Gesegnete Gärten des treuen Dienens

Wir haben bereits von den lichtdurchfluteten Gärten gesprochen, die sich im höchsten Teil der Erweiterung für die entwickelten menschlichen Geister in der Ersten Schöpfung befinden

Es sind Orte glückseliger Tätigkeit, an denen die am stärksten erstrahlten weiblichen geistigen Wesen durch treuen Dienst in beständigem Mitschwingen wirken, um die Aufgaben aus dem Licht zu erfüllen

Zu diesen Gärten gehören die Wirkungsstätten von Rosaney und Gwenevier als die Gärten der liebevollen Rosen und die Gärten der Lilien

Aber es gibt noch einen weiteren Garten, über den wir noch nicht gesprochen haben

In diesem dritten Garten unterhalb von Montsalvat, der der Goldenen Stadt am nächsten liegt, befindet sich ein Ort treuen Dienstes, in dem eine erhabene Verwalterin waltet, die alle Tugenden des geistig Weiblichen in sich vereint und zugleich mehr von der wesenhaften Art in sich trägt

Die erhabene Herrin von königlichem, jedoch beständig jungfräulich-jugendlichem Aussehen schreitet durch die strahlenden Gärten und erhebt durch ihr Sein alles zu einer freudigen Harmonie mit der von Gott vorbereiteten Entwicklung

In höchster Verbundenheit mit dem Strömen aus den Höhen zieht sie sich dann in die Säle des schneeweißen Tempels auf dem Gipfel dieser Gärten zurück, um so ihren Dienerinnen als Vorbild im Dienst der bedingungslosen Übereinstimmung mit dem Willen Gottes voranzugehen

Dieser Dienst macht sie beständig zur Vermittlerin für das höhere Wesenhafte, das aus den Ebenen der Urschöpfung in diesen Bereich des Geistigen gelangt

Der höhere wesenhafte Anteil, der sich in ihr unter dem Einfluss des erhabenen Wirkens der urgeschaffenen Dienerinnen von der Schwaneninsel entwickelt hat, öffnet ihren Blick, damit sie das Wirken der Erzengel erblicken darf, die sich durch den Gral zu Parsifal neigen bei seinem Wirken in der ihm von Gott dem Vater gegebenen Aufgabe des Verwalters der Schöpfung

Und da diese Dienerin ebenso wie die meisten der ihr unterstellten tugendhaften Jungfrauen einen höheren Anteil des Wesenhaften in sich trägt, ist dieser Ort beständig vom Rauschen engelhafter Flügel erfüllt

Das Wesenhafte, das sich im Ersten Schöpfungswerk befindet, ist immer engelhafter Art, denn andere Formen haben hier keinen Platz für den Ausdruck des treuen, rein wesenhaften Dienstes am Willen Gottes

In der gesamten Ersten Schöpfung, von den Hallen des Grals bis hin zu den äußersten Ebenen des geistigen Paradieses, trägt jegliches wesenhafte Wirken die Form der Engelart, wie sehr sich diese Formen auch voneinander unterscheiden mögen

Wenn wir Unterschiede finden, dann sind diese immer innerhalb der Art, für die es stets der stärkste Ausdruck ist, daß die Wesenhaften Schwingen haben

Schneeweiße Schwingen trägt hier alles Wesenhafte, sei es, daß dieses zu den Baumeistern gehört, welche den in der Nachschöpfung wirkenden Alphar übergeordnet sind, oder zu den Elfen, die sich um die Blumen sowie um alle anderen Arten von Tätigkeiten kümmern

Im Ersten Schöpfungswerk finden wir Alphar von engelhaftem Aussehen, die an allem arbeiten, was in Formen gebildet werden muß, seien es nun Landschaften, Bauwerke, Formen der Elemente und alles andere, was sich in der Ersten Schöpfung befindet

Weil die Stofflichkeit des Urlichts, die als Ausgangsmaterie für alle Formen dient, von völlig anderer Art ist als die Stofflichkeit in der Nachschöpfung mit all ihren Teilen der Stofflichkeiten, sind in der Ersten Schöpfung nicht so viele Arten des Wesenhaften erforderlich wie bei den Wesenhaften, die in Walhalla und in den Gärten Asgards zum Bewußtsein erwachten

