Kreise der Friedfertigen – Sieg in der Zeit des Herbstes

So wie sich in der frühen Dämmerung des Herbstes kalte Nebel über die Erde legen, so fallen auch dunkle Schatten der Hoffnungslosigkeit auf die Gedanken vieler Menschen, hervorgerufen von denen, die andere durch Angst beherrschen wollen

Es sind zumeist Fanatiker, Habgierige, Verleumder und Klatschmäuler, Sensationslüsterne, Tyrannen und sonstige geistig Verwirrte, die immer wieder beweisen, dass sie nicht einen einzigen Funken echten menschlichen Gewissens in sich tragen

Und leider wird es ihnen jetzt gelingen, ganze Scharen in Angst und Schrecken zu versetzen im Hinblick auf die kommenden Wochen und Monate, vielleicht sogar Jahre, die nun vor den Menschen auf Erden liegen

Viele werden durch sie den Glauben daran verlieren, dass es einen Ausweg aus ihrer Not gibt

Zugleich werden viele in einen wütenden Widerstand gedrängt, der sich ähnlich wie bei einem in die Enge getriebenen Tier äußern wird

Also wird dieser Herbst für einen beträchtlichen Teil der Menschheit wahrhaftig die Berührung einer kalten, nebelverhangenen Finsternis in ihre Gedanken tragen

Dies wird aber nur deshalb geschehen, weil die Verankerung dieses großen Teiles der Menschen nicht im Lichte ist, sondern mit aller Kraft an irdischen Stützen hängt, die aber unter den Erschütterungen äußerer Ereignisse oft rasch zusammenbrechen

Die vorgebliche Beständigkeit und Geschlossenheit der bisherigen Welt wird ins Wanken geraten und keine Kraft mehr finden, sich abermals zu erheben

Dies wird viele Menschen in einen Zustand der Unsicherheit versetzen, da sie die Gewissheiten verlieren, die ihnen die heutige Welt bietet – Gewissheiten, die lediglich auf den begrenzten Vorstellungen der Menschen über die Ordnung des irdischen Lebens beruhen und keine Verankerung in den Urgesetzen der Schöpfung haben

Viele Menschen stützen ihr inneres Vertrauen nicht auf die Erkenntnis der göttlichen Weisheit, und daher wird ihre Welt nach und nach zusammenbrechen, denn all jene, die ihren Alltag lenken und denen sie bisher vertraut haben, werden nun verschwinden und sie in den wichtigsten Momenten dem Schicksal überlassen

So ist es immer dann, wenn von menschlichen Fähigkeiten erwartet wird, was nur die göttliche Allweisheit vermitteln kann

Nur die Allweisheit Gottes kann dem menschlichen Geist wahre Hilfe vermitteln

Doch die Menschheit lehnte das Göttliche ab und erhob den Verstand zum Herrscher, um dann jenen ihr innerstes Vertrauen zu schenken, die sich in seinem Gebrauch zu Meistern und Führern aufschwangen

Der Verstand jedoch wird im wichtigsten Punkt der Prüfung versagen und alle seine Bewunderer hilflos zurücklassen

Sein in Jahrtausenden errichteter Thron wird einstürzen und aufhören zu existieren

Er wird sich als Irrweg erweisen, der genau dort endet, wo die ernstesten Fragen nach dem Sinn des menschlichen Lebens beantwortet werden müssen

Der Verstand stößt an seine Grenzen, wenn Hilfe an Orten gesucht wird, die sich dem irdischen Blick entziehen

Dies wird zur Folge haben, dass in der bisherigen, durch den Verstand festgelegten Richtung keine Hoffnung auf eine Wendung zum Besseren mehr erwartet werden kann

Sehr viele Menschen werden dies als Vertrauensbruch empfinden und in eine Stimmung verfallen, die neben der Verlassenheit auch die Überzeugung mit sich bringt, dass es überhaupt nichts gibt, was ihnen Zuversicht und Trost geben könnte

Dabei müsste es nicht so sein, denn für den menschlichen Geist ist es das Einfachste, sich in seinem Inneren vertrauensvoll in die Arme der göttlichen Gnade zu legen, damit ihm aus diesen Armen die Kraft zufließt, alles geistig und auch irdisch zu einem guten Ende zu führen

