Am Anbruch einer neuen Zeit I. – Die Geburt Gerismanias

Drei schimmernde, geheimnisvolle Figuren, die in einer kosmischen Umgebung stehen, umgeben von funkelnden Sternen und einer erdähnlichen Landschaft im Hintergrund.

Die Fäden der Weber eilen durch das Universum, um, nach und nach in den stofflichen Ebenen verankert, auch auf diese Erde die Geburt einer neuen Zeit zu bringen

Über diesem Weltall bilden sich bereits die Keime des Neuen, während das Alte im Tosen des Auslebens des bestehenden Schicksalsgewebes der Menschheit noch nachklingt

Drei Seherinnen am Fuße des Baumes der Erkenntnis begannen im Wissen um den Willen des Schöpfers bereits vor langer Zeit, die silbrig leuchtenden Schicksalsfäden der Menschheit zu spinnen, die sich in den Händen der Alphar sichtbar zu erfüllen beginnen, sobald sich ein Teil eines großen Kapitels der Erdenmenschheit schließt

Die Wende zwischen dem Alten und dem Neuen geschieht jedoch niemals in einem einzigen Augenblick, und deshalb dringen schon jetzt in das Alte die ersten Teilchen des Neuen ein, die jedoch vorerst erst keimen, so wie das in der Erde verborgene Korn bereits zum Leben erwacht, während der Boden an seiner Oberfläche noch ohne jegliche Äußerung neuen Lebens ist

Die Menschen müssen erkennen, dass sich im Fließen der göttlichen Weisheit die Ereignisse in der Grobstofflichkeit niemals so vollziehen, wie es sich die heutige, verengte Begrifflichkeit der menschlichen irdischen Welt in ihrer Verzerrung vorstellt

Dabei ist es nicht so schwer, die göttliche Weisheit zu erkennen, denn es geht lediglich darum, die Wahrnehmung für die wirklichen Vorgänge zu verfeinern, die sich auf allen Ebenen erfüllen

Es ist daher nur nötig, die eigene innere Abstimmung für die Anzeichen jener Geschehnisse zu klären, die in der Regel schon lange im Voraus die Ankündigung einer neuen Entwicklung in sich tragen

Im ausklingenden alten Fließen der Schicksalsfäden kann daher das wache Auge eines aufmerksamen Beobachters bereits die Vorbereitung des Neuen erblicken, das jedoch noch keinen so deutlichen Ausdruck besitzt, dass es für die meisten Menschen auf der Ebene der grobstofflichen Verstandeswahrnehmung hinreichend offensichtlich wäre

In Wirklichkeit erblicken wir um uns her die gegenwärtige Zeit, in der sich unter den Menschen in der Erdenwelt die Ereignisse ihres fernen vergangenen Wollens entladen, während sich gleichzeitig ein neues Geschehen herabsenkt, das aus Fäden eines in späterer Zeit geborenen Wollens gewebt ist

Diese Fäden kann man als persönliche Fäden bezeichnen, die an die einzelnen Menschen gebunden sind und den Lauf der Gesellschaft gestalten

Diesen kleinen Fäden der zurückkehrenden Früchte des Wollens sind jedoch die großen Fäden der Entwicklung des gesamten Schöpfungswerkes übergeordnet

Man kann sagen, dass diese großen Fäden durch ihren Druck die genannten kleinen Fäden beherrschen

Durch ihr Beherrschen verändern sie die kleinen Fäden nicht, sondern rücken sie in eine neue Umgebung, wohin sie die Entwicklung im Rahmen der großen Schöpfungsentwicklung lenken

So begegnen auch heute die kleinen Fäden den großen, damit das Neue komme, das durch den Willen Gottes gewollt ist

Der durch das jetzige Erleben aufgelockerte Boden wird zur Ausgangsbasis für das Neue, das herannaht

