Erhabene Harmonie des Wesenhaften

Die heutige Menschheit hält sich für sehr fortgeschritten und aller Dinge kundig, doch in Wirklichkeit ist sie vom wahren Wissen über das Leben weit entfernt
Sie befindet sich wahrhaftig an einem völlig entgegengesetzten Punkt als dort, wo die wahre Erkenntnis darüber zu finden ist, wie die Welt beschaffen ist und vor allem welche Prinzipien des weisen Webens in dieser Welt zur Erhaltung des Lebens wirken
Was in Wirklichkeit ein Gewinn und eine Ermutigung für ein von Gott gewolltes gesundes Leben ist, das nennt der Mensch der heutigen verwöhnten Zeit einen rauen Kampf und versucht, dem mit der ganzen Kraft seines überwucherten Verstandes entgegenzuwirken
Die auf diese Weise mit ihrem Streben wirkenden Menschen bringen jedoch die ursprüngliche große Harmonie, die sich stets in der Welt der Natur befindet, sofern diese vom eigennützigen Wollen des irdischen Menschen unberührt bleibt, nur immer weiter aus dem Gleichgewicht
Doch auch der Mensch selbst ist nicht im Geringsten aus den Grenzen der hiesigen Welt der Natur herausgenommen, und daher muss er endlich auf rechte Weise lernen, also auch mit einer gewissen Demut, das anzunehmen, was das wesenhafte Wirken für ihn an diese Orte des Weltalls gebracht hat und zur Erneuerung der Kräfte immer wieder erschafft
Das bedeutet eine Rückkehr zur wahren Gesundheit, die stets mit einer gewissen Widerstandsfähigkeit verbunden ist, welche notwendig ist, damit die Menschen in den Schwingungen des wesenhaften Wirkens bestehen können
Davon aber ist die heutige Welt der Menschen um Welten entfernt
Die Menschen versuchen, sich mit ihren bruchstückhaften Erkenntnissen über die Erscheinungen einzelner Teilstücke der Stofflichkeit eine eigene Welt zu gestalten, in der nur menschliche Regeln gelten sollen, die aus ihrem begrenzten Überblick hervorgehen
Dieser begrenzte Überblick dringt in alle Arten der Tätigkeit ein und formt Ansichten, in denen die Menschen vergeblich eine ausgeglichene Verankerung für ihr Leben zu finden suchen
In diesem Voranschreiten versuchte auch die irdische Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten einen Raum zu schaffen, in dem sich alles nur nach ihrer Bestimmung richten sollte
So drang die verengte Begrenztheit der Wissenschaft unmerklich in alle Bereiche menschlicher Tätigkeit ein, um alles, was von ihr stammt, zu einer scheinbaren Blüte zu führen, mit dem Bestreben, es zur Krone der menschlichen Erkenntnis aller Zeiten zu erheben
Doch es ist nur ein bruchstückhaftes Werk, das in sich fast nirgends eine lebendige Verbindung mit dem tatsächlichen Strömen der Kräfte besitzt, die aus den Händen der wirklichen Verwalter der Stofflichkeiten stammen, der wesenhaften Diener
Ja, man kann sogar davon sprechen, dass die gesamte heutige, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Tätigkeit der Menschen der geforderten Entwicklung entgegensteht, wie sie hier unter der Führung aus dem Licht richtigerweise hätte sein sollen
Bisher haben die Menschen dies nicht beachtet, und gerade die Wissenschaft hat nie darüber nachgedacht, dass sie an erster Stelle stets nur demütig und mit einer gewissen Scheu der Führung des Wesenhaften lauschen sollte
Entdeckungen, die vielen Forschern zuteilwurden, wurden nicht richtig eingeordnet, wie es hätte sein sollen
Dabei handelte es sich stets nur um winzige Einblicke in jenen gewaltigen Quell lebendiger Kräfte, die aus Walhall in die Stofflichkeiten dringen
Doch bereits diese Teilstücke der Erkenntnis verleiteten die Wissenschaftler zu der unberechtigten und stolzen Annahme, etwas Großes in Händen zu halten, das die Menschheit zum Herrscher über die Natur machen würde
