Wenn alle Widerstände verschwinden

Alle Widerstände gegen das Licht und Gott auf der Erde werden verschwinden
Die bisherige Feindseligkeit, das Chaos und die Torheit werden ganz gewiss vergehen
Dieser Augenblick der Wende rückt näher
Die zeitweilige Übermacht der äußeren Kraft, die aus der materiellen Ausrichtung der Menschheit herrührt, in der der Wille gegen das Licht fortbesteht, wird gebrochen werden, und ihre einzelnen Teile werden im letzten Abschnitt der großen Veränderungen in Trümmer zerfallen
Der Verstand, ebenso wie die aus ihm hervorgegangene tote Klugheit, die noch zu ihrer kurzen Herrschaftszeit über die Menschheit erstarkte, wird schließlich an Wirkung verlieren und dorthin zurückkehren, wo alles Materielle schon immer hingehörte – unter die Herrschaft der reifen Geistigkeit
Durch die Schar der Weber der Fäden klingen immer deutlicher die Stimmen: „Nur noch ein wenig Geduld! Für alles, was dem gottgewollten, tatkräftigen und freudvollen Leben in den Stofflichkeiten fremd ist, ist das Ende bereits geformt.“
So hallt es durch das Weltall, und genau danach werden auch die Fäden gewebt, die sich durch die Hände der Alphar beschleunigt in die grobstoffliche Form ergießen
Aus menschlicher Sicht vollzieht sich dies jedoch über irdische Jahre, oft auch Jahrzehnte hin
Deshalb ist es vonseiten des menschlichen Begreifens notwendig, bei vielen Geschehnissen – zusammen mit der Kenntnis der Gottesgesetze – stets die Fähigkeit zu besitzen, zu erkennen, auf welche Weise sich die höheren Geschehnisse unter den irdischen Bedingungen der Materie erfüllen
Es erfordert neben jener Geduld auch eine ausreichend geöffnete Empfänglichkeit des geistigen Inneren, damit der Mensch in der irdischen Welt die Entwicklung, die sich nach und nach erfüllt, richtig schauen darf
Doch gerade das ist für viele Menschen bereits fast unerreichbar
Teils wegen der einengenden Erdgebundenheit des Gehirns, teils wegen des Misstrauens, das sich tief in der menschlichen Seele eingenistet hat, weil bessere Zeiten in Vergessenheit gerieten
Viele Menschen ahnen nicht, was um sie herum geschieht, ja nicht einmal, was in ihnen selbst vor sich geht
Gerade daraus entspringt der Zustand des Misstrauens, denn das innere Empfinden ist getrübt durch die Zweifel des Verstandes, die von den Eltern an die Kinder durch tief verinnerlichte Gedankenformen weitergegeben werden
Man könnte es eine Erbkrankheit nennen, die sich nicht heilen lässt
Doch nun ändert sich das
Das Misstrauen der Scharen spielt dabei keine wesentliche Rolle mehr, um die Entwicklung zu beeinflussen, die in den Fäden des Schicksals verankert ist und sich unmittelbar in Verbindung mit der starken Strahlung des Parzival-Strahls erfüllt
Wo die Erkenntnis über die weitere Entwicklung bewusst aufgenommen wird, dort kann diese Erkenntnis schon jetzt Hoffnung und Beruhigung bringen
Für die Mehrheit jedoch, die nichts sucht, werden die kommenden Tage leider nur ein beständiges Anwachsen der Spannung bedeuten
Die Menschen hören das dröhnende Grollen der großen Veränderungen dicht über der Erde nicht, ebenso wie ihnen alles fehlt, was nötig wäre, um den sich formenden Regenbogen zu sehen, der die Verheißung ist, dass sich im Verklingen der Stürme die Ankunft des erneuerten Leuchtens des Lichtes ankündigt
Und gerade die Unfähigkeit, dies alles richtig zu sehen und wahrzunehmen, macht es vielen Menschen unmöglich, ihre Kräfte anzuspannen zur völligen Erhellung aller ihrer Gedanken
Der Mangel an klarem Begreifen der weiteren Entwicklung auf der Erde beraubt viele Menschen der notwendigen Klarheit, die Fortführung ihres eigenen Weges zu sehen
Wo der Ausblick fehlt, der aufwärts in aufsteigende Richtung führt, verlieren sich Wille und Kraft zum Erreichen des Neuen
Dennoch ist in vielen Menschen eine gute Grundlage, und diese werden nach und nach zum Erwachen geführt werden