Schon heute zeichnen sich Anzeichen für das Neue ab, um hier für den Augenblick bereit zu sein, in dem es schließlich zum ersten Mal ein Teil der Gedankenwelt der Menschen werden darf und damit gleichzeitig zur erlebten Wirklichkeit auch in der Erdenwelt wird

In der Gedankenwelt reift es zur Klärung heran, um anschließend als Anbruch eines neuen Seins aufzuflammen

Es muss also bis zu dem richtigen Grade reifen, der es ermöglicht, dass das Neue, das hier bereits vorbereitet ist, in den Alltag der Menschen eintreten darf als etwas, das allmählich zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Erdenwelt wird

Es ist also bereits das Neue hier, durch den Willen Gottes aus den Höhen herabgesandt und verbunden mit der Reife der Menschen, die sich in der Gegenwart beschleunigt vorwärtsbewegen muss, damit dies plötzlich ans Licht der hiesigen Welt trete als gedankliche Erkenntnis eines neuen Weges

Wer will, der dringt in die Tiefe dieser Bilder ein und eignet sich dadurch die Gabe einer gewissen Vorausschau an, die jedoch nichts mit menschlicher Einschätzung und verstandesmäßigen Annahmen zu tun hat, welche sich fast immer eben deshalb irren, weil sie nur von den Erfahrungen des Vergangenen ausgehen, ohne dabei etwas über das Neue zu wissen

Nur in Demut ist es dem Geiste des Menschen möglich, die leuchtenden Fäden zu erfassen, die sich über die Welten ziehen und Träger des künftigen Geschehens sind

Jenes Geschehens, in dem das kleine menschliche Wollen in der Gegenwart nicht genügend Kraft besitzt, um das zu beeinflussen, was in Erfüllung gemäß jener Fäden kommt, die aus der höheren Weisheit der Weltenlenkung gewebt sind

Es gibt viele Wege, die durch große Veränderungen zu neuen Zeitabschnitten führen, in denen sich für die Menschengeister erneut die Möglichkeit findet, das Vergangene auszuleben und abzulegen

Beides bestimmt die weitere Entwicklung der menschlichen Gesellschaft wie auch des gesamten Planeten Erde

Wir müssen für das rechte Erkennen also jene Fäden, die aus dem menschlichen Wollen entstanden sind, von den Fäden einer um ein Vielfaches höheren Bestimmung für die Entwicklung des Ganzen im Rahmen des Schöpfungswerkes unterscheiden

Die Erdenmenschheit ist zu stark mit sich selbst beschäftigt, sodass sie vermeint, der alleinige Lenker der Entwicklungswege des Geschehens auf Erden zu sein

Es fehlt ihr die Verbindung zu den wirklichen Fäden, die die Welten durchdringen und in sich auch jene Bestimmung tragen, die einer von oben nach unten verlaufenden Entwicklung angehört

Die Menschen haben aus ihrem Denken das Bewusstsein verdrängt, dass der Lenker der Entwicklungswege auch hier auf Erden der Wille Gottes ist, der sich von der Gralsburg in alle Teile des Schöpfungswerkes herabsenkt

Dabei ist in den großen Etappen einzig der Wille Gottes bestimmend, in welche Richtung die Entwicklung der Menschengeister bei ihrer Reifung zu einer höheren Verklärung führen wird

Die Menschen wissen heute nichts von diesen Wegen, sodass sie ihnen in ihrem Überlegen und Mutmaßen über die Gegenwart und Zukunft des hiesigen Lebensraumes auf Erden keine Bedeutung beimessen

Ihr entscheidender Blickwinkel der Wahrnehmung ihrer selbst wie auch des gesellschaftlichen Lebens ist das gewohnte verstandesmäßige Denken, das stets eng mit dem verbunden ist, was sich zu der gegebenen Zeit sichtbar in der Grobstofflichkeit abspielt

Dass dies eine begrenzte Wahrnehmung ist, das gesteht sich der Verstand in seiner Gebundenheit niemals ein

Dadurch müssen sich alle, die über die Zukunft nachdenken, in ihren Überlegungen fast immer irren

