Nur der Einklang mit der Harmonie des Schöpfungswerks schafft Frieden

Wenn der menschliche Geist weiterhin in diesem wunderschönen Werk der Schöpfung leben möchte, bleibt ihm nun nur noch eine Möglichkeit:
Diese Möglichkeit ist der vollkommene Einklang mit der großen Harmonie, die im Schöpfungswerk wirkt
Harmonie ist der so oft erwähnte Wille Gottes
Der Wille Gottes bringt stets nur Harmonie für alles Leben
Dieser Wille Gottes umgibt den Menschen vollständig und schafft die Lebensbedingungen für ihn – sowohl in der gegenwärtigen Zeit als auch für alles nachfolgende Dasein
So wird auch der irdische Mensch dazu geführt, sich in der Ausübung seines freien Willens endlich dem anzunähern, was die große Harmonie, die das gesamte Schöpfungswerk durchdringt, von ihm verlangt
Es ist für ihn höchste Zeit, sich zu ändern und sich in die Aufgabe einzufügen, die von Anfang an vom Licht für ihn vorbereitet wurde
Andernfalls werden ihm die Gesetze der Schöpfung, die diese große Harmonie bilden, in schmerzhaften Rückwirkungen die traurige Ernte seiner eigenen Saat bringen
Unter dem Druck der aus dem Willen Gottes wirkenden Gesetze der Schöpfung wird er beschleunigt annehmen müssen, wozu er durch sein bisheriges Leben Anlass gegeben hat, damit er im letzten Augenblick erkennt, wohin er gehört und wie er leben muss, um seiner Vernichtung zu entgehen
Und vor diesen Gesetzen kann sich keiner der Menschengeister in der Nachschöpfung verstecken, im Gegenteil: Auch alle Menschen auf dieser Erde sind den Auswirkungen dieser Gesetze immer stärker ausgesetzt
In dieser Zeit stehen alle unter dem sich verstärkenden Druck des Lichtes und es ist niemandem möglich, diesem Druck auszuweichen
Für niemanden ist es möglich, aus den Wirkungen des Willens des Schöpfers herauszutreten und seinen eigenen Weg zu gehen, der sich den Gesetzen der Schöpfung entzieht
Das ist nicht möglich, denn es würde einen Austritt aus dem Rahmen des Schöpfungswerkes bedeuten
Doch würde dies, bis zum Äußersten getrieben, nur den sofortigen Untergang zur Folge haben, denn in keinem Geschöpf, das in der Schöpfung lebt, findet sich eine eigenständige Kraft, die es befähigen würde, unabhängig von Gottes Schöpfungswerk zu leben
Das Sein eines eigenen, unabhängigen Daseins gehört allein Gott selbst in seiner wesenlosen Ewigkeit des Seins
Der Mensch als geistiges Geschöpf benötigt für sein bewusstes Dasein die notwendige Umhüllung durch Raum und Zeit, die gerade durch das lebendige Licht geformt wird, das aus Gottes Ausstrahlung der lebensspendenden Kraft für alles andere Leben hervorgeht, das für immer in Abhängigkeit von dieser Kraft erschaffen ist
Der Raum des Schöpfungswerks gibt dabei in seiner Unerschöpflichkeit jedem Geschöpf alles, was es für die volle Entfaltung seiner Fähigkeiten bis hin zur höchsten Stufe geistiger Reife und dem damit verbundenen Zustand beständigen Glücks benötigt
Durch seine höchste Reife kann der Mensch an der Herrlichkeit und dem seligen Glück teilhaben, das alle Teile der Schöpfung durchdringt
Damit also der Menschengeist freudig an der großen und dauerhaft beglückenden Harmonie des Schöpfungswerks mitwirken kann, muss er nach seinen Möglichkeiten den Sinn seiner Aufgabe in der Schöpfung so gut wie möglich kennen
Darin liegt für ihn die Voraussetzung, dass auch ihm das Erleben beständiger Erfüllung und beständigen Glücks zuteilwerden kann
