Der Beginn eines neuen Aufstiegs zum Licht

Mit dem Herannahen der Feier der Ausgießung der Kraft des Heiligen Geistes nähert sich auch die Möglichkeit eines Neuanfangs für alle, die in ihrem Leben eine große Wende zu einem neuen, lichtvollen Dasein vollziehen wollen
Es ist in jeder Hinsicht die größte Gelegenheit, die Fähigkeiten zu entfalten, die bisher nur im Inneren des Menschen schlummerten
Die Größe der Kraft trägt in sich die Ermutigung zur Begeisterung für den geistigen Funken, der bisher im Kampf mit äußeren Einflüssen oft nur glomm, anstatt in heller Flamme zu erstrahlen
Und gerade die sich herabsenkende Kraft aus dem Gral trägt in sich eine Ähnlichkeit mit dem aus der Natur wohlbekannten Blitz, der eine gewaltige Menge Kraft an die Orte auf der Erde überträgt, die auf Grund der Gleichartigkeit der elektrischen Kräfte am stärksten darauf eingestellt sind
Ebenso kann auch die in dem Zustrom der Kraft aus dem Gral enthaltene Kraft, die jedoch von hoher geistiger Art ist, in dieser Zeit in bisher ungekanntem Maße zu den Menschen herabströmen, die in ihrem Inneren den dafür vorbereiteten Boden tragen
Der Zustrom der Kraft kann wirklich etwas Umwälzendes sein, wenn er auf einen offenen Menschen trifft
Das Bild von den Jüngern Jesu ist der beste Beweis dafür
Die kommende Kraft wird sich dort niederlassen dürfen, wo die Wege dafür am besten gebaut sind und wo der Boden unter den Menschen auf der Erde vorbereitet ist
Darin wirkt, wie in allem anderen, das Gesetz der Anziehung der Gleichart
Vollständige innere Sammlung in der Empfindung und im Denken ist der beste Weg, um den unentbehrlichen Segen der herannahenden Kraft zu empfangen, die aus der Unerschöpflichkeit der göttlichen Quelle geschenkt wird
Gleichzeitig ist das Beste, was der irdische Mensch dieser segensreichen Kraft geben kann, das vollständige Eintauchen in den Einklang mit den Schwingungen des gesamten Schöpfungswerkes
Es ist mit anderen Worten das Eintauchen in das lebendige Wirken des göttlichen Willens, der sich immer so kundtut, dass alles Geschehen auf weisen Wegen zu einem freudig erfüllten Sein eines jeden Geschöpfes geführt wird, das dem göttlichen Willen aufgeschlossen ist, und damit zum edelsten Dienst eines jeden Bewohners des Schöpfungswerkes
Wenn die Menschen dies auch nur für einen Augenblick wirklich sehen könnten, würden sie erzittern, denn sie würden schnell erkennen, wie anders dieser Wille in Wirklichkeit ist, den sie so oft in ihre eigenen Worte einfließen lassen, ohne jedoch irgendetwas über die vollkommene Weisheit zu wissen, die in allem wirkt
Das Eintauchen in die Harmonie des Schöpfungswerkes und das Einfügen in den Willen des Schöpfers bedeutet nicht die stumpfe Aufgabe des eigenen Willens, sondern ist immer nur der höchste persönliche Einsatz der eigenen Kräfte, damit der Mensch selbst erkennt, was im gegebenen Augenblick richtig und damit schöpferisch ist, oder was im Gegenteil das Wollen ist, das das aus lichten Kräften gewobene Wirken im Schöpfungswerk zerstört
