ECHO AUS DER GEISTIGEN HEIMAT – TEIL VI

Schon mehrfach wurde hier auf dem Weg des Grales beschrieben, wie wenige Menschen hier auf Erden ihr ernsthaftes Interesse den Fähigkeiten widmen, die sie doch als geistige Bewohner des Schöpfungswerkes in sich tragen
Der Zustand der bewegungslosen Schläfrigkeit ist so tief verwurzelt, dass selbst die ursprünglich stärksten und natürlichsten geistigen Fähigkeiten des Menschen in der irdischen Welt einem Zustand der Bewegungslosigkeit nahe gekommen sind
Diese Fähigkeiten sind in den Menschen derart verkümmert, dass die meisten von ihnen nicht einmal mehr ahnen, dass sie in ihrem Inneren ganz selbstverständlich die Anlagen tragen, die es ihnen ermöglichen würden, weitaus empfindsamer gegenüber überstofflichen Geschehnissen zu werden und somit jeden Augenblick ihres Lebens viel bewusster zu erleben
Die Entfaltung dieser Fähigkeiten brächte ihnen dabei einen hohen Grad an Weisheit
Auch eine friedensstiftende Gelassenheit, an der es heute den meisten Menschen verzweifelt fehlt
Die Menschen wissen jedoch nicht das Geringste über die Fähigkeiten, die in ihrem inneren Geistesfunken schlummern
Dass dem so ist, lässt sich leicht daran erkennen, dass in dem Augenblick, da näher über diese Fähigkeiten gesprochen wird, die meisten den Kopf schütteln oder mit ungläubiger Besserwisserei in den Augen nur lächeln, und einige greifen die erwähnten Aussichten auf geistige Fähigkeiten sogar als etwas Unmögliches an, das aus ihrer Sicht den Gesetzen der Schöpfung widerspricht
Das aber beweist nur, wie matt der heutige geistige Zustand selbst bei jenen ist, die sich im Vergleich zu ihren Nächsten für geistig fortgeschritten halten
Es ist seit Jahrtausenden immer dasselbe
Wann immer von neuen Aussichten gesprochen wird, die den Menschen bis dahin unbekannt sind, ist die erste Antwort eines großen Teils von ihnen in der Regel krampfhafte Ablehnung und Spott
Oft auch zornige Angriffslust gegenüber jenen, die dieses Neue bringen
So arbeitet der Verstand, der immer, wenn etwas Neues aus den Höhen über der Stofflichkeit kommt, das nicht aus seiner eigenen Werkstatt stammt, dies als Bedrohung für sich ansieht, da er darin sogleich seine eigene Begrenztheit und Unzulänglichkeit erkennt
Der Verstand betrachtet alles Neue, das aus überirdischem Ursprung kommt, als Bedrohung für seine irdische Herrschaft, die er ganz für sich selbst erobert hat, indem er sie den empfindsameren Menschen geraubt hat
Dies erzeugt Unruhe und Zorn, denn die festgefahrenen Meinungen, die vom Verstand geschaffen wurden, müssen gerade in der jetzigen Zeit immer wieder dem Zustrom neuer Erkenntnisse aus überstofflichen Höhen durch innerlich geöffnete Menschen standhalten
Gerade das führt zu einer anwachsenden gedanklichen Spannung
Dies wird so lange andauern, bis in jedem Menschen der Geistesfunke endgültig seine Herrschaft zurückerobert, der allein fähig ist, das wahrzunehmen, was aus den Höhen der Schöpfung über der Materie stammt
Das aber geschieht noch immer nicht
Der Verstand überdeckt die Fähigkeiten des Geistes mit einem Schleier von Meinungsdogmen, deren Höhepunkt immer dort endet, wo die Grenzen des materiellen Begreifens liegen
Über diese Grenze kann der Verstand niemals hinaus
Das reizt ihn, denn er möchte sich als uneingeschränkter Herrscher über alles betrachten
Die Tatsache, dass dem nicht so ist und dass der Verstand niemals Herrscher sein kann, ruft dann bei jenen Menschen, die seine Sklaven sind, Äußerungen gereizten Zornes hervor
Es weckt in ihnen eine Angriffslust, die oft ungeschickt durch äußeren Spott verborgen wird
Schon in der Gralsbotschaft, die vor hundert Jahren aus dem Lichte gebracht wurde, wird davon gesprochen, dass Menschen, die sich allein auf ihren Verstand verlassen, auf sehr ernste Fragen oft nur in Form törichten Lachens antworten
Auch heute ist es ganz genauso, und leider ist nicht der geringste Anhaltspunkt dafür zu sehen, dass es hier auch nur den kleinsten Fortschritt gäbe
Dummer Spott über das, was nicht sofort mit dem Verstand erfasst werden kann, bleibt dauerhaft im Arsenal ganzer Menschenmassen
Das betrifft leider auch jene, die sich in geistigen Dingen für besonders kundig halten
Wir können dies leicht überall dort beobachten, wo verletzender Spott oder auch andere Methoden eingesetzt werden, um jene in den Augen anderer in Misskredit zu bringen.
