Die Welt, durch das Licht überwunden

Das Licht überwindet die Widerstände und bringt der Erde heilende Erneuerung
Mit seiner Anziehungskraft wirkt es auf alles Leben und hilft ihm, sich über den bestehenden Zustand zu erheben
Durch die Aufwärtsbewegung wird gleichzeitig die schwere Kruste der geistigen Unbeweglichkeit aufgelöst, die noch immer auf dieser Erde liegt
Das Licht überwindet all das, was bisher auf der Erde fortbestand und den Aufschwung des Geistes verhinderte
Das Erreichen des Sieges geschieht nicht, wie es sich die Menschen oft vorstellen, in einem Kampf, der von einer Seite zur anderen wogt, sondern es ist ein einziger Siegeszug einer Kraft göttlicher Art, die richtend und zugleich auch unmittelbar helfend überall dort ist, wo im Erleben der Wille zum Besseren geboren wird
So wirkt das Gesetz, das vom Lichte ausgeht, daß die in ihm enthaltene Gnade sich mit jenen Orten verbindet, an denen sich unter schwerem Erleben das Innere der Menschen für das Empfangen einer höheren Art der Reinheit und Güte geöffnet hat
Mit dem Vordringen des Lichts wird die Dunkelheit immer mehr verdrängt und in ihrer Wirksamkeit zurückgeschoben, sodass eine Verbindung zu ihr nur mit Menschen möglich ist, die sie gezielt durch unreine Neigungen aufsuchen, die sie noch zäh in sich halten, als etwas Niedriges und Falsches
Bei solchen Menschen steigert sich dann der Druck der Lichten Kraft und es droht ihnen immer mehr, daß er sich jederzeit entlädt, ähnlich wie wenn ein Blitz aus der Spannung einer Gewitterwolke zuckt
Der Schlag bringt einen Aufprall, in dem das Licht stets unerschütterlich siegreich ist
Doch trotz der Schläge, die es in den Erschütterung des Lebens der Menschen und auch der Natur bringt, wirkt das Licht richtend und heilend zugleich
Unter der Wucht dieser gezielten Schläge beginnt die erdrückende Mauer, welche die Menschheit vom Rest der Schöpfung isolierte, nun allmählich zu bröckeln
Wo die drückende Barriere der geistigen Unbeweglichkeit allmählich nachgibt, ergießt sich sogleich das Licht zur Hilfe, damit die Menschenseelen, die lange Zeit unter Finsternis und Kälte litten, endlich von den wärmenden Strahlen der Morgenröte umhüllt werden können
Der Sieg des Lichts in der Welt bringt immer mehr Orten auf der Erde Befreiung
Das Licht ruft Geschehnisse hervor, die zum Aufschwung führen, sofern nur der Boden im Menschen dafür bereitet ist und eine gleichartige Verankerung ermöglicht
Ein solcher Ort, also der bereitete Boden, ist jeder lichtere Gedanke, jede glühende Sehnsucht nach freudigem Verbinden mit anderen Menschen zum Zwecke der Gestaltung eines harmonischen Lebens auf der Erde
Alles, was als Grundlage ein reines Streben zum Guten in sich trägt, wird gestärkt, damit es zu voller Blüte gelangen kann; dieses Leben strebt dann immer inniger aufwärts zum geistigen Erwachen und damit zu Gott
Überwunden und endgültig besiegt wird so einzig das Dunkel in seinem bösen Prinzip und damit auch alles, was aus diesem Prinzip geboren wurde und jetzt noch geboren wird
Wie bleierner Morast und dichter Nebel liegt das Dunkel einstweilen noch auf dieser Erde
Doch allmählich wird durch die Wirkung des Lichtes die Finsternis gänzlich zersetzt werden
Nach dem ersten Aufprall werden die durch Gottes Willen entfesselten wesenhaften Diener mit ihrer Arbeit beginnen, um das Geschehen selbst zu vollenden und anschließend auch die letzten Teile des dunklen Prinzips von dieser Erde in die Tiefen der Zersetzung zu stürzen
Das Licht breitet sich vom Ausgangspunkt aller Welten, der Gralsburg, durch das gesamte Weltall aus.