Das bedeutet jedoch für alle Menschen, sich ernsthaft mit dieser Voraussetzung auseinanderzusetzen, denn dieser Einklang mit der Harmonie des Schöpfungswerks wird von den meisten hier lebenden Menschen noch nicht so verstanden, wie es eigentlich schon sein sollte
Den meisten fehlt noch das ausreichende Verständnis dafür, dass das innige Streben nach Harmonie mit allem, was diese ihnen bringt, für sie nun eine lebenswichtige Grundlage für ihr weiteres Verbleiben in der Schöpfung ist und dass allein darin auch der von den Menschen so sehr gesuchte, dauerhaft währende Friede liegt
Man darf dies nicht länger übergehen, wie es bis heute der Fall war, denn darin liegt zugleich auch der Schlüssel zur Sichtung der Menschheit
Die Menschen teilen sich selbst in jene, die sich noch in letzter Minute in die große Harmonie der Schöpfung einfügen können, und in jene, die sich durch eigene Schuld für immer davon absondern
Diese Aussonderung, oder anders gesagt die Vertreibung des menschlich Geistigen, wird niemals anders erfolgen als durch das gerechte Gottesgericht, woraufhin dann die wesenhaften Kräfte den Betroffenen zum vollständigen Verlust des geistigen Bewusstseins führen
Es handelt sich also um einen völlig selbsttätigen Vorgang, dessen Wesen in der freien Entscheidung des Geistes liegt
Doch der größte Teil der heutigen Menschen hat sich nie ernsthaft für das notwendige Wissen interessiert, das genügend Kenntnisse vermittelt, damit der Geist auf der Suche nach Einklang mit der Harmonie des Schöpfungswerks die richtige Entscheidung treffen kann
Nun ist es höchste Zeit, das Wissen über das Schöpfungswerk, über den Schöpfer und über alles zu erlangen, was im Wissen der Wahrheit enthalten ist, das in der Gralsbotschaft überliefert ist
Jeder weitere Tag spielt dabei eine ernste Rolle, denn die Entwicklung auf dem Weg des Menschengeistes vollzieht sich beschleunigt entweder aufwärts oder abwärts
Man kann nicht länger an einem Ort verharren in der Annahme, dass alles einfach so vorüberzieht, wie es bisher im ruhigeren Fluss der Schicksalsfäden der Fall war
Frieden und innere geistige Größe in sich zu tragen, das ist nun die grundlegende und zugleich wichtigste Stufe der Strahlkraft, zu der der Menschengeist erstarken muss
Das ist jedoch etwas sehr Schweres, denn der sachlich forschende Blick in das eigene Innere ist für die meisten Menschen schwer geworden, ja für manche schon völlig unmöglich
All das im Inneren und in den Gedanken zu finden, was seitens des einzelnen Menschen den Frieden stört und was so im Widerspruch zum lebendigen Willen Gottes steht, der bestimmend auf alle seine Schicksalsfäden einwirkt, erfordert heute großen Mut und große Überwindung, sodass es vielen fast unmöglich erscheint
Vor allem bedeutet dies, die falsch geprägten Vorstellungen von sich selbst zu durchdringen und auch Klarheit im Erkennen des wahren Sinnes des menschlichen Lebens auf Erden zu gewinnen
Dabei gilt jedoch, dass der Weg, der auf schlichte und einfache Weise zum siegreichen Ziel führt, stets für jeden da ist, der noch selbstbewusst in der Schöpfung verweilt
Der Weg besteht in vollkommenem innerem Frieden, der voll erkannt und erlebt werden muss als etwas, das die Stufen für ein immer klareres Erkennen der Lebensweise ebnet, die als einzige zur Zukunft auf dieser Erde führt
Den wahren Frieden in sich zu haben bedeutet, in allen Augenblicken des Lebens die von Jesus gegebenen Bilder in den von Ihm gesprochenen Seligpreisungen zu leben
Wo dies nicht als Lebensbedürfnis im Innersten des Menschen erlebt wird, das der Notwendigkeit des Ein- und Ausatmens gleichkommt, droht stets die Unsicherheit des Strauchelns und Stürzens
