Nosso Lar – Eine Reise hinter den Vorhang

Eine Wassertropfen auf einem Blatt, der die Skyline einer Stadt reflektiert.

Manche Bücher legt man nicht einfach beiseite, wenn die letzte Seite gelesen ist. Sie bleiben, sie arbeiten in einem weiter. „Nosso Lar“ gehört zu diesen Werken. Es ist der Bericht eines Mannes, der als angesehener Arzt starb und feststellen musste, dass sein Wissen über das Leben gerade erst begann.

André Luiz erzählt ohne Beschönigung. Er beschreibt die Dunkelheit, in der er sich nach seinem Tod wiederfand, die Verwirrung, das langsame Begreifen. Und dann die Ankunft an einem Ort, der alles veränderte – einer geistigen Kolonie namens Nosso Lar, in der Menschen leben, arbeiten, heilen und lernen. Eine Stadt, die funktioniert wie ein lebendiger Organismus, getragen von Mitgefühl und dem stillen Einverständnis, dass niemand je fertig ist mit dem Wachsen.

Ich übersetze dieses Buch gerade ins Deutsche, Kapitel für Kapitel, neben allem anderen, was das Leben so mit sich bringt. Das bedeutet: Hier entsteht etwas nach und nach. Wer mag, kann wiederkommen und zusehen, wie die Geschichte wächst – ein bisschen so, als würde man selbst langsam durch die Straßen dieser fremden und doch seltsam vertrauten Welt spazieren.

„Das Leben versiegt nicht; es ist ewiger Quell. Unser Wirken aber ist der heilige Raum, in dem es Gestalt gewinnt.“ — André Luiz

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