In der heutigen Welt können wir kaum davon sprechen, dass irgendjemand auf der Erde diesen Zustand des vollen, gleichzeitig vollkommen bewussten und vor allem aus dem eigenen Inneren freiwillig freudig gewollten Einklang mit dem Ganzen des Schöpfungswerkes als dauerhaften und natürlichen Bestandteil seines irdischen Lebens erlebt
Eine solche Einstellung wäre für andere Menschen schnell erkennbar, da sie zu einer magnetischen Anziehungskraft führen würde, besonders im persönlichen Kontakt mit einem solchen Menschen
Es wäre immer erkennbar, denn ein solches Zusammentreffen könnte die anderen Menschen nicht unberührt und gleichgültig lassen
Das liegt daran, dass der Zustand des vollständigen Einklangs mit der höheren Harmonie im Schöpfungswerk für diese Menschheit etwas derart Fernes ist, dass er sich sofort als etwas Außergewöhnliches zeigen würde
Dies kann jedem als Prüfstein dienen, um sich selbst zu beurteilen, inwieweit er selbst mit anderen Menschen in einer so lebendigen Schwingung seines Geistes arbeitet, dass durch ihn nur friedliche Ruhe und klare Sachlichkeit fließen kann, die aber die Gegenwart von Vergebung und Hilfe für andere in sich trägt
So soll im Grunde jeder Mensch sein, der heute Gott und dem Licht auf Erden dienen will
Darin liegt auch die Fähigkeit zur Erkenntnis dessen, was vom Licht aus als Wirken eines reifen Geistes gesehen wird
Der Begriff reifer Geist ist eng mit dem göttlichen Willen verbunden, denn diese Verbindung ist für den menschlichen Geist ein untrennbarer Bestandteil seiner Erfüllung im Schöpfungswerk
Der Geist kann den Göttlichen Willen nicht erfüllen, also mit der dauerhaft schöpferischen Harmonie in Einklang sein, wenn er gleichzeitig nicht selbst in sich reif genug ist, um im bewussten Wollen immer als auf der Erde befindlicher lebender Ankerpunkt für das Strahlen des Lichtes mit allen damit verbundenen Begleiterscheinungen zu wirken
Reif ist also nur der Geist, der zugleich rein ist und daher auf allen Ebenen seines Daseins in voller Harmonie mit dem Licht wirkt
Wenn hier von Daseinsebenen die Rede ist, so ist damit nicht nur das geistige Innere gemeint, sondern auch die seelischen Regungen, die sich aus den momentanen Wünschen und Sehnsüchten ergeben, sowie das Denken und Handeln in der irdischen Welt
Ein reifer Geist wird auf diesen Ebenen immer in seiner Gesamtheit ausgeglichen sein und aus sich heraus einen Kanal zur Verstärkung aller Hilfen und Ermutigungen bilden, die aus den Höhen des Schöpfungswerkes durch ihn strömen können
Es wird ihm dann nicht möglich sein, so zu handeln, dass er Disharmonie verursacht, auch dort nicht, wo es vielleicht mit seiner eigenen Verteidigung zu tun haben könnte, falls das Ergebnis zum Schaden der großen Harmonie des Schöpfungswerkes wäre
So etwas übersteigt unweigerlich alle bisherigen rein irdischen Beweggründe der meisten Menschen
Im Rückblick auf die Geschichte gibt es nur wenige Geister, die in ihrem Erdenleben einen solchen Reifegrad erreicht haben
Das sind klare Beweise, die gerade in unserer Zeit alle Menschen verstehen müssen, damit sie immer klarer erkennen, wo die Verbindung mit dem Licht ist und wo nicht.
