Der Glanz des Heiligen Zeichens Gottes

Auf der Stirn vieler Menschen läßt sich ein Zeichen erblicken, das sie der neuen Zeit vorbestimmt

Das Zeichen stammt von jenen Orten, aus denen sich viele dieser Geister für die jetzige Zeit auf dieser Erde inkarnierten

Dieses Zeichen wurde ihnen als Rüstzeug beigegeben, als ein gnadenspendendes Geschenk für die irdische Wanderschaft und auch als Mahnung für ihr geistiges Bewußtsein, das sich zur rechten Stunde auf dem Wege ihres Erdenlebens regen soll, um sie zu erwecken indem es sie plötzlich an längst vergangene Ereignisse aus den Ebenen des Lichts erinnert

Das Zeichen auf ihren Stirnen verpflichtet sie zur Erfüllung ihrer Mission gegenüber dem Licht, denn sie sind auf die Erde gekommen, um in einer Zeit zu helfen, in der das Licht große Veränderungen im bisherigen Lauf des Geschehens herbeiführt

Es ist etwas Herrliches, dieses Zeichen tragen zu dürfen, das seinen Träger mit den lichten Geschehnissen verbindet, die sich nun in freudiger Mitwirkung für das geistige Erwachen des Lebens auf dieser Erde erfüllen sollen

Es ist das Kreuz des Lichtes und der Wahrheit, das sich auf den Stirnen derer befindet, die aus den lichten Ebenen der Schöpfung gekommen sind und zu den Begnadeten gehören, deren Aufgabe es ist, für die freudige Erfüllung des Willens des Schöpfers im Leben auf der Erde zu wirken

Das Zeichen weist seinen Träger allen geistigen wie wesenhaften Geschöpfen als Begnadeten aus, dessen Anlagen sich zu einem helfenden Wirken auf Erden entfalten können und unbedingt sollen

Deshalb schwebt über dem, der dieses Zeichen auf seiner Stirn trägt, der geistige Schutz des Lichtes, und er wird bis zu einem bestimmten Augenblick seines Lebens geführt und unterstützt, damit in ihm alles zur rechten Zeit zu einem hohen inneren Erwachen heranreifen möge

Diese Zeit, da bei ihm die erwähnte Stunde naht, die das innere Erwachen und damit auch das erste Bewußtwerden seines wirklichen, also geistigen Weges auf dieser Erde fordert, kann als die wichtigste Zeit im Leben des Trägers des Zeichens angesehen werden

Er soll dieses Erwachen des Inneren zu einem bedeutenden Fortschritt in seinem geläuterten Empfinden der bis dahin nur schwachen Ahnungen nutzen, die ihm zeigen, daß in seinem Leben vieles anders ist als bei seinen Nächsten

Die Läuterung der inneren Wahrnehmung gleicht in diesem Augenblick einem unfaßbaren Druck bei der Suche nach dem Sinn des Lebens

Der Druck im Inneren führt ihn immer sicherer auf dem Wege der Suche zur Wahrheit, wobei auf diesem Wege das geistige Innere jede banale Vorstellung und Auslegung über Gott ablehnt, weil es die Herrlichkeit und Größe ahnt, die sich im Zusammenhang mit dem Begriffe Gott in seinem Inneren regt

Der Geist eines solchen Trägers des göttlichen Zeichens auf der Stirn sucht die Wahrheit, und nichts anderes kann ihn befriedigen, denn die verfeinerte Empfindung läßt dies nicht zu

Solange er die Wahrheit nicht erreicht, wird er von der Kraft seines Inneren vorwärtsgetrieben, die ihm so lange keine Ruhe gönnt, bis er zur Erkenntnis des ureigensten Kerns der Wahrheit durchdringt

Er sucht die Wahrheit, damit sein Geist sich nach langer Zeit wieder in vollen Zügen daran laben kann

Sein Geist und seine Führung aus dem Lichte werden ihn so mit Sicherheit zur Wahrheit geleiten, mit welcher sich dann auch sein irdisches, bewußtes Denken verbindet

Und wenn der Geist durch Erkenntnis in der irdischen Welt die Wahrheit findet, endet sein Weg nicht, sondern er beginnt erst dann zu einer neuen Wirklichkeit des Lebens zu führen

