Wer sich dem Unwerten verschreibt, den wird es zerstören

Dramatische Berglandschaft bei Gewitter mit Blitz und dunklen Wolken.

Diese Worte sind ein Gericht, das vor allem all jene Menschen schwer trifft, die das Wollen nach Unreinheit und Bösem in sich tragen

Die Worte gelten jenen, die hier auf Erden bisher nur gehandelt haben, um ihre Wünsche und Begierden zu befriedigen, wobei deren Erfüllung oft anderen Menschen Schaden und Leid zugefügt hat

Es ist jedoch nicht nur ein Gericht für jene, die bereits ganz in die Tiefen der allem reinen Menschentum fernen Finsternis versunken sind, sondern die Warnung „Wer sich dem Unwerten verschreibt“ gilt auch für all jene, die in der Lauheit des Geistes in einer Vielzahl fesselnder Nebenwege hängen geblieben sind, denen sie einen größeren Teil ihrer inneren Kraft widmeten, als es durch die Göttliche Weisheit für die Wege des Menschengeistes in der Nachschöpfung vorgesehen war

Für all jene, die sich allzu sehr in der Erfüllung jener Wünsche verstrickt haben, die nicht aufwärts zum Lichte führen, droht nun, dass sich auch an ihnen im kommenden Geschehen das in den Worten „Wer sich dem Unwerten verschreibt“ enthaltene Gericht erfüllen wird

Dieser Ruf, der sich durch das Universum nähert, trägt in sich die Erfüllung der Worte des Ersten der Gebote Gottes: „Du sollst keine anderen Götter neben Mir haben!“

Wer sein Wollen zum Lichte, also zu Gott, im Inneren von Nebenwünschen überwuchern ließ und sich ganz deren Verwirklichung in den Stofflichkeiten hingab, der wird bald völlig unerwartet zur Erkenntnis einer verhängnisvollen Abirrung von jenem Wege gelangen, der seit Beginn der Entwicklung in der Nachschöpfung in höchster Fürsorge des Lichtes für jeden menschlich-geistigen Keim liebevoll bereitet ist

Dies wird die Menschheit völlig überraschend treffen, und nur wenige Menschen werden darin Segen erleben dürfen, wenn sie in dieser Hinsicht vom Lichte als die, die das hohe Ideal der Harmonie und Reinheit wahrhaft erfüllen, befunden werden

Doch auch heute gibt es unter den Scharen der Erdenbewohner solche Menschen, die sich ihre Reinheit und eine gesunde Einstellung zum Leben bewahrt haben

Leider jedoch ist ein Großteil in die falsche Richtung abgebogen und der Verlockung des Versuchers erlegen

Durch alle Schicksalsfäden eilt nun unter der Einwirkung der Vaenen all das den Menschen auf der Erde entgegen, was jemals an Wünschen, Gedanken und Taten des Menschen gesät wurde

Einem Blitzschlag gleich wird es herabfahren, um schließlich mit der vom Lichte ausgehenden Kraft alle verbleibenden Fäden zu verbrennen, die noch viele der menschlichen Seelen in jenen Ebenen der Stofflichkeiten halten, wohin sie nicht gehören, falls sie sich mit ihrem inneren Wollen bereits stark mit dem Dunkel verbunden haben

Es gleicht einem lebendigen elektrischen Vorgang, in dem über die von jedem Menschen selbst gespannten Verbindungsfäden eine Hochspannung zu ihm läuft, die sich gemäß dem Gesetz der vervielfachten Rückwirkung für all das angesammelt hat, was er selbst in die Schöpfung eingebracht hat

Und es naht vieles herbei, das unversehens einen völligen Umschwung im Leben der gesamten Menschheit bringen wird, wie es bereits in früheren Texten besprochen wurde

Nach und nach wird sich dies auf irgendeine Weise an jedem Menschen erfüllen

Wer sich dem Unwerten verschreibt, den wird es zerstören

Damit ist ausgedrückt, dass das, was der Mensch in sich kultiviert hat, wovon er am meisten ungesund abhängig ist und womit er Schaden in der Schöpfung anrichtet, er nun in seinem Leben unversehens ganz verlieren wird, er wird es einbüßen und trostlos entwurzelt werden