Und wenn dies überall sonst gilt, dann gilt es umso mehr in Bezug auf alles, was unmittelbar mit der Kraft des Parsifalstrahls verbunden ist
So oft auch von einzelnen Personen immer wieder trügerische Vorstellungen genährt werden – sei es durch die Anwendung starker, aus dem Werk der „Gralsbotschaft“ herausgerissener Begriffe zur Verurteilung anderer Menschen, durch die Aneignung hoher geistiger Namen, durch die Geltendmachung von Erbansprüchen oder vielleicht sogar durch die teilweise Beliebtheit in geschlossenen Kreisen von Anhängern –, all dies seien Beweise für ihre Außergewöhnlichkeit und sie verschafften sich gerade dadurch geistigen Vorrang vor anderen, so gilt doch in den Gesetzen der Schöpfung, dass solche Bemühungen niemals etwas so Ausschlaggebendes ersetzen können wie die lebendige Verbindung mit dem Licht, die die Grundvoraussetzung für einen reifen Dienst an Gott ist
Leider werden die genannten Methoden immer noch unter denjenigen angewandt, die das Werk der „Gralsbotschaft” kennengelernt haben, und finden immer wieder Anklang, weil die genannten Personen in der Regel auf zahlreiche innerlich unsichere und unfrei Menschen wirken
Innerlich freie und selbstbewusste Menschen werden so etwas immer ablehnen
Deshalb konnte es unter anderem nicht zu einem größeren Aufschwung aller Bemühungen um das Werk der Gralsbotschaft in einem breiteren Wirken auf der Erde kommen, denn aus dem Licht kann niemals etwas unterstützt werden, das gegen die Gesetze des Schöpfers steht
Alles, was mit Vorstellungen verbunden ist, die mit Wünschen und brennenden Sehnsüchten erfüllt sind, sich über andere zu erheben, hätte längst als das „Alte“ abgelegt werden müssen, das niemals in die neue Zeit eintreten kann
Es ist nur zum Schaden der Sache, denn reines Wirken muss im Gegenteil auf die Demut des menschlichen Geistes zurückzuführen sein, wenn seine Bereitschaft für das Licht hervortreten soll
Möge in dieser Hinsicht heute das Beispiel Zarathustras in seinem Streben nach Dienst am Licht zum Vorbild werden
Unwichtig zu sein ermöglicht es, die der Wahrheit innewohnende Strahlkraft zum Vorschein zu bringen
Die Geduld des Geistes führt zur Konzentration auf die Verbindung mit dem Licht, so wie es schließlich bei allen großen Geistern der Fall war, die in den einzelnen Epochen der Geschichte dieser Erde in Treue zum Schöpfer dienten
Und heute geht es doch um etwas noch viel Höheres, das im lebendigen Zusammenhang mit dem Strahl Parsifals liegt
Die Reife des Geistes, der in den Dienst des Lichtes gestellt ist, trägt also eine ganz andere Art von Schwingung in sich, als es in den bisherigen Erwartungen der Menschen üblich ist
Es sind jene kostbare Eigenschaften, die in stiller Geduld und Freundlichkeit erstrahlen, und das ist etwas ganz anderes als die bisher meisten angestrebte Ausübung irdischer Größe, die die Menschen noch immer mit dem Dienst am Licht verbinden
Wahre Weisheit achtet nicht auf die Stimmen der Menschen, sondern zuerst und vor allem auf das vollständige Eintauchen in die Harmonie des Schöpfers, die allein den Ausblick des Aufbaus in sich trägt, denn nur so kann die große lebendige Verbindung mit den Höhen aufrechterhalten werden, aus denen neue Inspirationen fließen können und damit Segen für die Auswege aus aller irdischen Not
In der dargestellten Beschreibung ist es nun für jeden Menschen leicht ersichtlich, dass es etwas besonders Wertvolles und Hohes ist, das von jedem Einzelnen erreicht werden muss, der sich jetzt höher erheben möchte, um den Zustand zu erreichen, der bedeutet, dass er ein reifer Geist ist, der dauerhaft mit dem Göttlichen Willen im Einklang steht.