In der Erkenntnis der Wahrheit beginnt das Zeichen auf seiner Stirn noch stärker zu leuchten, als es bis dahin der Fall war, und der Geist wird immer weiter vorwärtsgedrängt, damit es zur Erfüllung aller Voraussetzungen und Verheißungen komme, die das Zeichen in sich trägt

Die Gaben aus dem Lichte in Gestalt großer Voraussetzungen und Fähigkeiten in seinem Inneren, die er in den lichten Höhen empfing, drängen danach, nach außen zu wirken und sich in der reinen und helfenden Schwingung des Geistes zu offenbaren, damit er ein weiser Vermittler der Hoffnung und des Ausweges für andere Menschen hier auf Erden wird

Die Lebendigkeit seiner inneren wie auch äußeren Regsamkeit soll so stetig zunehmen, denn nur darin liegt die Erfüllung der freudigen Glückseligkeit verborgen, die mit der Erfüllung dessen verbunden ist, weshalb ein solcher vom Lichte gesegneter Geist auf diese Erde kam

Vorwärts und immer stärker, mehr und mehr im Einklang mit dem Lichte

Das ist der Ruf, der aus dem Inneren erklingt, damit der Geist seine Sendung erfüllen möge

Freudig ist der Weg bereitet, der von einer Stufe der Erfüllung zur nächsten führen soll

Hand in Hand geht damit die Reife, die zum Eigentum des in Lebendigkeit vorwärtsstrebenden Geistes wird

Die Schlacken der alten Weltsicht fallen eine nach der anderen in einer Geschwindigkeit ab, die nur der ertragen kann, dessen Inneres von leuchtendem Geiste erfüllt ist und der das heilige Zeichen auf seiner Stirn trägt

Altes zerbricht und stürzt zusammen, um der neuen Weisheit Raum zu schaffen, die aus der lebendigen Erkenntnis aller Zusammenhänge der großen Wege des Geistes im Schöpfungswerk quillt

Was ihn hier in der irdischen Welt früher noch anzog, verliert für den erwachten Geist seine Kraft; er empfindet es nur noch als Teil jener alten Welt, die ganz im Streben nach irdischen Zielen aufging

Im neuen geistigen Erwachen rückt dies alles sogleich an den Platz, wohin es rechtmäßig gehört, denn alles soll nur dem Geiste dienen, ihn unterstützen und ihm einen Rückhalt für den irdischen Weg geben

Sei es nun all das, worüber der Geist herrschen darf – also der irdische Körper mit seinen von den wesenhaften Dienern vorbereiteten Gegebenheiten, der Ort seiner Geburt, wohin er in seinem Wirken für das Licht entsandt wurde, die Kenntnisse des Verstandes oder die rechte Aneignung nützlicher irdischer Gewohnheiten –, dies alles soll von der Zeit des Erwachens an zur besten Ausstattung für den Geist und seiner erhabenen Aufgaben werden

Das Tagesbewußtsein soll von Weisheit erfüllen sein, die das Strahlen des lichten Zeichens auf der Stirn nur stärker werden läßt

Das Öffnen der Empfindsamkeit für die reinen Strömungen, die den Menschen umschweben, ist eine wichtige und zugleich wundervolle Erfüllung des Weges des Geistes

Immer weiter vorwärtsgeschoben in der Entfaltung seiner mitgebrachten Fähigkeiten, nähert sich der Geist dann dem Augenblick, da durch die Versiegelung dem Lichte sein Zeichen auf der Stirn jenen Glanz gewinnt, der ihn noch näher zum Lichte, zu Gott und auch zu Parsifal emporhebt, welcher vom Heiligen Gott zum Mittler für alles Leben in diesem Schöpfungswerk bestimmt ist

Das Gelöbnis der Versiegelung ist ein wichtiger Schritt, der zur Erfüllung des wahren Dienstes reinen Menschentums hier auf Erden führt

Und um diesen Zustand eines bewußten und von freudiger Begeisterung erfüllten Weges zu erreichen, ist zu dieser Zeit eine Vielzahl von Geistern hier auf Erden inkarniert

An den verschiedensten Orten der Erde sich befindend, sind sie durch ein wichtiges Zeichen verbunden, das ihre Stirn erleuchtet, als Ermutigung, sich aus der irdischen Umklammerung zu befreien

Es spielt keine Rolle, in welchen Bedingungen jemand geboren wurde oder welche Wege seine Entwicklung nahm, denn vom Lichte aus ist dies alles genau vorbereitet als Teil eines weisen Reifeweges, der zum Augenblick des Erwachens eines jeden Geistes führt