Um den Kern dessen zu erfassen, was geschieht und vor allem, was kommen wird, fehlt ihnen die Grundlage: die Relativierung der Bedeutung menschlicher Ansichten

Bedenken wir, dass schon die Gegenwart hier auf Erden stets eine gewisse Folge dessen ist, wofür die Grundlage in längst vergangenem Geschehen gelegt wurde

Nicht etwa als direktes Ergebnis der Ereignisse, sondern als zurückkehrende Fäden früherer Wünsche einzelner Seelen, die auf die Erde zurückkehren, um sich weiterzuentwickeln

Zu dieser Erde kehren in dem erwähnten kleinen Kreislauf Fäden zurück, die mit jenen Seelen verbunden sind, welche sich nun auf der Erde befinden

So sind auch die Scharen der Seelen auf Erden, die versuchen, die Welt, in der sie leben, zu beeinflussen, in der sie leben, nichts anderes als ein Teil der Erfüllung längst gewebter Fäden, aus denen sich der Wille des freien Wollens nur in neuen Entscheidungen als bestimmend äußert

In allem herrscht eine klare und strenge Ordnung gemäß den Schöpfungsgesetzen, mit deren Erfüllung die Alphar betraut sind

Gerade zu dieser Zeit werden Seelen auf die Erde geführt und durch die aus Liebe und  Weisheit des Gotteswillens gebildeten Fäden gelangen sie zur gegebenen Zeit hierher, um ihre Entwicklung zu vervollständigen

Sie kommen auf die Erde, um vergangene Verfehlungen auszulöschen und tugendhafte Wesenszüge zu entwickeln – sofern sie ihre Zeit auf Erden hierfür nutzen

Es wird ihnen ermöglicht, in die gegebene Zeit und genau an den Ort geboren zu werden, wo sie das erleben dürfen, was ihren seelischen Eigenschaften und vor allem ihrer Reife entspricht

Darin, wie sich viele Seelen in Erdenkörpern begegnen, wie sie versuchen, ihre mehr oder weniger edlen Wünsche durchzusetzen, entsteht dann der entsprechende Zustand der Gegenwart im gesellschaftlichen Geschehen

Dieses Geschehen beeinflusst wiederum viele neue Fäden, die in den Händen der Vaenen aus dem menschlichen Erleben des Zustandes der Gegenwart auf Erden geboren werden und sich in ihrer langfristigen Auswirkung schließlich stets wieder auf irgendeinem Wege auf der Erde auswirken

So, wie wir jetzt in dieser Zeit auf Erden leben, beeinflussen wir den Zustand, der anschließend im Erleben eintreten wird, welches sich auf der Erde im kleinen Kreislauf der Fäden offenbart

Gerade daraus ergibt sich die große Verantwortung jedes einzelnen Menschen, denn seine Einstellung zum Leben heute bestimmt, wie sich der Gesamtzustand auf Erden in der Zukunft entwickeln wird

Durch sein eigenes Vorwärtskommen und durch das Loslösen von vergangenen Dogmen darf jeder von uns den Boden für die künftige Zeit dieser Erdenwelt gestalten, in die wir vielleicht selbst durch den Segen der Fäden des Gotteswillens erneut kommen dürfen, um unseren Weg fortzusetzen

Der Kreislauf der kleinen Fäden fließt dahin und erfüllt das Gesetz der Wechselwirkung innerhalb der Schicksalsbahnen der Seele

Gleichzeitig rückt der Kreislauf der großen Fäden unaufhaltsam vor und entwickelt sich, da sie nicht länger warten können, weil sie durch die Kraft des Lichtes vorwärtsgetrieben werden

Dieser Kreislauf der großen Fäden verkürzt nun die Wechselwirkung der kleinen Fäden unter dem Druck, der sich aus der Nähe des Parsifal-Strahles ergibt

Die Nähe des Parsifal-Strahles bringt eine beispiellose Beschleunigung der Geschehnisse

