Die Entwicklung des kommenden Geschehens

Groß ist die Zahl der Menschen, die heute gerne im Voraus wissen möchten, wie sich alles weiterentwickeln wird und was noch alles auf sie zukommt.
Viele von ihnen suchen verzweifelt nach Antworten auf die Fragen, wie sich die Dinge verändern und gestalten werden, und dies möglichst bis in die kleinsten Einzelheiten.
Den einen treibt dabei die Sorge um den angesammelten Besitz an — ein anderer möchte wissen, wie sehr es jene Gewohnheiten beeinflussen wird, die er sich zur Befriedigung seiner täglichen Bedürfnisse angeeignet hat — viele weitere wollen erfahren, wie ihre Geschäfte künftig laufen — oder aber ein ganz anderer Teil der Menschen fragt sich, wie es das Reisen um die Welt betrifft, an das sie sich derart gewöhnt haben, dass sie es heute für völlig selbstverständlich halten, am einen Tag noch zu Hause zu sein und sich bereits am nächsten am entgegengesetzten Ende der Erde zu befinden.
Und wieder andere Menschen möchten Vorhersagen natürlicher und kosmischer Art für ganze Jahre im Voraus kennen, um zu wissen, wie es um ihre wirtschaftlichen Profite bestellt sein wird und ob es überhaupt Sinn hat, sich hier auf der Erde noch auf neue Pläne einzulassen.
Darin liegt unter anderem die Antwort darauf, warum gerade jetzt so viele wissenschaftliche Forschungen auftauchen, die sich mit allen möglichen Belanglosigkeiten beschäftigen.
Die Menschen zerpflücken bis ins unendliche etwas, das sie eigentlich niemals richtig erkannt haben.
In ihrer empfindungslosen Art versuchen sie, in die Natur einzugreifen, in dem Bestreben, sie zu beherrschen, ohne zu ahnen, welche Kräfte sie dadurch in Bewegung setzten.
Alle erwähnten Aspekte beweisen dabei gemeinsam, wie sehr viele Menschen mit ihrer Konzentration allein an materiellen Interessen hängen.
Ein Teil überlegt sogar so, dass sie, falls sie selbst bereits heute die weitere Entwicklung des Geschehens kennen würden, daraus einen Gewinn ziehen könnten, indem sie diese Nachrichten zu Geld machen oder irgendwie als Vorteil gegenüber anderen Menschen nutzen.
So und nicht anderes ist der heutige Zustand der Menschen.
Neben den Materialisten gibt es aber auch Menschen, die der kommenden Zeit aus anderen Beweggründen mit Sorgen entgegenblicken.
Sie werden von Gedanken getrieben, die aus geistigen Sorgen um sich selbst sowie um ihre Nahestehenden und Freunde entspringen.
Jeder wünscht sich, dass sich die Umstände für ihn günstig entwickeln und dass alles Unheilvolle, sofern es auf die Erde kommen soll, entweder gar nicht erst zu ihm selbst gelangt oder zumindest in einer Form eintrifft, die für seine menschlichen Kräfte bewältigbar ist.
Viele Menschen ahnen bereits deutlich, dass sich über der Erde ein Gewölbe öffnet und sich aus den Ebenen darüber Fäden ziehen, die jeden einzelnen Menschen zur Ablösung der Fehler aus der Vergangenheit zwingen.
Unterbewusst klingt dies im Inneren eines jeden Menschen an, sofern er nur bereit ist, seine Aufmerksamkeit darauf zu richten.
Es klingt durch den Raum, und viele Ereignisse am Himmel zeugen immer deutlicher davon.
Dies ist jedoch kein Grund zur Furcht, sondern einzig und allein eine starke Aufforderung zur Tat.
Alles wird in Bewegung gesetzt.
Was derzeit am meisten belebt wird, ist jener geistige Ruf im Inneren der Menschen.
Bisher blieb dies bei der Mehrheit überwiegend verschüttet, doch nun ändert sich das in der Unvorhersehbarkeit der sich häufenden Ereignisse.
Deshalb ertönt in vielen Menschen ein leiser Ruf, der daran erinnert, dass es höchste Zeit ist, bei allen notwendigen Veränderungen voranzukommen.
Da jedoch ein Großteil der Menschen dem großen Wert, der im Erwachen ihres Inneren liegt, nicht die richtige Aufmerksamkeit schenkt, bleibt all dies ungenutzt.
Das Innere würde ihnen den Weg zum vollständigen Wissen weisen.