Viele Menschen sehnen sich danach, dass alles besser werde, erfüllter von Frieden, Schaffenskraft und Fortschritt
All das wird sich erfüllen
Es wird jedoch nicht auf dem Wege reglosen Nichtstuns kommen, sondern durch wahrhaftiges Erleben, in dem nach und nach alles Bisherige schwindet, dem das menschliche Gehirn lange Zeit seine Aufmerksamkeit schenkte und was dadurch den Geistesfunken in eine Nebenrichtung ablenkte, fort von dem ursprünglichen, segensreichen Weg der Entwicklung
Und davon gibt es sehr viel, ja es ist nahezu alles, was sich auf der Erde befindet und was die Menschen also täglich in ihrer Ausrichtung der Gedanken gebrauchen
Hierher gehört gerade die Bedeutung der menschlichen Worte und Begriffe
Begriffe, die hohen Zielen auf dem Wege des Menschen dienen sollten, wurden vom überzüchteten Verstandesgehirn herabgerissen und wurden zum Bestandteil der stofflichen Wahrnehmung der Gegenwart
Solcher Begriffe gibt es eine unermesslich große Zahl, und niemand unter den Menschen beachtet die Abweichung, die in ihnen durch den Verstand verankert ist
So ist beispielsweise der Begriff „Entwicklung“ in seiner auf das Irdische bezogenen Bedeutung völlig vom ursprünglichen Inhalt abgelenkt, der für den Menschen stets eine geistige Dimension haben sollte.
Dann bliebe der ursprüngliche Inhalt bestehen, der allein dem Willen Gottes folgte, der von Urbeginn an in den Begriffen lag
Und gerade im richtigen Verstehen läge der wahre Ausweg für alles, was sich heute auf der Erde im Zustand des Verfalls und des Widerstandes gegen Gott befindet
Der Begriff „Entwicklung“ würde an den Platz zurückkehren, der ihm wahrhaft gebührt
Zu den Wirkungen der Gottesgesetze für alles, was entsteht, gehört einzig jene Entwicklung, die aus Geburt, Wachstum, Reife der Früchte und Vergehen besteht
Dieser Ablauf gilt für alles, was jemals in den Stofflichkeiten entstanden ist und entstehen wird
Hätten sich die Menschen stets daran gehalten, könnten sie heute schon um vieles weiter sein
Uns entgeht jedoch allzu oft der zur Geburt gehörende Teil, den wir in der großen Mehrzahl der Fälle stets übersehen
Das kommt daher, dass hier kein ausreichendes Bewusstsein vom Dasein der Weber und den von ihnen gewebten Wegen besteht, die doch ein untrennbarer Teil aller Welten in der Nachschöpfung sind
Deshalb entgehen uns immer der Anfang und die Geburt der Veränderungen
Die wachsamsten Menschen vermögen überhaupt erst das Wachstum der Anfangsstufen zu erfassen, die sich in der Formung zum Sichtbaren aneinanderreihen und bereits zum Teil erkennbar sind
Man kann dies den ersten Anklängen des Donnergrollens vor einem Gewitter vergleichen, wenn es den Menschen am betreffenden Ort so erscheint, als käme das Gewitter erst heran, während es doch längst aus dem Kern von Wasser und Luft an einem bestimmten Ort der Erde geboren wurde
Das Gewitter entfaltet sich in diesem Augenblick bereits in seinem weiteren Wirken, das ihm durch die wesenhaften Diener vorherbestimmt ist
Oft werden fälschlich die ersten Stufen des Wachstums für den Punkt der Geburt gehalten, doch dieser ist längst entstanden und liegt weit voraus
Dennoch kann man Anerkennung aussprechen, wenn manche Menschen wenigstens in diesem Erfassen der Wachstumsstufen eine gewisse Art von Empfänglichkeit zeigen
Solche Menschen gelten als Kenner von etwas Höherem
Sie genießen bei den anderen Menschen auch eine gewisse Anerkennung ihrer Fähigkeiten, das erst herannahende Geschehen vorauszusehen, wiewohl dies immer nur ein schwacher Abglanz der wahren Fähigkeiten des reifen Geistes ist
Der reife Geist hat stets die Möglichkeit, wenigstens einen Teil der Entwicklung zu kennen, denn durch seine Kenntnis der Richtung, in der sich die Fäden des Schicksals entrollen, kann er mit Demut in die Webstube der Vaenen und Alphar blicken