In Wahrheit genügt der Wille, in dem die Alphar-Engel schwingen, ihr Einklang mit dem Willen Gottes, um als Vermittler der Kraft immer neue Teile der geistigen Welten formen zu dürfen

Ihre Tätigkeit kennt keine Grenzen, denn die in die Schöpfung einfließende gesegnete Kraft Gottes gibt ihnen immer wieder alles Notwendige für das Weben neuer Formen von vollkommener Schönheit, von allem, was für das freudvolle Leben der dortigen Bewohner notwendig ist

Neben den Alphar engelhafter Art gibt es hier auch noch Elfen engelhafter Art, die sich besonders auf die Pracht der Pflanzen in den unterschiedlichsten Formen und Farben ausrichten

Mit diesen engelhaften Dienern, die von Zeit zu Zeit auch die Bewohner des geistigen Paradieses zu ihrer Freude erblicken können, gibt es hier noch andersartig wirkende Engel, die vor allem als Boten für die Mitteilungen zwischen den Sphären der Schöpfung tätig sind

Und gerade diese Diener sind am meisten mit dem Ort der Gärten des treuen Dienstes verbunden, die sich auf den Höhen unterhalb der geistigen Burg des Lichts selbst, Montsalvat, ausbreiten

Die Träger von Mitteilungen oder auch sonst die Vermittler ernster wie freudiger Verkündigungen nähern sich diesen Gärten in stiller Erfüllung, damit sie die Weisheit Gottes über die weitere Entwicklung des Geschehens bei den menschlichen Geistern im Paradies bringen dürfen, aber auch in die Tiefen der Nachschöpfung, wo sich in den unterschiedlichsten Entwicklungsstufen die geistig-menschlichen Wesen befinden, die einen bewußten Rückweg in die Lichtebenen der Ersten Schöpfung anstreben sollen, die für sie als Paradies gekennzeichnet ist

Von hier aus werden die gebrachten Nachrichten sogleich durch weitere Boten weitergesandt, bis an ihre Bestimmungsorte

Und gerade dieses höhere Wesenhafte in den Dienerinnen, die ansonsten geistiger Art sind, ermöglicht es ihnen, sich völlig mit den ankommenden Engeln mitzuschwingen und dadurch auf geistig beschützende und helfende Art im stillen Gebet vielfältige Hilfe jenen zuzuleiten, zu denen sich eine neue Berufung in ihrem geistigen Dasein herniedersenkt

Das stille Wirken dieser seligen Dienerinnen wird oft von einem Gesang der herrlichsten Art begleitet, der sich durch alle Orte in den Gärten trägt und von Zeit zu Zeit sogar bis hinunter zu den Lauben der Verinnerlichung nachhallt, wohin sich gewöhnlich die reinen, vollendeten Geister, die die Stadt der goldenen Straßen bewohnen, zurückziehen, wenn sich diese in Konzentration auf eine neue Aufgabe vorbereiten, zu der sie aus den Lichten Höhen gerufen werden

Der Gesang schwebt dahin in lieblichen Tönen, in denen neben der Melodie auf lebendige Art die Geschichte des Dienstes für den jeweils auserwählten Diener mitschwingt

Und jeder hört nur jene Worte, die zu seiner Geschichte gehören, wie sehr auch die Töne und die Melodie allen gleichermaßen beglückend schön zu sein scheinen

In diesem Gesang der Jungfrauen in den Gärten des treuen Dienstes ist eine gewisse Weisheit höherer Art enthalten

Gerade um dieser Weisheit willen, die in sich etwas von einem höheren göttlichen Geheimnis hat, blicken die Geister im Paradies mit besonderem Erschauern auf diese Gärten, und die erhabene Wadana, welche die Verwalterin dieser Orte ist, wird als Trägerin der königlichen Weisheit bezeichnet

Wer sich danach sehnt, etwas mehr über das Geschehen in der Schöpfung zu erfahren, der richtet sich in Gedanken natürlich an Wadana, die ihm auch niemals eine Antwort schuldig bleiben wird, denn sie ist die Vermittlerin für alles Verkünden nach unten hin

Jedoch tragen ihre Antworten in sich stets die Forderung nach reinster Demut, damit die Mitteilung im Geiste erst zu vollem Verstehen heranreifen darf

