SCHWINGEN IN DER GÖTTLICHEN REINHEIT

Ohne das Erleben kindlich-schlichter Reinheit vermag der Menschengeist nicht zu den lichten Gefilden der geistigen Heimat emporzusteigen.

In diesem Erleben ist auch alles enthalten, wonach viele Menschen tief in ihrem Innern sehnlichst verlangen.

Das Erleben einer Freude, die das Innere des Menschen mit Frieden erfüllt.

Gerade das ungetrübte Erleben der Freude ist stets mit Reinheit verbunden.

So ist Reinheit die Voraussetzung, um den höchsten Zustand des Seins zu erreichen.

Nur durch das Sich-Einstimmen auf kindliche Reinheit vermag sich der Erdenmensch auch aus den Banden der Verstandesschlauheit zu lösen, die heute alles auf der Erde durchdringt. 

Gelingt ihm dies, dann versteht er die Worte Christi: „Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“

Weit entrückt bleibt alles überspannte Denken, in dem die Erdenmenschen schon von frühesten Jahren an geschult werden, um dem Druck der Umgebung vermeintlich standzuhalten und unter den Verstandesmenschen ihren Platz zu behaupten.

Zu solchem Denken werden die Kinder von der Mehrzahl der heutigen Eltern erzogen.

Doch es sind Fesseln, die den menschlichen Geist niederhalten.

Der Geist bleibt in den Grenzen der Stofflichkeit gefangen.

Wer erkennt, daß für das wahre Glück nichts davon vonnöten ist, befindet sich auf dem besten Wege zur Erkenntnis des göttlichen Schöpfungswerkes mit all seinen Gesetzmäßigkeiten, die so gänzlich andere sind als die Gesetze, nach denen sich die heutige Menschenwelt richtet.

Für jeden ist dieses Erleben eine Befreiung.

Und doch sträuben sich die Erdenmenschen gegen diese selige Art der Einstimmung und scheuen sich, auch nur andeutungsweise ihre Kindlichkeit zu offenbaren, die doch dem Menschengeiste der unmittelbarste Weg zur Verbindung mit der göttlichen Reinheit ist.

Viele fliehen so weit wie möglich vor der göttlichen Reinheit, die sie herausfordert durch das unbeugsame Verlangen nach lichter Klarheit aller menschlichen Wünsche, die im Innern geboren werden und sodann als erhebende und erquickende Gedanken den Menschen umgeben.

Die meisten solcher Menschen geben damit zu erkennen, daß ihr Inneres nicht hinreichend geklärt und rein ist, um vor dem allsehenden Blicke des Schöpfers zu bestehen.

Anstatt den Mut aufzubringen, dies zu ändern und über jedes unreine Wollen in sich selbst zu siegen, ergreifen die meisten von ihnen die Flucht.

Damit erschweren sie ihren Pfad zur geistigen Befreiung und hemmen ihren Aufstieg zur geistigen Heimat vielleicht für lange Zeit gänzlich.

Dabei ist die Klarheit des Inneren die Grundlage eines ruhigen Gewissens, welches dann die arglose Freude in sich trägt, Gottes Weisheit und Liebe in jedem Augenblick der Gegenwart wahrzunehmen.  

Heilmittel für alle Schmerzen und Krankheiten im Menschensein ist gerade die Reinheit des menschlichen Innern.

Reines Wahrnehmen schärft das Empfinden, das Böse zu erkennen, lange ehe es sich in sichtbaren Formen offenbart.

Daher gründet die wache Wahrnehmung alles Schlechten in der Menschenwelt in der klaren Reinheit des Empfindens.

Mit Reife gepaart, weist es mit Gewißheit den Weg durchs Leben, wie sehr sich auch die äußere Welt von heute dem höchsten Zustande des Wahnsinns zu nähern scheint.

Die Königin im Wahrnehmen der Göttlichen Reinheit ist seit Anbeginn der Entwicklung der Menschheit das geistige Frauentum.

So war es schon bei der anfänglichen Formung der geistigen Keime der Menschen.

Das geistige Frauentum ist ein Gabe Gottes für das ganze Werk der Nachschöpfung, denn es hält bei rechter Einstimmung die Verbindung mit dem Geiste Gottes aufrecht und schenkt so allem Leben wahren Frieden und Ruhe.

Das geistige Frauentum trägt in sich einen Anteil der lichten Art des Wesenhaften aus der ersten Schöpfung und läßt dadurch jede Frau zu einer rechten Helferin bei allen großen Geschehnissen im Weltall werden.

Das stille Gebet einer Frau, die ganz im Einklange mit der göttlichen Reinheit schwingt, hat vor dem Blicke Gottes unvergleichlich höheren Wert als die flammenden Bekundungen ganzer Scharen von Männern.