Es ist keine religiöse Verzückung, es ist kein fiebriges Schwärmen für etwas, das vom Menschen nicht einmal ansatzweise richtig verstanden wird, sondern es ist genau das, was den Menschen auf der Erde heute meistens fehlt – die einfache Erfüllung der grundlegendsten menschlichen Tugenden in Verbindung mit der Kenntnis des lebendigen Wirkens der Allweisen Göttlichen Harmonie im Schöpfungswerk
Der Ausgangspunkt beginnt also für jeden in der Erfüllung der Seligpreisungen Jesu
Alles andere kommt danach und kann durch nichts ersetzt werden
Leider ist dies für viele Menschen fern, denn viele sind selbst in sich unausgeglichen mit ihren nicht geheilten seelischen Wunden, die diese ständig in vergangenen Fehlern halten und ihnen keinen Fortschritt ermöglichen
Für das scharfe Auge des Beobachters ist dies jedoch immer auf den ersten Blick erkennbar
Es kann also von Menschen gesprochen werden, die auf verschiedenen Stufen mit ihren Schwächen und ihrer Unvollständigkeit in der geistigen Reife kämpfen, was natürlich zu dieser Erde gehört, aber in diesem Fall kann noch nicht von einer dauerhaften Verbindung mit etwas so Lebendigem gesprochen werden, wie es eben der Göttliche Wille im Schöpfungswerk ist
Obwohl dies alles weit entfernt von der Erfüllung des Begriffs des reifen menschlichen Geistes ist, sind solche Menschen dennoch wertvoll, aber nur und ausschließlich in ihrem Kampf mit ihren Fehlern, und das dann, wenn sie dies in ihrer Ausdauer rein und aufrichtig tun
Letztendlich soll auf jeden solchen, nach dem Licht strebenden Geist mit der Freundlichkeit und Geduld geblickt werden, die dem zusteht, der ehrlich nach der Läuterung seines Inneren strebt
Und das auch dann, wenn er vielleicht in seinen Urteilen oder in seinem Handeln irrt
Alle Menschen können und sollen an sich arbeiten, um den besten Boden für die Aufnahme höherer Ströme vorzubereiten, die sich in ständiger Erfrischung durch das Werk der Schöpfung auch hier unten in die Tiefen der Stofflichkeit ergießen
Leider wird der Kampf der meisten bisher überwiegend nur an der Oberfläche geführt; er dringt nicht bis zum Grund des Geistes vor, also bis zur Erkenntnis dessen, was dem Geist in seiner Stärkung und Läuterung wirklich zuträglich ist, und was im Gegensatz dazu nur tausendfache Bemühungen in Nebensächlichkeiten sind, die nicht nach oben führen, sondern die Konzentration nur an die flüchtige Gegenwart des irdischen Geschehens binden
In diesen tausendfachen Bemühungen kann der Geist des Menschen keine Verankerung im Licht finden, denn dazu ist zu viel Störendes um ihn herum, ohne dass er es sich selbst durch den irdischen Verstand bewusst machen würde
Das Ergebnis ist dann eine anhaltende Unruhe, immer wiederkehrende Fehler der Vergangenheit und vor allem damit verbunden auch eine notwendige Erschöpfung der inneren Kräfte, denn ihre Hauptzufuhr zum Geist wird abgeschnürt und verhindert, dass das Licht, das als einziges in seiner Fülle Veränderung bringen kann, in das geschwächte Innere eindringt
Viele stürzen sich trotz des erwähnten Ringens mit neuem Mut in neue Tage, um endlich ihren Geist höher zum wohltätigen Licht zu erheben
Doch selbst wer damit zumindest teilweise schon weiter ist, verfällt dennoch leicht der Versuchung, diese Welt nach seinem Bild verändern zu wollen, also seine Vorstellungen davon durchzusetzen, wie die Welt aussehen und die Menschen in ihr nach seinem Verständnis scheinbar großer Ideale leben sollten
All dies ist eine Zersplitterung der Kräfte, die sich zwangsläufig in Nichtigkeiten auflösen müssen, deren Wert nicht einmal im Geringsten im Vergleich zu den hohen Zielen steht, die erreicht werden können, wenn der menschliche Geist in seiner Reife wirklich auf den Wegen geht, die ihm von der göttlichen Weisheit gelegt wurden
Es ist daher angebracht, sich von allem Lärm und Getöse der Außenwelt abzuschotten, damit die Oberfläche des Sees der inneren Ausgeglichenheit, die jeder Mensch in sich trägt, schneller zur Ruhe kommen kann