Er weiß dann um vieles mehr als die anderen und wird deshalb oft für einen Sehenden gehalten
Er wird von den Menschen Visionär oder Prophet genannt
In Wirklichkeit ist das jedoch nichts Außergewöhnliches
Es ist gerade jener Teil der Fähigkeiten, der als Selbstverständlichkeit zum reifen Geist gehört, der aus einer höheren Stufe der Stofflichkeiten schöpfen darf, also aus dem feineren Weben der Fäden, und der zum Teil auch zu erkennen vermag, welche endgültige Gestalt dies in der grobstofflichen Erscheinung beim einzelnen Menschen oder bei der Menschheit als Ganzem annehmen wird
Eine große Klippe liegt dabei in dem Augenblick, in dem die Geschehnisse sichtbare Gestalt annehmen, denn ihre grobstoffliche Form fällt oft ganz anders aus als das, was zuvor geschaut und angekündigt wurde, und daran entscheidet sich, ob die Menschen solchen Voraussichten auch weiterhin Vertrauen schenken oder nicht
Und hier muss gesagt werden, dass die grobstoffliche Gestalt der Geschehnisse und Ereignisse fast immer ganz anders ist, als die Menschen sie erwarten
Es tritt dabei ein wichtiger Bestandteil der Formung aus den Händen der Alphar hinzu
Dieser Bestandteil ist die Gewissheit, dass in die Fäden des Schicksals stets ein Teil der allweisen Liebe Gottes eingewoben ist, die jedoch leider viele Menschen nicht anerkennen oder sie den anderen Menschen nicht gönnen
Dadurch blicken die Menschen in Erwartung der weiteren Entwicklung oft auf die nahenden Ereignisse wie auf etwas, das mit dem Wirken des Willens Gottes und der Gerechtigkeit Gottes in der grobstofflichen Welt überwiegend nur Bestrafung und Verwerfung der vielen fehlgehenden Menschen bringen soll, weshalb sie für sich annehmen, dass solches Geschehen nur von Schrecken und Vernichtung begleitet sein wird
Sie gehen von den alten biblischen Schriften aus und erwarten nach diesen rein geistigen Bildern eine grobstoffliche Apokalypse
Ihren Teil daran haben auch Bücher, Filme und Zeitungen, in denen sich die schwärmerische Fantasie der Urheber äußert, wobei des großen Interesses wegen oft immer nur das Schlimmere wiederholt wird
Im Streben nach Sensation werden die allerschrecklichsten Ausblicke auf die Ereignisse vorausgesetzt
Und gerade dieses Wiederholen schrecklicher Ausblicke für die menschliche Welt haben sich viele Menschen zu eigen gemacht
Die gottgewollte Entwicklung auf der Erde in der heutigen Zeit stellen sich manche dann nur als vernichtende Schrecken vor, die rücksichtslos alles Vergangene niederreißen
Sie denken so, ohne zu erkennen, dass sich nach dem Gebot der Weisheit Gottes in einer solchen Zeit des Umbruchs stets zugleich schon in jenem Augenblick auf der Erde das Neue befinden muss, das in Verbindung mit der Gnade Gottes erstarkt und dadurch Segen bringt
Diesen Teil rechnen viele Menschen in der Notwendigkeit der Entwicklung nicht mit ein und richten sich so nur auf jene Vorstellungen, die Katastrophen bringen werden
Aus aufgepeitschten Fantasien leiten viele ihr Begreifen der Entwicklung in der Grobstofflichkeit ab
Das Denken der Menschen, die das Eingreifen Gottes erwarten, ist derart, dass dies nur die Wege der Katastrophen, der Zerstörung und des Todes gehe
Nur so ist es nach den Überlegungen dieser Menschen richtig
Ist es anders, so wird sofort gedacht, dass anstelle des Lichtes das Dunkel auf der Erde siege
Darin aber liegt ein Widerspruch, der geradezu auffällig ist
Das Licht baut immer auf, und deshalb geht es Wege, die beim Absterben des Alten zugleich auch das Neue darbieten
Das jedoch wollen die Menschen, die die Entwicklung des Geschehens in der Erfüllung des Eingreifens Gottes auf der Erde erwarten, in der Regel nicht sehen
Das geht so weit, dass, wenn die Weltereignisse nur allmählich voranschreiten, selbst viele Menschen, die sich zur Gralsbotschaft bekennen, dies für einen Beweis der falschen Richtung halten