Zugleich wird er dadurch als ein geistiges Geschöpf gerichtet werden, das sich verloren hat, das sich in seinem freien Willen durch eigene Wünsche selbst versklavte und von der Richtung abwich, die zu einem freudigen Dasein führt

Was könnte noch schlichter sein und den Menschen zu einem ernsthaften Innehalten führen als dieser einfache Satz, der daran erinnert, dass sich in der Wechselwirkung alles an jedem Einzelnen zeigen wird, um gleichzeitig die gesetzmäßige Entwicklung der Ereignisse unter der richtenden Kraft des Lichtes auszulösen

Es wird nur das bleiben, was lebendig zum Lichte strebt, alles andere wird der Menschheit genommen werden

Doch alles, was nach Licht strebt, wird bis in den innersten Grund durchleuchtet und von allen Schlacken befreit, damit es schließlich in der reinsten Stufe der Demut gegenüber den Urgesetzen Gottes hell erstrahlen kann

Menschen, die in ihrem Streben zum Licht genügend Lebendigkeit in sich tragen, können sicher sein, dass ihnen alles, was sie für ihr aufrichtiges Bemühen im Leben benötigen, zuteilwird

Was jedoch dem Lichte fern ist, das wird verloren gehen, und es wird davon nur eine Leere im Erleben zurückbleiben

Die schlichte Kraft und Klarheit dieses Ausspruchs erscheinen vielen heute noch immer bloß wie eine harmlose Redensart, da sich vor den Augen der Menschen bisher nichts ereignete, was sie zu jenen unmittelbaren Erfahrungen geführt hätte, durch die sie die Tragweite dieses Schöpfungsgesetzes erkannt hätten – sei es, um es zu fürchten, sofern ihr Wollen dem Dunkel zuneigt, oder um darin eine vertraute Stütze zu finden, wenn ihr Inneres von reinem Streben zum Leben erfüllt ist

Die Erklärung ist ebenso einfach wie die Wirkung des Urgesetzes von Saat und Ernte selbst

Bisher war es so, dass die Zeit zwischen dem Ausbringen des Samens und der Ernte aus der Perspektive der Menschen zu lang war, denn vielen fehlte die Erkenntnis über die Fortdauer der menschlichen Seele sowie das entscheidende Wissen über wiederholte Erdenleben

Hätten die Menschen dies mehr verinnerlicht und ernsthaft den Weg zum Wesen der vollkommenen Gerechtigkeit gesucht, die bei der Geburt eines Menschen auf Erden wirkt, hätten sie schon längst die große Wahrheit über die Wirksamkeit des Gesetzes der Wechselwirkung und damit auch dieses Volksspruches erkennen können

Doch dies ist nun alles hinfällig, denn die Zeit für diese Suche ist vorbei

Die Zeit, welche die Menschen über Jahrtausende hinweg für diese Erkenntnis hatten, die ihnen die Augen für eine rechtzeitige Wandlung hätte öffnen können, ist bereits verstrichen

In der heutigen Zeit ist alles für einen Ausgleich bereit, der unter den Menschen mit unerwartet starken Wirkungen in Erscheinung treten und das lebendige Gesetz der Wechselwirkung erfüllen wird

Dies alles wird sich zudem derart verdichten, dass selbst jene Menschen, die bisher nur ein Lächeln dafür übrig hatten, zum Innehalten gezwungen sein werden, wobei ihr Gesichtsausdruck das innere Entsetzen über die endlich erfasste Warnung offenbaren wird, dass Gott und Seiner Gesetze nicht bis ins Unendliche gespottet werden kann

Nun nähert es sich einer gewaltigen Gewitterfront gleich der Erde, und die ersten Auswirkungen beginnen bereits, in das Leben aller Menschen einzugreifen

Wo bisher nur oberflächliche und allgemeine Leichtfertigkeit herrschte, die die Augen vor all den Unschönheiten und der Unnatürlichkeit unter den Menschen in all ihren bekannten Formen verschloss, dort wird nun die stärkste Rückwirkung entfesselt, die nach und nach alle verstandesmäßige Klugheit zum Schweigen bringt, welche stets geringschätzig auf jene Menschen herabblickte, die den Weg durch das Leben in Redlichkeit mit einem reinen Gewissen ihres Inneren gehen wollten