Ähnlich dem Morgengrauen drängt es das Dunkel in immer tiefere Niederungen hinab
Noch hält sich in Erdnähe ein Band des Dunkels, das seine Kraft allein aus dem Wollen eines Teiles der Menschheit zieht
Doch auch diese Finsternis, die sich hartnäckig um die Erde legt, wird von der lichten Kraft zusammengepresst, sodass ihr immer weniger Raum zum Wirken bleibt
Unter den Strahlen des Lichtes winden sich die trügerischen Kreaturen und versuchen, noch im letzten Augenblick den Eindruck ihrer Oberherrschaft über die Menschheit zu erwecken
Das, was vom ursprünglichen Dunkel auf der Erde übrig blieb, versucht, mittels seiner über Jahrtausende ausgetretenen Pfade und mit Hilfe seiner versklavten Diener, in den Menschen Furcht, Sorgen und Hoffnungslosigkeit hervorzurufen, denn es weiß, dass der Mensch bei dieser Art von Gedanken am verwundbarsten ist und am meisten an seinem Vertrauen auf das Licht und die gute Entwicklung des Geschehens, das immer von Gott kommt, zweifelt
Und so wollen die zurückgebliebenen und noch immer umherschwirrenden Fetzen der Finsternis im letzten Augenblick noch den Eindruck erwecken, dass sich alles weiterhin in ihren Fängen befindet und das gut gemeinte Handeln vieler Menschen von ihnen zunichte gemacht wird
Diese Täuschung wirkt auf alle, die den Maßstab für Gut oder Böse nur in den irdisch sichtbaren Geschehnissen der Menschenwelt suchen
Hier ist das Dunkel am stärksten verankert und wirkt wie ein Schlafmittel auf alle, die ihm erliegen
Wer also, wie die meisten Menschen, seinen Blick nur auf das irdisch Sichtbare richtet, der nimmt die bevorstehende Entladung der letzten Kräfte des Dunkels auf den ersten Blick als eine Zunahme dessen Macht wahr
Es scheint, als würde die Finsternis alles umfassen, indem sie nach außen hin einen eindrucksvollen Anschein von Überlegenheit in der Gesellschaft erweckt
Es äußert sich dort, wo es bei den Menschen auf der Erde schon immer eine gute Verwurzelung hatte: rund um das Geld, in der Politik, in der Kriegsführung, aber auch in der Kultur, in den philosophischen Ansichten des materiellen Humanismus, in der Freigeistigkeit des Liberalismus und vielem anderem
Das ist jedoch nur hier, dicht bei der Erde, wo sich das grobstoffliche Leben entfaltet
Doch bereits eine Stufe über dieser grobstofflichen, irdischen Ebene erstrahlt das Licht in seiner ganzen befreienden Pracht
Es genügt also, wenn der Mensch sich nur wenig in der Sehnsucht nach innerem Erfassen von Wahrheit und Licht emporschwingt, und augenblicklich kann die starke Strahlkraft der befreienden Erkenntnis zu seinem Inneren strömen
Es besteht hierin demnach eine wesentliche Scheidelinie zwischen den Menschen
Wer in der Ausweglosigkeit verweilt, wer Kummer und Hoffnungslosigkeit erfährt, der bewegt sich stets im nebligen Gedankendunst der Unkenntnis, der sich allein nahe der Erde hält und vom Wirken des zurückgebliebenen Dunkels beherrscht wird
Nur ein wenig höher über diesem niederen Nebel erstrahlt jedoch bereits das Licht in voller Kraft, es bringt Erfrischung und durchwärmt mit seiner Güte alles zur Genesung und bringt jedem Geschöpf Ausblicke auf ein neues Leben
Dieses neue Leben stellt an jede Kreatur die Anforderung, sich zu entscheiden: „entweder oder“
Entweder zum Licht, zum Ausgangspunkt, wo Freude und wissende Erkenntnis flammen, oder das Verharren in der bestehenden Dunkelheit der Unwissenheit, wo sich der größte Teil der heutigen Menschheit bewegt, dabei verwirrten Insekten gleichend, die sinnlos Dingen nachjagen, die keine bleibenden Werte haben
Diese ernste Entscheidung, ob zu einem Menschen das Erleuchtung bringende Licht fließen kann, ist das Werk der inneren Regung der Empfindung jedes einzelnen Menschen
Für jeden Erdenmenschen gilt, dass er nun im Sieg des Lichtes erwachen und sich befreien darf – vorausgesetzt, er bringt dazu genügend innere Kraft auf