Doch in ihrem Inneren bleibt bei vielen nur ein unbewusstes Ahnen schwerwiegender Veränderungen, die alles Bestehende erschüttern und zum Zusammenbruch bringen werden.
Ein bloßes Ahnen der Schwere ist das Äußerste, was entstehen konnte.
Es meldet sich tief in der Seele, ist jedoch nicht erkennbar und besitzt weder Gesicht noch Form.
Deshalb breitet sich bei der Mehrheit über allem eine düstere Erwartung vorrangig ungünstiger Aussichten aus.
So etwas ist jedoch nur die Bestätigung der langfristigen gedanklichen Einstellung der Menschen.
Die Mehrheit ist auf das Erwarten von Katastrophen eingestellt, anstatt dass sie die kommende Zeit als eine große Gelegenheit zum grundlegenden Vorwärtsschreiten ihres Inneren aufnehmen würden, was die bevorstehende Entwicklung in Wirklichkeit auch ist.
Nur ganz klein ist die Zahl derer, die mit Vertrauen in die Zukunft blicken und eine Besserung all dessen erwarten, was in der Menschenwelt noch berichtigt werden muss.
Das Geschehen, das kommt, trägt in sich die Möglichkeiten eines völligen Erwachens aus der langjährigen Lähmung der geistigen Empfänglichkeit.
Die Lähmung wurde durch eine langfristige, nur auf die Materie ausgerichtete Denkweise verursacht.
In dem, was kommt, liegt deshalb die Verheißung, dass sich dieser Zustand zum Besseren wenden kann.
Alles kann zur Läuterung führen, bis hin zum höchsten Grad reinster schöpferischer Begeisterung, die von einer neu durchlichteten, edlen Empfindung durchdrungen ist.
Dies sollte bereits jetzt in jedem Augenblick der Gegenwart genutzt werden.
Die Gegenwart, die heute erlebt wird, birgt bereits beispiellos wertvolle Gelegenheiten, auf der persönlichen Ebene des einzelnen Menschen alles zum Besseren zu wenden.
Die Gefahr liegt jedoch darin, dass der Mensch das äußere Geschehen viel zu sehr beobachtet und daraus ableitet, ob es auch ihm selbst wohlergehen wird oder nicht.
Die Menschen widmen ihre Aufmerksamkeit täglich vorwiegend der Frage, wie sich die Fäden des großen, schicksalhaften Geschehens der gesamten Menschheit entwickeln werden.
Es wird das äußere gesellschaftliche Geschehen beobachtet, ohne sich bewusst zu sein, dass der Mensch gerade dadurch einen großen Teil der so wertvollen Zeit versäumt.
Diese Zeit soll zum eigenen geistigen Erwachen durch das Erkennen der großen Gesetzmäßigkeiten genutzt werden, welche eine dauerhafte Stütze zum Aufstieg sind, wenn sie vom Menschen in rechtem Maße für ein gutes und reines Streben eingesetzt werden.
Am meisten kann der Mensch in seinem eigenen Leben verändern.
Doch die Menschen widmen dem äußeren Geschehen einen unverhältnismäßig großen Teil ihres täglichen Bewusstseins.
Es wird wertvolle geistige Kraft sinnlos für die endlose Beurteilung gesellschaftlicher Ereignisse verschwendet, obwohl es nicht in der Macht des Einzelnen liegt, diese auch nur im Geringsten direkt zu beeinflussen.
Das äußere Geschehen kann vom Einzelnen nicht anders zu einer guten Entwicklung beeinflusst werden als durch seine eigene Reinheit und einem allumfassenden Wollen zum Guten.
Und gerade diese Reinheit wird durch die Verstimmung getrübt, die sich sofort einstellt, sobald der Mensch beginnt, die äußere Welt in all ihren Mängeln und Schwächen zu beurteilen.
Doch an so etwas glauben die Menschen nicht, da in ihnen die Überzeugung verwurzelt ist, dass nur äußere Vorgänge die irdische Welt beeinflussen.
Es ist ein Ausdruck des Misstrauens gegenüber all dem, was auf einer höheren Stufe der Ausstrahlung über der Grobstofflichkeit schwingt.
Das suggeriert jedoch nur der Verstand.
Wie ein Fisch an der Angel, die der Versucher ausgelegt hat, verfolgen die Menschen in gewohnter Weise nur die äußeren Vorgänge, die sie mit ihrer verstandesmäßigen Beurteilung zu erfassen suchen.