Dabei bedeutet, sein Leben nach den Seligpreisungen zu leben, auf die schlichteste Weise im Einklang mit jener großen Harmonie des Schöpfungswerks zu leben, also mit dem Willen Gottes
Der Menschengeist muss sich über alle bisher angeeigneten Lebensweisen erheben, die noch immer das Prinzip des Kampfes in der Natur in sich tragen
Der Mensch auf der Erde hat sich von dieser Art des Kampfes noch nicht befreit, sondern bleibt im Gegenteil darin gefangen, auch wenn er die Formen dieses Kampfes äußerlich so umgestaltet hat, dass sie wie ein scheinbar richtiger Weg erscheinen
Bis auf wenige Ausnahmen haben sich die Menschen jedoch nicht von dieser kampfbasierten Lebensweise befreit, sondern stecken weiterhin darin fest und erziehen auch ihre Kinder und Kindeskinder dazu
Die Menschen haben den Kampf als Wettstreit, Konkurrenz oder Ringen bezeichnet oder auch als natürliche Auslese des Besten aus der Schar der Anwärter auf den Sieg
Damit haben sie jedoch nur die äußeren Formen verändert, niemals aber das Wesen, dessen Grundlage der Kampf ist, also das zwanghafte Verlangen, zu jeder Zeit der Stärkste, der Beste und der Erfolgreichste zu sein, um die eigene Befriedigung zu erlangen
Verändert wurde nur die äußere Hülle, doch die Grundlage blieb dieselbe – der Kampf
Das Prinzip des Kampfes, das der Menschengeist auf einer bestimmten Reifestufe von dem Wesenhaften übernommen hat, das diesen Kampf für sein Wirken in den Stofflichkeiten erhalten hat, wurde auf der Erde bisher noch nie zu gegenseitiger Hilfe und Unterstützung beim geistigen Aufstieg zum Licht erhoben, verwandelt und durchstrahlt
Der Kampf drang in die menschliche Welt ein und wurde zu ihrer treibenden Kraft, obwohl er eigentlich schrittweise durch die im menschlichen Inneren schlummernde geistige Stufe der Liebe vollständig überwunden werden sollte
Der von den Menschen missverstandene und dadurch falsch eingesetzte Kampf drang jedoch nach und nach in alles ein und nistete sich in allen Bestrebungen des Menschen um Geltung auf der Erde ein
Auch heute gilt nicht selten, dass die geistigen Strömungen und Religionen, die zur Liebe führen und damit Frieden und Erhebung auf die Erde bringen sollten, sich bekämpfen und durch die Anhänger dieser Religionen ein Wettstreit um die vollständige Beherrschung alles anderen lodert
Dies ist ein Zeichen für den verzweifelten Verfall jedes solchen geistigen Strebens, das sein Vorankommen in der menschlichen Gesellschaft innerlich auf das Bedürfnis gründet, sich ganz nach oben auf den ersten, bestimmenden Platz emporzuschwingen
Wo der Kampf um Vorherrschaft und Vorrang anstelle eines geistig reinen Willens zur Hilfe und Unterstützung der Mitmenschen steht, dort können wir alles Mögliche suchen, nur nicht das wahre geistige Ziel
Eine wahre geistige Richtung wird die Menschheit durch ihr Vorbild zur gegenseitigen Unterstützung und zur gesunden Ermutigung führen, um das Ziel eines friedvollen Zusammenlebens zu erreichen
Dies kann sich nur auf dem Boden innerer Reife und der geduldigen Weisheit entfalten
Etwas Derartiges kommt jedoch nicht ohne das echte Erleben geistiger Liebe gegenüber den Mitmenschen aus
Dabei erfordert diese Unterstützung gegenseitiger Hilfe in Wirklichkeit viel mehr geistige Kräfte, als dies beim Kampf und Wettstreit um Erfolg vor anderen der Fall ist