Die Erfüllung dieses nahenden Geschehens wird bei den Menschen auf der Erde einen völligen Umbruch in ihrer Einstellung zum Leben bewirken

Mancher Mensch wird sich unter dem Eindruck der heranrollenden Ereignisse noch im letzten Moment dazu entschließen, sich freiwillig zu seinen Verfehlungen zu bekennen, in dem Bestreben, sich vor den schweren Auswirkungen des Gesetzes der Wechselwirkung zu schützen

Ein solches Bekenntnis wird jedoch nichts nützen, wenn nicht gleichzeitig in ihm der lebendige Wille zu einer vollkommenen inneren Wandlung erwacht, was erst die wahre Grundlage für ein neues Leben ist

Und aus einem solchen Bekenntnis müssen natürlich auch Taten erwachsen, die sich in seiner neuen Lebenseinstellung im Umgang mit anderen Menschen sowie mit der Welt der Natur zeigen werden

Die Wucht des Auftreffens der Fäden der Rückwirkung wird sich zumindest teilweise abmildern lassen, wenn es beim Menschen noch im letzten Moment zu einer bedingungslosen Klärung seines Wollens in einem innigen Aufflammen der Entschlossenheit kommt, seinen Mitmenschen oder irgendeinem Geschöpf bei der Erfüllung seiner Wünsche nie wieder Schmerz und Leid zuzufügen

Auf diesen Zustand der völligen inneren Wandlung ist heute jedoch fast niemand der heutigen Menschen vorbereitet

Es fehlt hier an dauerhaftem, ernstem Bemühen, das sich doch bereits sichtbarer in den Taten der Menschen zeigen müsste

Das Wichtigste, was der Geist benötigt, um für sein inneres und äußeres wahre Freiheit zu erlangen, wird noch immer übersehen und beiseitegeschoben, es ist getrübt durch die bisherigen nebensächlichen Wünsche der Menschen

Von wahrer Freiheit des Menschen können wir jedoch nur dann sprechen, wenn ihm der Segen des Lichtes zufließt

Dies geschieht durch die Einordnung in die Schöpfungsgesetze

Alles andere ist nur ein vorübergehendes Durchsetzen menschlicher Wünsche

In den letzten Jahrtausenden war die Menschheit noch nie von solchen Lebensbedingungen umgeben, wie es heute in den Staaten der westlichen Zivilisation der Fall ist

Dennoch führt dies weder zu Dank noch zu reinem, innigem Gebet, sondern ist lediglich der Anlass für neue Wünsche

Von der Erfüllung ihrer niemals endenden Wünsche völlig überflutet, ahnen die Menschen nicht, dass sich über ihnen die Himmel zur Vollstreckung des Gottesgerichts öffnen

Die Mehrheit widmet ihre Aufmerksamkeit nichts anderem als der täglichen Erfüllung ihrer kleinen Pläne, die sie sich trotz aller Fehlgriffe und Schäden, die sie anderen Geschöpfen in der Schöpfung damit zufügen, erkämpfen wollen

Dies ist deshalb so, weil der größte Teil der Erdenmenschheit in dem Glauben lebt, dass es ein gerechtes Gesetz der Wechselwirkung nicht gäbe

Sie erhoffen sich, dass es so abläuft, wie es ihr begrenzter Verstand begreift

Nur wenn sich ihnen ein für sie begreifliches Geschehen in den Weg stellte, das sie auf grobstoffliche Weise von Gott und seinen Gesetzen überzeugte, würden sie erschrecken

Erst dann wären sie bereit, sich mit dem Thema der göttlichen Gerechtigkeit zu befassen

Niemals haben diese Menschen ernsthaft ergründet, wie der Verlauf der Entwicklung in den stofflichen Bereichen der Nachschöpfung festgelegt ist, in denen das Gesetz der Wechselwirkung mit derselben unbestechlichen Gerechtigkeit wirkt wie in den feineren Ebenen des Schöpfungswerkes

Wenn die Menschen sich ernsthaft damit beschäftigten, könnten sie mit ihrer Erkenntnis allmählich in jene Fäden eindringen, die der Mehrheit der Menschheit in ihrer oberflächlichen Betrachtung noch verborgen bleiben