Die Aufmerksamkeit des menschlichen Bewusstseins gilt nur noch dem Äußeren, wodurch die gesamte wertvolle Kraft des empfindenden Inneren dabei verloren geht.
Da die Menschen einen großen, fast krankhaft unverhältnismäßigen Teil ihrer inneren Kräfte dafür aufwenden, ihre Aufmerksamkeit größtenteils nur auf das äußere Geschehen zu richten, bleibt ihnen dann für ihre eigenen Schicksalsfäden nur noch sehr wenig Zeit und Kraft übrig.
Dies wird sich als ein schwerer Fehler erweisen, denn gerade in der Ausrichtung auf die eigene Läuterung kann der einzelne Mensch den Ausweg für alles in seinem Dasein finden.
Nichts kann stärker in den Weg des Menschen eingreifen, als er selbst zulässt.
Nicht einmal die heute noch scheinbar mit großer Übermacht ausgestattete äußere Welt der Verstandesmenschen.
Die Ausstrahlung der Seele ruft von selbst die Fäden der Göttlichen Gerechtigkeit zu sich, die zur Wiedergutmachung bestimmt sind.
Dies vollzieht sich weitgehend jenseits des täglichen Wachbewusstseins.
Die Fäden formen sich exakt danach, wie Geist und Seele ausstrahlen, und dies steht durch seine feinstoffliche Beschaffenheit völlig außerhalb der Wahrnehmungsfähigkeit des Gehirns.
Jeder Mensch strahlt notwendigerweise in die Schöpfung aus.
Es ergibt sich aus seiner geistigen Wesensart, die niemals anders als magnetisch anziehend wirken kann, und zwar durch sein Wollen.
Man kann es auch so sagen, dass niemand etwas an sich zieht, was nicht durch eine Art von Magnetismus von seiner eigenen Ausstrahlung herbeigerufen wird.
Nach dem Wollen des Menschen formen sich seine kleinen und großen Schicksalsfäden.
Es genügt, sich vor Augen zu führen, wie der Mensch als Mittler in der Schöpfung steht, der sein Wollen magnetisch anziehend in den Raum ausstrahlt
Das gewaltige Getriebe, das die Lebensfäden webt, arbeitet unverrückbar genau nach den vom Schöpfer in die Schöpfung gelegten Gesetzen.
Alles geschieht mit einer unerschütterlichen, ruhigen Selbstverständlichkeit, wie sie nur den Vaenen und Alphar eigen ist.
Ruhig kann auch jeder Mensch sein, der sich seiner eigenen Macht bewusst ist, die in der dauerhaften, bewussten Ausstrahlung des Guten liegt.
Wenn viele Vorgänge auf ihn zustürzen, so können sich diese nur durch die Gleichartigkeit im Empfinden nach außen sowie durch das Denken oder Handeln heranschieben, anders ist es nicht möglich.
Und alle diese selbsttätigen Vorgänge im menschlichen Schicksal geraten nun unter einen beispiellos erhöhten Druck.
Darin liegt der Unterschied gegenüber früheren Zeiten.
Mit jedem Tag strömt aus dem Strahl Parsifals mehr Licht zur Erde.
Mehr Licht.
So sehr es auch als eine Bedrohung erscheint, ist es doch nichts anderes als die Göttliche Hilfe, die sich jenen zuneigt, die auf Erden nach dem Lichte verlangen.
Zusammen mit diesem Licht kommt die Gelegenheit zur Befreiung von allen vergangenen Fäden.
Das bedeutet die Verheißung von Veränderungen zum Besseren.
Das Licht bringt seinem Wesen nach daher immer nur Befreiung und einen Ausweg.
Es bringt die Möglichkeit, sich aus den bisherigen Fallstricken von Tausenden von Dogmen zu lösen, die aus den falschen Vorstellungen der Menschen hervorgegangen sind.
Wer also das nahe und ferne Geschehen fürchtet, bestätigt in gewisser Weise, dass auch er selbst auf der unterbewussten Ebene der Seele offensichtlich in irgendeiner Richtung an Dogmen festhält, die in ihm Angst vor der weiteren Entwicklung auslösen.
Dort, wo im Menschen wahre geistige Freiheit lebt, hat die Angst keinen Raum, um sich festzusetzen.
Das Vertrauen in eine gute Entwicklung aller Dinge und das Gehen auf ausschließlich reinen Wegen ist die beste Verteidigung gegen einen Zusammenbruch.
Dem Menschen als Individuum ist fast niemals die Fähigkeit gegeben, alle Vorgänge zu überblicken, die sich der Erde durch das Weltall nähern.