Das, was früher im weiteren Erleben ganze Generationen trennte, kehrt nun im gesellschaftlichen Leben bereits in Jahrzehnten, ja sogar nur im Zeitraum von Jahren zurück

Schließlich wird eine noch mehr beschleunigte Bewegung und Entwicklung des Geschehens kommen, welche die höchste innerliche Vorwärtsbewegung bei jedem einzelnen Menschen im Zeitraum von Wochen, Tagen und im Ergebnis sogar Stunden fordert

Trotz dieser Gärung in der Gesellschaft bleibt jedoch die Hauptführung der Fäden aus dem Gral stets die gleiche und führt alles genau zur Erfüllung der großen Verheißung

Es ist jene festgesetzte Stunde der Erfüllung einer großen Wende in der Entwicklung dieses Teiles der Schöpfung, um die einzig Gott-Vater weiß

Im Hinblick darauf, wie all dies in den zuvor erwähnten, miteinander verwobenen großen Fäden aus dem Gral enthalten ist, beeinflusst das menschliche Wollen das Weben der Wege nur teilweise.    

Man kann sagen, dass dieses Wollen der Menschen stets das Kleinere in den großen Ereignissen beeinflusst

Aus der Sicht der Erdbewohner erscheinen natürlich jene Ereignisse, die von allen Menschen in der Gegenwart erlebt werden, als die wichtigsten und damit auch als jene, die die weitere Entwicklung bestimmen werden

Es ist auch richtig, dass es so erlebt wird, denn darin reifen wir Menschen

Indem wir den Kampf, unsere Überzeugung nach außen in den stofflichen Raum um uns herum zu verwirklichen, mehr oder weniger stark vorantreiben, kann sich die Empfänglichkeit des inneren Wesens entwickeln und die Flamme des Geistes erstarken, wenn sie in ihren Beweggründen nur vom Guten mit aller Kraft geleitet wird

Dieses Wollen der Einzelnen ist in Wirklichkeit nur ein kleiner Teil der durch den Gotteswillen eingestellten Richtung, welche die wesenhaften Weber und Former halten und hüten, die über unvergleichlich mächtigere Kräfte gebieten, als sie dem Erdenmenschen gegeben sind

Das menschliche Wollen schreibt der Materie sein Bemühen ein und erschafft dadurch gesellschaftliche Vorgänge, Kultur und im Lebensumfeld

Einmal haben sie bessere und schönere Formen, ein andermal auch unschöne, ja schreckliche Formen, die all jenen Leid bringen, die dies erleben müssen

Aber über dieser Welt des Erdenlebens wirken jene Fäden, die Geschehnisse höherer Art leiten, welche nach einer gewissen Zeit eine wirkliche Verschiebung in der Entwicklung ganzer Weltenteile und der darin enthaltenen Universen bringen

Man kann dies bildhaft als eine Bühne beschreiben, auf der sich ein Geschehen abspielt, bei dem sich die Kulissen der Umgebung ändern, sodass die Teilnehmer nach diesen veränderbaren Kulissen handeln müssen

Doch über dieser Bühne wirkt die Hand des Eigentümers, der von Anbeginn seine höchst weise Absicht mit der Gesamtentwicklung vom Anfang bis zum Ende des Bestehens des Bühnenraumes hat

Die Seelen der Menschen schreiben ihre Geschichten in die einzelnen Abschnitte des Geschehens ein, wenn sie die Szene betreten und wieder verlassen

Dadurch weben sie eine Entwicklung, die im kleinen Kreis der zurückkehrenden Fäden wirkt, welche sich gleichzeitig mit den Fäden des großen Geschehens im Rahmen des Schöpfungswerkes verbinden

Das Wollen dieser Seelen ist ebenfalls in den gewebten Fäden enthalten und bestimmt stets annähernd das, was den Menschen auf Erden als neue gesellschaftliche Ereignisse erscheint

In den von den Seherinnen gesponnenen Fäden ist alles enthalten, was sich im Geschehen der Welten äußert