Dies ist so, weil gerade durch den Anteil des Wesenhaften, der eine höhere Befähigung kindlicher Schlichtheit in sich birgt, der Frau, die in der Reinheit ihres Empfindens weilt, alle Tore hinauf zu den geistigen Höhen geöffnet werden.

Die von der Insel der Reinen Lilien strömende Strahlung neigt sich zu einer solchen Frau, um ihr Antlitz mit sanfter Ruhe und kühlend milder Besonnenheit zu umwehen.

Die von dorther fließende göttliche Reinheit dringt durch kindliche Schlichtheit in alle innerlich geöffneten Frauen ein, damit sie sich hernach für die übrige Menschenwelt im funkelnden Glanze ihrer Augen widerspiegele.

Durch den Blick einer reinen Frau strömt die meiste Stärkung und Hilfe in den Alltag dieser Welt.

Die Feier der Reinen Lilie bringt ein machtvoll vermehrtes Strömen der genannten Ausstrahlungen, die in jener Zeit alle Hallen der Gralsburg der Urschöpfung erfüllen.

Die Menschen sollten alle jene Frauen aufs höchste achten, die eine dauerhafte Verbindung mit der Göttlichen Reinheit aufrechterhalten.

Ebenso jene, die mit dem höchsten Einsatze all ihrer Kräfte und unter Überwindung aller Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellen, nach dieser Verbindung streben.

Diese Frauen sind Vorbilder für alles menschliche Sein auf Erden.

Denn einzig durch die Reinheit des Innern vermag die wahre göttliche Liebe einzuziehen, die das Urbild des erfüllten Seins des Menschengeistes ist.

Liebe birgt Heilung in sich für jede Verwundung menschlicher Seelen und Ermutigung für alles, was durch Ermatten geschwächt ist.

Und darum tragen die Frauen, die in ihrem Innern die Verbindung mit der göttlichen Reinheit besitzen, zugleich die besten Voraussetzungen für die Verbindung mit der göttlichen Liebe in sich.

Ihr Inneres schwebt über der Erde.

Dadurch bewahren sie die Weitsicht für all ihr Wahrnehmen.

Zugleich erkennt die gesteigerte innere Wachsamkeit klar, wo überall noch durch die verschiedenartigsten Formen und Gestalten der Grundsatz des Versuchers zur Erde durchsickert, mit dem Zersetzung und Zerstörung einhergehen.

Jede Lüge, jedes vorsätzlich gemischte Gift von Verleumdung und Hetze gegen den Nächsten, so sehr es heute als hochgepriesener Ausdruck der Redefreiheit gelten mag, webt notwendig Fäden, in denen die göttliche Reinheit und die göttliche Gerechtigkeit mit Unfehlbarkeit in jedem Augenblicke den wahren Keim menschlicher Wünsche erkennen.

Und Hand in Hand damit gehen heute Gericht und Vergeltung in den gewobenen Fäden zu allen Menschen.

Jeder unterliegt diesem Wirken, gleichgültig, ob er es weiß oder nicht.

Darum ist es so wichtig, daß unter den Menschen auf Erden möglichst viele innerlich wie äußerlich reine Frauen sind, die die neben ihnen wirkenden Männer auf Falschheit, Verstellung, Fanatismus und die ganze Verbrecherhaftigkeit des Verstandes hinzuweisen vermögen, ungeachtet dessen, daß sich dies alles heute zum Teil noch äußerlich in Formen scheinbaren Fortschritts und Aufstiegs in der Weisung des Weges zeigt, dem zu folgen die Menschen unter der bestehenden Herrschaft des Prinzips des Versuchers geradezu gedrängt werden.

Die Zeit des alles durchdringenden bösen Prinzips, dessen Ziel es ist zu schwächen, hinabzuziehen und zu zerstören, geht ihrem Ende entgegen.

Gerade darum gewährt die diesjährige Feier der Reinen Lilie Stärkung und Erquickung einem jeden, der sich in kindlicher Freude innerlich dem Zustrom des Lichtes aus den Höhen des Schöpfungswerkes öffnete, damit er selbst sich nun dauerhaft aus dem Einflusse der versucherischen Schlingen lösen könne, die von all denen gelegt werden, die ihnen selbst bereits verfallen sind.

Sich aus dem Kreislaufe des unlauteren Wollens zu lösen, ist jetzt Forderung der göttlichen Allweisheit für den weiteren Aufstieg der Einzelnen wie der ganzen Menschheit.

Dazu wird nun an der kommenden Feier eine höchst gesegnete Welle fließen, die in sich das funkelnde Schwingen der Göttlichen Reinheit trägt.

Das aus den Höhen sich nahende Licht bringt zuallererst allem Frauentum Ermunterung.

Die irdische Frau ist noch vor dem Manne die erste Empfängerin der genannten Ströme, damit sie sie in ihren Geist einlasse und mit ihrem Empfinden höher emporsteige als die heutige Gedankenwelt.