Dieser Augenblick ändert alles, und es stellen sich sogleich auch neue Wege ein, die durch völlig unerwartete Bedingungen die bislang ungeahnten Aussichten eines solchen vom Lichte geführten Menschen bestimmen können

Genau das, was er braucht, wird ihm gegeben, sofern er im Geiste in der vollen Kraft des Wollens zum Lichte und zur Wahrheit erwacht

Die Kraft des Wollens zur Erfüllung der ihm vom Lichte gegebenen Voraussetzungen, das ist die Einstellung, die der Geist klar und dauerhaft in sich tragen muß, damit er zur Erfüllung seiner Aufgabe emporsteigen kann, die er für dieses Leben schon vor seiner Geburt empfing

In den seligen Sphären des Lichtes durfte er zusammen mit dem Zeichen Gottes, des heiligen Kreuzes auf seiner Stirn noch eine Vielzahl von Gaben und Hilfen empfangen, die er hier auf Erden in sein Leben einbringen soll, um die Erkenntnis des weisen Wirkens des Lichtes jenen anderen Menschen sichtbar zu machen, die dem Lichte noch verschlossen bleiben, weil sie nicht solch außergewöhnliche Voraussetzungen in sich tragen wie er

Auf den allereinfachsten Wegen schreitend, in dem demütigen und reinen Bewußtsein, daß er selbst persönlich vom Lichte überall dorthin geführt wird, wo er wirken kann, kann er in dem Maße voranschreiten, wie sich sein Geist mit der Erleuchtung des Lichtes verbindet, die ihm entsprechend der Klarheit und dem strahlenden Leuchten des Zeichens auf seiner Stirn zufließen wird

Durch dieses lichte Siegel ist er mit Parsifal verbunden und durch Ihn auch mit allen auf Erden, die ebenfalls das leuchtende Zeichen auf ihrer Stirn tragen und dadurch dem seit Anbeginn der Schöpfung auserwählten Verwalter und König dieses Gottes-Werkes zugehören

Das Strahlen, das vom Wege des Trägers des heiligen Zeichens ausgeht, verbindet ihn aus der Ferne und dennoch eng mit den anderen, die auf Erden sind oder die helfend über dieser Erde wirken, zur Unterstützung aller inkarnierten Träger des Kreuzes des Lichtes

So sind alle, wenngleich viele dies noch anders meinen, untereinander durch lebendige Fäden des Lichtes verbunden

Dies ist deshalb so, damit ihr gemeinsames, fernes wie nahes Wirken zu jener großen verheißenen Hilfe für die Menschheit werde, die die Verheißung jenes verbindenden Weges bringen wird, der zum Lichte, zum Gral emporführt

Es ist ein über Jahrtausende hinweg vorbereitetes Geschehen, das auf Erden schließlich zu einem einheitlichen geistigen Zusammenwirken verschmelzen soll, welches den Boden der Stütze und Hilfe für jene, die nach dem Lichte suchen, in allen fernen Ländern bereiten soll, wo die Träger des Zeichens Gottes geboren wurden

Obwohl sich viele der Träger des Kreuzes-Zeichens in diesem Leben irdisch niemals begegnen werden, soll dennoch eine reine Einheit in ihnen wirken, die sich in gegenseitiger Achtung und edler Anerkennung äußert, wie groß vielleicht auch die Unterschiede zwischen ihnen sein mögen, sei es in der Reife, der Bildung oder in der gesellschaftlichen Stellung

Dies sollte immer ein Grund zur Begeisterung und Freude sein, verbunden in inbrünstiger Unterstützung, wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen Menschen auch sein mögen

Wenn dann die allzu große irdische Entfernung oder die sprachliche Verschiedenheit kein Hindernis bildet, so sollte die gegenseitige Gleichart, die ihre Grundlage in den Ebenen des Lichtes hat, immer verbindend zur gegenseitigen Unterstützung und Stärkung gereichen

Dieses Geschehen ist die natürliche Erfüllung des Gesetzes der Gleichart

Es ist auch so gewollt, daß die vom Lichte Gezeichneten voneinander wissen und sich, wenn es nur möglich ist, im gemeinsamen Werke für das Licht helfen