Er darf jedoch Vertrauen in seinem Inneren tragen, wenn er selbst in reiner Freude und maßvoll lebt, ohne anderen Menschen oder den übrigen Geschöpfen in irgendeiner Weise bewusst Leid zuzufügen.
Darin liegt die Verankerung des Vertrauens, welche die Gewissheit einer rechten Entwicklung im Leben des Menschen gewährt.
Selbst wenn in einem einzigen Augenblick unvorstellbares Geschehen um ihn herumtobte, liegt in seiner Verankerung die Kraft des Sieges.
Die Bedingung ist jenes reine Wollen, Denken und Handeln.
Reinheit gilt jedoch nicht nach den Vorstellungen des Menschen, sondern nach den Gesetzen, in denen der Wille Gottes wirkt.
Zwischen der Vorstellung und der Wirklichkeit der Reinheit nach den Göttlichen Gesetzen herrscht bei den Menschen seit langem ein tiefer Abgrund.
Darin liegt dauerhaft die Fehlerhaftigkeit eines großen Teils der menschlichen Vorstellungen begründet.
Nach den Göttlichen Gesetzen gilt niemals, dass der Zweck über den Mitteln im Handeln der Menschen steht.
Ein gutes Ziel kann niemals durch dunkle Wege erfüllt werden, welche das Erreichen seiner Erfüllung scheinbar beschleunigen oder vereinfachen.
Weicht der Weg zu einem Ziel auch nur einen Augenblick von reinen Schwingungen ab, verliert das Ziel seine wahre Erhabenheit – ganz gleich, wie edel es ursprünglich geartet war.
Das Ziel wird dann nur zur Erfüllung menschlicher Vorstellungen, in denen jedoch der Segen der Göttlichen Weisheit nicht mehr wohnen kann.
Dieses Maß kann sich jeder als grundlegendes Vorbild für alle Wege seines Wirkens zum Fundament machen.
Wo eine Abweichung durch die Anwendung unreiner Wege während des Bemühens um das Ziel herrscht, kann kein Göttlicher Segen erwartet werden.
Unter dem Druck der Göttlichen Gesetze wird es schließlich zum Zusammenbruch kommen, selbst wenn dieser Zusammenbruch erst später kommen sollte und so nach außen hin eine vorübergehende Täuschung der Unbescholtenheit erzeugte.
Es ist dann nur noch die Erfüllung von Wünschen der Menschen und kein Einklang mit dem Göttlichen Segen mehr.
Die Göttliche Allweisheit nutzt keine Wege der Ungerechtigkeit und der Unterdrückung anderer.
Wenn irgendein Teil der Zehn Gebote Mose oder der Hinweise Jesu in den Seligpreisungen verletzt wird, kann kein Aufbau erfolgen, sondern nur der Untergang.
Dieser Maßstab gilt für alle Stufen menschlichen Wirkens.
Hierzu gehören nicht nur Politik, internationale Interessen, Meinungsverschiedenheiten in der unterschiedlichen Wahrnehmung gesellschaftlicher Verhältnisse oder gar Kriege, sondern ebenso der Handel mit der Art und Weise, wie die Menschen zu Besitztümern und Geldgewinnen kommen.
In erster Linie fällt unter den Maßstab der Zehn Gebote des Mose das geistige, also das mit Empfindung erfüllte Wirken eines jeden einzelnen Menschen durch die Art, wie er an jedem Tag gegenüber seinen Mitmenschen denkt und handelt.
Durch die Wege, welche die Menschen im Leben einschlagen, entspinnen sich ihnen notwendigerweise und unverzüglich neue Schicksalsfäden.
Deshalb zerfällt so vieles unnötigerweise, weil sich die Menschen nicht mit guten Absichten und edlen Zielen auf den Weg des reinen und ehrlichen Handelns begeben haben.
Am Ende muss alles zusammenbrechen, was vor dem scharfen Strahl der Göttlichen Gerechtigkeit nicht besteht, welche allein darüber entscheidet, was weiterhin unterstützt wird und was nicht.
Wenn also jemand danach fragt, wie die weitere Entwicklung des Geschehens auf der Erde sein wird, so kann man ihm mit einfachen Worten antworten: „Wie dein Wollen in dir ist, wie du denkst und wie du gegenüber anderen handelst, genau so wird dir geschehen!“
Jedoch keineswegs nach dem Urteil des Menschen, sondern einzig und allein nach den Wirkungen der Göttlichen Gesetze.