Das brennende Verlangen, erfolgreich oder gar der Erfolgreichste zu sein, hätte sich längst in das Verlangen wandeln sollen, vollkommen mit der Harmonie des Gesamtwerkes der Schöpfung mitzuschwingen
Das bedeutet, mit vollem Einsatz als Förderer all dessen zu wirken, was rein, erhebend und für das Licht schaffend ist – ganz gleich, wer dessen Träger oder Vermittler ist
Die Teilhabe am gemeinsamen Aufstieg bringt stets Ermutigung für jeden Einzelnen, der sein Bestes für die gemeinsamen Ziele einsetzt
Der Einsatz dieser Kräfte bringt dem Menschengeist jedoch im Gegenzug einen um ein Vielfaches größeren Nutzen für seinen Aufstieg als der Kampf, der niemals endet, denn es findet sich immer ein stärkerer Gegner als derjenige, der vorübergehend an der Spitze stehen darf
Der Kampf ist in der Schöpfung in das Wesenhafte der Nachschöpfung gelegt, denn dieses darf daraus für sich den richtigen Anteil an Segen schöpfen, um ein reines und gesundes Schwingen in den Stofflichkeiten aufrechtzuerhalten
Nirgendwo sonst in der Schöpfung finden wir einen Kampf, der dieselben Erscheinungsformen hätte wie jene, die sich hier in den dichtesten Stofflichkeiten der Nachschöpfung zeigen
Der Menschengeist steht jedoch seinem Wesen nach über diesen Stofflichkeiten und soll daher trotz der Grobstofflichkeit seiner irdischen Körperhülle stets danach streben, seine wahre Aufgabe im Schöpfungswerk zu erfüllen
Diese Aufgabe besteht in der Hilfe und Unterstützung all dessen, was schwächer ist und sich in der Entwicklung unter ihm befindet
Nur in diesem Prinzip darf der Menschengeist einen immer höheren Sinn in der Erfüllung seines Glücks finden, wenn er anstelle des Kampfes Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung beim Aufstieg setzt
Dabei wird ihm in seinem reinen Streben stets der Wille Gottes zur Seite stehen als Lenker der Wege für die gedeihliche Entwicklung allen Lebens
Es ist sehr wichtig, dass die Menschen lernen, auf die wahre Führung des Willens Gottes zu hören, der allem Leben allumfassende Unterstützung bringt, um mit der großen Harmonie des Schöpfungswerks in Einklang zu kommen
Der Mensch muss sich weiterentwickeln, um den wahren Platz einzunehmen, der für ihn auf seinem Weg hier in der Nachschöpfung bestimmt ist
Darin liegt auch der Austausch aller geistigen und stofflichen Kräfte, aus dem dann jedem, der an diesem Geben teilhat, beispiellos große Stärkung und Erquickung zuteilwird
Die Suche nach Wegen, den Schwächeren zu helfen, erfordert dieselbe Anstrengung wie der Kampf, denn oft müssen Hindernisse überwunden werden, die auf dem Weg zur Reife liegen, und diese führen dann nicht selten zu unbewussten Verstößen gegen die Harmonie
Und gerade die Behebung dieser Störungen der Harmonie erfordert Selbstüberwindung im inneren Kampf gegen Schwächen und Unreife, was eine Stärkung und Reifung ermöglicht, die dem Geist jedoch – anstelle der Kräfte, die in den äußeren Kampf um Vorrang und Vorherrschaft gesteckt werden – im Gegenzug einen großen Zustrom friedvoller, gesegneter Kraft aus den Höhen der Schöpfung bringt
Dies bringt auch Selbstbeherrschung in der Geduld mit sich, denn manchmal besteht die wahre Hilfe für andere Menschen darin, abzuwarten, bis all jene Schwächen abgelegt sind, die jede edlere Zusammenarbeit nur schädigen und sie durch die eigene Unreife und Unreinheit, die noch nicht abgelegt ist, zu Fall bringen würden
Doch all dies ist eine Aufforderung an jeden Menschen, sich zunächst selbst zu wandeln und dies in langwierigen Anstrengungen seines Geistes unter Beweis zu stellen