Überall, wo der Mensch sich mit dieser Annahme auf den Weg begeben hat, begann er dann künstliche Dinge zu schaffen, die früher oder später als unerwünschte Früchte zurückkehren und die Entfremdung von der Harmonie der Naturwelt bestätigen
Es ist wie ein Kinderspiel, bei dem der Mensch einen Baustein in seine Meinung nach der günstigsten Richtung verschiebt, aber nicht verstehen will, dass dadurch zwangsläufig eine Kettenreaktion ausgelöst wird, die er nicht kontrollieren kann und die sich schließlich als unerwartete Rückschläge zurückmelden
Und so ist es heute überall
Es ist offensichtlich, dass man ein Übel durch ein anderes ersetzt
Die Menschen wollen dies nicht sehen, obwohl sie zu dem Beweis ihrer Entfremdung selbst unbewusst dazu gezwungen waren, vielen ihrer auf der Grundlage der Wissenschaft geschaffenen Entdeckungen die wahren Namen zu geben
Der unsichtbare Druck des Schöpfungswerks, der auf den Geist wirkt, zwang die Wissenschaftler dazu, alles, was aus der Entfremdung der Wissenschaft hervorging, als „künstlich” zu bezeichnen
Wir finden das überall, wenn wir auf die vom Menschen unter dem Einfluss der heutigen Wissenschaft geformten Stoffe blicken, wie auch bei den Heilmitteln
In allem ist in der Benennung entweder unmittelbar die Bezeichnung „künstlich“ enthalten, oder der Name selbst trägt in seiner Bezeichnung die komplizierteste Formulierung der künstlichen wissenschaftlichen Sprache, zumeist des Lateinischen, die der Geist des Menschen nicht versteht
All dem liegt die deutliche Entfremdung des heutigen wissenschaftlichen Wirkens des Menschen von der natürlichen Welt zugrunde, in welcher alles von Anfang bis Ende klar und schlicht ist, wenn sich der Mensch von den wesenhaften Führern leiten lässt, die ihm den Weg weisen
So finden wir überall, wohin wir blicken, zwei nebeneinander hergehende Arten des Wirkens, die in einem immer schärferen Widerstreit stehen
Es ist die Welt des irdischen Menschen und die Welt der wesenhaften Diener
Anstatt dass diese zwei Welten ein vollkommen zusammenklingendes Räderwerk wären, wie es stets hätte sein sollen, herrscht hier ein immer stärkeres Widerspiel, in dem die Harmonie der wesenhaften Welt durch menschlich unverantwortliches Eingreifen beim Erschaffen seiner künstlichen und hochmütig für sich allein stehenden Welt immer rücksichtsloser gestört wird
Nun aber kommt der Aufprall, denn das durch das Weltall strahlende Licht hat den Weg auch für die Verstärkung der Herrschaft Walhalls über diese Erde bereitet
Die wesenhaften Diener, angespornt durch den Zustrom der Kraft des Parsifal-Strahles, haben bereits vor mehr als drei Jahren begonnen, ein völlig neues Kapitel für diese irdische Welt zu weben
Man kann diesen Teil des Geschehens als verstärkte Erinnerung an die wahren Verwalter des Werkes der Nachschöpfung bezeichnen
Die Verwaltung Walhalls schwingt beständig im treuen Dienst am Göttlichen Willen, der sich nun in der Nähe des Parsifal-Strahles dieser Menschheit nähern wird, um sie in der kommenden Zeit an den Ort zurückzuführen, wo der menschliche Geist in rechter Weise wirken soll
Und es ist ein wahrhaft umwälzendes Geschehen, das sich am Ende im Leben eines jeden Menschen zeigen wird, denn in diesem Geschehen ist nun das Wichtigste der ganzen letzten Jahrtausende dieser Erde enthalten
Schon dringt es in alle Fäden ein, um am Ende den einzelnen Menschen ganz zu umgeben und ihm keinen anderen Raum zum Leben zu lassen als den, der ganz mit dem Willen Gottes mitschwingt
Doch gerade das ist es, was die Menschen nicht verstehen und was sie am ehesten falsch auslegen, denn sie haben nie den Willen Gottes mit der Forderung nach der höchsten Regsamkeit des Geistes verbunden