In dieser Hinsicht wird der Tempel dieser Gärten als Quelle hohen Wissens der königlichen Erkenntnis der Schöpfung angesehen

Der gesamte Raum des Tempels schwingt in einer besonderen Ausrichtung beständiger Offenheit für das Wissen um die Dinge, die den anderen noch verhüllt bleiben, weil für sie die Zeit noch nicht reif ist

So wollte gerade auch die erhabene Wadana Amfortas im Voraus vor der Versuchung des gefallenen Erzengels warnen

Amfortas ahnte nicht, daß ein Angriff von Seiten des Versuchers kommen würde

In dem reinen Vertrauen, das er in sich trug, erwartete er nicht, daß sich alles so abspielen würde, wie es sich ihm näherte

Er war von einem tiefen Vertrauen erfüllt, als er sich in inniger Verbindung auf den Dienst der Ritter einstimmte, die durch ihren Willen über dem Gipfel der feinstofflichen Gärten nach dem Abglanz Montsalvats eine Wächterburg geformt hatten, von der aus sich Luzifer bei ihm meldete

Wadana wollte Amfortas warnen, damit er nicht dem bezaubernden Licht erliege, welches den Versucher mit seinem Glanz von Allwissenheit umgab

Eine ihr unerkannte Kraft erlaubte ihr jedoch nicht, den ersten Ritter Amfortas zu warnen

In inbrünstiger Bitte fragte die reine Dienerin nach oben, ob das, was sich vor ihrem Blick abspielte, im Willen Gott-Vaters liege, oder ob sie selbst durch die Macht des Gefallenen gelähmt sei, sodaß ihre Stimme in Schweigen gebunden ist

Da erblickte sie das Bild von Amfortas

Er stand rein und klar in seinem Dienst

Selbstgewiss und treu diente er an höchster Stelle des später geformten Geistigen

Seine Kraft, die er in sich empfand, gab ihm Sicherheit für sein Erfüllen

Er fühlte sich sicher und gefestigt und ließ in seiner Selbstgewissheit den Gedanken gar nicht erst aufkommen, dass er selbst ins Wanken geraten könnte.

Seine Gewißheit ließ in ihm die Überzeugung reifen, daß er richtig diene, anstatt sich in allen Belangen fragend nach oben an den Schöpfer zu wenden.

Dies wiegte ihn in dem Glauben, daß er vom Verführer niemals zum Eigenwollen verleitet und dadurch aus dem beständigen Rhythmus des treuen Dienstes in seinem ernsten Amt als Verwalter von Montsalvat herausgedrängt werden könne

Darin lag jedoch letztlich sein schweres Schwanken und der Sturz von der Stätte seines bisherigen Wirkens; denn der Versucher erkannte, daß dieses blinde Vertrauen Amfortas zu einer schwerwiegenden Entscheidung verleiten würde, ohne zuvor nach oben zum Licht nach deren Richtigkeit zu fragen.

Und so ließ Amfortas, von niemandem gewarnt, Luzifer in der Überzeugung seiner eigenen unerschrockenen Kraft in seine Nähe treten, als dieser vor ihm erschien und den Diener Montsalvats mit seiner noch immer andauernden Strahlkraft göttlich-wesenhafter Art in seinen Bann zog

Auf den Rat dieses Gefallenen hin ließ sich Amfortas zu Gedanken verleiten, die ihn jedoch in eine andere Richtung führten, als es ihm der Wille Gottes in der Schöpfung anvertraut hatte

Damit trat er aus seinem Dienst heraus und gefährdete vorübergehend die Möglichkeit des Einströmens von Licht in die Hallen Montsalvats, wie es bisher immer seit dem Beginn der Ebene der entwickelten Menschengeister geschehen war

Wadana sah das alles voraus und bat in Gebeten inbrünstig um Hilfe aus den Höhen des Lichts für den lichten Verwalter des Gefäßes mit dem lebendigen Licht in der geistigen Burg Montsalvat

Und aus dem Gral wurde ihr ein lichter Bote gesandt, der ihr Trost brachte im Aufzeigen der zukünftigen Entwicklung, in der sie sah, wie der Retter, der König des Grals selbst mit seinen treuen Rittern, in die Hallen Montsalvats einzieht, um alles vorübergehend aus den Fugen Geratene wieder in Harmonie und friedvolle Ausgeglichenheit zurückzuführen