Zu diesem Zustand innigen Sichhineingebens in die göttliche Gnade bedarf es jedoch der Rückkehr des Erdenmenschen zu seinem geistigen Ursprung und des mutvollen Durchdringens seines Inneren durch die Zweifel seines Verstandes

Er muss sich seinen Weg durch die Widerstände erkämpfen, die ihm gerade heute noch der dem begrenzten, materiellen Weltbild entsprungene Verstand in seinem Misstrauen gegenüber der göttlichen Allweisheit in den Weg legt

Die Beobachtung des Menschen heute in fast allem, was ihn umgibt, führt auf den ersten Blick zu dem Eindruck, dass nichts unter göttlichem Schutz steht und dass gerade die guten Menschen am häufigsten Schmerz, Leid und Kummer ernten

Das ist aber nur eine begrenzte, vom Verstande verzerrte Beobachtung, um Misstrauen zu erwecken, denn der Verstand, oder vielmehr das durch diesen wirkende Dunkel, kämpft auf diese Weise gegen das Erwachen des geistigen Inneren im Menschen

Der Verstand bringt zersetzende Gedankenformen hervor, die den Geist beunruhigen und ihn allmählich zur Verschlossenheit und Ablehnung alles Höheren führen sollen, denn in den scheinbaren Beweisen des Verstandes erscheint dieses Höhere als nicht vorhanden oder zumindest als nicht helfend, wo es notwendig wäre

Fast jeder kennt die vielen Redewendungen von Menschen, die den Eindruck erwecken wollen, dass sie ernsthaft über etwas nachdenken

Jeder kennt die Redensart: „Wie kann Gott dies oder jenes zulassen, was jetzt auf Erden geschieht?“

Doch keiner, der solche und ähnliche Einwände erhebt, um den Glauben an Gottes Beistand zu schwächen, vermag seinen Standpunkt auf die Gewissheit von Gott und seinen im Schöpfungswerk waltenden Dienern zu gründen, also auf das Erkennen tieferer Zusammenhänge und die daraus erwachsende Überzeugung, welche erst die Voraussetzung des Geistes für die Hingabe an das Vertrauen in Gottes Gnade ist

Keiner der Widersacher Gottes kann sagen, dass er zunächst Gottes Willen richtig verstanden, sich daran gehalten habe und dieser ihn dann, wie es unter Menschen geschieht, verraten hätte

Das kann auch der größte Gottesgegner nicht sagen, denn sich wirklich und richtig mit dem Schöpfer und Seinem Willen im Schöpfungswerk zu befassen, ist etwas ganz anderes, als sich diese Menschen vorstellen

Meist fehlt ihnen von vornherein der Wille, sich mit diesen Dingen sachlich und konsequent auseinanderzusetzen

Solche Menschen beweisen nur, dass sie in Wirklichkeit nie etwas erkennen wollten, sondern nur oberflächlich ihre Gedanken äußern, die auf einem beschränkten Weltbild beruhen

Menschen, die das Vertrauen auf Gott und seine Hilfe für sich und andere untergraben, haben in Wirklichkeit nie versucht, die Wahrheit über die Gesetze der Schöpfung zu verstehen, und jonglieren daher nur mit zufälligen Begriffen, die groß erscheinen

Tatsächlich offenbart sich darin die Leere ihrer eigenen Gedanken, denen es an der notwendigen Aufrichtigkeit mangelt, um die Welt zu begreifen, in der sie selbst zweifellos leben müssen und die einzig durch das Wirken der wesenhaften Diener entstand, die in Treue innerhalb der Gesetze des göttlichen Willens im Schöpfungswerk wirken

Wer den Willen zum Erkennen hat, der dringt immer tiefer ein, und dann gehen ihm die Augen auf für das wahre Geschehen um ihn her

Nur wer die volle Erkenntnis der Wahrheit über das Wirken der Schöpfungsgesetze gefunden hat, nur wer die Mühe auf sich genommen hat, den Zusammenhang der Geschehnisse, die sich aus dem Wirken der hohen wesenhaften Diener im Werke der Nachschöpfung ergeben, selbständig zu erfassen, kann nun richtig erkennen, warum dies oder jenes geschieht

Der Geist, der auch im stürmischsten Geschehen Ruhe und Harmonie in sich tragen will, bedarf der Kenntnis der Schöpfungsgesetze und bedarf auch der beständigen Klarheit in sich, die aus dem lebendigen Wissen um das, worauf es dem Menschengeiste wirklich ankommt, aus dem Wissen um seinen geistigen Weg erwächst