Sie würden feststellen, dass die göttliche Gerechtigkeit nicht nur an das eine Erdenleben der Menschen gebunden ist, sondern dass sich der große Kreislauf von Saat und Ernte aller Schwingungen des geistigen Wollens in einem viel weiteren Umfang der Nachschöpfung vollzieht

Dass also der gerechte Kreislauf der Wirkungen der Wechselwirkung, der sich in den Schicksalsfäden jedes einzelnen Menschen befindet, mit höchster meisterhafter Feinheit und Präzision von den zahllosen regen Händen der Vaenen verwaltet wird – jener wesenhaften Diener Walhalls, die durch den Willen von O-dio-nar beständig in direkter Verbindung mit dem Göttlichen Willen dienen, welcher einheitlich alle Stufen der Stofflichkeiten in der Nachschöpfung durchdringt

Im Werke Gottes gibt es keine Trennung von der diesseitigen und der jenseitigen Welt, sondern alles setzt sich über die Grenzen der irdischen Grobstofflichkeit hinaus fort, um schließlich mit dem Menschengeist in der Fortsetzung seines Weges bei seiner Neugeburt im Leben auf Erden wieder zurückzukehren

Die Vaenen stehen über diesen Stofflichkeiten und wirken in die einzelnen Stufen als Lenker hinein, die diese Ebenen ganz durchwirken, um die Wege des Menschengeistes zu führen

Diese Verbindung der Vaenen, der Verwalter der Fäden des menschlichen Schicksals, gewährleistet die vollkommene Übereinstimmung mit der Göttlichen Gerechtigkeit

Die Vaenen selbst stehen unter dem Druck dieser Gerechtigkeit, und eine einzige Abweichung in ihrem Weben würde sofort ihre Trennung und Auflösung im Getriebe der Kräfte bedeuten, die wiederum noch höher über ihnen selbst stehen

Doch keiner der Vaenen, dieser treuen Diener, fürchtet so etwas, denn ihr wesenhaftes Innere ist erfüllt von höchster Freude darüber, ganz im Schwingen der Wirkungen des Gotteswillens handeln zu dürfen und aus diesem Willen heraus jedem Menschen beständig ein Schicksal zu weben, in dem alles enthalten ist – von den größten Taten bis hin zu den geringsten Schwingungen der Empfindungen und Gedanken

Nach und nach würden die Menschen auch erkennen, dass die Art und Weise, wie die Früchte ihrer eigenen Saat zu ihnen zurückkehren, durch die höchste Weisheit zur Erfüllung geführt wird, die darin wiederum so wirkt, dass jedem Gerechtigkeit zuteil wird, in der stets all das enthalten ist, was das Göttliche als allesbelebendes Licht in die Schöpfung ausstrahlt – also zugleich auch die helfende Liebe

Bisher vermochten viele Menschen sich darin nicht richtig umzusehen, weil ihnen dabei ihr Verstand ein großes Hindernis war, der sie für alle Überlegungen nur in der Dimension der groben Stofflichkeit der irdischen Welt gefangen hielt

Alles, was darüber lag, entzog sich der Reichweite des Verstandes, wurde dadurch unbestimmt und vor allem für die Welt der Menschen unerreichbar

Aufgrund dieser Unerreichbarkeit wurde alles, was mit den Schöpfungsgesetzen und deren Auswirkungen auf die Menschenwelt zusammenhing, leichtfertig beiseite geworfen

Den Verstandesmenschen erscheint es auch heute noch als fern

Eine beängstigende Nähe tritt erst in jenem Augenblick ein, wenn Styx unmittelbar an diese Menschen herantritt und unerbittlich den Schritt in die nächsten Sphären der Schöpfung fordert – was zwingend das Ablegen des irdischen Körpers bedingt

In diesem Moment verliert jeder Spott seine Grundlage, denn der Mensch empfindet plötzlich, dass um ihn, an ihm und in ihm Dinge geschehen, die seine eigene Macht weit übersteigen

Doch dies wird sich nun ändern, denn der Mensch wird den Zustand, in dem Styx in seiner Nähe steht, unmittelbar erleben müssen

Plötzlich wird sein gesamtes Leben zusammenbrechen und er wird all das verlieren, woran er mit der Kraft seines Wollens hing und was ihn nicht zur Harmonie und zum Licht führte