Ja, die Menschen ahnen nicht einmal, dass auch die Gottesliebe in dieser Hinsicht völlig im Einklang mit dem Gotteswillen steht, mit dem die Menschen in ihren Gedanken doch eher die Vorstellung von Strenge verbinden
Die Göttliche Liebe kann jedoch nur dann zugunsten des Menschen wirken, wenn er selbst sich in seinem Inneren um die höchste Bewegung durch sein Empfinden bemüht
Niemals anders kann die Göttliche Liebe mit ihrer helfenden, rettenden Wunderkraft wirken als dann, wenn der Geist des Menschen in der höchsten Anspannung seiner Fähigkeit des reinen Empfindens steht
Nur in diesem Augenblick kann das aus der Göttlichen Liebe hinab zu den Stofflichkeiten strömende Licht einem solchen Menschen helfen
Was das jedoch bedeutet, das weiß der heutige Mensch wiederum nicht, weil ihm schon längst der Begriff für das reine Empfinden des Geistes fehlt
Dass in diesem Empfinden die Empfänglichkeit für das Mitempfinden mit anderen enthalten ist, räumt er teilweise ein, obwohl auch dieses Gefühl dem Menschen von heute fern ist; doch dass mit dem reinen Empfinden als untrennbarer Wert auch die Fähigkeit zur Selbstüberwindung und bis zu einem gewissen Grad eine herbe Widerstandskraft verbunden ist, das ist dem heutigen Menschen fast völlig fremd geworden
Doch gerade die helfende Göttliche Liebe wirkt für den Menschen immer erst dann, wenn er an die Grenzen seiner Fähigkeit stößt, sich selbst zu überwinden und seine eigenen Wünsche zurückzustellen.
Den Menschen ist das aufgrund ihrer Verweichlichung zu etwas geworden, das sie erschreckt und ängstigt, weil sie den Lauf ihres Lebens als bloße Abfolge bequemer und angenehmer Ereignisse erwarten
Dies hat jedoch zur Folge, dass die Menschheit völlig von den Segnungen des Lichtes abgeschnitten ist, denn diese kommen stets erst auf dem Gipfel der Hingabe durch die eigenen Kräfte zustande
Ebenso ist der Mensch losgelöst vom wesenhaften Weben in den hiesigen Stofflichkeiten, denn das Wesenhafte anerkennt nur die höchste Bewegung des wahrhaftigsten Mitschwingens eines jeden Geschöpfes in seiner von Gott bestimmten Aufgabe
Gerade darin haben die Menschen in ihrem geistigen Schlaf bisher versagt, und heute ist es am deutlichsten erkennbar in den Erscheinungen des vollständigen Gegenteils aller menschlichen Bemühungen auf der Erde
Es fehlt hier Klarheit, reine Sachlichkeit und auch eine mutige heilsame Härte in allem Sich-Äußern des Menschen gegenüber sich selbst im Leben
Gerade diese heilsame Herbheit können wir bei allen einstigen Völkern und Stämmen finden, die sich die Verbindung mit den wesenhaften wie auch den geistigen Welten bewahrten
Die Fähigkeit, im Kampf für Werte höherer Art mutig standhaft zu bleiben, wobei gerade der Geist das höchste Bestreben zeigen sollte, um harmonische Wege zur Durchsetzung höherer Grundsätze der Sittlichkeit und der Geistigkeit im menschlichen Leben zu finden, das ist heute völlig verloren, und das Bestreben, das die Menschen hierin aufwenden, ist kaum ein Zehntel des wirklichen lebendigen Einsatzes der aus ihrer Überzeugung fließenden Kräfte
Mit Verachtung blickt deshalb das Wesenhafte auf den heutigen Menschen, der als ein bequem gewordenes und gegen sich selbst überempfindliches Geschöpf erscheint, das mit seinem selbstbezogen faulen Zugang zum Leben in alles wesenhafte Streben nur Zerfall und Niedergang hineinträgt
Das Einzige, worin sich die Menschheit heute als lebendig und beweglich erweist, ist eine übersteigerte verstandesmäßige Anstrengung, die versucht, jegliche Hindernisse nach eigenem Gutdünken aus dem Weg zu räumen – ungeachtet dessen, dass dies in eine völlig andere Richtung führt, als sich alles übrige Leben im Universum entwickelt