Bei diesem Verbinden herrscht eine einzige Bedingung

Und zwar die Bedingung, daß das Zeichen auf der Stirn niemals erlöschen oder aus irgendeinem Grunde verdunkelt werde, sei es durch die Abwendung oder den Sturz eines seiner Träger

So etwas verletzt die Gleichart und trennt dadurch solche Träger des erloschenen Zeichens von den übrigen

Darin äußert sich nun die Wirksamkeit des Lichtes in der unerbittlichen Erfüllung der Göttlichen Gesetze

Schon eine sehr kleine Abweichung reicht aus, damit sich ein solcher inkarnierter Träger des strahlenden Zeichens selbst vom Licht und damit auch von den anderen trennt und einen Weg einschlägt, der nicht mehr dem Dienst, sondern seiner eigenen Willkür dient

Und so wie sonst unwissende Menschen das hell leuchtende Kreuz bei denen sehen dürfen, die im Strom des Lichts stehen, so werden die Menschen von selbst die verfinsterten Umrisse des ursprünglich leuchtede Siegel bei den Begnadeten sehen, die durch ihre Schwächen und Fehler dem Dunkel die Hand gereicht haben

Durch ein gänzlich selbsttätiges Geschehen werden die Augen zahlloser Menschen geöffnet, damit sie in Seligkeit jene erkennen, die in der lichten Strömung stehen, und ebenso jene, die aus dieser Strömung ausgeschieden werden mußten, weil sie versagten

Die einen werden zur Ermutigung, Erquickung und Hilfe für die Menschheit hier sein, die anderen zur Warnung darin, daß es möglich ist, durch seine Fehler zu versagen und von dem wunderbar behüteten Wege des Lichtes zu stürzen

Dieses Zeichen wird nicht nur von Erwachsenen erblickt werden, die für einen kurzen Augenblick sehend werden, sondern auch von kleinen Kindern, die von der Unmittelbarkeit dieses Zeichens als Erfüllung von Gottes Absicht beeindruckt sein werden.

Ebenso dürfen dieses Zeichen die Wesenhaften und sogar die Tiere erblicken, bei denen es die Empfindung erhöhter Fügsamkeit hervorruft und den Willen zur höchsten Ergebenheit öffnet

Das erloschene Kreuz des Lichtes

Ein Zeichen, das aus dem wundervollsten Segen zum Zeugnis des verzweifelten Sturzes des Geistes wurde

Es gibt keine schwerere Anklage, als dieses Versagen zu tragen, das sich in der Unreinheit innerer Regungen statt in einer reinen Ausrichtung im Leben äußert

Schon bald erfüllt sich die Sichtung in der Menschheit, und dies wird nie dagewesene Geschehnisse herbeiführen, welche die Menschen anfangs nicht fähig sein werden, richtig zu verstehen

Sie werden verständnislos davorstehen, und nur wenige werden durch ihre Wahrnehmung den scharfen, vom Lichte geführten Schnitt erkennen, der mit höchster Genauigkeit wirken wird

Erst die dritte, von der heutigen Zeit entfernte Generation wird in alledem dank ihrer erwachten Empfindsamkeit fähiger sein, die große Weisheit Gottes zu erkennen, die darin wirkt und die auch schon immer in den Fäden der Menschenschicksale wirkte, jedoch noch nicht mit solcher Geschwindigkeit, wie sich diese bald erfüllen wird

Die Tiere und die wesenhaften Diener aber nehmen dies alles schon jetzt klar wahr und beginnen sich auch schon danach zu richten

Es rückt bereits näher und beginnt schon, in die Fäden der Menschheit als Ganzes und vor allem in die Fäden der einzelnen Menschen einzugreifen

Diese Geschehnisse werden sich erst allmählich sichtbar auf Erden erfüllen, um eine größere Stärkung in der Erkenntnis derer zu bringen, die jetzt auf Erden sind, um Parsifal und damit auch dem Lichte in seinem befreienden Geschehen zu helfen

Erst hernach werden sie auch der ganzen Menschheit sichtbar werden

Das wird die unerbittliche Forderung nach der Reinheit des Wollens für jeden einzelnen Menschen bringen

Deshalb sollte sich jeder tausendfach bemühen, alle Kraft darauf zu verwenden, daß er selbst für sich dauerhaft in der Strömung des Lichtes stehe, die ihn zum Schutze vor der Finsternis und unreinen Neigungen umgibt