Es genügt, einen inneren Ruf zu empfinden, der aus einem lichteren Wollen, verbunden mit innerem Vertrauen und Mut, entspringt, und wie durch ein Wunder wird ein solcher Mensch über den Nebelstreifen emporgehoben, der die nächste Umgebung der Erde noch immer umgibt
Der Nebel um ihn herum, der ihn umgab und umschlang, weicht zurück, und sogleich leuchten ihm die ersten Strahlen der Hoffnung auf, die einen Ausweg für Tausende von Fragen seines geistigen Inneren bringen
Das ist keine Beschreibung voller dichterischer Übertreibungen und schwelgerischer Ausschmückungen, sondern die unverfälschte Wirklichkeit, die jeder beobachten kann, dem es gegeben ist, das aktuelle Geschehen in diesem Teil des Weltalls der Nachschöpfung mit dem inneren Auge zu betrachten
Es ist also nicht nur ein Bild von etwas, das ein innerer Vorgang im Menschen ist, sondern ein tatsächliches geistiges Geschehen, das sich nun im sich verstärkenden Strahl Parsifals über dieser Erde erfüllt
Das Licht ergreift diese Welt auf den feineren Ebenen des Geistes und der Seele und nähert sich zunehmend auch den dichteren stofflichen Hüllen, um sich schließlich auch auf der Ebene der Grobstofflichkeit in der Erdenwelt auszuwirken
Nun ist es der Kampf des Menschen auf der Ebene der inneren Wiedergeburt und des Erwachens des Vertrauens in Gottes Allweisheit
Stets ist es jedem Menschen auf der Erde möglich zu erwachen und in der Ahnung des kommenden Geschehens noch den Weg des aufrichtigen Strebens nach einem reinen, harmonischen Leben anzutreten
Es liegt an jedem einzelnen Menschen, wie er dies alles erlebt und versteht
Entweder schwingt er sich höher auf, um sich mit dem Zustrom des glücklichen, rettenden Lichtes zu verbinden, oder er versinkt in seiner Unbeweglichkeit in der unendlichen Finsternis der Unwissenheit und geistigen Blindheit
Wer in seinen Gedanken auf das Materielle und die damit verbundene Enge und Schwere fixiert bleibt, bleibt in der Begrenztheit seiner Anschauung gefangen und läuft Gefahr, dass das Licht nicht mehr mit ihm in Verbindung treten kann, um ihm die notwendige Stärkung zu geben, die jeder Mensch jetzt braucht
Auch wenn das Licht der Menschheit der Erde immer näher kommt, wenden sich viele Menschen noch immer von seinen lebensspendenden Strahlen ab
Diese Menschen verzweifeln und kommen sich vor, als seien sie hilflos verlassen allen Ränken der übelgesinnten Mitbürger ausgeliefert
Der Zustand, den sie erfahren, ist lediglich die natürliche Folge ihrer Unfähigkeit, sich aus dem Nebel ihrer zersplitterten Gedanken- und Empfindungswelt zu befreien, die sich mit unermüdlich haftender Schwere über die Erde gelegt hat
Wer also dauerhaft nur in die Beobachtung des Irdischen und all dessen, was damit verbunden ist, vertieft ist, der bleibt in der Nebelhülle gefangen, die noch vorübergehend der Finsternis angehört, die sich daran vergnügt, immer stärkere Formen der Angst und Hoffnungslosigkeit zu erschaffen
Derzeit ist dieser Nebel ein großer Tummelplatz für Furien und Dämonen, die die Menschen zu ihren Schwächen verleiten, in denen diese dann haltlos verharren – nur weil kein hellerer Strahl, der das erwachen bringt, zu ihnen vordringen kann
In vielen Menschen befindet sich nicht die nötige Gleichart mit dem Licht, und dadurch befinden sich diese im Zustand der Trennung vom helfenden Segen
Solchen Menschen bleibt der Zufluss lichtvoller Kraft versagt, und so verharren sie weiterhin im Bannkreis der Dunkelheit
Obwohl viele gar nicht so schlecht sind, werden sie durch ihre Lauheit dennoch Opfer der schlechten Einflüsse der Dunkelheit
Es bedürfte nur eines kraftvollen inneren Entschlusses in der sehnsuchtsvollen Hinwendung zu einem reinen, seelenvollen Leben – und sogleich würde die trübe Schicht vom hellen Strahl des Lichtes durchdrungen, der Hoffnung und Erlösung verheißt