So sehr es auch den Anschein haben mag, dass solche Menschen einer Erkenntnis treu sind, mit der sie nach außen hin prahlen, so schnell zeigt sich doch in ihrer Art zu sprechen und zu schreiben, dass sie eigentlich gar nichts wissen
Schließlich enden diese Menschen immer im Versuch, blindlings mit Schmutz aller Art zu werfen
Nicht nur, dass dies etwas ist, das des Menschengeistes unwürdig ist, sondern es ist auch ein mehr als deutliches Zeichen für die Vorherrschaft des Verstandes
Denn ein ehrlicher Mensch legt in Angelegenheiten, in denen er sich seiner eigenen Erkenntnis sicher ist, ruhig und sachlich Beweise vor, um seine Wahrnehmung zu bestätigen
Wenn er sich nicht sicher ist, so versucht er entweder in höchster Lebendigkeit seines Inneren alles nachzuempfinden, indem er tief in die Sichtweise der neuen Erkenntnis eindringt, oder er lässt zumindest schweigend anderen Menschen Raum für die weitere Entwicklung ihrer Gedanken
Etwas Derartiges ist jedoch einem großen Teil der Menschen völlig fremd, da sich besonders in den letzten Jahrzehnten auf der Erde die seltsame Anmaßung verbreitet hat, dass jeder alles verstehe und daher von jedermann schnell über alles und jedes geurteilt werden könne
Besonders das Urteilen über andere Menschen ist zu einer willkommenen Art der Unterhaltung unter jenen geworden, die sich von diesem gefährlichen Strom haben mitreißen lassen
Leider ist dies noch immer der Zustand der gegenwärtigen Menschheit, der noch eine Zeit lang andauern wird, bis sich die große Wandlung durch die geistige Erleuchtung der Menschheit erfüllt
Es wird noch einige Zeit dauern, bis sich alles zu einer geistigeren Wahrnehmung des Lebens wandelt
Vorerst sind die Menschen größtenteils Vasallen des Materialismus, ohne es zu wissen
So begegnen wir auch heute in der Regel den Äußerungen des Verstandes überall dort, wo sich die Möglichkeit bietet, zu beweisen, ob im Menschen mehr geistige Lebendigkeit vorhanden ist oder nicht
Nur dort, wo höchste Beweglichkeit im Begreifen verbunden ist mit der Fähigkeit, sich über alles Stoffliche zu erheben, kann zumindest eine Ahnung von der wahren Größe des Göttlichen Schöpfungswerkes aufkommen
Dieses Göttliche Schöpfungswerk ist gerade durch seinen unstofflichen Teil unvergleichlich umfangreicher als jener Teil des Werkes der Nachschöpfung, der aus den Verdichtungen der Stofflichkeiten gebildet ist, welche in Wirklichkeit ihrer Größe nach nur ein nichtiger Anbau des ursprünglichen Werkes sind
Und gerade die allzu verstandesmäßigen Menschen bleiben in diesem Anbau stecken, der als eine Hilfsstufe für die Entwicklung des schwächsten Teils der geistigen Art, wozu eben der Menschengeist gehört, entstanden ist
Anstatt dass die Geistesfunken aus all ihren Kräften danach streben, sich höher über alles Stoffliche zu erheben, bleiben sie tief in der Materie gefangen
Dass dem so ist, beweisen sie durch ihre Denkweise beinahe in jedem Augenblick des Tages
Nicht nur, dass sie bei ihren Entscheidungen letztlich immer jene Handlungsweise bevorzugen, die dem Nutzen im irdischen Leben näher ist als der geistigen Heimat, die in diesem Augenblick für sie fern ist, sondern sie bestätigen das unzweifelhafte Zeichen des Gefangenseins im Stofflichen auch durch ein begrenztes Begreifen all dessen, was sich über der Materie mit ihren Ausdrucksformen der Gesetze der Schöpfung befindet
Diese Menschen kennen die Erscheinungsformen der Schöpfungsgesetze nur in ihrer materiellen Form, was bedeutet, dass sie deren ganz bestimmte, begrenzte Anwendung auf alles Übrige projizieren, also auch auf die Ebenen über dem materiellen Anbau des Werkes der Nachschöpfung
Das bedeutet jedoch ein völliges Unverständnis des Unterschiedes, der zwischen dem materiellen und dem geistigen Teil des Schöpfungswerkes herrscht