Es ist also kein Wettstreit und kein Kampf um die Vorherrschaft in der vergänglichen irdischen Welt, sondern es ist ein Streben des Geistes, das ihn allmählich zu einer umfassenden Veredelung führt, die sich in beständigen Äußerungen der Übereinstimmung mit der Harmonie des Schöpfungswerks zeigt
Durch die Veredelung im Inneren wie im Äußeren strebt der Geist sicher nach Einklang mit dem Willen Gottes, denn jede Läuterung der Fäden des Wollens um den Menschen herum bringt ihn zwangsläufig der Erfüllung seiner wahren Aufgabe in der Schöpfung näher
Die Menschen müssen verstehen, dass der von ihnen so bezeichnete Kampf in der Natur, der als Wirkprinzip in die Hände des Wesenhaften gelegt ist, stets unpersönlich ist
Das Wesenhafte ist stets unpersönlich, denn es muss stets vom höchsten, treuesten und unbeirrbaren Dienst am Willen Gottes durchdrungen sein
Wo sich im Wesenhaften der Dienst in Richtung des Persönlichen verschiebt, kommt es zum Versagen, und ein solches Wesenhafte muss vom Rückschlag der Gesetze der Schöpfung getroffen werden, da es von der Wesensart seines wesenhaften Geschlechts abgewichen ist
Der Mensch hingegen ist, im Gegensatz zum Wesenhaften, immer persönlich, denn so ist seine geistige Grundlage beschaffen, die in der Ausstrahlung eines geistigen Funkens besteht, der alles durch seine persönliche Mitwirkung durchstrahlt
Deshalb muss das Bestreben der Menschen, den Kampf des Wesenhaften nachzuahmen, bei ihnen zu persönlicher Hingabe führen, und dadurch wird das Prinzip des Kampfes in ihren Händen zu einer stark persönlich durchglühten Kraft in ihrem Wollen
Dies rührt von einem Unverständnis der Aufgabe des Menschengeistes auf Erden her, der im Gegensatz zum Wesenhaften niemals unpersönlich und unvoreingenommen kämpfen kann, ohne dass aus einem solchen Kampf sofort gleichzeitig Fäden hervorgehen, die nach Sühne verlangen, denn ein solcher Kampf bringt in der menschlichen Welt stets in irgendeiner Form Leid statt Ermutigung mit sich
Der Menschengeist ist nicht für den Kampf ausgerüstet, so wie er dies bisher vom Wesenhaften als sein Eigenes übernommen hat
Er soll danach streben, unter allen Umständen rein und gerecht zu sein, denn Reinheit und Gerechtigkeit können von ihm nur aus innerem Frieden und Größe des Geistes hervorgehen
Wo es um einen Kampf geht, können wir im Falle des Menschen immer dann von entstehenden karmischen Fäden sprechen, wenn dadurch Leid verursacht wird
Schon allein das übermäßige Aufglühen von Kampfeslust im Geist zeigt sich sogleich als neu gewebte Fäden des Wollens, die ihn schließlich auf Nebenwege führen, abseits der richtigen geistigen Richtung, die im Streben nach reiner und aufbauender Hilfe für den Schwächeren besteht
Das ist die Aufgabe der Gattung des Menschengeistes im Schöpfungswerk
Das Entzünden eines reinen und reifen Verlangens, allen zu helfen, die Hilfe benötigen
Das ist der Weg, der den Menschengeist immer klarer zum Erreichen des Ziels führt, das im Eintritt in die Gärten der geistigen Heimat besteht
Der Geist wird so immer stärker nach oben geführt, denn der Wille, alles Leben im Schöpfungswerk zu erquicken sowie den Mitmenschen zu helfen, kann nicht entstehen, ohne dass die menschliche Empfindung entsprechend entflammt ist, und gerade diese innige Empfindung der Hilfsbereitschaft erhebt ihn zugleich von selbst zum Licht
Und nun befinden wir uns auf einer Stufe, auf der die Menschheit als Ganzes in ihrer Reife einen Schritt nach oben machen soll, wobei sie für diese Reife die Empfindung viel stärker in ihr Handeln einbeziehen muss