In dieser Zeit gibt es keinen größeren Gegensatz als jenen, der beweist, wie das Licht zur Befreiung der geistig Erwachten wirkt und wie sich gleichzeitig das Finstere um jene zusammenzieht, die sich dem Licht widersetzen und sich vor ihm zu verbergen suchen
Das Licht indes überwindet die Welt und so dringt es schließlich auch in jene Verstecke ein, in denen die unglücklichen Menschenseelen den Moment ihrer Begegnung mit dem Lichte und der Wahrheit hinauszuzögern suchen
Trotz aller Bemühungen der durch Unreinheit beschmutzten Seelen, die eine Umkehrung der Entwicklung anstreben, in der bereits im Voraus die Befreiung auch der entferntesten Ebenen der Nachschöpfung enthalten ist, sendet Gottes Wille nun durch Parsifals Strahlung in alle Welten die Erleuchtung und die Befreiung all jener, die die Voraussetzung zur Besserung in sich tragen
Und nur die wahrhaft dunklen Seelen sind nun dem Räderwerk überantwortet, das sich unweigerlich in der Erfüllung des Göttlichen Gerichtes dreht, und für diese unglücklichen Geistfunken, die in ihrer Abkehr vom reinen Leben verworfen worden sind, erlischt bereits beinahe die Hoffnung auf ihr weiteres Sein
Allen übrigen jedoch bringt nun das Licht mit seiner alles überwältigenden Kraft die Läuterung, die über das schmerzliche Erleben, in dem im Menschen alles Unrichtige und Falsche verbrennen muß, in Göttlicher Liebe zugleich die Heilung der Wunden und bietet damit auch eine neue Aussicht auf dem Wege zur geistigen Heimat
Es braucht derjenige nicht um sein Bestehen zu fürchten, der den Mut zur Veränderung mit der inbrünstigen Sehnsucht in sich trägt, sein reines Streben zu erneuern, um ein wiedergeborener Mensch zu werden
In seinem Mut und in der Entschlossenheit, einen Schritt zum wahren, innerlich vollwertigen Leben zu tun, liegt bereits viel Erleichterung, denn in Parsifals Lichtstrahl ist zugleich auch der Strahl Marias – der Rose, die überall dorthin, wo sich in den Menschen Aufrichtigkeit in der Besserung befindet, nun Ströme heilender Strahlung der Liebe entsendet
So überwindet das Licht eine Stufe in der Nachschöpfung nach der anderen und bahnt den Weg einem neu erblühenden Leben, dessen Glanz und ermutigende Schwingung die Menschheit auf der Erde bereits völlig entwöhnt ist
Die Menschheit versinkt in dem, was sie sich selbst über Jahrtausende in der Welt der Gedankenformen wie auch in der grobstofflichen Welt um sich als Umgebung erschaffen hat, in der sie nun am Ende dieses Weges gezwungen ist zu leben
Das Wesenhafte mußte sich an vielen Orten von dieser Menschenwelt entfernen und wartete auf den Zustrom des Lichtes, das ihm den Weg zu einer neuen Wirksamkeit ebnen wird
Ohne dieses Licht hat auch das größte menschliche Streben nicht die Kraft, das zu verändern, was unter dem Einfluß des Prinzips der Versuchung und des finsteren Wollens auf dieser Erde erschaffen wurde
Wenn sie ohne Licht bliebe, würde die Menschheit es niemals vermögen, die Richtung der Entwicklung zum Besseren zu ändern, denn das, was von ihr erschaffen wurde, ist ihr vielfach über den Kopf gewachsen und droht sie zu vernichten, sowohl irdisch als auch geistig
Der siegreiche Vormarsch des Lichtes, der die Finsternis überwältigt, ist also auch eine Befreiung für jene Menschen, die sich nun in ihrer Unwissenheit anfangs gegen die Wirkungen des Lichtes sträuben werden, weil sie seiner Strahlkraft und Reinheit bereits vielfach entwöhnt sind
Ihr geistiges Gewand ist allzu grau, und unter dem Lichten Strahl tritt dieses Grau für alle sichtbar hervor
Viele Menschen befürchten deshalb, daß sie von heute auf morgen von ihren Nächsten anders wahrgenommen werden, als es ihrer bisherigen Stellung in der menschlichen Gesellschaft entspricht
Sie fürchten den Verlust ihrer irdischen Stellung und verschließen sich deshalb unbewusst dem Zustrom des lichtbringenden Strahls
Die Erleuchtung jedoch muss kommen
Es geschieht durch das Licht zum Wohle der gesamten irdischen Menschheit, trotz des kindischen Sträubens gegen den Druck, der damit einsetzt