Damit war der Schmerz schon im Voraus genommen, der andernfalls vielleicht in das Innere der reinen Geister im Paradies beim Miterleben des Wankens des treuen Verwalters des Gralsgefäßes gefallen wäre

Der Trost des seligsten Balsams der heiligen Verheißung vom Fortbestand des göttlichen Lichts sollte sich in die Scharen aller Bewohner des Paradieses ergießen, damit ihr Vertrauen und ihre Hingabe an den Schöpfer unversehrt überdauerten

Aus den Höhen kam die lichte Schar einer mächtigen Ritterschaft, an deren Spitze sich der König der Schöpfung selbst befand, Parsifal

Die Bilder, die die höchste Dienerin der Gärten des treuen Dienstes empfangen durfte, trugen so viel Kraft in sich, daß ihr geistiges Bewußtsein in einen friedvollen Schlaf sank, in dem für sie die Erleichterung des Durchlebens von allem enthalten war, was da kommen sollte

Wadana schlief am höchsten Platz des Tempels, der ihr als Wirkungsstätte ihrer Treue dient

Sie schlief, durfte jedoch gleichzeitig alles so voll miterleben, daß sich vor ihrem geistigen Auge die Bilder aller Geschehnisse der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft abspielten

Und so war auch in ihrem Schlaf ein treues Erfüllen enthalten, denn die Engel, ihre treuen Helfer, durften diese von ihr im Schlaf empfangenen Bilder weiter in die Niederungen tragen, damit auch an den entlegensten Orten von Geist zu Geist, von Geschöpf zu Geschöpf und von Mensch zu Mensch die Verkündung der stillen Verheißung des Sieges des göttlichen Lichts über die Dunkelheit fließen konnte

Umgeben von den reinsten ihrer Dienerinnen verblieb sie in dem besonderen Zustand des Schlafes und sprach in diesem von den Bildern, in denen sich alles Heilige Geschehen spiegelte, das zur Rettung all der Orte gewirkt wurde, die von dem unheilvollen Wirken Luzifers berührt waren

Viele der Verheißungen, die sie in dieser Zeit vermittelte, wurden sogleich von ihren treuen Helferinnen an jene Orte ausgesandt, für die sie bestimmt waren

Die Verheißungen trugen sich wie Ströme der Erlösung und der Hoffnung für alle, die sich ihnen in reinem Erfassen mit ihrem Inneren öffneten

In der Form eines stillen Flüsterns wie auch eines freudigen Rufes trug sich die große Verheißung durch alle Ebenen und Welten

Je mehr sie erstarkte, desto klarer wurde für alle, daß die Zeit der Erfüllung der großen Verheißung der Befreiung nahe ist

Und da wurde Wadana von der liebsten und klarsten Stimme zum Erwachen gebracht, die sie je vernehmen durfte

Klangvoll wie die stärkste Glocke, aber dennoch gütig und sanft zu ihrem Geist

Parsifal sprach zu ihr, als er nicht weit entfernt auf dem Gipfel der geistigen Ebene stand, und ihre zum Bewußtsein wiedererwachten Augen mußten sich an die Flut von Licht gewöhnen, welche den Ort Montsalvats durchströmte

„Siehe, Ich bin hier“

„Die Wunde ist geheilt“, erklang es durch den Raum

„Der Heilige Speer ist nun in den Händen des von Gott Auserwählten“

Ringsum im gesamten Raum schwebten unendliche Scharen rauschender Schwingen, die den Lichten Retter begleiteten, der aus den Hallen des Grals zu fernen Orten der Schöpfung herabkam

Und der Lichte ließ Teile seines Strahls in die vorbereiteten Behältnisse aller Stufen der Hüllen senken, um die Verheißung des Sohnes Gottes Jesus zu erfüllen, denn er sollte das Wissen der Wahrheit in alle Teile der Nachschöpfung bringen

Zugleich mit diesem Wissen schritt die Erfüllung des Heiligen Gerichts voran, die darin bestand, der heilenden Kraft des Heiligen Speeres zu folgen

