Thonoruns Armee

Als Merkur die hohen dienenden Wesenhaften aus Walhall aufrief, die Verheißungen zu erfüllen, die zuvor von Parsifal für die Reinigung und Wiedergeburt der Materie des Weltteils Ephesus festgelegt worden waren, sprang als erster der Diener Thonorun auf, um dem Ruf zu folgen
Seine Begeisterung für die Arbeit sprühte weit in alle Richtungen
Er hatte sich schon lange auf diesen Moment vorbereitet, in dem er an der Seite seines engen Gefährten, des großen Hareiars, stehen durfte, um durch seinen Dienst die Erde zu reinigen und auch zum Erwachen der schlafenden menschlichen Geister beizutragen
Er erschien vor dem mächtigen O-dio-nar, um ihm seine Bereitschaft zu versichern, denn seine Heere waren bereits aufgestellt und warteten gespannt auf den Klang seines Hammerschlags
Er stand bereits einmal vor dem Thron O-dio-nars, um seine wichtige Mission auf der Erde zu erfüllen, wurde aber schließlich durch Gottes Willen aufgehalten, da die Stimme von oben alle Ereignisse zu einer neuen Ordnung führte
Es war eine bewegte Zeit, in der unter den Schlägen der dienenden Wesenhaften nur Zerstörung auf die kleine Erde kommen musste
Gottes Weisheit bahnte deshalb neue Wege, damit Gottes Liebe und Gottes Reinheit, die nach dem Fortgang Imanuels auf der Erde weilten und im Strahle Parsifals noch einen Teil ihrer Aufgabe zur Hilfe der Menschheit zu erfüllen hatten, in jenem Schutze wandern konnten, der ihnen in einer noch letzten Verlängerung der irdischen Zeit aller Erfüllung zuteilwerden sollte
Es sollten auch viele Fäden gelöst werden, die für die neue Einstellung der Inkarnation der Geister notwendig waren, die verpflichtet sind, in der Zeit der „Erfüllung des göttlichen Gerichts” auf dieser Erde zu sein
Und so webten die fleißigen Hände der Alphar und Vaenen in der Ur-Weisheit der Göttlichen Führung neue Fäden und bereiteten neue Wege, damit zur rechten Zeit alles wieder bereit sei für die Annäherung des Strahls Parsifals an die Erde, der diesmal jedoch in Wolken geistiger Art kommt, wie es den vor Jahrtausenden berufenen Völkern bereits verheißen worden war
So wie neue Fäden der geistigen Führung gespannt wurden, so bereiteten sich auch die dienenden Wesenhaften fleißig auf diese besondere Zeit vor, die auch für sie eine Zeit ist, die von einer ganz besonderen Verbindung mit dem Willen Gottes erfüllt ist
Durch Merkur, ihren Führer, stehen sie in Verbindung mit der Kraft Parsifals, die in seinem Strahl über dem Universum von Ephesus enthalten ist
Und ihre Zeit rückt wahrlich näher
Unter der weisen Führung aus Walhall wirken die ersten vorbereitenden Arbeiten für Ereignisse, die in ihrer Abfolge zur Befreiung der Erde aus der Herrschaft des Dunkels führen, das sich hier durch die wankelmütige Menschheit stark einnisten konnte
Es geschieht bereits allmählich und wird sich zu einem großen Schock steigern, der die Möglichkeit bietet, alle Schläge auszulösen, die kommen müssen
Die Menschen bemerken dies alles noch nicht, denn in ihrem Empfinden liegt darin nicht jene gerade Linie, in der sie in ihrem Leben erst fähig wären, Eingriffe höherer Art zu erkennen
Noch immer hält die Menschheit dies für vereinzelte Vorgänge, aus denen ihr schwerfälliger Verstand sich angestrengt Vorstellungen zu formen sucht, es handle sich dabei nur um zufällige Erscheinungen natürlichen Geschehens
Der Verstand lässt allenfalls gelten, dass hier etwas sei, was mit menschlichem Tun zusammenhängt und das durch eine vom Drange nach größtmöglichem Gewinn gehetzte Industrie seit langem alle Grenzen der Rücksichtnahme des Menschen auf die Natur als Ganzes grob überschreitet