Wer in reinem Einklang in dieser Strömung verbleibt, der ist auch sicher geschützt vor allen Einflüssen der Versuchungen und Schwächen, durch welche die Finsternis so manchem der inkarnierten Träger des Siegels Gottes den Weg zu erschweren sucht

Jeder muß hierbei mit Schärfe den stärksten Strahl des Lichtes auf sich selbst richten, auf die Art seines Handelns und noch mehr auf die Gedanken oder Beweggründe zu diesem Handeln, die aus der seelischen Hülle hervorgehen

Sein größter Helfer kann das Gewissen seines geistigen Inneren sein, sofern er noch in der Lage ist, dieses Gewissen zu erfassen

Ach, wehe, wehe – wenn jemand aus der Schar der Begnadeten diesen unreinen Strömungen auch nur einmal die Hand reicht und sich, sei es auch nur für ein paar Augenblicke, in enger seelischen Verbindung mit ihnen vereinigt

Das Böse wird die Kraft seines Geistes ergreifen und sie zu seiner Stärkung im dunklen Prinzip aufsaugen

Der Geist, der aus dem Lichte auf die Erde kommt, sättigt so, anstatt dem Lichten Geschehen zu helfen, mit seinem üblen Wollen nur die Finsternis

Und das Licht wird ihn schließlich gänzlich verlassen müssen, um sich selbst vor seinem Versagen zu schützen

Dadurch wird sein Schutz vollständig geschwächt und er wird spüren, wie sein strahlendes Kreuz schwindet, sodass von ihm nur noch ein leerer Umriss übrig bleibt, und wie sich auch die lichte Verbindung, die ihn zuvor noch gestärkt hat, schnell von ihm entfernt

Sobald der begnadete Geist von dem Wege abweicht, auf dem er schon einmal bewußt emporgeschritten ist, da erschlafft sein Geist, und er wird nur zum Schatten seiner ursprünglichen Persönlichkeit

Er wird zu einem umherirrenden Geist, der dem Lichte nicht so dienen kann, wie er es ursprünglich gelobte, und deshalb geschieht es leicht, daß die Finsternis ihn durch seine Schwächen allmählich verschlingt

Denjenigen, deren Zeichen auf der Stirn durch ihr Versagen geschwächt oder sogar verlorengegangen ist, kann nur schwer geholfen werden, denn sie wurden vor ihrer Ankunft auf der Erde so reich beschenkt, daß es hier keine Kraft mehr gibt, die all dies überwinden könnte

Nur die Liebe in ihrer reinen Inbrunst und das bedingungslose Annehmen des Weges, der vom Licht zur Befreiung bestimmt ist, kann denen noch Rettung und Hilfe bringen, die von ihrem zuvor wunderschönen Weg der Erfüllung abgekommen sind

Das Hervorbrechen neuer glühender Liebe in voller Kraft aus dem Geiste zum Lichte und zu Gott öffnet helfende Strömungen, die sich zunächst leicht und zart an der Seele dessen festsetzen können, der gestürzt ist und dem Dunkel erlag, obwohl er zuvor schon voll in der Umhüllung des Lichtes stand

Er kann dadurch gerettet werden, daß auf seiner Stirn allmählich sein verdunkeltes Kreuz verschwindet

Wenn dieses aber verschwindet, kann er niemals mehr erwarten, daß ihm das Kreuz der Wahrheit aufs neue gegeben wird

Ihm wird Hilfe zuteil, wenn er auf seinem Weg zur Besserung langfristig höchstes Streben unter Beweis stellt und dabei reine Menschlichkeit zeigt.  

Aber er wird niemals mehr mit dem beschenkt werden, was ihm früher zuteilwurde, womit er schon einmal aus Gottes Liebe geistig begnadet worden war

Groß ist die Gnade Gottes, und der Menschengeist versteht die Wege nicht, auf denen Sie sich erfüllt

Er beurteilt alles nur nach sich selbst und zwängt damit dem Göttlichen Willen seine eigene Sicht der Dinge auf

So erwartet er einerseits nicht selten von Gott die Äußerung Seiner unversöhnlichen Härte gegenüber allen, die in seinen eigenen Augen versagt haben und der Finsternis verfielen, jedoch zögert er gleichzeitig nicht, um Nachsicht für sich und seine eigenen Fehler zu bitten, oder er bittet um Güte für seine Nächsten, die er liebt und bei denen er sich nicht damit abfinden kann, daß auch sie in ihren Schwächen und Fehlern mit derselben unerbittlichen Strenge der Göttlichen Gerechtigkeit gerichtet werden sollen

