Ansprache am Vorabend des Großen Sommertreffens

der Leser der Seiten Cesta Grálu

7. August 2026

Übersetzung aus dem Tschechischen


Einen schönen Abend, liebe Freunde, seid willkommen an diesem herrlichen Ort, der in diesen Augenblicken zum Ort des diesjährigen Treffens geworden ist – oder gerade wird –, des Sommertreffens der Leser der Seiten Cesta Grálu.

Ihr, die ihr an den früheren Jahrgängen teilgenommen habt, wisst, dass es möglich ist, Wunder zu tun.

Und weil wir einen tatkräftigen Freund unter uns haben, genügten nur ein paar kleine Wunder, um uns zwei Täler und drei Berge weiterzuversetzen – und so sind wir hier. Damit konnte in diesem Augenblick aus dem Sommertreffen ein Großes Sommertreffen werden.

Und ich bin sehr froh, dass wir uns an diesem Vorabend hier mit euch allen treffen, die ihr zugesagt habt, nicht bloß Teilnehmer zu sein – wie man heute sagt: Konsumenten.

Ihr kommt schon jetzt, in diesem Augenblick, mit dem Versprechen zu diesem Treffen, dass eure Gedanken, eure Einstimmung, euer inneres Ergriffensein auf jene höhere geistige Dimension schon in diesen Augenblicken die Bedingungen dafür weben, dass morgen alle, die anreisen, nicht nur diesen äußeren Raum vorfinden.

Sie sollen auch jenen feinen, für viele Augen unsichtbaren Raum vorfinden – noch viel reicher geschmückt, noch viel festlicher bereitet im geistigen Sinne des Wortes.

Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ihr schon zu dieser Zeit gekommen seid und dass viele von euch bereits mit Hand angelegt haben. Ohne das wäre vieles nicht entstanden, was ihr hier jetzt schon seht.

Und das ist ein Versprechen dafür, dass der morgige Tag wirklich ein Großes Sommertreffen wird, denn wir werden über viele Ausblicke sprechen, die vor uns liegen.

Wir werden also über Dinge sprechen, die nicht nur im Programm stehen. Sie sind so angelegt, dass wir gewisse Bilder ein Stück weit enthüllen können, die bisher weder auf den Seiten von Cesta Grálu noch in vielen anderen Zusammenhängen geformt oder gezeichnet werden konnten.

Denn erst die gemeinsame Eingestimmtheit von uns allen wird einen gewissen Schritt möglich machen, der uns weiterführt zu etwas Neuem, das Teil dieser Bilder und dieser Ausblicke sein wird.

Ich schätze auch jene sehr, die ganz hinten sitzen, denn wir hatten abgesprochen, dass dieser Abend ein wenig ein Probeabend ist.

Ich weiß also jetzt schon, dass wir die Stühle hinten morgen wegräumen werden – denn es wäre gut, wenn sich der Begriff „Kreise der Friedfertigen“ ein wenig auch auf diesen Raum übertrüge. Die „Reihen der Friedfertigen“ machen wir dann erst nächstes Jahr.

Ich glaube, ihr seid euch alle bewusst, dass wir nicht nur hier sind, um nahen Freunden zu begegnen, mit denen viele von euch sich kennen, um einander im menschlichen Sinne des Wortes zu treffen.

Schon jetzt, von diesen Augenblicken an, ist das, was sich in jedem von uns abspielt, in einem gewissen Sinne geistige Arbeit.

Es ist eine Art von Dienst, den jeder für sich mit seinem Teil in diesen Raum, an diese Orte hineintragen kann. So kann er mithelfen, den geistigen Helfern, den geistigen Führern, die jeder von uns hat, gewisse Durchlässe zu bereiten – damit sie sich hier auf den feineren Ebenen begegnen können und etwas gewoben werden kann, das in der nahen kommenden Zeit Früchte bringt.

Ihr, die ihr die Seiten Cesta Grálu lest, wisst, dass wir uns in dieser Sommerzeit in der Zwischenzeit zweier Gralsfeste befinden und dass also die hundert Tage der Wandlung ablaufen.

Jeder, der das Fest der Ausgießung der Kraft des Heiligen Geistes in seiner tiefen geistigen Bedeutung durchlebt hat, hat in diesen Tagen die Möglichkeit, das Verarbeiten und Fruchtbarmachen dieser empfangenen Kraft zu durchleben.

Und wir befinden uns gerade in der Zeit, da wir etwa siebzig Tage – plus minus – seit dem Maifest hinter uns haben und noch rund einen Monat vor dem Fest der Reinheit vor uns liegt. Wir stehen also auf dem Gipfel dieses inneren Verarbeitens, dieses inneren Voranschreitens, das sich jedem von uns anbietet.

Und so ist es auch eine große Gelegenheit, in dieser Zeit an diesen Orten durch sich selbst die Möglichkeit zu geben, dass all das weiterströmt, was der Mensch in der Herrlichkeit des Strömens der Kraft Gottes in die Schöpfung empfangen, mit seinem Geist verarbeiten und für sein eigenes Fortschreiten aufnehmen kann.