Doch diese Einsicht, die sich nur langsam und schwer aus dem Schlummer des Geistes hob, bleibt weit hinter der Wirklichkeit zurück
Das Wesenhafte wirkt bereits jetzt in direkter Erfüllung des höchsten Willens, der sie direkt aus den Hallen von Walhall zum siegreichen Gelingen über die Vernichtung der bisherigen Menschheit führt
Einer von denen, die nun bald hier und schon wieder dort wirken, ist der wilde Thonorun, der mit der Kraft seines Hammers den Takt für alle anderen Diener angibt, die an seiner Seite tätig sind
Orkanos’ Diener kreisen um Thonoruns wehenden Mantel und bilden neue Bedingungen für Geschehnisse, die die Menschen bisher nicht erkannt haben
Dies ist nicht das Werk zufälliger Vorgänge, sondern ein genau und zielbewusst vollzogenes Entladen wesenhafter Kräfte, das zur Erde bringt, was der Menschengeist am dringendsten braucht: die Reinigung der Welt seiner Gedankenformen und das Erwachen des Mitgefühls
Nicht ein Haar fällt dabei zur Erde, wohin es nicht gehört, und wo sich die Kraft des vortrefflich geübten Heeres Thonoruns nicht auswirken soll
Nur der Mensch erkennt in seiner Abstumpfung darin nicht das erhabene Wirken wesenhafter Kräfte
Die Menschen erkennen nicht, wie das Wirken der Hohen wesenhaften Diener sich genau nach dem großen, ineinandergreifenden Räderwerk vollzieht, das auf dieser Erde seit Millionen von Jahren in vollkommener Ordnung arbeitet
Sie erkennen nicht, dass es die glühenden Strahlen Apollons sind, die das Element Wasser zuerst vom Erdboden hebt, damit es in seiner gasförmigen Leichtigkeit zum spielerischen Gegenstand der tanzenden Sylphen werde, welche es in den emporsteigenden Luftströmen hinauf in Räume hoch über der Erde führen
Dort wehen mächtige Strömungen geflügelter Luftwesen von einer dem menschlichen Auge unvorstellbaren Größe, die ganze Kontinente übergreifen
Durch ihre Wirkung entsteht eine Strömung, die den Wasserdampf abkühlt und in seine feste Form als Eis zurückverwandelt
Eisstücke beginnen unter ihrem eigenen Gewicht hinabzusinken und erzeugen Druck auf ihre gasförmige Umgebung
In diesen Regionen sammelt Thonorun die Kraft für seinen sprühenden Hammer und bereitet sich darauf vor, ihn zur Erde hinabzuschleudern
Sein Bart weht wild, so wie auch sein Mantel heftig flattert bei der Arbeit, die er aus seinem ganzen wesenhaften Ursprung heraus als höchste freudige Erfüllung erlebt
Doch schon darunter wälzt sich dicht über der Erde eine Herde geflügelter Pferde, geführt von Orkanos’ Sylphen, die mit immer größerer Kraft über die erhitzte Erdkruste jagen
Die Sylphen treiben diese mächtigen Rosse voran und bilden damit eine dahinbrausende Sturmfront
Gleich hinter den geflügelten Pferden stürzt Wasser herab, das eine jähe Abkühlung der Luft und der Erde bringt
Die plötzliche Wandlung der Lufttemperatur ermöglicht einen immer schnelleren Ansturm der Pferde, die an der vordersten Linie fliegen
Ihre Hufe pflügen die heiße Luft vor der Front der Wolken auf und bereiten damit den Eintritt der Kämpfer Walhalls, die sich nun auf Erden immer häufiger an der Seite Thonoruns und der Luftsylphen Orkanos’ zeigen
Es handelt sich um eine Armee aus den Hallen der wesenhaften Kräfte, die zusammen mit Thonorun ausgesandt wird, um unreine Gedankenformen sowie Furien und Harpyien zu vernichten
