Der Baustoff, aus dem die Materie entstand

Es gibt nur wenige Menschen auf der Welt, für die das Leben hier in der irdischen Stofflichkeit Anlass zu tieferen Überlegungen ist
Bei den meisten ist dies leider nicht der Fall
Der Großteil der Menschen lebt aus Gewohnheit so, wie es ihnen in ihrer Kindheit und Jugend von ihren Eltern, Erziehern oder Freunden vermittelt wurde, die sie durch Bildung und Lebensgewohnheiten in Ansichten einführten, die sie selbst zuvor von ihren eigenen Eltern und Lehrern übernommen hatten
Diese übernommenen Ansichten werden zu einem starren, unbeweglichen Denkschema
Ganze Menschenmengen sind in diesem Schema so sehr gefangen, dass sie gar nicht mehr über die Stimme ihres Geistesfunkens nachdenken, der sie hin und wieder leise dazu ermutigt, im selbständigen Erkennen weiter fortzuschreiten, sich dadurch zu befreien und den vollwertigen Weg ihrer Entwicklung einzuschlagen
Das Gesetz der Bewegung regt in der höchsten Natürlichkeit seiner Wirkungen zur weiteren Erkenntnis an
Es regt ohne Unterschied jeden an
Für den menschlichen Geist wirkt es wie ein gesetzmäßiger Druck auf die eigene Entwicklung.
Jeder Mensch sollte sich während seiner gesamten Lebenszeit auf der Erde weiterentwickeln
Doch das geschieht nicht
Nicht einmal alle Freuden und Nöte reichen aus, damit die Menschen darüber nachdenken, woher sie gekommen sind, was der Sinn ihres Daseins ist und wohin sie einst wieder gehen werden, wenn sie diesen Teil des grobstofflichen Universums verlassen
Die meisten Menschen beschäftigen sich nicht mit solchen Dingen, weil sie sich vor der langen Kette von Fragen fürchten, die sich sofort einstellen würden, wenn sie auch nur einmal ernsthaft zuließen, dass es mehr gibt als das gegenwärtige materielle Leben
Es ist jedoch auch merkwürdig, dass sich viele zwar stolz als materialistisch denkend betrachten, über das materielle Universum selbst und die Materie als solche jedoch fast ebenso wenig wissen
Sie wissen nicht, wie das Universum entstanden ist und was sich in seinen unsichtbaren Schichten alles verbirgt
Sie wissen auch nicht, wie das Leben in den Stofflichkeiten entstanden ist, woher das Bewusstsein der Geschöpfe stammt, und schließlich wissen sie nicht einmal, wie die weitere Entwicklung all dessen sein wird, was jetzt hier ist, und wie das Ende der Materie des Universums aussehen wird, wenn es einst kommt
Sie glauben, dass dies eine Aufgabe für Wissenschaftler sei und dass sie sich deshalb nicht damit beschäftigen müssten
Dabei würde es ihnen, wenn sie auch nur einmal für sich selbst wenigstens den kleinsten Teil aller Zusammenhänge begriffen, sofort die Entdeckung ihrer eigenen Fähigkeiten bringen, die sie zur Verbesserung ihres eigenen Lebens und des Lebens ihrer Mitmenschen nutzen könnten
Sie könnten viel mehr über das Universum und das Leben wissen, als derzeit bekannt ist
Wir können daher sagen, dass das Hindernis für eine Verbesserung des Lebens nicht darin besteht, dass den Menschen die entsprechenden Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlen, sondern dass ihre Bequemlichkeit sie seit Jahrtausenden auf demselben Niveau des Weltverständnisses festhält – auch wenn die Menschheit heute durch die Technik, die sie im Laufe der letzten Jahrhunderte entwickelt hat, vielleicht einen winzigen Teil der Stofflichkeit beherrscht
Obwohl die Menschen die Möglichkeit haben, sich mit Fragen über sich selbst und die Stofflichkeit, in der sie ihr gegenwärtiges Leben führen müssen, auseinanderzusetzen, findet bei ihnen kein Fortschritt statt
Was ihnen in der Kindheit eingeprägt wurde, behalten sie in der Regel bis zu ihrem irdischen Tod bei
Bei den meisten Menschen findet selbst im Laufe von ganzen Jahrzehnten ihres Lebens keine Veränderung, keine Entwicklung statt
In ihrem Verständnis der Dinge bleiben sie immer dieselben
Darin lässt sich erkennen, dass das größte Hindernis für den Aufstieg die innere Unbeweglichkeit ist
Und seltsamerweise gilt diese Unbeweglichkeit auch, wenn es um die Erforschung der groben Stofflichkeit als solcher geht