Sie muss daher die seit langem angewandten Prinzipien des Kampfes als Triebkraft allen menschlichen Handelns hinter sich lassen und in der Erkenntnis des hohen Sinnes ihrer Aufgabe in der Schöpfung zu einem helfenden Prinzip übergehen, das geistige Erleuchtung in sich trägt
Der gegenseitige Dienst im Einzelnen unter den Menschen soll sich zu einem allumfassenden Dienst am Licht vereinen
Nur so werden Frieden und Segen auf dieser Erde unter allen Menschen entstehen
Diese Wandlung kann nur von Grund auf verwirklicht werden, und dieser Grund liegt in der Arbeit des einzelnen Menschen an sich selbst
Und dies wird nun auch durch die Wirkungen der Schläge des Parzival-Strahls erzwungen, mit der bedingungslosen Forderung an jeden Menschengeist, dies anzunehmen und glühend ins Leben umzusetzen
Er muss dies mit größter Nachdrücklichkeit und ohne weiteres Zögern annehmen, denn sonst droht ihm, dass der Druck des Lichtes ihn beiseite wirft wie ein Geschöpf, das nicht in die nächste Entwicklungsstufe des Lebens auf der Erde voranschreiten kann
Eine ernste Forderung aus dem Licht schwebt über der gesamten irdischen Menschheit
Sie hebt alle bisherigen Vorstellungen von Nationalstolz auf, der auf der falschen Vorstellung eines unreifen Strebens nach der stärksten und mächtigsten Nation beruhte
Dies gehört nun der Vergangenheit an und in der kommenden Zeit werden nur jene Völker überleben, die im Streben nach gegenseitiger Zusammenarbeit zu Vermittlern des Friedens werden
Ebenso wird es mit allem Tun der Menschen auf dieser Erde verlaufen
Segen und Unterstützung werden nun aus dem Licht nur dort herabkommen, wo menschliches Streben zur Entfaltung der geistigen Kräfte der Menschen führt
Das bedeutet jedoch nicht erneut ein Streben nach Hervortun, sondern bringt vor allem reine Demut als Bestätigung des neuen Strebens nach dem Aufbau des Lebens auf der Erde
Wo im Innersten des Geistes das brennende Wollen lodert, sich vor anderen hervorzuheben, dort wird sich nun aus dem Licht Erschütterung und Misserfolg zeigen
Es wird den Sturz in den Staub bringen anstelle der bisher von den Menschen stets ersehnten Verherrlichung und Verehrung
Nur dort, wo der reine Wille vorhanden ist, Gott zu dienen , indem man anderen hilft, sich im gemeinsamen Aufbau eines friedlichen Lebens zu erheben, werden Respekt und Aufstieg im sozialen Leben auf Erden möglich sein
Alles andere gehört bereits der Vergangenheit an, und dies wird sich bald auf allen Stufen unter den Menschen zeigen
Es erfordert nur Geduld, bis sich die Fäden des Schicksals spannen, damit dem einzelnen Menschengeist der Ausgleich seines wahren inneren Wollens zuteilwerden darf
Die Seligkeit ist auf der Seite derer, die darin stets friedvoll bleiben, ohne das brennende innere Wollen, sich aus eigenem Überlegenheits- und Ruhmstreben über andere zu erheben
Etwas Derartigem ist nun auf dieser Erde ein Ende gesetzt
Dies wird den Menschen mit der wirklichen Forderung konfrontieren, wie er im Leben mit anderen umgehen soll, damit er durch den Willen Gottes als ein dem Schöpfungswerk nützliches Geschöpf bezeichnet werden kann
Alle falschen Vorstellungen, die Menschen in sich selbst als Ideen ihres eigenen Wertes geschaffen haben, werden keinerlei Bedeutung haben, sofern sie nicht auch vom Licht als solche erkannt werden
Es wird nun zusammenbrechen als Folge jener Fäden, die sich um den Menschen herum befanden und in denen nun die vom Licht verstärkten Wirkungen das wahre Wesen des Wollens offenbart haben