Dieses Heer besteht zum großen Teil aus wesenhaften Hüllen vieler Helden, die einst die wesenhaften Körper für Menschengeister bildeten, die in ehrenhaften Kämpfen überirdische Kraft und Tapferkeit erwiesen haben
Ihnen wurde ein höherer wesenhafter Funke beigegeben, und diese Hüllen, durchdrungen und belebt von der Flamme Walhalls, wurden von den Walküren in die Hallen der Helden geführt, damit sie sich dort für die entscheidende Auseinandersetzung zwischen Licht und Dunkel rüsteten
Nun haben sich diese wesenhaften Helden zu Scharen zusammengeschlossen, die in immer größeren Gruppen zur Erde hinabmarschieren, um die Verheißung des letzten reinigenden Kampfes zwischen der strahlenden Welt des Wesenhaften und der finsteren, entstellten Welt der von Menschen geschaffenen Gedanken- und bösen Empfindungsformen zu erfüllen
Im Zusammenprall, der mitunter als wildestes Ringen zu bezeichnen ist, strömt dem Wesenhaften eine unbezwingbar sieghafte Kraft zu, die aus den Höhen herabkommt
Und diese Kraft wirkt in den Händen der Sylphen wie ein reinigender Sog, der die unreinen Formen von der Erde nach oben zieht, wo sie dann von den blitzenden Waffen der kämpfenden wesenhaften Helden zerstreut werden
Die mächtigen Kräfte wirken in einer so heftigen kreisförmigen Bewegung, dass schließlich sogar in der Grobstofflichkeit ein saugender Wirbel entstehen kann, der mit seiner Kraft den Vorgängen feinerer Art folgt
Doch all dies ist nur Kampf, der Reinigung und Erfrischung bringt und zugleich den irdischen Menschen eine Gelegenheit inneren Erwachens bietet
Die beschriebenen Vorgänge feinstofflicher Art finden zwar immer statt, aber gleichzeitig gilt, dass selbst die stärksten äußeren Erscheinungsformen des Kampfes der Armee Thonoruns bei weitem nicht so zerstörerische Auswirkungen haben müssen, wie sie jetzt für die Menschen auf der Erde mit sich bringen
Dazu aber müssten die Menschen in sich die Fähigkeit tragen, in reiner Weise um Schutz und Erhaltung ihrer Wohnungen und ihrer Güter zu bitten
Wo die Menschen diese hohen Geschehnisse im Wirken des Wesenhaften, die einen reinigenden Sieg über die von Menschen gebildeten unreinen Formen bringen, jedoch nur als Vorgänge materieller Naturkräfte ansehen, da gehen die Wesenhaften in ihrem Vorgehen keineswegs schonend vor, weil sie das matte geistige Schweigen seitens der Menschen als Einverständnis zum Führen ihres Kampfes werten
Es lässt sich sagen, dass überall dort, wo die Menschen vor den heutigen Stürmen nicht um grobstoffliche Mäßigung der wesenhaften Erscheinungen gebeten haben, sich diese nun in voller, erschütternder Stärke auswirken
Es stellt sich die Frage, ob überhaupt Menschen auf der Erde sind, die auch nur eine Ahnung von der Größe und gewaltigen Kraft der wesenhaften Diener haben
Neunundneunzig von hundert Menschen halten die wesenhaften Diener für erfundene Gestalten alter Völker und lächeln über ihr Sein nur überlegen hinweg
Sie denken, dass all dies nur Geschichten für verrückte Träumer oder Kinder sind
Ihr an die Materie gefesselter Verstand bringt sie dazu, zu glauben, dass die Wissenschaft schon alles über die Welt weiß und deshalb von nichts mehr überrascht werden kann
Welche Torheit darin liegt, vermögen sich diese materiell eingestellten Menschen nicht einmal vorzustellen
Leider steht es mit den Menschen, die sich heute als Gläubige bezeichnen, ebenso, denn auch sie gehen völlig an der Welt der wesenhaften Diener vorbei