Das größte Hindernis für die meisten Menschen ist die Tatsache, dass sie bei ihrem Handeln stets fordern, der Wille Gottes müsse auf ihrer Seite stehen.
ER solle ihnen helfen, fordern sie — fest überzeugt, es könne nur so und nicht anders sein.
Sie begreifen nicht, dass es nur begrenzte, menschliche Anschauungen sind, die sie der allumfassenden Göttlichen Weisheit aufzwingen wollen, die von Ewigkeit zu Ewigkeit durch die Schöpfungsgesetze die Welten lenkt und somit weit über allem Wirrwarr menschlicher Meinungen steht.
Die darin wirkende Wahrheit ist den Menschen bisher nicht wirklich zu eigen geworden, obwohl ihnen doch genug Hilfen zur Verfügung stehen, um sie recht zu erfassen und zu verstehen.
Doch der Verstand will mit dieser Wahrheit stets in Streit treten, da er vermeint, alles besser zu wissen.
Deshalb können die Menschen die Wahrheit noch nicht in ihrer reinen Vollkommenheit verstehen, und obwohl sie ihnen in schriftlicher Form im Werk „Die Gralsbotschaft“ gegeben wurde, machen sie mit ihrem Verstand immer wieder daraus vereinfachte Dogmen, die sie manchmal bis zum Fanatismus treiben.
Dies bestätigt jedoch nur eines – sie haben die Wahrheit nicht in ihrer ganzen Größe erfasst, in der sie dem Menschengeist zur Erkenntnis im Rahmen seiner Art gegeben ist.
Ihrem Verstand wie auch ihrer inneren Unzulänglichkeit und Unreife unterworfen, reißen die Menschen Bruchstücke aus der Wahrheit — und wähnen, das Ganze zu besitzen.
Daraus kann jedoch niemals ein Aufbau im wahren Sinne hervorgehen, wie er von der Göttlichen Weisheit erwartet und gefordert wird.
Wenn der Mensch die alte Methode anwendet, bei der der Verstand die Hauptrolle spielt, kommt es immer wieder zu einem Punkt, an dem der Aufbau zum Stillstand kommt, um dann unter der Wirkung der Göttlichen Gesetze zu bröckeln und zusammenzubrechen.
Und genau wie es mit dem menschlichen Aufbau um das Werk der Gralsbotschaft steht, so verhält es sich auch im weltweiten Geschehen.
Niemals wird von den Menschen Friede und Ruhe erreicht werden, wenn sie nicht von ganzem Herzen eben nach Ruhe und Frieden im Einklang mit dem gesamten Schöpfungswerk dürsten.
Die bevorstehenden Ereignisse bringen jedoch eine beispiellose Hilfe für alle mit sich, da alles Unrichtige um ein Vielfaches schneller zusammenbrechen wird.
Wir sind direkt daran beteiligt, und niemand bleibt davon unberührt.
Auf jeden eilen die Schicksalsfäden zu, die genau das in sich tragen, was durch das Wollen auf allen früheren Wegen durch die Schöpfung in sie hineingewoben wurde.
Der Druck des Lichts verlangt vom Menschen, dass er dies versteht, dann beiseitelegt und schließlich in Übereinstimmung mit der Wahrheit, also im Einklang mit den Göttlichen Gesetzen, auch für einen Neuaufbau nutzt.
Daraus kann ein jeder ganz ruhig und frei ableiten, was alles noch kommen wird und was einer Wiedergeburt in einem völlig neuen Verständnis der Art des menschlichen Daseins bedarf.
Jene, die dem gegenüber offen sind, können deshalb freudig all dem entgegenschreiten.
Andere Menschen werden dann noch für eine gewisse Zeit Gelegenheit haben, zu erwachen und in eine neue geistige Erleuchtung einzutreten.
In allem walten stets die Göttliche Liebe und Barmherzigkeit, wie schmerzhaft auch manches Erschüttern alter Bauwerke für jene sein mag, die an ihnen hängen.
Am Ende kann jedoch jeder Mensch aus allem lernen, sofern er dies für sich selbst so will.
Alles liegt somit gänzlich in den Händen des einzelnen Menschen.
Wie er will, so wird ihm in der immer schneller werdenden Wechselwirkung geschehen.
Der Weg des Grals – Ergänzende Texte – 23. Februar 2026
Übersetzung aus dem Tschechischen
Vývoj dění, které přichází
https://www.cesta-gralu.cz/vyvoj-deni-ktere-prichazi/