Das bedeutet, sich von allem Äußeren zu lösen und für eine gewisse Zeit seinen Geist auf das wahre große Ziel des erhabenen Dienstes am Licht zu konzentrieren
Und gerade das bevorstehende Fest bietet eine große Gelegenheit, mit diesem Prozess zu beginnen, der so nützlich für das Wertvollste ist, nämlich für die eigene geistige Reife
Darin liegt die Verheißung eines neuen Beginns – eines Lebens, das den ganzen Menschen ergreift, in allem, was er ist
Dies zeigt sich immer in einer magnetischen Anziehungskraft, die von innen nach außen dringt als Ausstrahlung menschlicher Freundlichkeit, Respekt und vor allem sachlichen Handelns in Wahrhaftigkeit in allem, was der Mensch tut
Das ist der vom Licht geprägte Auftakt zu einem lauteren Mitwirken am gegenwärtigen Geschehen großer Wandlungen
Der Beginn des wahren Weges zur Erreichung der geistigen Reife, die in dieser Umbruchszeit so wichtig für den Einzelnen und die ganze irdische Welt ist, in der alles Vergangene zusammenbricht und am Horizont bereits die verheißene Erleuchtung aufsteigt
Aber diese Erleuchtung darf nur zu jenen kommen, die in sich die rechte innere Bereitschaft schaffen, alles Neue aufzunehmen
Das bedeutet, sich zu reinigen, zu läutern und in lebendiger täglicher Hingabe den Altar zu weihen, den man dem Heiligen Gott in seinem Innersten errichtet hat
Dieser Prozess ist die Bedingung für den Beginn eines neuen Daseins
Es ist auch ein Versprechen, dass hier wirklich bald geistig reife Menschen erscheinen werden, die ganz einfach und automatisch die Fäden, die von den Höhen der göttlichen Harmonie zur Erde führen erspüren und auch verweben
Damit beginnt die Zeit, die von vielen erwartet, aber noch nicht erreicht wurde, weil den meisten die notwendigen freien Kräfte ihres Geistes fehlen
Die freie und freudig erfüllte Teilnahme am erwähnten Weben der Fäden ist die Bedingung für den Beginn allen bisher nur erahnten Geschehens
Auf der Erde gibt es viele menschliche Geister, die große Voraussetzungen in sich tragen, um schnell die vollständige Reife in der Erkenntnis ihrer Aufgabe in der Schöpfung zu erreichen
Viele sind nur noch einen Hauch davon entfernt, all das zu erkennen
Für viele würde die Zeit vom jetzigen Fest bis zum folgenden Septemberfest der Reinen Lilie, also die Zeit von drei irdischen Monaten, ausreichen
Aber weil die Kräfte für Nebensächlichkeiten verschwendet werden, kommt es nicht zu dem so notwendigen Erwachen im vollen Verständnis dessen, was reifes geistiges Dasein bedeutet
Deshalb müssen zuerst alle nebensächlichen und dauerhaft ablenkenden Dinge abgelegt werden
Alles, was für den Geist wichtig ist, sollte als das Wertvollste, über das der Mensch in seinem Leben verfügt, erkannt und bewusst gelebt werden
In allem, was zum Leben gehört, sollte ein lebendiges Empfinden und mit diesem eine innige und edle Frömmigkeit vorhanden sein
Das ist derselbe Boden, den die Jünger Jesu zur Zeit des damaligen Pfingstfestes in sich trugen
Nur auf dieser Grundlage kann sich die Lichtkraft aus den Höhen des Grals zur Gleichart herabsenken, um dem Menschen einen beschleunigten Weg zur geistigen Reife zu eröffnen
So etwas kann und soll sich im tiefsten Inneren des Menschen erfüllen
Davon braucht nicht gesprochen zu werden, und es sollte auch kein Thema von Gesprächen oder Überlegungen sein, da diese meist ohnehin ins Oberflächliche abgleiten und die Kraft aufzehren, die für die innere Sammlung nötig ist
Nur der Mensch selbst, in der vollen geistigen Öffnung seines Herzens, soll daran teilhaben, damit die heilige Reinheit, die dafür die Voraussetzung ist, durch nichts befleckt wird
„Mensch, bewahre in dir die innige Beziehung zu deinem Schöpfer in Heiligkeit, geschützt vor dem Unverständnis der übrigen Welt, damit du, wenn du reif bist, daraus reiche Frucht für alles Leben um dich herum hervorbringen kannst“
In dieser Stimmung möge die Taube des Heiligen Geistes jedem erscheinen, der inbrünstig darum bittet