Er wird all das verlieren, was in ihm krankhaft wucherte und bei ihm bis zur fesselnden Abhängigkeit angewachsen war

Man kann sagen, dass das ganze Geflecht seiner Abhängigkeiten schwer getroffen wird, während vor seinen Augen all das zerfällt, was ihn bisher in unersättlichem Wollen vorwärtsgetrieben hat

Wenn dann vom Menschen nicht genügend starke Fäden gewebt werden, die zu lichten Zielen führen, dann bricht für ihn unerwartet die Welt zusammen, und er bleibt aus seiner bisherigen Lebenseinstellung herausgerissen zurück

Und dies wird durch die starke Spannung schließlich auch zur geistigen Umnachtung des Verstandes führen

Von Wut gepackt, wird er alles andere als sich selbst für den Grund seines Zustandes halten

Unzufriedenheit und Raserei werden dem darauffolgenden Zustand völliger Leere vorausgehen

Ein solcher Zustand wird von Ärzten für einige Zeit als psychische Erkrankung bezeichnet werden

Erst nach einiger Zeit wird man unter den Menschen erkennen, dass dies die Wirkung der Erfüllung des Gottesgerichtes ist

Tatsächlich wird die Ursache eines solchen Zustands in der inneren Erstarrung und dem Versagen der geistigen Entwicklung liegen, wodurch sich der Mensch unter dem Druck der Schicksalsfäden dem Verlust seines bewussten Daseins nähert

Diese Verschiebung wird als selbsttätiger Vorgang eine Änderung der Blutausstrahlung mit sich bringen, was sich natürlich auch in der Tätigkeit des Vorderhirns als dem dienenden Werkzeug des Verstandes äußern wird

Im Gesichtsausdruck und in den Augen der derart betroffenen Menschen wird man das Erlöschen ihres inneren Lebens beobachten können, obwohl sie irdisch bewahrt bleiben, um als warnende Mahnung für die übrigen Menschen weiterzuleben

Dieses Geschehen ist bereits ganz nah und wird eine Änderung im Verhalten eines Großteils der Menschen herbeiführen

Daher sollte jeder sehr genau abwägen, wofür er lebt und was seine Wünsche oder scheinbar harmlosen Neigungen in Wahrheit sind

Wo auch immer das Wollen zu sehr von der natürlich gesunden Ebene des Daseins abweicht, die durch göttliche Weisheit gegeben ist und von hohen wesenhaften Dienern in den Stofflichkeiten behütet wird, bildet sich eine starke Beeinflussung heraus, die das Denken und die Wünsche des Menschen in seitliche Sackgassen lenkt

Infolgedessen sind gleichzeitig stets lebendige Verbindungen mit Fäden entstanden, die von den Vaenen gewebt werden und die sich in der herannahenden Flut des Lichtes auf dieser Erde auswirken müssen, um anschließend zu zerfallen

Durch das Stocken der Entwicklung kommt der Geist auf seinem Weg nicht mehr weiter

Der Zustrom des Lichtes wird den Zusammenbruch aller ungesunden und nebensächlichen Dinge bringen, die den Menschengeist langfristig von der gottgewollten, durch helfende und erfrischende Ströme geförderten Entwicklung in der Nachschöpfung ablenken

Geschützt bleibt nur, wer von nichts Irdischem ungesund abhängig ist und wer eine lebendige Verbindung zur Harmonie des Ausgangspunktes des Schöpfungswerkes bewahrt, aus der er genügend Stärkung und freudige Ermutigung schöpfen darf

Diese Stärkung fließt dem Menschen einzig durch solche Taten zu, die für andere zu deren Hilfe und Ermutigung auf dem Weg zur geistigen Heimat vollbracht werden

Doch auch hier tappen viele Menschen im Dunkeln und tragen Verwirrung in ihrem Inneren, da sie nicht wissen, wie sie die Richtigkeit ihres Weges erkennen sollen

Dabei ist es so einfach

Wenn der Mensch durch das Leben geht und dabei so empfindet, denkt und handelt, dass er anderen Menschen ein Helfer ist, der all ihre reinen Hoffnungen unterstützt, wenn er bereit ist zu arbeiten und mit dem innigen Wunsch zu schaffen, freudig mit anderen Menschen zu leben, dann hält er das sicherste Seil in seiner Hand, das ihn sicher durch alle Ereignisse führen wird, die sich nun in der Wirkung des Parsifal-Strahles der Erde nähern