Die großen Fäden tragen in ihrem Schwingungen sowohl die Möglichkeit des Aufstiegs als auch den Untergang von einzelnen Personen und ganzen Völkern in sich 

Es liegt stets nur am Zustand der Menschen auf Erden, ob sich die Dinge symbolisch oder vollumfänglich in ihrer Art äußern, unabhängig davon, ob es sich um Böses oder Gutes handelt

Und gerade jetzt nähert sich in Erfüllung der Erde ein Teil jener Fäden, die in sich einen starken Impuls zur Vorwärtsbewegung der Entwicklung für alle Länder und Völker tragen

Die Menschen in diesen einzelnen Völkern werden entweder einen Aufstieg und eine unerwartete Entfaltung der Kräfte des freien Geistes miterleben, oder sie werden den Niedergang und Zerfall ihres bisherigen Strebens erfahren

Die gleiche Kraft, die durch die Verstärkung des Lichtzustromes kommt und eine Vorwärtsbewegung erzwingt, wird unterschiedliche Geschehnisse bringen, genau so, wie die Fäden aus dem vergangenen Wirken dieser Völker und Länder eingestellt sind

Darin kann doch jeder leicht ahnen, was kommen wird, wenn wir die historischen Ereignisse kennen und wenn wir auf diese Geschichte die Wirkungen der Schöpfungsgesetze legen

Andere Wirkungen werden sich bei angriffslustigen Völkern zeigen, andere bei jenen Völkern, die eine friedvolle Art bewahren

So wird das herannahende Geschehen auch den Fall eines Volkes bringen, das in seiner ursprünglich herrlichen Aufgabe versagte, die es in Treue zum Licht auf Erden hätte erfüllen sollen

Die Entwicklung dieser Fäden beginnt sich bereits in die Gegenwart zu senken, um sich zu erfüllen und damit für die Erdenmenschen zur wirklichen Erkenntnis eines bitteren Schicksals zu werden

Das Maß dieser Bitterkeit haben jedoch die heutigen Menschen in ihren Händen

Das Wanken und der Sturz werden kommen, denn so ist es in den Fäden eingeschrieben

Aber so betrachten es jene, die es zumindest teilweise richtig ahnen dürfen, denn durch die göttliche Weisheit ist bereits im Fall die Verheißung eines neuen Aufstiegs enthalten, genau so, wie sich in die stofflichen Welten ständig neue Fäden senken

Der Genuss von Macht und Erfolg vieler Völker wird von Bitterkeit und Sturz abgelöst werden, damit gleichzeitig in der erlebten Bitterkeit bereits die Verheißung einer Wiedergeburt in einem neuen, demütigen Erwachen enthalten sei

Wie dies ablaufen wird und ob es eine kurze oder lange Dauer haben wird, liegt dabei eben einzig und allein am freien Willen der heutigen Erdenmenschen

Es kann ein schneller und kurzer Vorgang sein, der zu einer Wendung zum Besseren führt, es kann aber auch ein jahrzehntelang dauerndes Geschehen schwerer Unfreiheit sein, bevor erneut ein neuer Impuls zur Befreiung kommt

So wogt die Geschichte der Menschheit dahin und enthält in sich stets den offenen Weg zum Aufstieg, falls die Menschheit diesen Weg in einer wahrhaften Entscheidung mit dem ernsthaftesten Wollen zum Guten betreten wollte

Helfende Fäden, die zu einem symbolischen Erleben und dadurch zum Ablegen des Vergangenen führen, sind stets vorhanden

Aber es ist nicht angebracht, über die Gegenwart zu sprechen, denn heute soll der Schleier der künftigen Zeit ein wenig gelüftet werden

Diese Zeit wird kommen, denn sie ist in die Fäden der Alphar eingewebt, und diese haben bereits vieles davon für die weitere Entwicklung vorbereitet

Blicken wir also auf das Bild des Sturzes eines großen Volkes, das sich nun dieser Erfüllung nähert durch jene Fäden, an denen das Versagen in der gewährten Gelegenheit eines großen Dienstes für das Licht haftet