Ohne Kenntnis des Schöpfungswerkes, ohne Kenntnis der Schöpfungsgesetze und auch ohne Kenntnis des Weges, der für jeden Menschengeist von hier, von diesen fernen Ebenen der Stofflichkeit, bis zur geistigen Heimat bereitet ist, kann kein wahres Vertrauen im Menschen wohnen, denn dieses kommt nur aus der Überzeugung von den vollendet wirkenden Gesetzen des göttlichen Willens in der Schöpfung

Auch ein nur äußerlich gelerntes, nicht lebendig aufgenommenes Wissen von alledem genügt nicht, um die Überzeugung von der göttlichen Hilfe um den Menschen herbeizuführen

Ist es nicht wahrhaft zum lebendigen Erleben des Geistes geworden, der seinen Weg in lichten und klaren Fäden des eigenen Wollens vor dem inneren Auge erschaut, so ist der Mensch allzeit leicht zu verunsichern durch das verstandesmäßige Untergraben des Vertrauens in das Licht und seinen Beistand

Einzig derjenige, der mit klarem Blick seinen Lebensweg beschreitet und nur das Edelste und Reinste in seinem Wollen entfaltet, kann erleben, wie sein weiteres Dasein fest vom Licht umfangen wird.

Diese klare Ausrichtung wird in ihm verweilen, da seine reinen Gedanken bereits im Einklang mit dem neuen Weltbild stehen

Er befindet sich bereits in einer neuen Art der Wahrnehmung, in der die Welt der Materie ein Teil des großen Weges des Geistes geworden ist, und in der die Erschütterungen in dieser stofflichen Daseinsebene für ihn zwar Erlebnis und Erfahrung sind, ihn aber nicht über das Maß der Belastbarkeit seines Geistes hinaus in Furcht und Schrecken versetzen

Alles also, was sich jetzt noch als ein Wirken der Finsternis erweisen wird, das die Menschen erschüttern und durch Erzeugung von Furcht zu unüberlegten Handlungen verleiten will, soll von den wissenden Menschen als bestes Lehrmaterial für ihren Geist benutzt werden

Gerade in allem, was unter den Menschen wirken wird und womit die Menschen argumentieren werden, um immer größere Unsicherheit und Furcht zu erzeugen, soll von den wissenden Menschen zur beschleunigten Reifung ihres Geistes benutzt werden, damit sie mitschwingen können in dem großen Wirken des Lichtes, das sich über die Erde ausbreitet

Je mehr alles erbebt unter dem Geschrei der Verwirrten und der Phantasten, die die Seelen der Einzelnen und der Völker zu verwirren suchen, desto mehr dient gerade dies der Erkenntnis der wahren Wirkungen der Schöpfungsgesetze, die nur das ausdrücken, was aus dem freien Willen der Menschen entstanden ist und nur durch ihre völlige Unkenntnis dieser Gesetze zerstörend wirkt

Jede neue Erkenntnis, die in lebendigem Erfassen in den Geist eindringt, wird ihn dann noch mehr in der Überzeugung bestärken, dass wir uns in der Zeit des sich zuspitzenden göttlichen Gerichtes befinden

Dies alles aber soll Trost bringen, nicht Furcht und Schrecken, denn das göttliche Gericht bringt nur den beschleunigten gerechten Ausgleich von allem, was aus dem Wollen der Menschen entstanden ist und entsteht

Steht also der Geist richtig und im Vertrauen auf die göttlichen Gesetze, wirkt er nur rein und harmonisch, so muss ihm dies eine Erhebung seines Inneren bringen, es muss ihn nur der lichten Heimat in den geistigen Ebenen noch näher bringen

Was auf dem Wege dieser Annäherung an die lichte Heimat und besonders hier auf Erden geschieht, ist nur ein Teilgeschehen, das mit dem Scheiden aus diesem Erdensein vergehen wird

Darum ist hier nicht Furcht und Schrecken am Platze, sondern nur ein innig erlebtes Vertrauen in die göttliche Gnade, die sich jedem Menschen nähern kann, der in der erkennenden Glut seines lichten Geistes ein reines und gerechtes Leben führt