Er braucht nicht einmal besonders daran zu denken, solange sein Inneres von dem innigen, arglosen Verlangen brennt, am Aufbau einer besseren Menschenwelt mitzuhelfen, damit das reine Licht des Geistes Gottes in allem leuchten kann

Arglosigkeit oder auch reine Kindlichkeit ist darin jedoch eine grundlegende Bedingung, denn sie bildet einen scharfen Unterschied zu dem heute oft noch äußerlich fast ähnlich erscheinenden, aber rein auf Außenwirkung bedachten Handeln, das jedoch in nicht wenigen Fällen nur die Befriedigung persönlicher Sichtbarkeit zum Ziel hat

Wo dieses Wollen nach Geltung die Hauptkraft ist, dort fehlt es an der notwendigen Reinheit, und wenn die Zeit kommt, wird ein solches Bemühen zwangsläufig ins Verderben führen

Wenn er sich selbst betrachtet, kann er klar erkennen, welche Grundlage in ihm erklingt, wenn er sich bemüht, anderen Menschen zu helfen

Der stärkste Klang soll Freude sein, reine Begeisterung, Ehrfurcht vor den anderen und auch die Fähigkeit, sich über die Erfolge der anderen zu freuen

Demgegenüber werden Menschen, denen es nur um den äußeren Schein geht, sofort versuchen, andere zu untergraben und zu schaden, wenn die Umstände ihren eigenen Interessen entgegenstehen

Sie werden ohne Zögern überall angreifen, und sich nicht darum kümmern, dass sie viele Bemühungen ihrer Mitmenschen, die nach einer besseren Welt streben, untergraben und vernichten

Und genau dies alles ist tief in den Religionen, in der Politik, im Handel und überall dort verwurzelt, wo Menschen um jeden Preis selbst sichtbar sein und ein Echo auf sich und ihre Arbeit hören wollen, weil sie sich im Inneren stark nach Resonanz und Bewunderung sehnen

Demgegenüber finden wir jedoch glücklicherweise neben diesen innerlich unreinen Menschen auch noch das wirklich freudige und demütige Bemühen vieler, die erkannt haben, dass sie nur im Wunsche nach dem Glück anderer Menschen durch das Gesetz der Wechselwirkung Glück für sich selbst schöpfen können

So gilt heute ganz besonders: Wenn zwei das Gleiche tun, so ist es noch lange nicht dasselbe

Äußerlich mag jede Arbeit eines Menschen als groß im Nutzen für andere erscheinen; doch wenn der Antrieb dazu seinen Ursprung im persönlichen Verlangen hat, hervorzuragen, dann ist es kein Dienst an Gott, sondern nur ein Dienst an sich selbst und dem persönlichen Willen nach Geltung

Wenn ein Mensch tiefer in die Kräfte hineingeht, die hinter dem Handeln der Menschen stehen, und das Gute vom Schlechten unterscheiden möchte, dann wird er die Fäden der Vaenen deutlich erkennen, die von jedem Menschen ausgehen und genau die Farbe seines inneren Wollens tragen

Die Menschen können mit Gewissheit lernen zu erkennen, in welchem Menschen wahre Liebe wohnt und wo sich hinter blumigen Worten ein ungesundes, übersteigertes persönliches Ziel verbirgt

Die Fäden der Vaenen machen dies nun, kurz vor dem gipfelnden Zustrom des Lichtes zur Erde, für jeden Menschen mehr als offensichtlich

Es ist, als würde über den Menschen, über jedem einzelnen Menschen, genau das abgebildet, was sein Inneres widerspiegelt

Es ist den Vaenen gar nicht möglich, dies für die Wahrnehmung der Menschen noch sichtbarer zu machen, denn es ist doch für jeden, der es nur wirklich sehen will, offensichtlich genug

Es genügt, mit offenen, unvoreingenommenen Augen hinzusehen

Überall dort, wo das Licht wohnt, finden wir auch heute Ruhe und Frieden mit reinem Schaffen

Umgekehrt wuchert dort, wo Dunkelheit herrscht, das krankhafte Bestreben, die ruhigen Bemühungen lichtstrebender Menschen durch Angriffe und Beschmutzung zu schädigen

