Die Heilige Kraft Gottes aus dem Gral

Die Kraft, die von Gott dem Schöpfungswerk geschenkt wurde, strömt durch den Gral in alle seine Teile
Sie bringt allen Geschöpfen und Wesen in der Schöpfung die Möglichkeit eines vollkommenen Daseins in den Schwingungen des Lichtes
Es ist also die Kraft Gottes aus dem Gral, die alles Leben im Schöpfungswerk stärkt, erhält, ihm hilft und es heilt
Auch dem Menschengeist hier auf der Erde kann einzig die Heilige Kraft des allmächtigen Gottes helfen, vermittelt durch den Gral
Es gibt hier keine andere lebendige Kraft, die dem Menschengeist die gesegnete Erfüllung der Verheißung ewigen Bestehens brächte, als jene, die von Gott stammt und durch das Gefäß des Heiligen Grals in das Schöpfungswerk strömt
Alles, was die Menschen heute als Hilfen erleben, die zur Erde kommen, die sie stärken und von Zeit zu Zeit auch auf wunderbare Weise heilen, sind stets nur einzelne Teile aus dem einen helfenden Strom, der zum Menschen aus jener allumfassenden einheitlichen Kraft ausgesandt wurde, die für die Schöpfung ihren Anfang im Gral hat
Eine andere Art der Vermittlung der Heiligen Kraft für das Leben und für die Hilfen an alle Bewohner des Schöpfungswerkes gibt es nicht, denn alles ist aus Gott und Seinem schöpferischen Willen entstanden
Es ist die vollkommene Ordnung, in der die Lebenskraft strömt, getragen von der Allweisheit und der Liebe des Göttlichen, das die Wege findet, alle Bewohner des Schöpfungswerkes auf segensreiche Weise mit lebendigem Lichte zu beschenken, das aus der unerschöpflichen Quelle des Göttlich-Wesenlosen im Schöpfer selbst entspringt
Unabhängig davon, wie die vielen helfenden Kräfte von den Menschen auch genannt werden, die zur Befreiung oder zur Heilung führen, es ist stets so, dass der Anfang aller Hilfen im Schöpfungswerk im Heiligen Gral liegt
Das gilt für alle Hilfen, bei denen es sich um die wahre Kraft handelt, die tägliche Erfrischung bringt, ebenso wie für jene, welche die Macht wunderbarer Veränderungen im Leben des Menschen haben
Auch heute noch, wo sich viele Menschen in innigen Gebeten um Hilfe an den Sohn Gottes Jesus wenden, an seine Jünger, an die Apostel, an Persönlichkeiten, die von den Kirchen heiliggesprochen wurden, und an alle anderen Helfer, wie viele ihrer in der ganzen Geschichte der Menschheit auch sein mögen, kommt die liebevolle Erfüllung in der Erhörung ihrer Bitten niemals anders zu ihnen als einzig durch den Gral
Wäre es nicht so, dann könnten diese Hilfen keinen wahren Segen vermitteln
Damit könnten sie auch nicht Hilfen genannt werden, die von Gott ausgesandt sind
Auch die kleinste stärkende Strahlung, die viele Heiler aller Art in gutem Bemühen geben, wurzelt zuerst in der Kraft des Grals
Der Weg der belebenden Kraft Gottes in der Schöpfung ist durch jenen Ausgangspunkt bestimmt, der sich an der urgeschaffenen Stätte des Lebens am Anfang alles Schöpfungswerkes befindet, im Gral
Wann werden die Menschen endlich begreifen, dass alles, was sich der Erde als Hoffnung auf Befreiung, Heilung, Aufbau und Aufstieg nähert, dass dies alles seinen Ursprung an seinem Anfang stets in der höchsten Halle des Grals hat, wo sich das Gefäß befindet, in dem jene Kraft ruht, die von der Liebe Gottes diesem Schöpfungswerk gewährt wurde
Diese Kraft ist beständig mit dem Gral verbunden und wird ermöglicht durch den Heiligen Geist im Göttlichen, der die Verkörperung des Willens Gottvaters selbst ist
Diese Erkenntnis über die wichtige Stätte des Grals in der Schöpfung ist seit dem Kommen Parzivals auf diese Erde die Bedingung für die weitere rechte geistige Entwicklung der menschlich-geistigen Art, hier im irdischen Körper wie auch in allen Ebenen der Nachschöpfung, durch die sie aufwärts zur geistigen Heimat schreitet
Das ist das Neue, was jetzt von den Menschen erkannt und angenommen werden muss für den Frieden und die Glückseligkeit dieser ganzen Welt