Taucht jedoch hie und da irgendwo ein Anzeichen möglicher schrecklicher Ereignisse auf, so ist das nach denselben Menschen sofort ein Zeichen der guten Richtung
Niemand bedenkt dabei, dass die geistige Erleuchtung noch in vielen anderen Formen kommen kann als nach ihren Vorstellungen, die nur das allgegenwärtige Verderben enthalten
Die geistige Erleuchtung kann und wird auch durch stärkende Ströme kommen, die das Denken beeinflussen
Das muss sich aber selbstverständlich auf allmählicheren Wegen der Entwicklung erfüllen
Dieses Geschehen steht dabei voll im Einklang mit den Gottesgesetzen
Die Gerechtigkeit Gottes wird dadurch nicht einen Augenblick lang geschwächt, denn sie erfüllt sich durch die Arbeit der wesenhaften Diener völlig selbsttätig, ohne auch nur eine einzige Regung der Empfindungen zu übergehen
Sie wirkt jedoch zugleich beständig mit der Verheißung symbolischer Abtragung für jeden, der sich um reine Gedanken und Taten bemüht
Die Gerechtigkeit Gottes berücksichtigt auch noch tausende andere Gebete als die Gebete und Wünsche der Erdenmenschen
In den Ebenen des Lichtes befinden sich viele starke Persönlichkeiten, die ihre reinsten Willensschwingungen zur Hilfe für die stofflichen Welten aussenden
Dazu gehören ganze geistige Welten, die die Ereignisse der Entwicklung viel weiter sehen, als es der Erdenmensch vermag
Und weil es hier immer mehrere Wege der Entwicklung gibt, ist jeder Tag eine Möglichkeit für Veränderungen, die noch vor einiger Zeit nicht erfüllt werden konnten, denn es fehlte dazu die Kenntnis des Geschehens seitens der Weber der Fäden
Leider haben die Menschen immer nur ein sehr enges Begreifen davon vor Augen, wie sich ihrer Ansicht nach der Wille Gottes über der Menschheit äußern soll
Sie halten ihre eigenen Überlegungen für reif genug, dass sich nach ihnen alles Geschehen des Weltalls richten sollte
Das ist jedoch nur ein sehr oberflächliches Erfassen der Gottesgesetze
Es liegt darin stets etwas Kindisches und vor allem geistig Unreifes, wenn der Mensch selbst nach wiederholten Enttäuschungen, bei denen sich seine Vorstellungen von der Entwicklung nicht erfüllen, zu keiner inneren Wandlung gelangt und nicht eingesteht, dass er eigentlich bisher nichts richtig erkannt hat und dass er also von neuem beginnen soll, und zwar auf ganz andere Weise
Menschen, die nach geistiger Erkenntnis streben, halten jedoch merkwürdigerweise sehr gern am Zustand des Kindischen fest
Auch gilt noch immer, dass die Menschen fast stets von fremden Ansichten ausgehen, ohne sich zu bemühen, durch eigene Anstrengung zu einem wirklich lebendigen Wahrnehmen zu gelangen
Sagt also jemand, der allgemein als hellsichtig oder sehend bezeichnet wird, dass der Weg, der in der Gegenwart beschritten wird, in eine bestimmte Richtung führt, so wird an dieser Richtung von den Menschen mit nie dagewesener Starrheit festgehalten, wiewohl oft gilt, dass diese sich schon kurze Zeit, nachdem ein bestimmter Charakter der Entwicklungsrichtung beschrieben wurde, unter dem Einfluss eines völlig neuen Wollens ändern konnte
Das gilt für die Schicksale der menschlichen Wege ebenso wie für die großen Naturereignisse auf der ganzen Erde
Wird gesagt, dass dieser oder jener Erdteil oder eine Insel dereinst versinken wird, so klammern sich dann oft viele daran wie an einen notwendigen Beweis zur Bestätigung der richtigen Entwicklung
Dabei konnte sich jedoch vieles so verändern, dass die Ereignisse eine völlig neue Richtung erhalten, indem die Alphar in die Fäden des Schicksals etwas Neues einweben müssen, das zuvor noch nicht am Leben war
Damit ändern sich jedoch sofort die Bedingungen, und die Erfüllung eines grobstofflichen Geschehens kann in ganz anderen Formen geschehen