Wenn jemand dies nicht in aller Schlichtheit schauen will, dann ist dies ein Zeichen seiner eigenen Unbeweglichkeit und des Schlafes seines Geistes

Nun kann jeder sehen, wo sich über einem Menschen Fäden des Segens spannen und wo die Verbindungsfäden schwingen, über die bald ein scharfer Schlag des Lichts niederfahren wird, der einen Sturz in trostlose Lähmung bringt

Obwohl die Welt heute so erscheint, dass die Menschen noch zweifeln, ob so etwas kommen kann, eilt es bereits durch das Universum und nähert sich mit jedem Augenblick dieser Erde

Erinnern wir uns: „Wer sich dem Umwerten verschreibt…“

In jedem Augenblick können wir dies als Schablone für das anwenden, was zum Lichte strebt und was dem Lichte fern ist

Schließlich wird auch ganz irdisch all das offenbar werden, was sich im Inneren der Menschen abspielt, damit es nach außen unter dem Druck des Lichtes für alle ersichtlich wird und so jeder in seinen Beweggründen für die anderen lesbar werden kann

Niemand kann dem entgehen, niemand kann sich davor verbergen

Innerlich reine Menschen müssen dies mit Freude begrüßen, denn es bringt zusammen mit dem Gottesgericht die Zeit herbei, in der sich auf Erden die Ereignisse so ordnen werden, dass sich vor all jenen, die im Bunde mit dem Lichte ihr Wollen klar und frei bewahrt haben, eine neue Epoche der geistigen Befreiung eröffnet

Wie im Inneren, so im Äußeren

Dies ist die Forderung, die sich der Menschheit nähert und die unerbittlich alle Geheimnisse der innersten Wünsche der Menschen enthüllen wird

Unter diesem Druck werden Milliarden Menschen in Erstarrung verfallen, denn sie rechnen nicht damit, dass ein solches Geschehen über sie hereinbricht und ihre tatsächlichen Wünsche, von denen sie täglich durchdrungen sind, zum Vorschein bringt

Für die Mehrheit bedeutet dies den Zusammenbruch, denn aller trügerische Glanz wird abfallen, dessen sich der Verstand bisher bediente, da er erkannte, wie leicht sich Mitmenschen durch Worte und Taten täuschen lassen

Alle Mittel, die dem Verstand bisher genügten, um die wahren Beweggründe zu verbergen, werden versagen, und das wirkliche Wollen wird in völliger Blöße vor den anderen Menschen stehen

Es wird nicht möglich sein, dies aufzuhalten, denn unter dem Druck des Lichtes werden die Menschen es selbst tun und ihre tatsächlichen Wünsche und Beweggründe offenbaren

Mit Ruhe kann also jener die heutige Entwicklung der Welt beobachten, der selbst im Inneren rein und kindlich arglos in seinem Wunsch nach dem Guten ist

Doch solcher Menschen gibt es nicht viele auf Erden

Überwiegend finden wir Menschen, die in sich selbst um den Sieg des Lichtes ringen

Diese müssen sich mit all ihrer Kraft aufraffen und mit Aufrichtigkeit anderen Menschen umfassend und bedingungslos Gutes wünschen

Alles andere können sie vertrauensvoll dem Willen Gottes überlassen, der nun direkt die Hände der hohen Wesenhaften führt, damit diese einen Druck gegenüber der Menschheit ausüben, wie er hier noch nie in solcher Stärke und Ausdauer vorhanden war

Die Vaenen, treue Diener wesenhafter Art, begrüßen festlich gekleidet dieses Geschehen, und ihr Wunsch ist das Sichtbarwerden von allem, was sich als wirklicher Kern im Inneren der Menschen befindet

Damit erfüllt sich die ihnen vom Herrn gegebene Verheißung, dass ihr oft so schmerzvolles Weben bei jedem Menschen einen gerechten Ausgleich erfahren wird, da auch sie dadurch von dem Schmutz befreit werden, den sie bisher unter der Gewalt des Willens unreiner Menschen in die Schicksalsfäden zu weben gezwungen waren

Niemand wird dem entgehen, ob er nun hier oder dort ist

In den Welten der feineren Stofflichkeiten vollzieht sich bereits seit Jahrzehnten – nach irdisch-menschlicher Zeit gemessen – eine streng gerechte Sichtung aller Seelen