Und genau deshalb ist nun mit dem Zusammenbrechen all dessen zu rechnen, was den wesenhaften Dienern Walhalls als widernatürlich erscheint und als kaum noch in das ursprüngliche Gleichgewicht zurückführbar, es sei denn durch verstärkte Kraft an allen Fronten des wesenhaften Wirkens
So führen die Alphar nun das unbewusst Wesenhafte in immer größere Nähe zum Menschen, denn nur dieser Druck kann noch zum Aufraffen des menschlichen Bemühens um das Überleben führen
Doch auch dazu ist es nötig, in rechter Weise heranzugehen, damit ein harmonischer Gleichklang gefunden werden kann
Dazu ist es auch nötig zu verstehen, wie jene Wirksamkeit der kleinsten unbewusst wesenhaften Strahlung entsteht, die sich am Ende für den Menschen in seinem Leben als so gefährlich erweist
Wie also die Wirksamkeit dieser tatsächlich kleinsten unbewusst wesenhaften Strahlung entsteht, wollen wir in der folgenden Beschreibung aufzeigen
Wir können sagen, dass alles, was in der hiesigen groben Stofflichkeit durch das Wesenhafte belebt ist, stets seine natürliche Entwicklung hat, die durch die höhere Führung aus dem Wesenhaften und auch aus der geistigen Abteilung der Schöpfung gegeben ist
Diese Entwicklung betrifft als gesetzmäßiges Geschehen ausnahmslos jeden einzelnen Bestandteil des Lebens im stofflichen Raum des hiesigen Weltalls
Und so hatten auch jene kleinsten Teilchen, die mit der wesenhaften Strahlung aus dem am tiefsten gelegenen Ozean des Lebens in den Gärten Asgards verbunden sind, ihre höchst natürliche Entwicklung zu ihrer heutigen Art des Wirkens in der Natur
Alle irdischen Hüllen der einzelnen Organismen werden stets von den einfachsten Stufen ihrer grundlegenden Art zu ihrer Entwicklung geführt
Während des Übergangs von einer Entwicklungsperiode in die andere tritt auf bestimmten Stufen des Durchglühens eine Zeit ein, in der sich das grundlegende Schema wandelt, das in sich den Schlüssel zur Gestaltung der jeweiligen Hülle trägt
Und dieses Schema, das als Gefüge der grundlegenden Strahlung bezeichnet werden kann, wandelt sich in dieser Zeit seines Übergangs von einer Stufe in die andere so um, dass von ihm das abfällt, was bereits überwunden wurde, und es so nicht mehr möglich ist, es für die weitere Nutzung durch die Hände der schaffenden Alphar einzusetzen
Dadurch entstehen Teilchen, die bereits einmal verwendet wurden, deren Strahlung sich aber nun unter dem Druck der Entwicklung nicht mehr zum weiteren Durchglühen im Rahmen der gesamten Hülle eignet, in der eine tierische oder menschliche Seele verankert ist, oder auch die Strahlung pflanzlicher Art
Diese Teilchen vergehen jedoch nicht in ihrer ganzen Vielfalt, sondern ein Teil von ihnen behält die Möglichkeit der Verbindung mit der belebenden Strahlung unbewusst wesenhafter Art
Die Teilchen leben ihr Leben scheinbar getrennt vom übrigen, in der Entwicklung höher vorgerückten Leben der stofflichen Hüllen der Geschöpfe und Pflanzen
Obgleich diese abgetrennten Teilchen leben, ist ihre Strahlung jedoch so schwach, dass sie zur eigenen Vermehrung nicht ausreicht
Dennoch dringt auch zu dieser schwachen Art von Teilchen, wie zu jedem wesenhaften Leben in der Grobstofflichkeit, der Wille Ephredites vor, der sie zur Bildung fortlaufender Generationen antreibt
Um sich in der Fortführung ihrer Generationen am Leben zu erhalten, sind diese Teilchen gezwungen, sich einen Ort zu suchen, der für den möglichen Vorgang der Vermehrung geeignet ist
Sie werden dazu buchstäblich durch den Druck des wesenhaften Triebes der Selbsterhaltung angetrieben
Sie suchen daher einen Ort zum Leben und zur Erfüllung des sehnsüchtigen Vorgangs der Vermehrung