Sie sollen in ihr ein Höchstmaß an Wachsamkeit wecken, damit sie das Gute vom Bösen, das Reine vom Unreinen und die Wahrheit von der Lüge unterscheiden vermag.

Mit Gewißheit soll sie alles edle Handeln von rohen Taten unterscheiden.

Als erste vermag die Frau leicht zu erkennen, was dem Lichte dient und was im Gegenteil das Licht mit seiner Niedrigkeit angreift.

Selbstverständlich vermögen Männer solches ebenfalls mit ihrem Empfinden zu erkennen, sofern sie es nur erkennen wollen.

Edles von Niedrigem zu scheiden, ist jederzeit und einem jeden möglich, wenn er nur die Kraft seines Empfindens dazu aufwendet.

Es zu erkennen ist in Wahrheit leicht.

Niedrigkeit bekundet sich nicht nur in Taten, sondern auch in Worten und somit in der Rede der Menschen.

Wer unflätige Schmähungen gegen den Nächsten gebraucht in dem Bestreben, dessen Wert in den Augen anderer zu erschüttern, der ist kein guter Mensch.

Dies läßt sich in jedem Augenblicke rasch und klar erkennen.

Einerlei, wo sich eine solche Niedrigkeit zeigt, sei es in der größten irdischen Unsauberkeit und Not, in der Alltäglichkeit des Arbeitstages, in der Familie oder auf den höchsten Stufen des luxuriösesten grobstofflichen Wohlstandes.

Wer mit seinen Worten den Nächsten schmäht, beleidigt und besudelt, wie sehr er auch meinen mag, dazu auf Grund der bei den Menschen eingebürgerten Vorstellung von Redefreiheit berechtigt zu sein, der legt ein deutliches Zeugnis ab von seiner eigenen Niedrigkeit und seinem geistigen Verfalle.

Dies alles ist in der menschlichen Gesellschaft noch heute ein Nachhall des verhängnisvollen Prinzips des gefallenen Erzengels, der den Menschen ursprünglich freundlich helfen und sie auf ihrem Entwicklungswege stützen sollte.

Die Zeit seines Einflusses aber neigt sich dem Ende zu, auch wenn viele es nicht ahnen.

Die Feier der Reinen Lilie schenkt nun Gelegenheit für alle, die sich dank der sieghaften Kraft des Stromes erhellender Erquickung ganz aus dem Einflusse des Prinzips der Versuchung lösen wollen.

Gerade die diesjährige Feier der göttlichen Reinheit wird viele große Veränderungen bringen, die sich nach und nach sichtbar in der ganzen Menschenwelt offenbaren werden.

Diese Veränderungen werden schon bald sichtbar in Erscheinung treten.

Der Zustrom der Reinheit bringt Klärung in alles Wahrnehmen, ein Erwachen und damit die Erkenntnis dessen, was alles falsch ist und so geistige wie irdische Krankheiten und Schmerzen verursacht.

Trotz aller Verwirrung werden die Menschen klar zu erkennen vermögen, was im Einklange mit der göttlichen Allweisheit ist und was nicht.

Es wird die höchste Gelegenheit sein, alles Unrechte zu verlassen und den mutigen Weg geistiger Erleuchtung zu beschreiten.

Viele Erdenfrauen, in denen die innere Empfänglichkeit erwacht, werden darin beispielhafte Helferinnen für alle noch Zögernden sein können.

In gütiger Führung kann vielen Suchenden der Weg gewiesen werden, die aus sich heraus noch nicht zu erkennen vermögen, auf welchen Pfaden edle Haltung und kindlich reine Freude zu erreichen sind.

Darum ist es so wichtig, daß sich in diesem Sinne das irdische Frauentum mit den Eingebungen verbinde, die sich jetzt aus den Höhen zu dieser Erde neigen.

Göttliche Reinheit und Liebe wachen über der Menschheit und entsenden an jedem Tage unzählbare Scharen von Helfern, die sich zu den einzelnen Menschen neigen, um sie zu wecken und auf ihrem Weg höher zu führen.

Zur geistigen Heimat.

In kindlich reiner Offenheit ist es möglich, sich mit ihnen zu verbinden.

Die Feier der Reinen Lilie hat hierfür nun die Tore weit geöffnet für einen jeden, der mit inniger Sehnsucht kommt, mutig Stufe um Stufe der Reife und Weisheit hinauf zum Lichte zu steigen.


Übersetzung aus dem Tschechischen

DER WEG DES GRALS – ERGÄNZENDE TEXTE – 8. September 2025

ZACHVÍVÁNÍ SE V ČISTOTĚ BOŽÍ

https://www.cesta-gralu.cz/zachvivani-se-v-cistote-bozi/

Rose

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