Und Wadana ließ in freudigem Erfüllen mitsamt all ihren Dienerinnen in alle Sphären eine neue Verkündung erschallen, in der sich der inbrünstigste Ruf an jene Seelen trug, welche das Echo der Stimme hören sollten, die sie selbst bei ihrem Erwachen vernommen hatte

Durch den gesamten Raum tragen sich Stimmen, die verkünden, daß sich der Strahl Parsifals allen Orten der Nachschöpfung genähert hat, damit das Gericht erfüllt werde und mitsamt diesem die Befreiung aller reinen, lebendigen Geister

„Es ist vollbracht“

Es klingt machtvoll durch den Raum, als sich auch der Ruf Walhallas diesen geistigen Strömen anschließt

Alles Leben öffnete sich jubelnd dem Zustrom der Kräfte, die eine Neugeburt in sich trugen

Nur die Menschen auf der Erde ahnen nicht, wie sich alles dem vollkommenen und weisen Willen Gottes unterordnet, denn ihre Begrenztheit erlaubt es ihnen nicht, mehr als nur das Irdische zu sehen, wie sehr sie sich auch bemühen mögen, sehend zu werden

Sie sehen das Wirken des Strahls nicht, der eine Ausstrahlung von Parsifal selbst ist und sich nun in der Nähe von Ephesus befindet, um ein großes Kapitel dieses Teils auch an jenen Orten abzuschließen, wo sich bis dahin noch alles Geistige nur träge im matten Schatten seiner ursprünglichen Lebendigkeit bewegte

Der Strahl ist die lebendige Erfüllung der Verheißung, wenn erst in einer Zeit der Not einige in seinem Glanz die Erfüllung der Ankunft des Richters Gottes erkennen werden, so wie es verkündet war

Dann erst werden sich die Augen der Begnadeten öffnen, und sie werden am Himmel Geschehnisse erblicken, die sie in den Staub niederwerfen, weil sie darin Gottes Sichtung der Menschheit erkennen werden

Dies sind jene Bilder, die die Dienerin aus den Gärten Montsalvats, die sich im glückseligen Zustand des reinsten Dienstes befindende Wadana, durch ihr Erfüllen bringen läßt

Damit die Menschen all dies überhaupt aufnehmen dürfen, müssen sie danach streben, sich mit ihrem Geist weiter emporzuheben

Ihr Geist verlangt nach Verbindung mit dem Licht, welches ihm dann alles gewähren darf, was er zu einer stärkeren Verbindung mit den Ebenen benötigt, in denen sich das wirkliche Leben befindet, nicht dieses hiesige scheinbare

Gerade in dieser Zeit erbeben starke Verbindungen mit der Möglichkeit, den Widerhall der Namen Parsifal, Imanuel, Menschensohn in den eigenen Geist eintreten zu lassen

Es umkreist die kleine Erde, und die rauschenden Schwingen der Boten lassen die große Erfüllung aller alten lichten Nachrichten und Verheißungen erahnen

Der Herr ist nahe, und Sein Licht belebt, richtet, heilt, befreit, verwirft und bringt zugleich mit seinem herrlichsten Klingen Hoffnung für alles, was bisher litt

Der Nachklang dieser Stimme saugt sich beschleunigt in die Materie ein, damit es für die irdische Wahrnehmung der abgestumpften Menschheit zur Wirklichkeit wird

Die Wesenhaften weben beschleunigt Fäden zur Abkürzung des Geschehens, wie es in der Dichtigkeit der Materie nur möglich ist, damit alles auf das allernotwendigste Durchleben des Gerichts verkürzt werde

Die Geschwindigkeit bringt Umwälzungen in die Fäden eines jeden Menschengeistes, der sich danach sehnt zu erwachen und sich in ehrlichem Ringen zu retten

In allem ist es möglich, Hilfe von noch nie dagewesener Art zu finden, denn jede einzelne Entscheidung, die in einer reinen Regung des empfindenden Inneren aufsteigt, hat die Kraft zur Befreiung von einer großen Anzahl belastender Fäden der Schuld

All das ist Bestandteil jenes Erklingens der Stimme des Richters, die in sich eine unnachgiebige Strenge trägt, zugleich aber die glückselige Ermutigung der Hoffnung für alles, was sich aufzuraffen sucht zum Mitschwingen mit der großen Harmonie des Schöpfungswerkes