Die Menschen sollten endlich lernen, auf alles Geschehen viel reifer zu blicken und auch in mehreren Stufen der Erkenntnis zu schauen, was für die hiesige Welt zur gegebenen Zeit erfüllbar ist und was nicht
Damit öffnete sich ihnen der Ausblick auf Geschehnisse und Ereignisse, die den wahren Stand des Geschehens mehr widerspiegeln würden
Es käme ihnen dann als notwendiger Bestandteil auch jene Erkenntnis, dass die Früchte jeglicher Art im Feinen andere äußere Formen haben als jene, die sich in ihren geistigen und feinstofflichen Vorstufen erschauen lassen, in denen stets mehr bildhafter und lebendiger Ausdruck liegt, als ihn der eigentliche Stoff hier auf der Erde zu bieten vermag
Hier ist stets alles grauer, zugleich aber auch mehr von Dichte umhüllt, was bis auf Ausnahmen zu anderen Äußerungen führt, als sie im lebendigen Schwingen der feinen Fäden der Urbilder enthalten sind
Das wirkt auf der einen Seite zum Teil einschläfernd, auf der anderen Seite aber liegt darin ein gewisser Teil gütigen Schutzes vor vielen Ereignissen, die sich in der irdischen Welt nur symbolisch äußern können und nicht in der vollen Kraft der ursprünglichen Früchte
Das ist ein großes Geschenk aus der Gnade Gottes, das von den Menschen bis heute nicht genügend gewürdigt wird
Dabei sollte von den Erdenmenschen jeden Tag ein großer Dank zu Gott emporsteigen für die weise Ordnung der Bedingungen des irdischen Lebens
Die Dichte des Stoffes ist für den Menschengeist in seiner Entwicklung eine unermessliche Hilfe, denn sie beschützt ihn vor der Unmittelbarkeit der Rückwirkung bei jedem seiner Fehltritte
Wäre dem nicht so, würde der Menschengeist im Körper jedes Mal schwer umhergeschleudert, sooft er auch nur das geringste Vergehen gegen die Gottesgesetze beginge
In der Dichte des Stoffes darf sich der Mensch bei vielem Fehlen dennoch entwickeln und reifen, ähnlich wie es bei den Fehlern eines kleinen Kindes der Fall ist
Wiewohl mancher Mensch meint, dass gerade er vom Leben schwer verfolgt werde, ist dem nicht so
Er soll stets daran denken, dass sich in den feineren Welten jedes Vergehen gegen die Gottesgesetze in der Rückwirkung viel schärfer als bittere Ernte übler Früchte zeigen würde
Auf der Erde ist die Zeit des Reifens zwischen Geburt und Ernte um vieles länger und gewährt durch dieses Abwarten Raum zur Veränderung und zur Verbesserung
Damit kann die Erde als ein einzigartiger Ort des Ausreifens betrachtet werden, der – würde er von den Menschen aus der Sicht des großen Ganzen des Daseins begriffen und in dieser Sicht auch richtig genutzt – in kurzer Zeit gewaltige Fortschritte in der geistigen Entwicklung ganzer Scharen brächte
Doch diese Scharen schlafen einstweilen noch, denn die Dichte des Stoffes äußert sich bei ihnen mit ihrer einschläfernden Wirkung
Der größte Teil erkennt so erst die Früchte in ihrer Reife, wenn sie die höchste Stufe der Äußerung jener Art bringen, in der dieses oder jenes entstanden ist
Doch die Früchte tragen, je nachdem, wie sie aufgenommen werden, in neuen Schwingungen des Inneren oft schon die Gelegenheit zu neuem Entstehen in sich, und das beachten die Menschen wiederum nicht
So befinden wir uns beständig im Kreislauf von Aussaat, Wachstum, Ernte der Früchte und Vergehen
Ein Teil des Kreislaufs überdeckt den anderen und formt im Ergebnis das, was wir das irdische Gären des Lebens nennen
Mit jedem neuen Tag tritt in die Fäden der Weber etwas Neues ein, das in die Gesamtentwicklung eingreift
Die Verheißung des Sieges des Lichtes auf der Erde wie in der ganzen Nachschöpfung bleibt dabei bestehen
In welcher Form sich dies erfüllen wird, ist dabei die höchste Kunst, die in die Hände der Weber des Schicksals gelegt ist, die voll und ganz in der beständigen Erfüllung des Willens Gottes schwingen
Sie arbeiten in jedem Augenblick daran, dass die große Verheißung in die sichtbare Formung der Entwicklung auf der Erde gelangt