Ein einziges Erbeben, das durch das ganze Wesen des Menschen hindurchfährt, würde dann einem Blitz gleichen, wie man ihn aus dem wesenhaften Wirken in der Natur kennt
In diesem Strömen der Kraft zum Menschen ist dann alles für seine Verwandlung und damit für den Beginn eines neuen Daseins enthalten
Es liegt nur an ihm, wenn er so etwas erlebt, die Kraft dann in den folgenden Tagen, Wochen und Monaten voll zu nutzen
Bei richtiger Anwendung wird die Kraft in ihm nicht schwächer, sondern im Gegenteil stärker und reicher, bis sie nicht mehr zurückgehalten werden kann
Dann wird sie einfach und frei zu strahlen beginnen, um zu zeigen, dass derjenige, bei dem solche Dinge geschehen, immer mehr mit der Schwingung der großen Harmonie im Schöpfungswerk verbunden ist
Er wird dann auch für völlig Unkundige durch das Licht sichtbar, als ein für sie überraschend erschienener Mittler, als reiner und schlichtender Diener des Herrn
Seine Wege werden dann in eine Richtung gehen, die ihm einfach und deutlich den bisher von den Menschen nicht erkannten göttliche Wille zeigen wird, der alles Geschehen in der Schöpfung lenkt
Getrennt und doch mehr denn je mit den Menschen verbunden, wird er in der Lage sein, ein Spender des lebendigen Lichtes zu sein, das durch ihn in jedem Augenblick fließen kann
Welch eine Seligkeit darin für den menschlichen Geist liegt, das kann der Mensch bisher nur ahnen
Doch ist es dennoch etwas Mögliche und für die kommende Zeit auch etwas Notwendiges, denn es ist ein notwendiger Teil davon, dass die verheißene Erleuchtung immer mehr aus den Höhen auf die Erde herabgebracht werden kann
Diese Erleuchtung, die weder im Kampf noch durch die Entmündigung des Willens der einen Menschen durch die anderen kommen wird, sondern durch die Erkenntnis des Schöpfers und seines Schöpfungswerkes, das in sich die Kraft der magnetischen Anziehungskraft lebendiger Begeisterung tragen wird, die daraus für alle menschlichen Geister als die natürlichste Quelle der Antworten auf alle bisher drängenden Fragen fließen wird
Und gerade die erwähnte magnetische Anziehungskraft soll in den Menschen erweckt werden, die sich danach sehnen, als Erste in den Fußstapfen der sich bevorstehenden Erleuchtung der Menschheit zu wandeln
Zur Stärkung bietet sich nun für alle die Gelegenheit, die mit der bisher unerkannten Bedeutung des Festes des Heiligen Grals verbunden ist, bei dem die von Immanuel gestärkte, alles belebende Kraft einfließt
Eine Kraft, die sich dorthin senken kann, wo sie eine annähernde Gleichartig findet
Sie soll dann vollständig für die große Verwandlung und für die Vollendung jener Stufe der Reife genutzt werden, auf der dann der ersehnte erhabene Dienst am Licht beginnen kann
Dies ist der Dienst, in dem ein allmählich immer stärker werdender Zustrom von Licht für jeden zu finden ist, der sich mit seinem Geist in die Harmonie des Schöpfungswerkes einfügt
Wer sich während des Festes in innerer Andacht dem strahlenden Licht des Schöpfungswerkes öffnet, das vom Gral ausgeht, für den sind vielfältige Hilfen auf dem Wege bereitet, die allen zuteilwerden, die ernsthaft an dem kommenden, erleuchtenden Geschehen teilnehmen wollen
Es werden dazu noch weitere Ausblicke gebracht werden
Der Ausgangspunkt für all dies ist jedoch die völlige Öffnung für den lebensspendenden Strom aus dem Gral
Möge dies zuerst von jedem in vollem Umfang innerlich erlebt werden
Ihnen werden jetzt die größte Hilfe und Unterstützung von allen Dienern des Lichtes zuteil, die sich über der Stofflichkeit befinden
Der Parsifal-Strahl hat einen Weg geschaffen, der hier schon lange nicht mehr in diesem Maße vorhanden war
Möge daher in der kommenden Zeit alles voll genutzt werden für den Aufstieg der Einzelnen und der ganzen Erde
Übersetzung aus dem Tschechischen
Von DER WEG DES GRALS | 27. Mai 2024 | ERGÄNZENDE TEXTE
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