Er kann es schon allein in der Art seiner Ausstrahlung, seines Schwingens, in seinem Blick, in seiner Einstimmung, in seinem Lächeln weitergeben – die ganze Zeit dieses Treffens hindurch, während des morgigen Tages und dann auch am gemeinsamen Sonntag, bei der gemeinsamen Lesung, die wir mit euch haben werden, die ihr hierbleiben werdet.

Das Große Sommertreffen hängt davon ab, wie groß wir es machen.

Es ist nicht so, wie es sonst zu sein pflegt – dass Menschen an etwas teilnehmen und als die Erwartenden kommen. Als jene, die noch in der Haltung der sich hinziehenden alten Formen des Denkens und Überlegens leben.

Kommen sie irgendwohin, setzen sie sich irgendwohin, halten sich irgendwo auf, und stellt sich jemand vor sie hin, um über etwas zu sprechen, dann schauen sie zu – nun, dann sag es eben, erkläre uns das alles hier irgendwie, und wir werden dann tun, was nötig ist, sofern wir einverstanden sind.

Das wahre Wesen der Zeit, die vor uns liegt, der großen Zeit der Erleuchtung, der geistigen Erleuchtung, besteht darin, dass es nicht die Zeit der Führer ist, nicht die Zeit derer, die von irgendwelchen Tribünen der Ruhe herab sprechen.

Es ist die Zeit, in der jeder persönlich gespannt und persönlich ergriffen ist und aus sich selbst alles hergibt, was nötig ist, damit die Kreise der Friedfertigen in Fluss kommen können.

Damit es so sein kann, dass sich im Gemeinsamen die Einzigartigkeit und Individualität des Menschen nicht auflöst wie die eines bloßen Einzelnen, eines Bauteilchens, wie es bis in die heutigen Zeiten war. Sondern jeder bleibt er selbst, ist sichtbar, ist greifbar, ist sich seiner selbst und seines Wertes bewusst und ist fähig, diesen Wert weiterzugeben.

Das ist die Bedingung dafür, dass die Zeit, in der wir uns befinden und die die Vorstufe jener großen geistigen Erleuchtung auf dieser Erde ist, in einem gewissen Sinne vorangeschoben wird – vielleicht durchbrochen wie etwas, das sich erst bildet und Form gewinnt.

Ich würde mir sehr wünschen, dass wir alle gleichwertig sind in dem Sinne, dass jeder eine einzigartige Individualität, jeder eine Persönlichkeit ist.

Niemand steht in der Deckung hinter einem anderen, niemand verliert sich in der Menge – denn es gibt keine Menge mehr, sondern eine Gemeinschaft von Persönlichkeiten, von Einzelnen. Eine Gemeinschaft der Einzigartigkeit jedes menschlichen Geistes, der genau seinen Platz auf dieser Erde findet und ebenso in der ganzen Schöpfung.

Es kommt eine Zeit, in der all das fällt, was wir bisher in den Formen einer gewissen Geschichte der Menschheit auf dieser Erde gelesen und angenommen haben. Und auf Grund dieser Kenntnisse haben wir gedacht, das lasse sich nicht ändern, das bleibe so, das werde nur eine etwas noblere Form annehmen, durchwirkt von etwas, das märchenhafter, schöner sein werde.

Nein. Die Arbeit, die damit zusammenhängt, wendet sich an jeden von uns – an das einzelne geistige, persönliche Ausstrahlen unserer selbst in das Schöpfungswerk.

Das ist eine große Veränderung, denn es ist nicht etwas, das von selbst kommt, das sich einfach so formt, dass es eben eintrifft. Es ist Teil der inneren Lebendigkeit jedes Menschen, der inneren Beweglichkeit im Bedenken alles dessen, was aus der äußeren Welt zum Menschen gelangt.

Morgen werde ich hier sprechen – und es wird hier auch ein Freund sprechen, den ich selbst darum gebeten habe. Erschreckt also nicht, wenn morgen er auf dem Podium erscheint: Es ist nicht etwa ein Umsturz geschehen, sondern es ist eine Verabredung.

Und das, was wir hier sprechen werden, ist nicht dazu da, dass ihr es in euch aufnehmt wie etwas, das unerschütterliche Wahrheit wäre – als wäre das, was von diesem Podium erklungen ist, damit schon der unverrückbare Baustein.

Alles, was zum Menschen gelangt, soll der inneren Prüfung durch die innere Lebendigkeit des Menschen unterzogen werden. Auch damit, dass der Mensch zweifelt, dass er über die Dinge nachdenkt und sie nicht kopflos aufnimmt wie ein Automat, bezeugt er seinen geistigen Wert.