Die Menschen denken nicht nach und erforschen nicht einmal mit gesunder Empfindung jene Dinge, die sich in ihrer unmittelbaren Umgebung befinden
Es scheint ihnen völlig gleichgültig zu sein, was sich auch nur ein kleines Stück außerhalb des Rahmens der alltäglichsten Interessen und Sorgen befindet, die den Großteil der Tageszeit der meisten Menschen ausfüllen
In diesen Interessen gehen Tausende irdischer Stunden, Tage und Monate und in der Summe auch ganze Jahre verloren
Jahre, die in Wirklichkeit unermesslich wertvoll sind, denn sie bergen die Kraft und die besten Fähigkeiten, um das eigene Leben und das Leben der gesamten Gesellschaft zu verändern
Würden diese Fähigkeiten richtig genutzt, könnte auf der Erde bereits alles ganz anders sein, denn durch die vielen Menschen, die heute innerlich schlafen, könnten zahlreiche Inspirationen und Erfindungen kommen, die hier fehlen – und so mangelt es der Erde an der Befreiung von allem Niederen, das erstickt und zermürbt, so wie die Welt der Industrie und des Handels heute gestaltet ist
Dennoch werden einige behaupten, dass sie sich für wichtige Angelegenheiten in ihrem Leben interessieren, obwohl ihre Bemühungen gleichzeitig alle Merkmale einer bloß trägen Wiederholung kleiner alltäglicher Sorgen aufweisen
Gäbe es wirklich ernsthaftes Interesse, würden sich ihre Ansichten über das Wesen der Stofflichkeit und schließlich auch über das Wesen des darin pulsierenden Lebens früher oder später völlig wandeln
Dies müsste geschehen, denn darin liegt das allgegenwärtige Gesetz der Bewegung und Entwicklung
Ja, es käme dabei bis zu einer solchen Stufe, dass ein wirklich ernsthaftes und unvoreingenommenes Interesse des Menschen an der Stofflichkeit ihn zwangsläufig zur Erkenntnis über das wesenhaften Wirken, über die geistigen Welten und auch über Gott führen würde
Auf dieser Erkenntnisgrundlage würden sich viele Ansichten über das gesamte Universum und das Leben darin ändern
Eine echte Auseinandersetzung mit der Materie würde den Menschen zu einer Erkenntnis führen, die ihn auf eine höhere Ebene heben und seine gesamte Lebenseinstellung veredeln würde
Leider ist dies heute noch nicht der Fall
Nur sehr wenige Menschen können sich heute vorstellen, dass die grobstoffliche Materie, wie sie durch ihre Dichte und Trägheit bekannt ist, ihren Ausgangspunkt über dem hiesigen Universum hat – also an Orten, wo für die dortige Stofflichkeit des Schöpfungswerkes andere Bedingungen gelten
Und doch besteht ein solcher Ausgangspunkt mit gesetzmäßiger Notwendigkeit, und er gewährt durch sein Schwingen die Kräfte zur ursprünglichen Grundform der Eigenschaften, damit jene Teilchen der Materie entstehen können, die die irdische Wissenschaft als die ersten, kleinsten Bausteine von allem anerkennt
Um die Entwicklung der Materie zu verstehen, muss sich der Mensch bis zu jenem Teil rein wesenhafter Art emporheben, der über den Stofflichkeiten der Nachschöpfung steht, also bis zu den Ebenen der Gärten Asgards und Walhalls selbst
Dort finden wir die wesenhafte Strahlung, die als geformter Ruf aus dem Licht hervorgegangen ist, das sich von der urewigen Burg des Grals durch den urgeschaffenen Merkur herabgesenkt hat
Aus seinem Willen zum hingebungsvollen Dienst formte sich ein Strahl, der einen neuen Ankerpunkt in Richtung des Nichts verankerte, als O-dio-nar zu seinem Bewusstsein erwachte
Aus ihm entwickelte sich alles Weitere als natürliche Folge des Wirkens des Lichtes
Der Wille O-dio-nars schuf im Wesenhaften den Nährboden für das Strömen geistiger Stäubchen – oder anders: Teilchen –, in denen die, wenn auch bereits sehr abgeschwächte, so doch fortdauernde magnetisch anziehende und damit zugleich schöpferische Kraft ruht, im Abglanz des einstigen Klingens der Worte Gottes: „Es werde Licht!“
Um diese Teilchen herum hüllte sich die Strahlung, die aus dem Dienst O-dio-nars strömte und zunächst rein wesenhafter Art war