Das ist die Grundlage für die immer deutlicher werdende Überzeugung im Vertrauen auf Gott und seine treuen Diener, die wesenhaften Diener in Walhall, die die Erfüllung der Schöpfungsgesetze an allen Stellen im Werke der Nachschöpfung herbeiführen

Diese erhabenen Diener führen alle Fäden zum Menschen, so dass nur das in sein Leben gelangt, was er wirklich verdient

Man kann also sagen, dass jener, der mit all seiner Kraft an sich selbst arbeitet und sich reinigt, durch dieselbe Kraft geschützt wird, die für seine Mitmenschen den Zusammenbruch ihrer bisherigen Welt bedeutet

Die Kreise der Friedfertigen sollen das Vertrauen in die göttliche Hilfe und den göttlichen Schutz in sich tragen, der über allen stehen kann, die in ihrer Lebensweise rein sind

Parzivals Strahl wird Bewegung und Veränderung in ihr Leben bringen

Dies alles aber nur zur Förderung des Geistes, zur Belebung neuer innerer Kräfte des Menschen, nicht um einen solchen Menschen schmerzlich zu treffen, sondern damit sein Geist im freudigen Erleben der Nähe des Lichtes zu höchster Leuchtkraft erstrahle

Mögen daher die kommenden Tage nur Ausblicke bringen auf Fortschritte im Erkennen der wunderbar wirkenden Gesetze im Geschehen hier auf Erden

Möge jeder Augenblick davon in der richtigen Stimmung genutzt werden, erfüllt von Mut und schöpferischer Kraft, die nach Wegen sucht, all denen zu helfen, die erwachen und Antworten suchen auf die vielen Fragen, die in ihnen aufsteigen

Alles Kommende soll mit der Zuversicht erwartet werden, dass die erhabenen wesenhaften Diener, die unerschütterlich in der Erfüllung der göttlichen Gesetze wirken, jedem reinen Menschen viele Hilfen zum Nutzen in seinem Vorwärtsschreiten bringen

Den Sieg über alle Trübsal und Angst bringt der klare Blick auf die göttlichen Gesetze und ihr Wirken, das sich unaufhörlich vollzieht und jedem Geist, der sich in dieser Nachschöpfung befindet, Hilfe bietet

Die Kreise der Friedfertigen sollen sich rüsten für den siegreichen, klaren Glanz in ihrem Innern, damit die Kraft ihrer Überzeugung weit ausstrahlt in die nebligen Tage und Nächte des Herbstes

Mit diesem Schein können sie noch manchen Müden, von Angst und Hoffnungslosigkeit Niedergedrückten aufwecken und ihm neues Vertrauen auf einen Ausweg in allen Dingen, die zum menschlichen Leben gehören, schenken

Nach den Wolken geht die Sonne wieder auf

Der Sieg der Wenigen, in ihrer inneren Hingabe an das lichte Weben, kann den Sieg für ganze Scharen bringen

Wo reines Vertrauen in die göttliche Gnade ist, wo der Glaube an das gerechte Weben alles Geschehens wohnt, da kann auch in der Zeit der tiefsten Finsternis das Licht wohnen

In seinem Inneren soll der wissende Mensch sich im Gebet vertrauensvoll in die Arme der göttlichen Gnade legen können, die ihn nicht abweist, sondern aufnimmt, um in ihrer stärkenden Güte sein Gemüt zu kräftigen und auf eine Höhe zu heben, wo ihn kein Griff der Finsternis erreichen kann

Dann wird sich innere Freude und Friede in dem Geiste ausbreiten, der aus der Quelle des Lichtes getrunken hat, um erfrischt voranzuschreiten wie eine helle Flamme, die in der Weite der Dämmerung leuchtet

Alles um uns herum lebt und webt, und der Ausweg ist die reine Begeisterung, das harmonische Bemühen des Menschen, seinen Mitmenschen zu helfen, im vollen Erwachen seines Geistes, der zum Lichte, zu Gott strebt


Übersetzung aus dem Tschechischen

DER WEG DES GRALS – WEITERE TEXTE – 1. Oktober 2020

Kruhy Klidných – Vítězství v Čase Podzimu

https://www.cesta-gralu.cz/kruhy-klidnych-vitezstvi-v-case-podzimu/

Eine stilisierte weiße Rose mit Blättern, die in einem minimalistischen Design dargestellt ist, auf einem schwarzen Hintergrund.

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