Dass hierbei notwendigerweise ein Unterschied bestehen muss, deutet schon die einfachste Tatsache an, die davon spricht, dass im Geistigen das ewige Bestehen des Menschengeistes ein völlig natürlicher Zustand ist, während unter materiellen Bedingungen so etwas nicht erfüllt werden kann
Schon dieser Vergleich des Geistigen und des Materiellen sollte zur Aufmerksamkeit führen, dass hier völlig unterschiedliche Erscheinungsformen der ansonsten stets gleichen Gesetze der Schöpfung herrschen werden
Aber gerade darin zeigt sich die Begrenztheit des Begreifens von Menschen, die sich ansonsten für geistig fortgeschritten halten
Sie vermögen sich mit ihrer Denkweise nicht höher zu erheben, um zu erkennen, dass das Geistige vom Materiellen völlig andersartig ist und dass sich dieser Unterschied daher im Ergebnis in allem zeigen wird, wo die Menschen versuchen, Gleiches zu finden
Gerade dieses verbissene Vergleichen muss dann zum Unverständnis von etwas führen, wie es die Möglichkeit der Mehrfachbewusstheit bereits vollkommen gereifter Menschengeister im Paradies ist
Die Menschen hier auf Erden stoßen mit ihrer Denkweise schnell an ihre Vorstellungen davon, wie so etwas möglich sein könnte, wenn sie es selbst nicht erkennen
Die Vorstellung, dass ein reifer Menschengeist mit seinem teilnehmenden Bewusstsein an mehreren Orten zur selben Zeit gegenwärtig sein kann, erscheint ihnen daher als etwas Unmögliches, da sie selbst so etwas hier in der Materie nicht zu fassen vermögen
Damit schieben sie die neue Erkenntnis schnell mit der Bezeichnung beiseite, dass dies unmöglich sei
Dabei könnte sie die Tatsache zu einem näheren Verständnis führen, dass auch hier auf der Erde der irdische Körper ein Nervensystem besitzt, das alle Teile des Körpers mit dem Gehirn verbindet
Das Gehirn, als durch die Strahlung des Geistes belebte Zentrale für alle Anweisungen, die auf die übrigen Teile des Körpers gerichtet sind, ist mit ihnen grobstofflich durch das Nervensystem verbunden, das den durch das Gehirn gehenden Willen des Geistes bis in die entferntesten Enden des Körpers verlängert
Durch das Nervensystem empfindet der Geist Wärme, Kälte, angenehme Berührungen sowie Schmerz auch an den Enden seines ganzen Körpers
Aber es gibt noch Näherliegendes, das zu den irdisch ähnlichen Erscheinungen jener unverstandenen Mehrfachbewusstheit der geistigen Art gehört
Dieses Näherliegende, das zum Verständnis führen könnte, besteht darin, dass der Geist durch das Gehirn und das Nervensystem alle Gliedmaßen gesondert beherrscht
Wenn wir davon ausgehen, dass der irdische Körper des Menschen gesund ist, so wird es nichts Besonderes sein, wenn dieser mit jeder Gliedmaße eine andere Bewegung ausführen kann
Im selben Augenblick wird die rechte Hand eine andere Arbeit verrichten als die linke Hand
Auch die Beine des Menschen werden dabei zur selben Zeit höchstwahrscheinlich andere selbstständige Bewegungen machen können, ohne dass dies gleichzeitig den Willen des Geistes gefährdet, der durch die eigene Fähigkeit des Gehirns bereits vorauseilt und alles Weitere berücksichtigt, was erst im materiellen Ausdruck des Körpers zur Geltung kommen wird
Der Körper ist zu diesem Zweck einer gewissen Selbstständigkeit der Gliedmaßen eben nur durch das Nervensystem zu einem Ganzen verbunden, das die für die Ausführung der Bewegungen notwendigen Impulse leitet
Warum also kann der Mensch nicht darüber nachdenken, dass das, was in der Materie zur Ausführung von Bewegungen und allen Sinneswahrnehmungen durch seine Impulse das körperliche Nervensystem sicherstellt, dass genau dies im Geistigen in die Fähigkeit des bewussten Handelns des Geistes durch die ausgehende Strahlenwirkung gelegt ist?