Aus dieser rein wesenhaften Art entstand Walhall als Abglanz des Vorbildes höherer Orte in der Ersten Schöpfung
Anschließend bildeten sich ein Stück weiter die Landschaften und Gärten von Asgard
Gleichzeitig mit dem Entstehen dieser Welten erstanden auch Diener, die durch die Unterstützung aus dem Willen der urgeschaffenen Bewohner des Schöpfungswerkes zu ihrem Bewusstsein erwachten
In dieser großen, für das menschliche Denken unvorstellbar umfassenden und in einem einzigen Augenblick vielschichtigen Schöpfung wurde bereits im Voraus der Weg für die Gestaltung noch dichterer Ebenen in der Nachschöpfung bereitet
Die erwähnten Teilchen, die man auch als leuchtende Samen beschreiben könnte, die von großer geistiger Kraft erfüllt sind, wurden vom Willen O-dio-nars umgeben, um den großen Auftrag zu erfüllen, Welten für die Entwicklung menschlicher Geistesfunken zu erschaffen
Es gibt also zwei Teile: den Kern oder das Samenkorn, das aus ungenutzten geistigen Strömungen stammt und den Willen zum Schaffen in sich trägt, sowie den Willen O-dio-nars, der in Erfüllung seines Auftrags um diese Samen herum die Grundlage für die Formgebung prägt
Durch die Umhüllung der Samen mit dem Willen des Wesenhaften entstand eine Schicht, deren in sich geschlossene Kraft und alle in der Hülle liegenden Eigenschaften es ermöglichten, stets daraus zu schöpfen und weiterzugestalten
Voraussetzung für das richtige Verständnis ist ein Bild, in dem alles als Strahlung zu schauen ist – nicht als ein Geschehen, das sich in dichter Stofflichkeit vollzieht
Die Schicht, von der die Rede ist, ist eine Art Strahlung, in der eine gewaltige Schöpfungskraft ruht, die darauf wartet, zur Bildung bereits ganz offensichtlicher Formen genutzt zu werden
Diese Schicht aus unerschöpflichen Mengen übermaterieller Teilchen, die in sich selbst unaufhörlich kreisen und bei ihrer Entstehung als Ganzes in vollkommener, harmonischer Anordnung schwingen, sammelte sich im Laufe ihrer Entwicklung an Orten an, an denen sich ansonsten nur Leere befand
In dem Moment, als es durch den Wille Gottes bestimmt wurde, begannen sich aus dieser Schicht Sphäre um Sphäre zu bilden, in denen sich zusammen mit der Entwicklung der Grundformen auch Raum und Zeit entstanden.
Alles rauschte, dröhnte und brodelte in der gewaltigen Entwicklung der Welten
Die Schicht lieferte stets ausreichend Baustoff für alle Ebenen, wie auch immer sich diese nach unten hin untereinander und zum Teil auch zwischeneinander ordneten, durch ihre Eigenschaften – also die Art der entstehenden neuen Strahlung und Schwingung – dazu gedrängt
Aus ihr wurde immer wieder geschöpft, um feinstoffliche und grobstoffliche Welten zu errichten und zu formen
Die Schicht, von der die Rede ist, ist der Äther
Alle Weltteile wurden in ihrem großen Umfang aus der Grundsubstanz des Äthers aufgebaut
Der Äther ist eine Substanz, in der vollkommene Harmonie mit einer geometrischen Struktur herrscht, von der der Menschheit aus alten Zeiten nur weniges bekannt ist
In der Ordnung des Äthers liegt dabei eine stets bereite Quelle gewaltiger Kraft geistiger Teilchen, die dank dieser Ordnung zu einer lebendigen Struktur in jedem Augenblick für den Aufbau von Neuem oder die Erhaltung von Bestehendem genutzt werden können
Dies erfüllt sich ständig überall im Universum sowie in der Natur, die wir in ihren Wandlungen beobachten können
Man kann dies als ein vollkommen kunstvolles Werk des Wesenhaften bezeichnen, das sein tiefes Wissen über die Wirkungen der Gesetze der Schöpfung in die erwähnte Struktur eingebracht hat und damit in seiner Art des Wirkens eine vollkommene Substanz bereitet hat, die für jeglichen Aufbau von Welten in der Nachschöpfung nutzbar ist
Die Erkenntnis über den Äther ist daher auch für die Menschen auf der Erde notwendig, wenn sie im Erkennen der Kräfte und ihrer Wirkungen im Universum weiter voranschreiten wollen
Und hier lässt sich erneut darauf hinweisen, wie wenige sich damit beschäftigen