In diesem Druck des Lichtes, der in der allmählichen Verstärkung des Parsifal-Strahles besteht, ist eine Kraft enthalten, die die Macht hat, alles Wesenhafte und Geistige zu befreien, das sich auf diesem kleinen Planeten befindet
Dadurch wird die Genesung in der bisher leidenden Welt der Natur eintreten, und diese Genesung wird dem Menschen auch seine Kräfte und Fähigkeiten zurückgeben, die er in seinem bisherigen seelischen wie körperlichen Dahinvegetieren verloren hat
Das Licht wird die verlorene Kraft erneuern, sodass Natur und Mensch zu einem neuen Leben erwachen, in dem dauerhafte Gesundheit und vor allem Fülle in jedem Augenblick des Lebens herrschen werden
Dies sollte also mit Freude begrüßt werden, und als Antwort auf all das Zuströmen des belebenden Segens in das Leben der Menschen sollte das Dankgebet an Gott gerichtet sein, dafür, daß Er einen Teil Seiner Strahlung in diese entfernten Teile Seines Werkes entsandt hat
Auch dies wird geschehen, und jene, die wirklich das neue Aufatmen ihres Inneren zum Erwachen und zur Befreiung der Kräfte ihres Geistes erleben, jene werden allmählich immer freudiger das Geschehen preisen, das sich nun in den feineren Ebenen über ihren Köpfen abspielt
Aber auch unmittelbar um sie herum beginnen sich bereits Dinge zu ereignen, die man keinesfalls als gewöhnliches Geschehen bezeichnen kann
Es kommt nicht etwa als Strafe, von der vorwiegend religiöse Schwärmer und Fanatiker sprechen, sondern als eine notwendige Wandlung im Geschehen, in der alles Erforderliche für die weitere Entwicklung der Menschheit auf dieser Erde enthalten ist
Es kommt eine Entwicklung, die zu einer vom Geist durchwirkten Lebensweise vorbestimmt ist
Das ist ein gesetzmäßiges Geschehen, und damit tritt in die Nähe der Erde zusammen mit der Strahlung des Parsifal-Strahles das Licht, das als Vorstufe der weiteren Entwicklung alles Bestehende läutert und von dem Vergangenen befreit, das bisher auf dieser Erde den Beginn des Aufstiegs Einzelner wie auch der Menschheit als Ganzes verhinderte
Die kommende Überwindung dieser Welt durch das Licht ist ein gnädiges Geschenk des Schöpfers, das den Menschen Befreiung bringt von drückenden und oft unwürdigen Zuständen des irdischen Daseins
Es kommt die Befreiung von allem, was unter dem Druck der Finsternis von Menschen erschaffen wurde, die sich dem Prinzip Luzifers öffneten und es als ihre Art des Wollens annahmen
Jenen, die sich nicht mit diesem Prinzip verbanden, sondern in Verzweiflung und oft am Rande ihrer inneren Kräfte versuchten, ihm zu widerstehen, bringt das Licht die tröstliche Aussicht auf die Schaffung neuer Lebensbedingungen auf der Erde
Das Geschehen, das kommt, ist wahrlich ein Erlösungswerk des Lichtes, dessen Wert die Menschen erst mit einigem Abstand in seiner ganzen Tragweite würdigen werden, wenn jenes sich verstärkende Licht für ihr Inneres erträglich wird, genauso, wie der Mensch sich an die Sonnenstrahlen gewöhnen muß, wenn er aus der Kälte des Schattens heraustritt
Es ist sonderbar, wie viele Menschen meinen, dass sie bereits zu dieser vom Licht geläuterten Welt gehören, während ihre Mitmenschen ihrer Ansicht nach in den Abgrund der Verdammung gehören
Keiner der Menschen hat sich in die Rolle des Richters zu drängen, denn keinem einzigen steht dies zu
Urteile dieser Art sind kurzsichtig und in gewisser Hinsicht töricht, daß das Licht solche Erwägungen nur als ein Zeichen großer Unreife der so denkenden Menschen ansehen muß
Anstatt des höchsten Strebens nach eigenem Aufstieg und eigener Veredelung beurteilen viele Menschen ihre Mitpilger auf der Erde und wünschen ihnen oft nur die Vernichtung, die ihrer Meinung nach aus der Hand des vom Schöpfer entsandten Heiligen Richters kommen soll
Dieser Richter wird jedoch insbesondere die Herzenskälte jener treffen, die ihren Nächsten nichts Helfendes wünschen, die dieser Welt nicht ein Körnchen Güte, Freundlichkeit und ein Lächeln den anderen Menschen entgegenbringen