Hoch oben in den fernen Gärten arbeitet alles für das Weben von Hilfen in einer Art und Weise, welche die Menschen hier auf der Erde überhaupt erst richtig erkennen und auch annehmen lernen müssen

Es ist eine Hilfe, die sich in jenem feinsten Klingen herniedersenkt, welches vom empfindenden Inneren überhaupt erfaßt werden kann

Und dazu ist eben die feine weibliche Wahrnehmung am besten fähig

Ströme von Hilfen in Form erhabener Eingebungen dürfen so zur Feinheit der weiblichen Einstimmung gelangen

Zu jener Einstimmung, die sich in der Reinigung verfeinert hat und so den Gesang wie auch die Worte aufzufangen vermag, die sich als Botschaft aus den glückseligen Gärten hierhinab senken, wo alles noch so sehr entfernt ist von der wahren Geistigkeit irdischen Menschentums

In Verbindung mit dem Strahl Parsifals ist es jedoch nun möglich, sich im Geiste hoch emporzuschwingen, sofern der Mensch in seiner Läuterung dazu herangereift ist

Gerade jetzt spannen sich die dazu bereits geformten Verbindungen, denn der Weggang des Menschensohnes Imanuel aus der irdischen Hülle hat nichts am Punkt der Erfüllung geändert, der von Anbeginn durch Gott-Vater bestimmt war und auf den alles immer schneller zustrebt

Gerade jetzt ist es möglich, sich in der Ahnung von der Größe all des Geschehens zu öffnen, das nicht an die irdische Enge der kleinen Menschenwelt gebunden ist, wie die Menschen immer noch vermeinen

Acht Jahrzehnte haben sich erfüllt seit dem Augenblick der großen Auslösung des Strahls Parsifals aus der irdischen Gebundenheit, damit der Lauf der Dinge festgesetzt würde, die auf neuen Wegen zur Vollendung des Heiligen Gerichts Gottes in der Grobstofflichkeit der Erde führen werden

Dieser Abschluß näherte sich unter der erhöhten Wirkung des Strahls Parsifals, und das Ende des bisherigen Strebens der verirrten Menschheit ist in Sicht

Wer Augen hat, der kann es sehen, wer ein offenes Gehör hat, der darf das Klingen der Worte der Verkündung hören, die zu dieser Erde aus den Höhen der seligen Gärten dringen, deren Verwalterin die weiß-erstrahlende Dienerin Wadana ist

Aus ihrer lichtstrahlenden Gestalt tritt ein Weiß hervor, wie es die glänzenden Schwanenschwingen tragen

Aus dem Bild tritt dann am stärksten der blau leuchtende Stern hervor, der von der Stirn dieser überaus herrlichen geistigen Dienerin strahlt

Das Wissen um die Gärten des treuen geistigen Dienstes, die sich nach den Seiten hin unter der Lichtburg Montsalvat ausbreiten, darf sich als Hilfe und Zusicherung all jenen Geistern nähern, die mit ihrem ganzen Wollen zum Licht streben

Mit dem Zusammenstürzen jenes bisherigen menschlichen Wissensgebäudes, das als falsch gekennzeichnet wurde, wird es zugleich möglich, daß im Voraus weitere Teilchen aus der Fülle des Wissens um das Schöpfungswerk hervortreten

Für all die darauffolgende Zeit der neuen Epoche auf der Erde wird allmählich jenes umfassende Wissen um die lichten Ebenen der geistigen Heimat kommen, sodaß die Erdenmenschen schon hier in den fernen Abteilungen der stofflichen Schöpfung das Grundlegendste über die Pracht der dortigen Orte erahnen dürfen

Schon in naher Zeit wird das Wissen um die wahre geistige Heimat das natürlichste Erkennen kleiner Kinder sein, wie auch über den klaren Weg, der den Menschengeist durch die Wirkungen der Gesetze der Schöpfung dereinst dorthin zu führen vermag


Übersetzung aus dem Tschechischen

Der Weg des Grals – Zusätzliche Texte – 6. Dezember 2021

Blažené Zahrady Věrné Služby

http://www.cesta-gralu.cz/blazene-zahrady-verne-sluzby

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