Nur das reine Wollen, im Einklang mit der Harmonie des Ganzen des Schöpfungswerks zu leben, wird Ermutigung und Stärkung finden
Alles andere wird von einer gesteigerten Kraft getroffen, die nun von Parzivals Strahlung ins Universum zur Erde gelangt
Der Kampf, der bisher den Aufstieg des Menschengeistes auf dieser Erde so unheilvoll beeinträchtigt, soll fortan allein in den Händen des wesenhaften Schaffens verbleiben
Doch auch hier soll unter dem Zustrom der erquickenden Ausstrahlung des Menschengeistes, der zum Träger der Krone der Seligkeit im Helfen aller Schwächeren werden soll, Fortschritt und Aufstieg erreicht werden
Darin kann das Wesenhafte jene Erquickung erlangen, auf die es bisher so lange seitens der menschlich-geistigen Art gewartet hat
Der Zustrom des durchgeistigten Wirkens, das aus dem menschlichen Einklang mit der Harmonie des Schöpfungswerkes hervorgeht, soll nun die wesenhafte Art stärken, damit sich alle Arten des bisher unbewusst Wesenhaften, das hier als Träger von Krankheiten und lästigen Insekten notwendig war, in ganz neue Arten wandeln können, die sich auf stärkende, alles Leben beglückende Weise äußern werden
Die wesenhaften Hirten sind bereits bereit, damit sich nach der letzten großen reinigenden Kundgebung aller zurückkehrenden Schicksalsfäden ihr höheres Wirken in einer neuen, gesegneteren Art der Tätigkeit entfalten darf
Gottes Liebe, die sich unter den Menschen in ihrem Bestreben zeigt, einander zu helfen, und vor allem darin, alles Schwächere zu ermutigen, wird diesen erhabenen wesenhaften Dienern aus dem Geschlecht der Alphar völlig neue Aufgaben bringen
Darin besteht die Erfüllung des Wunders, das sich auf diese Erde herabsenken darf, sofern die Menschen ihre Aufgabe als geistige Gattung erfüllen
Und dazu müssen sich die Menschen auf ihrem Weg endlich vom Prinzip des Kampfes lösen, das in seiner reinen Form nur dem Wesenhaften hier in der Nachschöpfung eigen ist
Erst wenn die Menschheit den erwähnten Schritt nach oben vollzieht, dann beginnt sich auch im Wesenhaften ein Geschehen zu entfalten, das hier bisher niemals in jener Kraft und in jenem Ausmaß stattfinden konnte, wie es der Reife eigentlich zustehen würde, die die Menschheit in ihrem geistigen Fortschritt bereits hätte erreichen müssen
Der Übergang vom Prinzip des Kampfes zum Prinzip der helfenden Ausstrahlung reiner Liebe
Das ist nichts Schwaches, wie es Menschen, die oberflächlich denken, erscheinen mag, sondern es ist ein Bestreben, das einzig und allein von der kühnsten geistigen Bewegung durchstrahlt wird, damit alles, was in diesem Prinzip schwingt, in beständiger Harmonie mit den Gesetzen des Schöpfungswerks erhalten bleiben kann
Niemand unter den Menschen kann sich davon ein richtiges Bild machen, denn die Menschheit als Ganzes hat sich dem bisher noch nicht einmal angenähert
Stets blieb dieses Prinzip nur in den Händen einsamer Einzelner, die den Segen darin erkannt haben
Bei diesen führte diese Erkenntnis zu ihrer eigenen Reifung, indem sie sich einen solchen Weg vor der umgebenden Welt der Menschen bewahrten
Nur hier und da wurde es zur Angelegenheit mehrerer Menschen, doch stets nur in geringem Maßstab im Verhältnis zur gesamten irdischen Welt und oft noch dazu nur für die kurze Zeit einer Generation
Obwohl es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, haben die Menschen es nie geschafft, dass es zu etwas Beständigem wurde, das als Erfahrung von Generation zu Generation weitergegeben wird