Die Menschen verspotten in ihrer Verstandesmäßigkeit entweder die wesenhafte Welt oder sie wenden sich an Gott, ohne sich zu bemühen zu erkennen, dass eben dieser Gott, zu dem sie ihre Bitten richten, ihnen am Anfang dieses Werkes der Nachschöpfung Seine Diener Walhalls gesandt hat, die aber gerade diejenigen, welche sich für gläubig halten, längst verworfen haben in hochmütiger Meinung, es handle sich um heidnische Irrlehren
So stehen nun jene neunundneunzig von hundert Menschen – ja vielleicht sogar alle hundert – in den entscheidenden Augenblicken verkehrt, und sie dürfen in dieser angespannten Zeit nicht erwarten, mit einer solchen Haltung Schonung vor dem herben Wirken der stärksten Diener Walhalls zu finden, die zu den kampfbereitesten gehören, da sie nicht nur von der Kraft Merkurs, sondern auch von der Kraft des in der Urschöpfung stehenden Ritters, dem Löwen, getragen werden
In dieser Kraft stehen Hareiars, Haerthemis, Haetheine, Thonorun, aber auch der schon früher in den Texten auf dem Wege des Grals erwähnte Herakliones, der sich nun ebenfalls zur Erde geneigt hat, um den Kampf mit dem Dunkel zu führen
Von allen Genannten ist Thonorun der Erde am nächsten, denn er ist mit ihr länger verbunden als die übrigen Hohen wesenhaften Diener und Dienerinnen, die im Strahl des Löwen wirken
Thonorun ist für ein erneuerndes Geschehen hier, das die reine Umgebung der Erde wiederherstellt
Dieser mächtige Diener ist niemals nur für Blitz und Donner da, wie es sich den irdischen Augen darstellt
Er ist hier zur Reinigung der Erde, wobei Ozon, das aus den Schlägen seines Hammers hervorgeht, dann jeweils den siegreichen Abschluss eines weiteren solchen Geschehens in der Welt der Gedankenformen verkündet
Seine Arbeit gleicht der Hareiars’, doch gilt sie einer bestimmten Abstufung der Reinigungsvorgänge auf Erden
Jeder Sturm, den Thonorun führt und leitet, entsteht daher nicht um der sichtbaren Äußerungen des Sturmes in der groben Stofflichkeit willen; vielmehr sind, so kann man sagen, die den Menschenaugen sichtbaren Erscheinungen von Blitzen, Sturm, heftigem Regen und vielem anderen, das zu einem Unwetter gehört, die Folge dessen, was sich zuvor im Bereich des wesenhaften Wirkens vollzieht, der den Erdenaugen unsichtbar ist
Das Wesenhafte benötigt niemals einen Sturm, um der Erde Feuchtigkeit zu bringen
Dazu genügt Orkanos’ Sylphen eine milde Bewölkung, die mit einem gewissen Segen kommt, um die Erfüllung ihrer Arbeit für Erda und Siphe zu bringen
Das Gewitter mit seinen Erscheinungen bringt vor allem Reinigung auf der Ebene der Gedankenformen, und weil die Heftigkeit, mit der Thonorun diesen Reinigungsvorgang bringt, bis an die Grenze der Grobstofflichkeit heranführt, so zeigt sich der Sturm dann auch selbstverständlich in dem sichtbaren Geschehen, das die Menschen so gut zu kennen glauben
Die Menschen wussten bisher nichts von alledem und wissen auch jetzt noch nicht, dass sie das Gewitter als Gelegenheit einer teilweisen Reinigung der nahen Welt feinerer Grobstofflichkeit ansehen sollen, die sie selbst leider zumeist immer neu mit Unschönem anfüllen
Keiner der Menschen hat darüber nachgedacht, warum es überhaupt ein solches Ereignis gibt wie das Gewitter
Es wurde und wird noch immer nur als äußeres Wettergeschehen hingenommen
Nur einige sehende Menschen vergangener Völker durften darin etwas Höheres erblicken
Doch dieses Erblicken höheren Geschehens im Wetter ist bereits vergessen, und heute ist es von den Menschen ganz in das Reich der Sagen verwiesen worden