Ein anderer Mensch wiederum versteht die Größe der Führung der Schicksalsfäden nicht und wähnt sich deshalb auch oft schon im Voraus als verdammt, wenn er erwacht und feststellt, wie tief der Schlaf seines Geistes war und was er alles in diesem Schlafe angerichtet hat

Ein weiterer hält sich im Gegensatz zum ersten in blindem Übersehen seiner seelischen Mängel für erhaben über die anderen

Niemand jedoch erkennt das Göttliche Wirken in den Gesetzen der Schöpfung völlig richtig, denn für diese Gesetze gilt nur die reine Strahlkraft, wie sie im Geiste im Augenblicke der Gegenwart flammen soll

Zugleich aber wird im göttlichen Gericht über die Fäden des Menschen auch die stete Beharrlichkeit gewertet, mit der der Geist unter allen Umständen die Verbindung zum Lichte wahrt

Selbst der kleinste Diener, der dies auf seiner Reifestufe erfüllt, ist durch seine Helligkeit des reinen Schwingens im Ganzen des Schöpfungswerks ein willkommener Bewohner der Welten

Sein Weg, der vor ihm liegt, kann zur Ewigkeit seines Seins in Seligkeit führen, wenn er selbst sich wach auf dem Wege empor zum Lichte halten wird und nicht durch irgendetwas aus der großen Harmonie des wundervollen Werkes Gottes abweicht, in dem es ihm ermöglicht wurde, zu bewußtem Leben zu erstehen

Möge sich also niemand überschätzen und gleichzeitig auch nicht unterschätzen, denn beides schadet dem Geiste und lenkt ihn von seiner Bahn des Weges zur geistigen Heimat ab

Allerdings sollen diejenigen, die vor ihrer Geburt in den lichten Sphären der Schöpfung in der Nähe Gottes die Gnade erfahren haben, klar vor die Menschen treten und sich ihres Wissens vollkommen bewusst sein.  

Sie haben viel Wissen in ihren Geist aufgenommen, und nun ist die Zeit gekommen, dieses für die freudige und erhabene Hilfe von Millionen von Menschen zu nutzen

Die Erkenntnis über Gott und seine Größe soll nun in allen Ländern dieser irdischen Welt verbreitet werden

Dazu wurden viele inkarniert, die dafür die wertvollsten Gaben in ihrem Geiste in sich tragen

Auf dieser Erde gibt es eine große Zahl von Geistern, die immer noch das Zeichen auf ihrer Stirn tragen, das sie zu einer wundervollen Aufgabe für das Licht vorbestimmt

Sie werden fehlerlos in Sorgfalt vom Lichte geführt, damit sie zu dem werden, was sie einst aus ihrem ganzen geistigen Inneren zu sein ersehnten – Helfer des Lichts in dieser ernsten Zeit der Menschheit auf Erden

Ihre Wege, wenngleich sie selbst davon nichts oder nur sehr wenig sehen, sind Wege, die sie für jenes geistige Erwachen ihres Inneren vorbereiten

Viele sind schon erwacht und dürfen voranschreiten, um den Weg zum Lichte für die anderen zu finden und zu bahnen

Weitere erwachen gerade und suchen unter dem unbewußten Drang ihres Inneren Antworten darauf, warum sie hier auf dieser irdischen Ebene sind und was sie hier tun sollen, denn die Welt der sie umgebenden Gesellschaft erscheint ihnen fern, fremd, und in vielem verstehen sie sie überhaupt nicht

Und der größte Teil derer, die das Zeichen des Lichtes auf ihrer Stirn tragen, soll bald erwachen, denn ihre geistige Arbeit wird nun von dem Geschehen erwartet, das zur Menschheit zu ihrer Erweckung und Befreiung kommt, wie es schon vor Jahrtausenden vorhergesagt wurde

Es ist also höchste Zeit, voranzuschreiten

Jeder an seinem Platze, wo er steht und wirkt, soll sich nun mit seinem Geiste vollauf zur freudigen Erfüllung dessen aufraffen, was er sich selbst erbat, als Möglichkeit der Hilfe am großen Geschehen des Lichtes zu dieser Zeit auf Erden