Und dieser Vorgang ist nur durch das Eingehen einer Verbindung mit jenen Hüllen möglich, von denen sich diese Teilchen bei einer der Entwicklungsetappen abgetrennt haben
So suchen sich diese Teilchen, getrieben vom Willen nach der Fortführung ihrer Art, den kürzesten Weg zu den Hüllen, die ihnen mit ihrer stärkeren Strahlung Zuflucht zur Vermehrung bieten können
Solchen bereits eigenständigen Hüllen erscheinen diese Teilchen in ihrem Bestreben jedoch als fremde Eindringlinge
Buchstäblich greifen sie durch ihre Anwesenheit, ohne sich dessen selbst bewusst zu sein, den sonst friedlich ablaufenden Lebensgang der Hüllen der jeweiligen Art von Geschöpfen oder Pflanzen an
Durch ihr Eindringen in den friedlichen Lauf der Dinge rufen sie einen Grund zu neuer Bewegung in der Strahlung der von ihnen besetzten Hülle hervor
In der Hülle erfordert dies jedoch stets die Anspannung aller Kräfte und ein neues Erwachen und Entwickeln der Abwehrkräfte, die sich auf diese Weise in ihrer Entwicklung allmählich den Angriffen der von außen eindringenden artfremden Teilchen anpassen
Die Anwesenheit eines solchen Teilchens der kleinsten unbewusst wesenhaften Art ruft unverzüglich eine Kampfbereitschaft im gesamten Lebensgang einer solchen Hülle hervor
Es ist ein Kampf, den jede Hülle von Zeit zu Zeit bestehen muss, denn darin liegt für sie die Entwicklung der Geschicklichkeit der Abwehr
Auch darin liegt also Fortschritt und Entwicklung
Und diese Entwicklung ist Teil der Bewegung, die im Wesenhaften stets als Zeichen heilsamen Strebens des Lebens gilt
Auch die Hülle, die dem Angriff artfremder Teilchen ausgesetzt ist, hat vielerlei Hilfen seitens der helfenden Kräfte höherer wesenhafter Art zur Hand
Zu den angegriffenen Hüllen neigen sich Helfer und Helferinnen unter der Führung Herfeline, nicht selten unterstützt von Haetheine selbst
Wo ein Kampf entsteht, dort wird unverzüglich Kraft zur Verteidigung der angegriffenen Seite herangeführt
Das ist ein Gesetz, das als Ruf aus Walhall gilt, denn das Wesenhafte erblickt in diesem Kampf den Weg zu einer gesundenden Entwicklung
Wo jedoch die Hülle in ihrer gesamten Unbeweglichkeit zu sehr geschwächt ist, die im Falle des Menschen stets untrennbar mit der gegenwärtigen Ausstrahlung geistiger Art verbunden ist, dort ist die Abwehr oft nicht in hinreichender Kampfbereitschaft
Dadurch gewinnen die eindringenden artfremden Teilchen leichter die Oberhand und können sogar das gesamte Getriebe der Hülle in seiner Existenz bedrohen
Wie wir bereits erwähnten, ist in der liebevollen Göttlichen Ordnung der Welten und der in ihnen wirkenden Kräfte jedoch niemals jemand ohne Hilfe gelassen
Diese Hilfe setzt jedoch einen inneren Willen zum Leben voraus, der sich durch den starken Willen äußert, sich aufzuraffen, sich zu bewegen und somit seine lebendige Ausstrahlung zu steigern
Die allzu geschwächte Hülle ist jedoch nicht selten dieser Bewegung und Verstärkung der Strahlung nicht mehr fähig, und so gewinnen die artfremden Teilchen, die im Austausch für ihre Vermehrung in der Hülle eine Belebung hätten bringen sollen, in ihrer natürlichen Angriffslust ein solches Übergewicht, dass sie trotz ihres allmählichen Rückzugs eine Verkettung des Zerfalls des ursprünglichen friedlichen Zustandes bis zu einem solchen Grad auslösen, dass die Hülle schließlich die verbindende Strahlung freigeben muss, die die Seele des Tieres oder des Menschen band
Fügen wir hinzu, dass die Schwächung der Hülle viele Gründe haben kann, wie etwa die Bequemlichkeit oder eine falsche Art der Ernährung, aber auch den Grund der vollständigen Erfüllung der gegebenen Aufgabe in diesem Teil der Schöpfung
