die ausgehende Strahlenwirkung gelegt ist?

In den geistigen Ebenen entspricht gerade der Strahl dem, was wir im Irdischen in einem fernen Abglanz im Vibrieren des Nervensystems finden

In den geistigen Ebenen ist alles Notwendige immer in der Strahlenwirkung enthalten

Der Strahl führt das Wissen des Geistes an jene Orte, an denen er im gegebenen Augenblick für das volle Erleben gegenwärtig sein will

Wenn dann diese annähernde Erläuterung nicht zum Verständnis des Begriffs der geistigen Mehrfachbewusstheit in den lichten Höhen ausreicht, dann können wir auch noch über die Möglichkeiten der technischen Funkübertragung von Ton und Bild hier in der Materie nachdenken

Dank dieser Funkstrahlung kann der betreffende Mensch an einem Ende der Welt sein, während gleichzeitig seine Stimme und sein Bild über unermesslich wichtige Dinge auf der anderen Seite der Welt entscheiden können

Wollen jene Menschen, die sich für geistig halten und dennoch aufgrund ihres Unverständnisses das geistige mehrfachbewusste Wirken reifer Geister als etwas Unmögliches leugnen, etwa sagen, dass die irdische Welt hier in der Grobstofflichkeit mehr zu leisten vermag, als es in der einfachsten Art der Strahlenwirkung in den überirdischen Welten tausendfach möglich ist?

So etwas erfordert schon ein sehr verengtes Denken und Begreifen, wenn wir davon ausgehen, dass die höheren Welten in ihren Möglichkeiten immer weit über allen körperlichen und technischen Möglichkeiten der Menschen auf der Erde stehen

Wenn es für den Geist hier auf der Erde möglich ist, durch seinen Willen den irdischen Körper mit seinen Gliedmaßen über das Nervensystem zu beherrschen und unter Verwendung technischer Erfindungen wie Telefon oder Video über Kontinente hinweg auf andere Menschen mit Stimme und Bild fernzuwirken, dann ist es für einen lebendig denkenden Menschen umso leichter ersichtlich, dass in den geistigen Welten all diese Möglichkeiten um ein Vielfaches natürlicher durch die Strahlung des Geistes geschehen

Wenn der Geist reif wird und in den Bereichen der geistigen Heimat wirken darf, so entfalten sich bei ihm Fähigkeiten, die für ein immer breiteres Wirkungsfeld im erhabenen Dienst am Schöpfer als möglich gegeben sind

Und gerade zu den genannten Fähigkeiten gehört die Mehrfachbewusstheit, die von reifen Geistern als etwas Selbstverständliches auch dazu genutzt wird, sich in den materiellen Welten zu inkarnieren, und so ihre Entwicklung zu fördern.     

Die führende Kraft zur Verwirklichung einer solchen Inkarnation ist eine aus dem Wunsch eines geistigen Bewohners des Paradieses entsprungene Teil-Strahlenwirkung

Der Strahl führt seinen Willen zur Erfüllung, damit ihm bei der Inkarnation ein so starker Grad an Empfindsamkeit zuteilwerden kann, wie es von den sich entwickelnden Geistesfunken erlebt wird, die dabei mit ihrer überbrückenden Strahlung mit ihrer ganzen Ausstrahlung mit dem irdischen Körper verbunden sind

Die sich entwickelnden Geistesfunken auf dem Weg ihrer Reifung benötigen zur Inkarnation ihre gesamte Strahlung, da ihnen noch jene Kraft fehlt, die sich bei einem gereiften Menschengeist findet, der als selbstbewusster Mensch die geistigen Welten erreicht hat

Darin liegt der Unterschied zwischen einem reifen Menschengeist und einem geistigen Funken in einem Menschen, der sich noch auf einer gewissen Reifestufe befindet.  