In ihre Arbeit greift dabei auch schon jedes einzelne Schicksal eines geistig reinen Menschen auf der Erde ein
Die Anwesenheit solcher Menschen ändert sofort die Bedingungen zu einer anderen Richtung der Erfüllung der Ereignisse, als es der Fall wäre, wenn solche Menschen hier nicht inkarniert wären
Jeder Mensch auf der Erde sollte deshalb mit wahrer Innigkeit danken, dass die Erde noch immer die Bedingungen gewährt, in denen die Umkehr und die Änderung der Richtung zum Licht ermöglicht ist
Es ist etwas Bewundernswertes
Dabei ist es unerschütterliche Gewissheit, dass wir uns in jedem weiteren Augenblick dem Erreichen des entscheidenden Zustandes der Wende nähern, in dem alle Widerstände gegen das Licht und Gott verschwinden werden
Wer dabei behilflich sein will, dass dies so bald wie möglich geschieht, sollte alle seine Kräfte auf den eigenen Einklang mit der großen Harmonie des Schöpfungswerkes richten, in seinem ganzen Leben hier wie danach
Er sollte lernen, stets nur Wege zu gebrauchen, die den Aufbau und die damit verbundene Veredelung all dessen enthalten, was in der Reichweite seiner Fähigkeiten liegt, auf dass er es zum Besseren wandle
Er soll zuallererst sich selbst wandeln
Er wird stets genug Stellen an seiner Seele wie am irdischen Körper finden, wozu auch Gehirn und Verstand gehören, an denen sich ihm die Möglichkeit der Läuterung und Veredelung bietet
Auch kann und soll er sich beständig schulen in der Erkenntnis der Wirkungen der Gottesgesetze
Diese sollen ihm in ihrem Wirken und in ihren Äußerungen kein Rätsel sein, sondern eine kinderleicht fassbare Anleitung für seine Entscheidungen und für die Ausrichtung seines Willens
Er kann lernen, in ihnen zu lesen, damit er richtig durch das Leben zu schreiten vermag und zugleich allen helfen kann, die seiner Hilfe gegenüber offen sind
Er soll endlich in den meisten Geschehnissen wissend werden, die sich im notwendigen Erfüllen aus den Händen der Weber der Fäden entrollen
In allem waltet stets die Allweisheit Gottes, die einem fließenden Strom gleicht, der sich bald schneller, bald langsamer vorwärtsbewegt, je nachdem, wie die Bedingungen der Reife der Geschehnisse in den Stofflichkeiten beschaffen sind
Sich die Kenntnis des Fließens mit dem Strom des Geschehens anzueignen, ist die höchste Kunst, die sich der Mensch hier auf Erden aneignen kann
Er wird dann auch sehr schnell erkennen, dass die stärkste, ja mächtigste Rüstung, die er in der Schöpfung führen darf, darin liegt, sich das Wollen zum allumfassenden Guten zu eigen zu machen
Damit kann er auf die wirksamste Weise zur Wandlung seiner selbst wie der ganzen Weltentwicklung beitragen
Von ihm wird ein Magnetismus ausstrahlen, der im gemeinsamen Wirken mit den anderen geistig reifen Menschen die Formung der Kreise der Friedfertigen unterstützen wird
Die Kreise der Friedfertigen sind die Vorboten der Zeit, in der aller Widerstand gegen das Licht und Gott von dieser Erde verschwinden wird als eine überholte und vergessene Ausrichtung der bisherigen Menschheit
Wer sich nach der Nähe einer friedvollen, schöpferischen Welt der Menschen sehnt, der hat jetzt die größte Gelegenheit, dies durch das eigenständige und einzigartige Bemühen um seinen Einklang mit der Harmonie Gottes sichtbar werden zu lassen
Er kann gewiss sein, dass für diese Arbeit nun überall um ihn her alles mit den besten und wirksamsten Hilfen seitens der wesenhaften Weber der Fäden umgeben ist
Es liegt allein am einzelnen Menschen, ob auch er danach verlangt, Teil der Entwicklung zu werden, die eine Erhebung des Lebens auf der Erde bringt
Solcher Menschen soll es nun immer mehr und mehr geben
Der Weg des Grals – Ergänzende Texte – 7. Juli 2026
Übersetzung aus dem Tschechsichen
Až se všechna protivenství ztratí
https://www.cesta-gralu.cz/az-se-vsechna-protivenstvi-ztrati/