Dadurch kommt es zur Lösung des seelischen Kerns des Tieres oder der seelischen Umhüllung des Geistes im Falle des Menschen, und bei der irdischen Hülle tritt die Abkühlung der Strahlung ein, die die Menschen allgemein als den irdischen Tod bezeichnen
Dabei lag in der Natur der angreifenden Teilchen nichts anderes als der Wille zur Vermehrung unter Bedingungen, die sich durch ihre nahe Ähnlichkeit magnetisch an die gegebene Art binden
Diesen Vorgang nutzt auch die bereits erwähnte Haerthemis, um jene irdischen Geschöpfe zu kennzeichnen, deren Ausstrahlung hinter der geforderten idealen Bewegung zurückbleibt
Wo sich eine Art von Unbeweglichkeit in der Bequemlichkeit zeigt oder vielleicht eine andere Unzulänglichkeit durch ungesunde Kreuzung bei der Zeugung, überall dort kennzeichnet Haertheims in der Welt der Natur jede solche Hülle für die unbewusst wesenhaften Teilchen, die dann von den wesenhaften Hirten zu ihrem Wirken gesandt werden können
Der Grund zur Kennzeichnung durch den Pfeil der Haerthemis ist jedoch stets durch die strenge Kenntnis der Strahlung der einzelnen Stufen der Umhüllungen der Stofflichkeit gegeben
Haerthemis irrt niemals in ihrem Abschuss des Pfeils
Dem Flug dieses Pfeils folgt unverzüglich die Gelegenheit für ein unbewusstes wesenhaftes Leben, sich festzusetzen, wobei es sich sogleich angezogen fühlt und unter der wachsamen Aufsicht eines der zugeteilten Hirten geleitet wird
Das gesamte Geschehen ist also einfach, und es ist nur nötig, in allem die höchste Schlichtheit der Erfüllung der Gottesgesetze im Schöpfungswerk zu erkennen, die in jeder Art der Stofflichkeit ganz konkrete Erscheinungsformen haben
Hier in den Stofflichkeiten ist es also der Kampf, durch den das Wesenhafte die notwendige Erfüllung des Gesetzes der Bewegung vollzieht, in dem der Schlüssel zum gesunden Leben und seiner fortlaufenden Entwicklung verborgen liegt
Hier ist es nötig, für das rechte Verständnis einen wichtigen Punkt der Erkenntnis in Erinnerung zu rufen
Und zwar den, dass für das Wesenhafte der Übergang von einer Ebene in die andere ein ganz natürliches Geschehen ist, das nicht jene schwerwiegenden Begleiterscheinungen hat, wie sie gerade heute von den irdischen Menschen erlebt werden
Für die wesenhaften Diener ist also die menschliche Angst vor dem Übergang aus der grobstofflichen Welt in die Welt feinerer Ebenen unbegreiflich
Das Wesenhafte steht dieser Haltung des irdischen Menschen verständnislos gegenüber, denn für das Wesenhafte ist es lediglich ein weiterer Fortschritt und eine weitere Entwicklung, sofern dieses Geschehen im Einklang mit den von Vaenen gewobenen und von den Alphar in das gegebene Geschehen geformten Fäden steht
Entscheidend für das Wesenhafte ist die innere Größe und die Ehrenhaftigkeit, mit der der menschliche Geist an die Wandlung seines Seins herantritt, indem er eine seiner Umhüllungen als eine Hülle ablegt, die aufgehört hat, ein Ankerplatz für ein würdiges Leben zu sein
Die Tierwelt ist hierin um vieles weiter als die Welt der heutigen Menschen
Und gerade das Nichtverstehen des wirklichen Sinnes des Lebens und das des menschlichen Geistes unwürdige Festhalten an einer einzigen Ebene seines Daseins in der grobstofflichen Welt ist für das Wesenhafte der Grund, auf die jetzige Menschheit mit Verachtung zu blicken, denn die Hohen Wesenhaften Walhalls durften bereits bessere und wissendere Zeiten der irdischen Menschheit kennenlernen
Jedes noch so kleine Tier verhält sich natürlicher und zugleich in seinem Kampf um ein gesundes Leben ehrenhafter als die Menschen der heutigen Zeit, die versuchen, Unvereinbares zu verbinden, den bequemen und oft völlig übertriebenen Genuss der Gaben der irdischen Welt und zugleich die angstvolle Furcht vor Schmerz und Tod, die all dieser Bequemlichkeit zwangsläufig folgt