Unter dem Druck des Geschehens wird eben das in seinen Grundfesten erzittern und in den Staub sinken, worauf das Volk bisher am stolzesten war

Die Fähigkeit, das Stoffliche im höchsten Maße verstandesmäßig wie auch in einer gewissen geistigen Reife zu beherrschen

Der Ordnungssinn und die daraus resultierende Fähigkeit, materiell erfolgreich zu sein, schreiten Schritt für Schritt der Auflösung entgegen, bis sie der Vergangenheit angehören

In den Garten edler Pflanzen, die über Jahrtausende hinweg von der einfühlsamen Hand eines Gärtners gepflegt wurden, ist eine Menge artfremder Pflanzen hineingeweht worden

Und diese Pflanzen werden die Beete erfassen, um sie für kurze Zeit fast vollständig zu beherrschen

Die schönen, geraden Reihen heller Blüten werden wie dezimiert erscheinen, während fremde Pflanzen hindurch wuchern und den Platz in diesen Beeten für sich beanspruchen

Verwirrung und Herrschaftslosigkeit werden für eine Zeit in den bisher sorgfältig gepflegten Beeten herrschen

Viele Pflanzen werden den Willen zum freudigen Blühen verlieren und unter dem Druck der erstickenden Umgebung eingehen

Es werden nur kleine Inseln bleiben, die sich in den Sonnenstrahlen am Leben erhalten

Doch so, wie die neuen Pflanzen im Boden Fuß fassen, werden auch diese Völker keine Ruhe finden und zu einer Entwicklung getrieben werden, die über ihre bisherige Art hinausgeht

Es wird eine große Wiedergeburt unter dem Druck eines höheren Geschehens sein, welches den Garten des großen Volkes erfassen wird

Und Stürme werden mit brennender Sonne über diesem Orte abwechseln, bis ein Tag anbricht, an dem sich eine Ruhe ausbreitet, deren Ursprung teils aus Erschöpfung rühren wird, gleichzeitig aber auch aus dem ersten Keimen eines neuen Samens, der sich in den Boden senkt

Dieser Tag wird als Wiedergeburt angesehen werden, denn über diesem Ort wird ein neuer geistiger Segen aufgehen, und überall werden sich Versöhnlichkeit und das Verlangen nach einem neuen Aufbau ausbreiten

Von dieser Zeit an wird es ein bereits wiedergeborenes Volk sein, welches seinen Weg in die neue Zeit antritt, in der neue Formen des Zusammenlebens erscheinen werden, die in Urbildern durch die Alphar herbeigebracht wurden

Gerismania, so lautet der geistige Name, der über dem neu geordneten Orte in der Zukunft der Erde schwebt

Aber alles muss noch reifen, denn nun breitet sich über der Erde das Gottesgericht aus, und in ihm muss sich alles zeigen, um entweder seine innere Gesundheit oder aber seine Fäulnis zu beweisen

Erhabene wesenhafte Diener treiben alles zu dem Punkt, an dem das verstärkte Drängen der Schöpfungsgesetze alles bisherige menschliche Tun ins Wanken bringen wird

In jener Zeit wird sich zeigen, dass alles, was nur auf Gewinn und selbstsüchtiges Wollen ausgerichtet ist, unfruchtbar ist, wenn es darum geht, den Segen der Schöpfungsgesetze zu erlangen

Und nichts von alledem, wo dieser Segen fehlt, wird fortbestehen können

So wird vieles zerfallen, das heute noch den Eindruck erweckt, eine feste und sichere Grundlage für den Aufbau zu sein

Es wird zerbröckeln und zerfallen als Formen, die nicht länger bestehen können, da in ihnen inzwischen bereits neue Formen gekeimt sind, die aus einer reinen Grundlage erwachsen

In den Trümmern des Vergangenen wird das Neue erstehen, weil dieses Neue bereits durch die Hände der Alphar mit dieser Erdenwelt durch die Fäden der Urbilder verbunden wird