Wie schon gesagt, das Entstehen eines Geschehens, das das Gewitter mit Blitz und Donnerschlag bringt, ist kein Vorgang, der zum Erhalt der Feuchtigkeit auf Erden notwendig wäre
Das Wesenhafte hat dafür andere Wege, und wenn nur die Feuchtigkeit selbst notwendig wäre, würde es eben auch diese Wege nutzen, die von den Dienern Orkanos‘ bereitgestellt werden
Das Gewitter mit Blitzen ist jedoch immer ein höheres Geschehen, das an einer wichtigen Aufgabe reinigender Art arbeitet, die sich auf einer feineren Ebene vollzieht
All dies gilt heute umso mehr, da unter Thonoruns Führung der erste Teil eines Heeres hier ist, das an der ersten Reinigungsschlacht der wesenhaften Diener arbeitet
Dass hinter diesem Wirken auch Hareiars selbst mit dem übrigen gewaltigen Heere kommen wird, um alle Kämpfe zu vollenden, ahnen die Menschen nicht im Geringsten
Und Hareiars wird kommen, denn auch er hat seinen Auftrag, der erfüllt werden soll
Sein Heer ist um ein Vielfaches größer als die Vorhut Thonoruns
Es ist zu erwarten, dass Hareiars nach einer gewissen Zeit von Thonorun dessen begonnene Arbeit übernimmt, und so kann in den Stürmen ein völlig unerwartetes Geschehen hereinbrechen
Hareiars’ Heer wird sich überall zeigen, in den verschiedenartigsten Vorgängen, als unerwartete Ereignisse auf allen Ebenen dieser Welt, sowohl in der Natur als auch im Bereich der Menschen
Da niemand dies mit der nötigen Ernsthaftigkeit erwartet, wird es die Menschen unvorbereitet treffen
Das angekündigte Heer Hareiars wird sehr bald in voller Stärke heranziehen
Da die Menschen davon nicht ausgenommen sein werden, ist zu erwarten, dass es unter dem Druck der Armee von Hareiars zu großen Spannungen in der menschlichen Gesellschaft kommen wird und nur mit höchster innerer Demut wird es möglich sein, dies zu überstehen
Andernfalls wird das Innere des Menschen von einem schrecklichen Wirbel erfasst, der immer dann entsteht, wenn das jetzt wirkende wesenhafte Heer mit Furien und Harpyien über den Menschen zusammentrifft
Wer auch nur den geringsten Anflug von Wut, Hass oder Gedanken an Schaden für andere Menschen in sich aufkommen lässt, wird sofort von seinem festen inneren Boden losgerissen und die Kräfte des Wesenhaften werden ebenso stark an seiner Hülle rütteln, wie es bei einem mächtigen Sturmwind geschieht
Möge manches Geschehen, das sich zum Teil schon auf der grobstofflichen Ebene abspielt, für jeden eine große Warnung sein, dass das Wichtigste heute, das zugleich der wirksamste Schutz ist, die eigene innere Reinheit des Menschen ist
Neben dieser Reinheit ist es auch das Wissen, das vom Menschen gefordert wird, damit er es sich rasch aneignet, denn er darf im Räderwerk der ernsten Geschehnisse der heutigen Zeit nicht unkundig bleiben
Wer unwissend ist, kann nicht bestehen, denn Unwissenheit wird ihn vor dem wesenhaften Geschehen nicht schützen
Er kann den vielmals stärkeren Kräften nicht mit Überheblichkeit gegenüberstehen, Kräften, die mächtiger sind als alle irdische Technik der Menschen zusammengenommen und die zugleich in ihrem Wirken nur auf den Ruf eines menschlichen Geistes hören, der von reiner Kindlichkeit erfüllt ist
Wer sich hierin jetzt nicht weiter vorwärts bewegt, der bleibt beständig den Schlägen ausgesetzt, die kommen müssen, denn zur Erde herab werden sie im Reinigungsgeschehen getragen durch die Forderung der Worte des Herrn, die vor Jahrzehnten auf dieser Erde gesprochen wurden
Nun, vom Parsifalstrahl verstärkt, wälzt sich alles zur Erde hinab, damit sich das Wort an der Menschheit bis zum letzten Buchstaben erfüllen kann