Ein gesundes Leben führt zu einem natürlichen Kampf, und in ihm kann der Mensch auf der persönlichen Ebene stets eine unerschöpfliche Fülle gewährter Hilfen aus dem Licht finden
Er braucht jedoch dazu aus sich heraus ein Bemühen, das zur Zucht gegen sich selbst führt und damit zu einer gewissen Rauheit, mit der er ehrenhaft und rein alle Hindernisse überwindet, die sich ihm als Herausforderungen zu seinem Fortschritt und seiner Entwicklung in den Weg stellen
So liegt gerade darin jene bisher unerkannte Voraussetzung für das Sich-Zeigen der Hilfe der Göttlichen Liebe im Leben des Menschen
Sie kommt immer, doch erst in dem Augenblick, in dem zuvor der Mensch aus sich selbst alle seine Kräfte aufwendet, um in den umgebenden Bedingungen zu bestehen
Dadurch bildet er doch in sich die Widerstandsfähigkeit, und zugleich führen ihn seine Erlebnisse auch zum Verstehen der anderen, bei denen er dann alles, was sie erleben, in rechter Weise mitempfinden kann
Auch kann er ihnen helfen, doch er hilft stets nur dort, wo seine Hilfe einen Sinn hat, damit sie auf dem richtigen Boden Wurzeln schlagen kann
Was das bedeutet, das muss jedoch jeder unaufhörlich lernen, damit er in rechter Weise sein geistiges Empfinden entwickelt, in dem neben dem Mitempfinden mit dem Nächsten auch das Bewusstsein der Notwendigkeit der Bewegung seinen Platz hat
Das Suchen des Gleichgewichts zwischen diesen beiden Polen ist der Weg zur Entfaltung einer immer weiseren Reife und Weisheit die nach und nach in jedem Leben die Pracht des Wirkens der Göttlichen Gesetze findet, die es jedem Teilstück des Lebens ermöglichen, zu bestehen, zu erstarken und im Schöpfungswerk bewusster zu werden
Und deshalb können wir in dem kommenden Geschehen, das sich zu dieser Erde herabsenkt, nur die Annäherung einer gesegneten, unterstützenden Verstärkung der Bewegung erblicken, die in alles am Ende nur Gesundung bringen wird, indem sie die richtige Stufe des Mitschwingens aller Geschöpfe herbeiführt
Dann wird sich auch das erwähnte Prinzip des Kampfes in das höchste Bemühen gegenseitiger Unterstützung wandeln, damit das Starke das Schwächere schützt und unterstützt, stets genau nach der Art der Gaben und Hilfen, die es in sich trägt
Das Wesenhafte wird dies stets ein wenig anders tun als die Menschen, doch der verbindende Punkt für alles wird die Nähe des Parsifal-Strahles über diesem Teil des Werkes der Nachschöpfung sein
Am Ende werden die Menschen die Göttliche Gerechtigkeit und die Göttliche Liebe als die wunderbarste, ewig gültige Grundlage für den Umgang mit allen Geschöpfen in jedem Augenblick ihres Seins erkennen und dankbar annehmen.
Dann wird sich auch über dieser heute so unruhigen Erde der lichte Glanz eines neuen friedvollen Lebens ausbreiten
Nun nähern wir uns immer schneller diesem Wendepunkt, der eine vollständige Veränderung für alles irdische Leben bringen wird
Selig sind jene, die als lebendige, geistig wirkende, wissende Menschen in diese Zeit eintreten
Ihr Geist wird in der Lage sein, aus vielem Erleben große Erkenntnis zu schöpfen und damit seine helle geistige Flamme zu stärken, um seinen Weg zur Reife zu vollenden
Erfüllt er hier auf Erden seine Aufgabe, für die er in dieser Zeit hierher gekommen ist, so wird ein solcher Geist unmittelbar nach dem Fortgang aus dieser Stofflichkeit bis zu den Toren der geistigen Heimat emporsteigen und in die goldenen Straßen des verheißenen Paradieses der seligen und erhabenen Geister eintreten können
Weg zum Gral – Ergänzende Texte – 8. November 2021
Übersetzung aus dem Tschechischen
Vznešená harmonie Bytostného
https://www.cesta-gralu.cz/vznesena-harmonie-bytostneho/