Wie ein erwachsener Mensch viele Tätigkeiten gleichzeitig bewältigt, wobei sich seine Hände einer Arbeit widmen können, während seine Gedanken völlig selbstständig laufen, und ein kleines Kind sich ganz auf die Bewegungen seines Körperchens konzentriert, da es dieses noch nicht vollständig beherrscht, so verhält es sich auch im Falle der Entwicklung des menschlichen Geisteskeimes und des bereits fertigen, reifen Geistes, der alle Fähigkeiten, die er für sein Wirken erhalten hat, in sich entfaltet hat

Es ist also nichts Besonderes, wenn wir von der Mehrfachbewusstheit der im Paradies weilenden Menschengeister sprechen

Sie haben ganz natürlich solche Fähigkeiten entwickelt, von denen sich die Menschen auf der Erde nicht einmal eine richtige Vorstellung zu machen vermögen

Davon zu wissen, ist zumindest eine erste Grundlage, die immer von Nutzen ist

Dies deshalb, weil die Erkenntnis einer solchen Fähigkeit wie der Mehrfachbewusstheit auch hier auf der Erde zu dem Bestreben führen kann, seine Empfindsamkeit gegenüber anderen Menschen und allem Leben allumfassender zu entwickeln, mit dem Ziel, dass der Geist dann selbst die Wege bestimmt, auf denen er am meisten helfend sein kann

Dem Geist die Freiheit zu geben, sich in den Fähigkeiten, die er in sich birgt, zu entfalten, hilft jedem bei der Überwindung der Enge des bisherigen, vom Verstand beeinflussten Verständnisses der Zusammenhänge

Der Aufschwung des Geistes ist immer mit der Entfaltung vieler in ihm angelegter Fähigkeiten verbunden

Es hat also großen Sinn, über diese Dinge schon heute zu sprechen, da viele Menschen schon allein mit der Vorstellung ringen, dass überhaupt etwas Geistiges in ihnen ist und dass sie selbst nicht nur eine materielle Form des Lebens sind, wie es bei Materialisten allgemein verstanden wird

Es darf eine Hilfe sein auf dem neuen Weg, der eigentlich schon immer hier hätte sein sollen, denn der Menschengeist wird auf der Erde nicht nur für Erfahrungen mit den Erscheinungsformen der Schöpfungsgesetze in ihrer materiellen Form geboren, sondern insbesondere zur Entfaltung seiner inneren Gaben und Anlagen

Hierzu gehört alles Wichtige, wie eben auch die Fähigkeit der Wahrnehmung und Zusammenarbeit mit den wesenhaften Dienern, eine hohe Empfindungsfähigkeit durch Mehrfachbewusstheit, das Verstehen und Erlernen der Bewegung in Zeit und Raum mit den feineren Hüllen des Geistesfunkens und noch vieles mehr, was zu den Fähigkeiten der menschlich-geistigen Art gehört

Wenn all die Kraft, die von den Menschen nur materiellen Angelegenheiten gewidmet wird, mehr auch auf die Entwicklung der geistigen Fähigkeiten umgelenkt würde, dann würde die Welt der Menschen schnell große Veränderungen erfahren, denn es würden Zusammenhänge entdeckt, die schließlich sehr bei der äußeren Gestaltung des Lebens der Menschen auf der Erde helfen würden

Vieles würde sich schnell ändern, denn allmählich würden Erkenntnisse gewonnen, die die Nutzung der Kräfte, die sich um uns herum befinden und auf ihren Abruf warten, um auf völlig andere Weise hilfreich zu sein, als es das Ergebnis des bisherigen, vom Verstand beeinflussten Strebens der Menschen hervorbringt, völlig verändern würden

Die Gesetze der Schöpfung haben viele Erscheinungsformen, wiewohl sie immer streng von der uranfänglichen schöpferischen Wirkung der Gedanken des Göttlichen Willens ausgehen

Der Geist Gottes wirkt in vielen Gestalten auf der Grundlage der Andersartigkeit, die in den einzelnen Ebenen des Schöpfungswerkes enthalten ist

Dass etwas von den Erscheinungen der feineren Welten auch in die hiesige Ebene der Grobstofflichkeit durchdringen kann, bezeugen die hier und da unter den Menschen sich zeigenden erlebten Wunder