Dabei könnten die gewaltigen Möglichkeiten, die in der Erforschung des Äthers liegen, einen wirklich lebendigen Geist nicht in Ruhe lassen, bis zumindest die grundlegenden Eigenschaften des Baustoffs entdeckt und verstanden sind, aus dem dieses Universum und alle anderen Weltteile der Nachschöpfung entstanden sind
Dass die Menschen dies völlig übersehen und es für sie kein Ansporn ist, beweist, dass sie sich letztlich nicht für Gottes Wirken in der Schöpfung interessieren
Dies wäre für einen Teil der Menschen vielleicht sogar verständlich, doch die eigenen Rückwirkungen der Schicksalsfäden beschäftigen sie so sehr, dass sie ihre ganze Kraft darauf verwenden müssen, um zu überleben
Gleichzeitig gibt es jedoch viele Menschenseelen, denen auffallend alles Notwendige gegeben wurde, um die Kraft und den Raum zu haben, sich damit zu beschäftigen
In ihrem Fall können wir daher von einer Lauheit des Geistes oder Bequemlichkeit im Denken sprechen
Die Menschheit könnte heute schon viel weiter sein, wenn dies mehr Menschen „unruhigen Schlaf“ bereiten würde, wie man so sagt, wenn etwas für einen Menschen in seinem Leben wirklich wichtig ist und er sich dann mit vollem Einsatz damit beschäftigt
Jetzt kommt dies zusammen mit der geistigen Erleuchtung, die bereits in manchem Menschen einen unterbewussten Druck erzeugt
Wir stehen an der Schwelle zu großen Erkenntnissen
Der Äther mit seinen Eigenschaften und Möglichkeiten für die Menschheit auf der Erde wird zu einem neu entdeckten Weg des Fortschritts, von dem die meisten Menschen bis heute nicht einmal zu träumen wagten
Die Arbeitsstube EFEMERIDIS ist darin bereits jetzt bereit, gemeinsam mit einem Teil der Kreise der Friedfertigen, für die es eine gleichartig anziehende Art ihrer Lebenserfüllung sein wird, tatkräftig neue Entdeckungen zu bringen und so in Zusammenarbeit mit den wesenhaften Dienern voranzuschreiten im Enthüllen der Ausblicke, die heute noch vom Geheimnis vieler weißer Flecken des Nichtwissens umgeben sind
In den kommenden Jahren kann in dieser Hinsicht durch die Vereinigung der inspirierenden und schöpferischen Kräfte der Menschengeister eine große Menge nützlicher Arbeit geleistet werden
Gleichzeitig werden die Menschen durch das kommende Erleben geradezu dazu gedrängt werden
Dadurch werden sich zwei gegensätzliche Wege schließlich genau in jenem Augenblick treffen, der bereits vor langer Zeit vom Licht festgelegt wurde: der Weg der magnetischen Anziehungskraft bei jenen, die den Äther aus inneren Beweggründen suchen, und der Weg jener, die durch äußere Ereignisse zu seiner Suche gedrängt werden
Dabei ist es stets besser, den Weg der freiwilligen Entscheidung zu wählen, der von der inneren Sehnsucht nach Erkenntnis bestimmt wird
Dieser Weg birgt die Verheißung des Segens einer Fülle von Inspirationen, die weit mehr vermitteln können als ein Weg, der sich hastig und aus der Not heraus unter dem Druck dringender Umstände formt
Mögen es möglichst viele Menschen sein, die sich frühzeitig und freiwillig entscheiden
Letztendlich wird jedoch alles fast genauso erreicht werden, wie es seit Jahrtausenden vorbestimmt ist
Noch bevor die Gefahr einer unwiderruflichen Zerstörung der Erde durch die Menschen droht, wird es zu einem Wendepunkt kommen, und mit ihm wird durch die wesenhaften Diener – zusammen mit der geistigen Erleuchtung – das Aufhalten aller böswilligen Menschen geschehen, deren Wollen nur von Vorstellungen eines unendlichen Zustroms von Reichtum und Gewinnen auf Kosten alles reineren Lebens geprägt ist
Wir sind diesem Wendepunkt näher, als die Mehrheit der Menschheit erwartet
Damit sind wir auch schon sehr nahe an allem Erkennen über die Entwicklung des Baustoffs, aus dem das Universum und alles, was sich darin befindet, entstanden ist
In dieser Erkenntnis liegt ein großer Fortschritt für die weitere Entwicklung des Lebens auf der Erde
Der Weg des Grals – Ergänzende Texte – 10. August 2026
Übersetzung aus dem Tschechischen
Stavební látka, z níž vznikla hmota
https://www.cesta-gralu.cz/stavebni-latka-z-niz-vznikla-hmota/