In den geistigen Ebenen entspricht gerade der Strahl dem, was wir im Irdischen in einem fernen Abglanz im Vibrieren des Nervensystems finden
In den geistigen Ebenen ist alles Notwendige immer in der Strahlenwirkung enthalten
Der Strahl führt das Wissen des Geistes an jene Orte, an denen er im gegebenen Augenblick für das volle Erleben gegenwärtig sein will
Wenn dann diese annähernde Erläuterung nicht zum Verständnis des Begriffs der geistigen Mehrfachbewusstheit in den lichten Höhen ausreicht, dann können wir auch noch über die Möglichkeiten der technischen Funkübertragung von Ton und Bild hier in der Materie nachdenken
Dank dieser Funkstrahlung kann der betreffende Mensch an einem Ende der Welt sein, während gleichzeitig seine Stimme und sein Bild über unermesslich wichtige Dinge auf der anderen Seite der Welt entscheiden können
Wollen jene Menschen, die sich für geistig halten und dennoch aufgrund ihres Unverständnisses das geistige mehrfachbewusste Wirken reifer Geister als etwas Unmögliches leugnen, etwa sagen, dass die irdische Welt hier in der Grobstofflichkeit mehr zu leisten vermag, als es in der einfachsten Art der Strahlenwirkung in den überirdischen Welten tausendfach möglich ist?
So etwas erfordert schon ein sehr verengtes Denken und Begreifen, wenn wir davon ausgehen, dass die höheren Welten in ihren Möglichkeiten immer weit über allen körperlichen und technischen Möglichkeiten der Menschen auf der Erde stehen
Wenn es für den Geist hier auf der Erde möglich ist, durch seinen Willen den irdischen Körper mit seinen Gliedmaßen über das Nervensystem zu beherrschen und unter Verwendung technischer Erfindungen wie Telefon oder Video über Kontinente hinweg auf andere Menschen mit Stimme und Bild fernzuwirken, dann ist es für einen lebendig denkenden Menschen umso leichter ersichtlich, dass in den geistigen Welten all diese Möglichkeiten um ein Vielfaches natürlicher durch die Strahlung des Geistes geschehen
Wenn der Geist reif wird und in den Bereichen der geistigen Heimat wirken darf, so entfalten sich bei ihm Fähigkeiten, die für ein immer breiteres Wirkungsfeld im erhabenen Dienst am Schöpfer als möglich gegeben sind
Und gerade zu den genannten Fähigkeiten gehört die Mehrfachbewusstheit, die von reifen Geistern als etwas Selbstverständliches auch dazu genutzt wird, sich in den materiellen Welten zu inkarnieren, und so ihre Entwicklung zu fördern.
Die führende Kraft zur Verwirklichung einer solchen Inkarnation ist eine aus dem Wunsch eines geistigen Bewohners des Paradieses entsprungene Teil-Strahlenwirkung
Der Strahl führt seinen Willen zur Erfüllung, damit ihm bei der Inkarnation ein so starker Grad an Empfindsamkeit zuteilwerden kann, wie es von den sich entwickelnden Geistesfunken erlebt wird, die dabei mit ihrer überbrückenden Strahlung mit ihrer ganzen Ausstrahlung mit dem irdischen Körper verbunden sind
Die sich entwickelnden Geistesfunken auf dem Weg ihrer Reifung benötigen zur Inkarnation ihre gesamte Strahlung, da ihnen noch jene Kraft fehlt, die sich bei einem gereiften Menschengeist findet, der als selbstbewusster Mensch die geistigen Welten erreicht hat
Darin liegt der Unterschied zwischen einem reifen Menschengeist und einem geistigen Funken in einem Menschen, der sich noch auf einer gewissen Reifestufe befindet.