Scharen seliger Seelen freuen sich über die Reinigung, welche die Nachschöpfung durchdringt, damit sich unter der Führung Parsifals für die neue Zeit in allen Sphären nur noch reines Streben zum Lichte und zur Wahrheit verankert

In den Welten der feineren Ebenen der Stofflichkeit brechen ganze Teile zusammen und verschwinden, in denen Scharen dogmatischer Anhänger von Glaubenslehren und Religionen, Philosophien und Anschauungen verschiedenster Art verweilten

In Lebendigkeit erneuern sich ganze Teile der feinstofflichen Sphären, wo sich die bereits von allem Belastenden befreiten Seelen entfalten können, die nach Freiheit und eigener Selbstständigkeit dürsten, welche der Funke geistiger Art zur eigenen Stärkung und Entwicklung benötigt

Alles durchdringt ein einheitlicher Geist freudigen Schaffens, der nur ein Ziel sucht – die Befolgung der Urgesetze der Schöpfung

Nur die Erkenntnis dieser Gesetze verleiht der geistigen Art die Freiheit und Reife zum Wirken, sofern sie in weisem Einklang in Übereinstimmung mit diesen Gesetzen aufbaut und schafft

Durch diese Gesetze kann der Menschengeist die Größe des Schöpfers, des Heiligen Gottes, richtig und ehrfurchtsvoll erkennen

So wandelt es sich an allen Orten, und alles entwickelt sich in starker Bewegung freudig hin zur völligen Gesundung der Nachschöpfung, die unter der direkten Einwirkung des Gotteswillens von den unheilvollen Nachwirkungen der ersten Etappe ihres Bestehens befreit wird, in der sich die Lauheit der Menschengeister – verstärkt durch das Prinzip der Versuchung Luzifers – so unheilvoll geäußert hat

Hinab in die Tiefen stürzt alles, was sich bisher in Erstarrung als Hindernis dem freien Aufstieg des Geistes zum Lichte, zu Gott, entgegenstellte, DEM man sich nicht durch religiöse Riten nähern kann, sondern nur durch einen reinen, von Weisheit und Harmonie erfüllten Menschengeist

Und dieses reinigende Geschehen kommt nun auch auf die Erde, um all das zu sichten, was sich gerade hier befindet

Nur das, was in sich die helle, strahlende Flamme des Strebens nach geistiger Reinheit trägt, nur das wird im kommenden Geschehen Unterstützung und Segen finden

Alles andere, was sich im Inneren von Gott getrennt hat und nur seine eigenen Ziele mit den verschiedensten Beweggründen und Begierden verfolgt, all das wird offenbar werden, sodass es sofort verurteilt und vernichtet wird

Wer ahnt, dass eine Zeit großer Gärungsprozesse unter den Menschen vor uns liegt, der erkennt es richtig

Wir sollten uns jedoch mutig eingestehen, dass auch wir selbst davon nicht ausgenommen sein werden und dass auf jeden von uns der Druck lasten wird, die Früchte dessen zu ernten, dem wir uns selbst verschrieben haben

Niemand sollte sich daher mit anderen Menschen befassen, solange er selbst nicht das reinste Leuchten eines kindlich arglosen Wollens nach dem Guten in sich trägt

Dies erfordert nicht wenig Kraft, denn an jeder menschlichen Seele auf Erden haftet etwas von den Schlacken der eigenen Nebenwünsche

Wer es vermag, durch alles hindurchzugehen und im Druck des herannahenden Lichtes zu bestehen, der wird dann keinen Wunsch mehr in sich tragen, seine Mitmenschen anzugreifen, sondern er wird nur noch Wege zur gemeinsamen Harmonie suchen, die der einzige von Gott bestimmte Weg zur wahren geistigen Heimat der Menschen in den Ebenen des ewigen Paradieses ist


Wer sich dem Unwerten verschreibt, den wird es zerstören

Čím kdo zachází

https://www.cesta-gralu.cz/cim-kdo-zachazi

Der Weg des Grals – Zusätzliche Texte – 17. August 2021

Ein stilisiertes, weißes Rosenmotiv mit Blättern auf schwarzem Hintergrund.

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