Und alles drängt in schnellem Lauf diesem Augenblick der Wandlung entgegen

So wie unter dem Druck der Sonnenstrahlen überall dort Neues geboren wird, wo Altes zu Ende geht, so werden unter dem Parsifal-Strahl neue Formen des menschlichen Daseins wie auch die Menschen selbst für die neue Zeit erwachen, die man sich heute noch nicht richtig vorstellen kann, da sich in jenes Neue jetzt noch gedanklich ständig das hineindrängt, was dem Menschen heute als gegenwärtige Vorstellung des Ideals vom irdischen Leben bekannt ist

Neue Formen des Erdenlebens der Menschen, erfüllt von Gelöstheit, geistiger Freiheit und gleichzeitig streng begleitet von bewusster Verantwortung für jedes eigene Handeln – das ist die Verheißung eines neuen Seins für verklärte und wohlwollende Menschengeister hier auf Erden

Es ist noch nicht an der Zeit, genauer darüber zu sprechen, da die heutige Gedankenwelt der Menschen fast nichts davon aufnehmen würde und die erwähnten neuen Formen, die vom Segen des Lichtes erfüllt sind, als zu erhabene Bilder betrachten, zu denen sie keine Verbindung finden können, weil sie in ihren Formen lebt, die zu stark in der Gegenwart verankert sind

Nur in Ausschnitten ist es möglich, den Schleier dort zu lüften, wo der Boden bereits teilweise bereitet ist

Doch selbst dort ist alles noch zu sehr an bloße Vorstellungen gebunden; würde etwas davon wirklich Gestalt annehmen, so erschiene es dem Menschen noch als zu fern

Deshalb müssen wir beschleunigt eine Entwicklung durchlaufen, die in ihrem Fließen jeden einzelnen Menschen zur Aneignung von Demut und zur inneren Verklärung führen wird, wonach erst dann die Hände der Alphar beginnen können, das erstehen zu lassen, was nun allmählich durch lichte Hände in den nahen Raum im Universum herbeigebracht wird

Dann wird nämlich der Boden im Menschengeiste bereitet sein, um dies alles im Verstehen und Erkennen der göttlichen Weisheit aufzunehmen und sich dankbar damit zu verbinden

Dann wird die neue Zeit anbrechen, die heute von immer mehr Menschen als eine Zeit erleuchteten menschlichen Seins auf dieser Erde ersehnt wird

Es wird sich auf alle Erdteile und Völker auf Erden günstig auswirken und den Aufstieg unterstützen

Jeder wird den Weg vorwärts gehen können im Zusammenleben mit der übrigen menschlichen und wesenhaften Welt, die unterstützend und natürlich in allen Augenblicken seines Erdenlebens um ihn her wirken wird

Dies alles ist in den Fäden des höheren Geschehens geordnet, das herannaht, um jedem innerlich reinen Geiste Verklärung und Unterstützung zu bringen

Wie unvorstellbar es heute auch erscheinen mag, so senken sich bereits heute im stillen Weben der Alphar die ersten Teilchen der beschriebenen neuen Welt herab

Wenn jemand danach dürstet, die Fülle jener neuen, verheißenen Zeit auf Erden zu erleben, der möge in sich selbst an Frieden, Wachsamkeit und einem freudigen kindlichen Vertrauen seines Empfindens gegenüber der großen Gerechtigkeit und Liebe Gottes arbeiten, mit denen er sich heute verbinden kann und sollte, um anderen auf ihrem Weg durch die Gegenwart zu helfen       


Übersetzung aus dem Tschechsichen

Der Gralsweg – Ergänzende Texte – 18. Oktober 2021

Na úsvitu nové doby I. – zrození Gerismanie

https://www.cesta-gralu.cz/na-usvitu-nove-doby-i-zrozeni-gerismanie/

Eine stilisierte weiße Rose mit Blättern auf einem schwarzen Hintergrund.

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