Denn bisher fehlte hier das wahre und vollständige Wissen über das Leben auf der Erde als Ort, an dem der Menschengeist lernen darf, mit anderen Menschen in Einklang zu kommen, die ihm nicht völlig gleichgesinnt sind, und zwar zum Zweck der gemeinsamen Suche nach Harmonie auf der Grundlage gegenseitiger Unterstützung beim geistigen Aufstieg
Der geistige Aufstieg besteht darin, sich selbst zu veredeln, um mit anderen Menschen, mit der Natur, ja sogar mit allem, was den Menschen auf seinem Weg zum Licht umgibt, in Einklang zu kommen
Und genau das ist der Stolperstein, der hier nach wie vor besteht, denn den meisten Menschen fehlt das richtige Verständnis für den Sinn des Lebens
Da die Mehrheit im Dunkeln tappt und in ihren Schwächen dem Einfluss der Finsternis erliegt, bilden sich immer wieder dieselben Kreise wiederkehrender Schicksalsfäden, die einzelne Menschen wie auch ganze Völker betreffen
Dann kann niemals ein Ende gefunden werden, indem man die früheren Fehler vollständig hinter sich lässt und ablegt
Deshalb herrscht auf der Erde bis heute ein Lebensverständnis, das nach wie vor auf einem falschen Verständnis des Prinzips des Kampfes in der Natur beruht, obwohl dieses Prinzip niemals ein fester Bestandteil der menschlichen Gattung auf der Erde hätte werden sollen
Es war nur ein Übergangszustand, aus dem sich die Menschheit schrittweise weiterentwickeln sollte, um ein wahrhaft wertvoller Teilnehmer am Leben in diesem Teil der Nachschöpfung zu werden
Das Prinzip des Kampfes sollte in seiner reinen Anwendung fortan nur noch dem Wesenhaften vorbehalten bleiben
Die Menschheit hätte jedoch weiter aufsteigen und das Vermächtnis erfüllen sollen, das der Gottessohn Jesus in den Seligpreisungen hinterlassen hat, sowie das des Menschensohnes, der die Zusammenhänge des in der Gralsbotschaft enthaltenen vollständigen Wissens beschrieben hat
Und gerade am Unverständnis der Gralsbotschaft sowie am Unverständnis der Worte Jesu scheitert heute der größte Teil der Menschen, weil sie mit ihrem Leben niemals das Wesen der erwähnten Hinweise Jesu und des Menschensohnes erfüllt haben, um weiterzukommen und in ihrer Lebenszeit hier auf Erden wahrhaft geistig zu werden
Nun kommt der schon lange angekündigte Markstein, der niemandem erlaubt, weiter voranzuschreiten, wenn er nicht nachweislich die Seligpreisungen in seiner Lebenseinstellung verkörpert
Ohne diese Voraussetzung kommt niemand weiter, wie sehr er auch glauben mag, dass der Himmel sich über ihn erbarmt und seine Schwächen und Fehler versteht
Das wäre möglich, wenn wir nicht in der Zeit der höchsten Wende aller Reifezeiten in diesem Teil der Nachschöpfung stünden
Es bleibt keine Zeit mehr für weitere Aufschübe und Verzögerungen
Es gilt nur noch Entweder-oder
Nichts anderes kommt in Betracht, denn das Geschehen ist weit über alle Fristen hinausgeschritten, die dem Menschengeist in der Stofflichkeit des Weltteils von Ephesus gegeben wurden
Wer darüber in seinem Innersten aufrichtig und mit größter Ernsthaftigkeit nachdenkt, muss erkennen, dass es keinen Raum mehr für weiteres Abwarten und Zögern gibt
Für diejenigen, die sich dessen nicht bewusst werden wollen, rast durch das Universum die Verkündigung jenes ernsten Ausrufs: „Zu spät!“
Der Weg des Grals – Ergänzende Texte – 29. März 2022
Übersetzung aus dem Tschechischen
Jedině Souznění s Harmonií Díla Stvoření Utváří Mír
https://www.cesta-gralu.cz/jedine-souzneni-s-harmonii-dila-stvoreni-utvari-mir/