Es ist traurig, wie sehr die Menschen die heilige Bedeutung des Göttlichen Gerichtes mit der Begleichung ihrer persönlichen Rechnungen mit anderen verwechseln, und ihnen zufolge soll jeder, der ihren Vorstellungen nicht ausreichend entspricht, sogleich von Gott verurteilt und in die Vernichtung geworfen werden
Solche Menschen meinen, daß sie mit dieser ihrer Gesinnung, die sie in sich tragen, in der vom Licht geläuterten Welt willkommen sein werden
In Wirklichkeit unterscheiden sie sich nicht im Geringsten von den mittelalterlichen Peinigern ihrer Mitmenschen, die unter Berufung auf Gott jene haßten, die sich ihnen nicht unterwerfen wollten und versuchten, auf ihren eigenen Wegen durch das Leben zu gehen
Sie richten nur großen Schaden an, überall dort, wo sie mit ihrer Unreinheit und gleichzeitig mit ihren lauten Berufungen auf Gott auftauchen
Den meisten Menschen sind sie jedoch gleichgültig, es sei denn, sie werden direkt als lächerliche Persönlichkeiten ihrer Zeit betrachtet
Menschen, die wirklich mit ihrem Inneren empfinden, können leicht wahrnehmen, daß das wahre Wirken des Lichtes immer nur jene Bahnen geht, die in sich Gerechtigkeit und Liebe in einem einheitlichen, allweisen Einklang des Göttlichen Willens verbinden
Das bestimmt die Wege der Erfüllung allen Geschehens, und die in ihm wirkende, über die menschliche Fassungskraft hinaus arbeitende Lebendigkeit öffnet den Raum für jeden, der sich im Inneren mit dem Licht verbinden will, und sei es im letzten Augenblick der möglichen Rettung aus seinen Schicksalsfäden
Das Licht überwindet die Welt
Dabei kommt alles anders, als es sich die Menschen bisher vorgestellt haben und sich noch viele vorstellen
Das Vordringen des Lichtes ist Erlösung, Gericht, Läuterung und liebevolle Ermutigung – alles in einem
Was davon bei dem jeweiligen Menschen als für ihn am stärksten wahrnehmbar hervortritt, darüber entscheidet jeder selbst
Auch kann der Mensch dies selbst bis zum letzten Augenblick zum Besseren oder auch zum Schlechteren wenden, wenn er sich dazu entscheidet
Deshalb wurde gesagt, daß die Ersten die Letzten sein werden und die Letzten die Ersten
In diesem Bild ist jene Lebendigkeit des Geschehens erfaßt, das sich in jedem Augenblick der Entscheidung des Menschen erfüllt
Das Licht kommt und überwindet die Welt
Einige Menschen können es als einen unerwarteten Druck unangenehmer Art wahrnehmen, wenn sie sich gegen den Schöpfer und die von ihm ausgehenden Werte stellen
Gleichzeitig werden andere Menschen das voranschreitende Licht als einen befreienden Zustrom von Kraft wahrnehmen, den sie niemals zuvor erlebt haben und der in ihnen Freude, verbunden mit der Ahnung des nahenden vollwertigen Lebens, wecken wird, auf das sie lange Zeit gewartet haben
Niemals werden die Menschen genügend Dank dafür darbringen können, daß das Licht sie nun aus ihrer Verwirrung und dem Morast ihrer Gedanken befreit, den sie sich selbst erschaffen haben und aus dem sie sich ohne einen höheren Eingriff niemals hätten emporheben können
Erst die neu geborenen Menschheit wird dies rückblickend als eine wahrhaft bahnbrechende Zeit der Rettung vor der völligen Zerstörung des Lebens auf dieser Erde betrachten
Aus ihren Gebeten wird dann ein aufrichtiger, inbrünstiger Dank emporsteigen gegenüber dem Schöpfer, dem Heiligen Gott, und auch gegenüber dem von Ihm erwählten Verwalter des Schöpfungswerkes, Parsifal, der, zu diesem Werk berufen, aus den Hallen der Gralsburg hervorging, damit sein Strahl, einem Schwert des Lichtes gleich, die Befreiung in die Fernen der Welten trage, zu denen auch dieses Weltall mit dem kleinen Planeten Erde gehört
DER WEG DES GRALES – ERGÄNZENDE TEXTE – 7. Juni 2021
Übersetzung aus dem Tschechischen
Svět Přemožený Světlem
https://www.cesta-gralu.cz/svet-premozeny-svetlem/