Rein und frei sollen die Gedanken derer sein, die begnadet sind und bis jetzt noch nichts davon wußten

Ihr Erwachen ist der Beginn der edlen Erfüllung ihrer Aufgabe auf der Erde, wo sie die Herrschaft des Geistes über den Verstand und den schwerfälligen Materialismus wiederherstellen sollen

Mit Leichtigkeit und barmherziger Milde sollen sie den Weg weisen, der die erwachenden Menschen zur Erkenntnis des wahren Sinnes des Lebens auf dieser Erde führen wird

Stufe für Stufe soll der Weg zu einem Leben gebaut werden, das im Einklang mit dem ganzen Werk der Schöpfung und damit auch mit dem Willen Gottes schwingt, der von Parsifal in seiner Verwaltung dieses von Gott erleuchteten Raumes des Lebens in der Hand gehalten wird

Selig sind diejenigen, die all dies erfüllen, ohne dabei zu wanken und über ihre Fehler zu stolpern

Wenn die vom Licht Begnadeten den Weg zueinander in gegenseitiger gedanklicher Verbindung und freudiger Begeisterung finden, ist für diese Menschheit bereits das Wichtigste erreicht

Denn so wird der Fluch der Überheblichkeit und Feindseligkeit gebrochen, der zwischen den Menschen aus einer ungesunden Selbstverherrlichung gegenüber anderen entsteht

Die Selbstüberschätzung hat dabei nichts mit einem gesunden Selbstbewusstsein zu tun, das es akzeptieren kann, wenn jemand anderes in etwas besser ist

Die Selbsterhöhung ist die Nahrung für den Neid, aus dem allmählich Haß erwächst und schließlich unbeherrschbare, zerfressende Wut

Diese Schwäche ist am schwersten zu beseitigen, da die gesamte Menschheit mit all ihren Religionen und Philosophien darunter leidet, sie durchdringt die Gebäude der Hochschulen, beeinflußt Handel und Politik und gleichzeitig ist es eine Schwäche, die den Stachel des Hasses über den Zaun zweier Nachbarn hinweg auch in die ärmsten Gegenden der Erde treibt

Auf dieser Erde soll jedoch ein besserer Zustand einkehren

Wo heute das Licht sein soll, muß zuerst das reine Bestreben herrschen, alle Schwächen und ungeschliffenen Verhaltensweisen im Umgang mit anderen abzulegen

Und dieser unschönen und störenden Fehlgriffe, derer sich jeder schuldig macht, gibt es immer noch allzu viele

Allzu leicht wird das Wollen des Menschen zum Bestreben benutzt, einem anderen zu schaden und ihn zu erniedrigen

In solchem Handeln liegt dann nichts von der Freude noch Schöpferkraft, die gerade das eigentliche Wesen des menschengeistigen Funkens ist

Und deshalb sollen jene, die auf ihrer Stirn von Geburt an das Gotteszeichen eingeschrieben tragen, sich darin höher schwingen und zeigen, daß es hier Hoffnung auf eine neue Gemeinschaft der Menschen auf Erden gibt und einen Weg, der zur Befreiung führt

Sie sollen es untereinander beweisen und auch allen übrigen Menschen

Das ist nicht schwer, aber gleichzeitig ist es das Schwierigste, was trotz aller Fallstricke des Dunkels durch den Geist in seinem Streben nach dem Licht überwunden werden muß

Jene, die für diese Arbeit vom Lichte auf die Erde entsandt sind, tragen dazu das beste Rüstzeug in sich, um zu siegen

Wenn sie dies vermögen, wird ihr Zeichen im höchsten Glanze des Göttlichen Segens erstrahlen

Sie können es beweisen, daß der Sieg des Lichtes, durch ihr Inneres strömend und einem reinen Glanze gleich, nur Erquickung und Ermunterung für alle bringen wird, die reines Menschentum auf dieser Erde suchen


DER WEG DES GRALS – ERGÄNZENDE TEXTE – 14. Juni 2021

Übersetzung aus dem Tschechischen

https://www.cesta-gralu.cz/lesk-svateho-boziho-znameni/

Lesk Svatého Božího Znamení

Eine stilisierte weiße Rose mit Blättern, die auf einem schwarzen Hintergrund abgebildet ist, symbolisiert Reinheit und Liebe.

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