Wunder sind niemals eine Leugnung der Gesetze der Schöpfung, sondern sie sind nur eine andere Erscheinungsform ihres Wirkens

Entweder handelt es sich um eine nie dagewesene Beschleunigung von Vorgängen, die ansonsten sehr langsam ablaufen würden, oder es kann sich um das Anknüpfen von Fäden handeln, die von den wesenhaften Webern des Schicksals neu in den Weg des Menschengeistes gewoben werden, damit er darin die Gnadenfülle der göttlichen Hilfe erkenne, entsprechend dem, wie sich sein Geist in seinem Vertrauen dem Geiste Gottes geöffnet hat

Oft sind darin sogar mehrere Geschehnisse auf einmal verbunden, und dadurch darf sich schließlich ein Geschehen erfüllen, das das menschliche Begreifen ein Wunder nennt

Es ist jedoch nichts Besonderes, denn wenn die Menschen die rechten Wege gingen, so kämen täglich Wunder in ihr Leben

Damit würden sie sich jedoch nur ein klein wenig dem Grad des dauerhaften Erlebens von Glückseligkeit annähern, der jenen Geistern eigen ist, die ihre Entwicklung vollendet haben und aus diesem materiellen Anbau des Werkes der Nachschöpfung in die Sphären der ursprünglichen Schöpfung aufsteigen durften

Die Erkenntnis, dass im Menschen Fähigkeiten bis hin zu wundersamer Art schlummern, sollte eine Ermutigung zu einer großen Wandlung in der gesamten Beschaffenheit des Empfindens und Denkens der Menschen sein

Jedes inbrünstige Streben danach ist bereits ein Gewinn für den Menschen, denn nicht nur er selbst verändert sich, sondern immer dringt von seinem Bemühen aus eine Strahlung in die Umgebung, die wohltuende Harmonie und friedenbringende Strahlung bringen kann und die selbsttätig immer auch andere Menschen zum Aufstieg ermutigt, die sich dadurch in gleicher Weise segensreich beeinflussen lassen

Die schöpferische Kraft der Strahlung kann schnell die ganze Welt zum Besseren verändern, wenn die Menschen beginnen, sich ernsthaft mit den Dingen zu befassen, die bisher unbewegt in ihrem Inneren brachlagen

Das Bewusstsein, dass jeder durch die Arbeit an sich selbst in der Entfaltung seiner Fähigkeiten selbsttätig zur Verbesserung und Veredelung der Bedingungen auf der ganzen Erde beitragen kann, sollte ein unermesslicher Ansporn sein, damit jeder darin kundigere Mensch mutig an die Arbeit geht

Die Bewegung seines Geistes wird Bewegung in seine Umgebung bringen

So ist das Gesetz, das dauerhaft in seiner neutralen Wirkung in allem arbeitet

Bisher wurde dies von den Menschen in ihrer Erstarrung eher zum Schaden allen Lebens auf der Erde genutzt

Nun aber kann es sich schnell wenden und dieser Welt neue Aussichten des menschlichen Seins bringen

Die Kenntnis der Fähigkeiten des Geistes kann dabei jedem, der sich ernsthaft damit befasst, eine wichtige Hilfe sein

Mögen sich möglichst viele solcher Menschen finden, die dies verstehen und es sich zu eigen machen, um ihre bisherige Lebensrichtung grundlegend zu ändern

Es ist höchste Zeit, dass die Menschen beginnen, sich ernsthaft mit all dem zu befassen, was sie zu geistigen Bewohnern des Schöpfungswerkes macht

Die große geistige Erleuchtung ruft zu jedem Menschen, dass er erwachen und ganz bewusst seinen Aufstieg beginnen möge

Der Segen der Hilfen Gottes wartet auf all jene, die damit in kühnem Bemühen schon jetzt beginnen


Übersetzung aus dem Tschechischen

DER WEG DES GRALES- ERGÄNZENDE TEXTE – 14. Juli 2025

OZVĚNY Z DUCHOVNÍHO DOMOVA – ČÁST VI

https://www.cesta-gralu.cz/ozveny-z-duchovniho-domova-cast-vi/

Rose

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