Wie ein erwachsener Mensch viele Tätigkeiten gleichzeitig bewältigt, wobei sich seine Hände einer Arbeit widmen können, während seine Gedanken völlig selbstständig laufen, und ein kleines Kind sich ganz auf die Bewegungen seines Körperchens konzentriert, da es dieses noch nicht vollständig beherrscht, so verhält es sich auch im Falle der Entwicklung des menschlichen Geisteskeimes und des bereits fertigen, reifen Geistes, der alle Fähigkeiten, die er für sein Wirken erhalten hat, in sich entfaltet hat
Es ist also nichts Besonderes, wenn wir von der Mehrfachbewusstheit der im Paradies weilenden Menschengeister sprechen
Sie haben ganz natürlich solche Fähigkeiten entwickelt, von denen sich die Menschen auf der Erde nicht einmal eine richtige Vorstellung zu machen vermögen
Davon zu wissen, ist zumindest eine erste Grundlage, die immer von Nutzen ist
Dies deshalb, weil die Erkenntnis einer solchen Fähigkeit wie der Mehrfachbewusstheit auch hier auf der Erde zu dem Bestreben führen kann, seine Empfindsamkeit gegenüber anderen Menschen und allem Leben allumfassender zu entwickeln, mit dem Ziel, dass der Geist dann selbst die Wege bestimmt, auf denen er am meisten helfend sein kann
Dem Geist die Freiheit zu geben, sich in den Fähigkeiten, die er in sich birgt, zu entfalten, hilft jedem bei der Überwindung der Enge des bisherigen, vom Verstand beeinflussten Verständnisses der Zusammenhänge
Der Aufschwung des Geistes ist immer mit der Entfaltung vieler in ihm angelegter Fähigkeiten verbunden
Es hat also großen Sinn, über diese Dinge schon heute zu sprechen, da viele Menschen schon allein mit der Vorstellung ringen, dass überhaupt etwas Geistiges in ihnen ist und dass sie selbst nicht nur eine materielle Form des Lebens sind, wie es bei Materialisten allgemein verstanden wird
Es darf eine Hilfe sein auf dem neuen Weg, der eigentlich schon immer hier hätte sein sollen, denn der Menschengeist wird auf der Erde nicht nur für Erfahrungen mit den Erscheinungsformen der Schöpfungsgesetze in ihrer materiellen Form geboren, sondern insbesondere zur Entfaltung seiner inneren Gaben und Anlagen
Hierzu gehört alles Wichtige, wie eben auch die Fähigkeit der Wahrnehmung und Zusammenarbeit mit den wesenhaften Dienern, eine hohe Empfindungsfähigkeit durch Mehrfachbewusstheit, das Verstehen und Erlernen der Bewegung in Zeit und Raum mit den feineren Hüllen des Geistesfunkens und noch vieles mehr, was zu den Fähigkeiten der menschlich-geistigen Art gehört
Wenn all die Kraft, die von den Menschen nur materiellen Angelegenheiten gewidmet wird, mehr auch auf die Entwicklung der geistigen Fähigkeiten umgelenkt würde, dann würde die Welt der Menschen schnell große Veränderungen erfahren, denn es würden Zusammenhänge entdeckt, die schließlich sehr bei der äußeren Gestaltung des Lebens der Menschen auf der Erde helfen würden
Vieles würde sich schnell ändern, denn allmählich würden Erkenntnisse gewonnen, die die Nutzung der Kräfte, die sich um uns herum befinden und auf ihren Abruf warten, um auf völlig andere Weise hilfreich zu sein, als es das Ergebnis des bisherigen, vom Verstand beeinflussten Strebens der Menschen hervorbringt, völlig verändern würden
Die Gesetze der Schöpfung haben viele Erscheinungsformen, wiewohl sie immer streng von der uranfänglichen schöpferischen Wirkung der Gedanken des Göttlichen Willens ausgehen
Der Geist Gottes wirkt in vielen Gestalten auf der Grundlage der Andersartigkeit, die in den einzelnen Ebenen des Schöpfungswerkes enthalten ist