Wer sich nicht beugt, der wird Schaden erleiden
Es handelt sich dabei nicht um einen irdischen Schaden, der schließlich doch immer wieder ausgeglichen und ersetzt werden kann; es handelt sich nicht einmal um das irdische Leben der Menschen, denn auch dieses ist nur ein Teilstück des wirklichen Seins, sondern jetzt geht es um etwas ungleich Wichtigeres und Kostbareres
Es geht um das heilige göttliche Gericht über den Menschengeist, der in all dem zu bestehen hat und hindurchgehen muss und dabei dauernde Reinheit und kindliches Vertrauen zum Lichte bewahren
Wirklichen Schaden zu erleiden bedeutet für den menschlichen Geist, dass er wegen seines schlechten Handelns vom Lichte weiter abgedrängt werden muss bis an die Grenze der Vernichtung des bewussten Ich
Das ist für den Geist der schwerste und schmerzlichste Schaden
Alles andere gegenüber dem, was die Menschen „Schäden“ nennen und auch fast immer als Schäden und Leiden erleben, ist in Wirklichkeit nichts im Vergleich zu diesem Sich-selbst-Zufügen eines geistigen Schadens, der den geistigen Funken an jene Grenze heranbringt, an der er unter dem Druck seiner unreinen Fäden das Bewusstsein seines Ich für immer verlieren muss
Deshalb ist es für den heutigen Menschen das Wichtigste, immer rein und ruhig in seinen Gedanken und Taten zu bleiben, denn jede Regung dunklerer Art ist eine große Belastung, die den Geist nur vom Licht entfernt, auch wenn er von Zeit zu Zeit auch lichtere Momente erlebt
Das Dunkel steht heute unter dem Druck der wesenhaften Erfüllung, und deshalb wird der Mensch mit jedem Anflug von Unschönem im Inneren sofort weiter vom Licht weggedrängt
Der Geist muss sich dann immer weiter nach unten bewegen, da er nicht die Kraft hat, dem mächtigen reinigenden Druck der wesenhaften Art zu widerstehen
Darum muss er schließlich Schaden leiden, indem er sich in seinem Zorn und in seinen Unreinheiten aller Art vom Lichte entfernt und am Ende verworfen werden muss als einer, der in diesem herrlichen göttlichen Schöpfungswerk keinen Platz mehr findet
In dieser Art wirkt nun Thonoruns Heer, und auch andere Hohe wesenhafte Diener arbeiten an der großen Reinigung dieses Abschnittes der Schöpfung, damit sich das Wort des Herrn, das das Gericht bringt, erfülle
Es ist also höchste Zeit, wachsam zu sein und zu erkennen, was vom Licht und was vom Dunkel stammt, denn nur so kann jeder Mensch seine Reife und sein klares inneres Wissen unter Beweis stellen
Und für dieses Erkennen ist ein Wissen nötig, das oft ein wichtiger Bezugspunkt für die rechte Entscheidung des Menschen ist
Entscheidet er sich falsch – sei es aus Bequemlichkeit, Unwissenheit oder aus seiner verbogenen seelischen Grundlage heraus –, dann droht ihm sofort ein unerwartetes Geschehen
Und dieses Erleben ruft im Inneren eine Reaktion wach, die im Falle von Zorn und Hass Fäden zum Dunkel knüpft, und diese drängen den Geist noch weiter vom Lichte fort
Deshalb ist der Ruf nach Reinheit und Ruhe im Inneren und in den Gedanken des Menschen so laut
Das kindlich reine, vertrauensvolle Erleben jedes Augenblickes des Tages ist das Allerwichtigste, was der Mensch heute beherrschen kann und muss
Schauen wir uns nur einmal gut um
Überall um uns her wirken mit starkem Druck Kräfte, die dieser Erde die Befreiung aus der Knechtschaft des Dunkels bringen
Der Weg des Grals – Zusätzliche Texte – 5. Juli 2021
Übersetzung aus dem Tschechischen
Thonorunovo Vojsko
https://www.cesta-gralu.cz/thonorunovo-vojsko/