Das also, was morgen erklingen und hier dargeboten wird – und für mich selbst kann ich sagen: im Wahrhaftigsten, Lautersten, das ich aus mir euch vermitteln will, das durch mich auf irgendeine Weise angeboten wird –, unterzieht es ganz genauso eurer eigenen Prüfung, der lebendigsten inneren, empfindenden Kritik.

Denn es ist nicht die Zeit, sich Augen und Ohren mit Wachs zu verschließen und sich blind führen zu lassen. Es ist die Zeit, dass jeder die Kraft aufbringt, für sich selbst so stark, so innerlich verankert zu sein, dass der führende Faden, der sich zwischen ihm und jemandem, der über ihm ist, spannt, bis in die höchsten Höhen führt. Dass dieser Faden mit der höchsten Weisheit verbindet, die vom Schöpfer kommen kann.

Jahrtausende hindurch haben sich zwischen diese beiden Größen, zwischen den Menschen und Gott, immer wieder viele zu schieben versucht. Sie standen da und behaupteten: „Ich bin das Sprachrohr. Ich bin das Sprachrohr, durch das Gottes Größe verkündet wird.“

Ich möchte euch sagen: Ich bin kein solches Sprachrohr. Und ich hielte mich für einen Narren, wollte ich mich je dafür ausgeben.

Und darum bitte ich euch, dass alles, was wir morgen hier miteinander teilen und worüber wir sprechen werden, von der inneren Größe, der Einzigartigkeit, der Persönlichkeit jedes Einzelnen von euch zeugen möge.

Das wird das Kostbarste sein, das ich an jedem einzelnen Menschen schätzen werde. Denn das wird davon zeugen, dass sich hier auf Erden wirklich der Grund jener großen geistigen Erleuchtung formt.

Jeder von uns kann, sollte und wird schließlich auch Teil jener großen Wandlung sein, die auf dieser Welt Stufe um Stufe immer sichtbarer werden wird.

Lassen wir uns unser Wahrnehmen nicht von den Schwarzsehern verderben, die behaupten, die Dinge gingen schlechte Wege, die Dinge liefen in eine falsche Richtung.

Wir sind Teil einer Gärung, die in ihrem Schaum den größten Schmutz an die Oberfläche tragen muss – doch unter der Oberfläche formt sich ein neuer Grund. Und Teil dieses Grundes kann jeder menschliche Geist sein, der Wahrhaftigkeit und Reinheit in sich trägt, Vertrauen in die Führung Gottes und die Fähigkeit des Empfindens und des Erkennens der Wahrhaftigkeit.

Ich wünsche uns allen, dass nicht nur morgen, sondern an allen Tagen dieses Bewusstsein dieser gewissen Bedingungen Teil dessen wird, wie wir in jedem Augenblick unseres Tages herangehen, denken und handeln.

Ich wünsche uns allen, dass wir schon aus dem natürlichen Wesen unserer selbst Teil der Kreise der Friedfertigen sein können, denn aus ihnen wird sich nach und nach die neue Welt bilden.

Liebe Freunde, ich wünsche euch, dass ihr den Abend an diesem Ort mit möglichst weiter innerer Offenheit verbringt, damit ihr euch innerlich mit all dem verbinden könnt, was jetzt zu dieser Erde, an diesem Ort strömen kann – durch unsere Helfer, durch die Weber der Fäden.

Ich wünsche euch einen schönen Abend – und dass es morgen, wenn wir uns beim Frühstück treffen, zu spüren ist, dass es in der Luft liegt. Kommt rechtzeitig – und darum ein Hinweis an jene, die im Turm untergebracht sind: Sie müssen etwas früher aufstehen, um rechtzeitig beim Frühstück zu sein.

Und ich werde mich sehr auf den morgigen Tag freuen, den wir gemeinsam erleben werden – als Ganzes, aber zugleich jeder für sich, voll, als Persönlichkeit, als Einzelner, in der vollen Kraft seines geistigen Ausstrahlens. Dass man es merkt, dass man es wahrnimmt.

Einen schönen Abend.

Und weil wir verabredet haben, dass zu diesem großen Treffen immer auch ein gewisser Teil von etwas gehören soll, das anderes ist als nur das gesprochene Wort, habe ich für den heutigen Abend einen Freund gebeten, noch vor dem Abendessen durch seine Fähigkeiten, seine Gaben mit euch zu teilen, was er in diesen seinen Begabungen anderen Menschen weitergeben kann.

Ich bitte ihn also darum. Als wir bei einem Treffen hier miteinander sprachen – als wir uns diesen Ort ansehen kamen –, da sagte er mir, er müsse das hier einfach einmal „durchlaufen lassen“. Also – ich wünsche, dass es gelingt. Danke.


Bildhinweis: Nein, ich war nicht heimlich mit einer Drohne unterwegs – wie immer auf diesen Seiten handelt es sich um ein KI-erzeugtes Bild, in diesem Fall um ein Foto des Schlosses, das mit KI in eine Abendstimmung übertragen wurde.

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