Dass etwas von den Erscheinungen der feineren Welten auch in die hiesige Ebene der Grobstofflichkeit durchdringen kann, bezeugen die hier und da unter den Menschen sich zeigenden erlebten Wunder
Wunder sind niemals eine Leugnung der Gesetze der Schöpfung, sondern sie sind nur eine andere Erscheinungsform ihres Wirkens
Entweder handelt es sich um eine nie dagewesene Beschleunigung von Vorgängen, die ansonsten sehr langsam ablaufen würden, oder es kann sich um das Anknüpfen von Fäden handeln, die von den wesenhaften Webern des Schicksals neu in den Weg des Menschengeistes gewoben werden, damit er darin die Gnadenfülle der göttlichen Hilfe erkenne, entsprechend dem, wie sich sein Geist in seinem Vertrauen dem Geiste Gottes geöffnet hat
Oft sind darin sogar mehrere Geschehnisse auf einmal verbunden, und dadurch darf sich schließlich ein Geschehen erfüllen, das das menschliche Begreifen ein Wunder nennt
Es ist jedoch nichts Besonderes, denn wenn die Menschen die rechten Wege gingen, so kämen täglich Wunder in ihr Leben
Damit würden sie sich jedoch nur ein klein wenig dem Grad des dauerhaften Erlebens von Glückseligkeit annähern, der jenen Geistern eigen ist, die ihre Entwicklung vollendet haben und aus diesem materiellen Anbau des Werkes der Nachschöpfung in die Sphären der ursprünglichen Schöpfung aufsteigen durften
Die Erkenntnis, dass im Menschen Fähigkeiten bis hin zu wundersamer Art schlummern, sollte eine Ermutigung zu einer großen Wandlung in der gesamten Beschaffenheit des Empfindens und Denkens der Menschen sein
Jedes inbrünstige Streben danach ist bereits ein Gewinn für den Menschen, denn nicht nur er selbst verändert sich, sondern immer dringt von seinem Bemühen aus eine Strahlung in die Umgebung, die wohltuende Harmonie und friedenbringende Strahlung bringen kann und die selbsttätig immer auch andere Menschen zum Aufstieg ermutigt, die sich dadurch in gleicher Weise segensreich beeinflussen lassen
Die schöpferische Kraft der Strahlung kann schnell die ganze Welt zum Besseren verändern, wenn die Menschen beginnen, sich ernsthaft mit den Dingen zu befassen, die bisher unbewegt in ihrem Inneren brachlagen
Das Bewusstsein, dass jeder durch die Arbeit an sich selbst in der Entfaltung seiner Fähigkeiten selbsttätig zur Verbesserung und Veredelung der Bedingungen auf der ganzen Erde beitragen kann, sollte ein unermesslicher Ansporn sein, damit jeder darin kundigere Mensch mutig an die Arbeit geht
Die Bewegung seines Geistes wird Bewegung in seine Umgebung bringen
So ist das Gesetz, das dauerhaft in seiner neutralen Wirkung in allem arbeitet
Bisher wurde dies von den Menschen in ihrer Erstarrung eher zum Schaden allen Lebens auf der Erde genutzt
Nun aber kann es sich schnell wenden und dieser Welt neue Aussichten des menschlichen Seins bringen
Die Kenntnis der Fähigkeiten des Geistes kann dabei jedem, der sich ernsthaft damit befasst, eine wichtige Hilfe sein
Mögen sich möglichst viele solcher Menschen finden, die dies verstehen und es sich zu eigen machen, um ihre bisherige Lebensrichtung grundlegend zu ändern
Es ist höchste Zeit, dass die Menschen beginnen, sich ernsthaft mit all dem zu befassen, was sie zu geistigen Bewohnern des Schöpfungswerkes macht
Die große geistige Erleuchtung ruft zu jedem Menschen, dass er erwachen und ganz bewusst seinen Aufstieg beginnen möge
Der Segen der Hilfen Gottes wartet auf all jene, die damit in kühnem Bemühen schon jetzt beginnen
Übersetzung aus dem Tschechischen
DER WEG DES GRALES- ERGÄNZENDE TEXTE – 14. Juli 2025
OZVĚNY Z DUCHOVNÍHO DOMOVA – ČÁST VI
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