Wer für die künftige Zeit alle Hilfen aus dem Lichte recht schöpfen möchte, soll zuerst nach der Verbindung nach oben streben, zu den Stätten, wo sich der Heilige Gral befindet, so weit hinauf, wie es ihm die Kraft seines Geistes in höchstem Aufschwung ermöglicht
Gerade in dieser ernsten Zeit ist für die Menschengeister, die in ihren Körpern auf der Erde inkarniert sind, die Verbindung mit der gesegneten Kraft aus dem Gral durch innere Öffnung das Wichtigste und Wertvollste, das ihnen als Hilfe für ihr Dasein zuteilwerden kann
Das Sich-Öffnen des Inneren ist die Bedingung für das Entstehen jener Wege, auf denen dann aus den Höhen ein Strahl des Lichtes herabkommen kann, gewoben zur Hilfe für diesen oder jenen Menschen
Der Weg wird stets genau nach den jeweiligen Bedingungen der inneren Einstellung des Bittenden geformt
Je stärker und inniger die Bitte ist, desto schneller und geradliniger ist der Weg des Strahles, der Heilung, Beruhigung oder einen Ausweg aus den Schwierigkeiten vermittelt, die vielleicht gerade jetzt auf dem Wege des Menschen liegen
Die Hände der dazu bestimmten Engel in den Sälen des Grals und auch in den Ebenen der von heiligem Lichte umgebenen Höfe und Gärten unterhalb der Gralsburg weben stets genau das, was dem Menschengeist nützen kann, und was ihm genau das bringt, was ihm aus dem Lichte in der Allweisheit Gottes als Erweis liebevoller Hilfe gewährt wird
Der Wege, die sich dann als zuführende Kanäle für das Wirken dieser Kraft finden, sind unzählige, und die heutige Menschheit kennt nicht einmal ein Tausendstel von ihnen, die ihr beständig den Segen des Lebens zuführen
Die Menschen kennen auch nicht die lebendige Wirksamkeit dieser heiligen Kraft Gottes, die sich in den Geschehnissen zeigt, die sie als Wunder bezeichnen, falls sie diesen Wirkungen der Kraft Gottes je begegnen.
Sie wissen nichts davon, obwohl diese Kraft ihnen beständig nahe ist; dass sie dem Menschen dennoch unzugänglich bleibt, liegt allein an der Einstimmung der Gedanken des Erdenmenschen, der sich vom Ganzen des Schöpfungswerkes abgetrennt hat und von einem aus dem Verstande stammenden Misstrauen gegen alles über der Stofflichkeit stammende umsponnen ist
So bleibt der Mensch als Einzelner, aber auch die Menschheit als Ganzes, abgetrennt von dieser Gabe der Kraft Gottes, die beständig bereit ist, sich zu ihm aus den Höhen des Ausgangspunktes des Lebens herabzusenken
Und aus dieser Trennung, die sich die Menschen zu ihrem Schaden in ihrer Anmaßung selbst zugezogen haben durch ihr Misstrauen gegenüber der Größe Gottes, entsteht alles Leid, das sich in Krankheiten zeigt und in allem anderen, worin die Menschen mit ihren Nächsten durch Schicksalsfäden ineinander verstrickt sind, von denen sie meinen, sie ließen sich nun nicht mehr lösen
Einer im Netz gefangenen Fliege gleich winden sich Milliarden Menschen ohne Ausweg, denn sie haben sich um die größte Gabe gebracht, die im Vertrauen auf die beständige Hilfe der Heiligen Kraft Gottes liegt
Zusammen mit dem Vertrauen auf diese Hilfe verloren sie die Fähigkeit, sich mit dem Lichte zu verbinden
Die innere kindliche Offenheit ist verschüttet, und den meisten fehlt jene innige Einstimmung, die allein durch Geschehnisse entsteht, welche die Menschen Wunder nennen
Und erstaunlicherweise haben die Menschen dies hingenommen und leben in der Überzeugung, ganz im Stofflichen verhaftet, dass ihnen so etwas wie eine von Gott ausgesandte Hilfe gar nicht zuteilwerden könne
Gedanken, die nur auf die stoffliche Welt gerichtet sind, legen sich wie eine lähmende Umklammerung um alles Mutige und kindlich Freudige im Geist des Menschen
Damit hat sich der Mensch allem entfernt, was ihm einen Ausweg aus der schweren Not hätte vermitteln können, die sich in dieser Zeit der Erde nähert
Wir stehen jetzt am Anfang dieser großen Not, die in den unterschiedlichsten Formen jeden Menschen treffen wird
Ohne die Hilfe der Kraft Gottes wird es nicht möglich sein, vieles zu überwinden, was noch vor der Menschheit auftauchen wird als Frucht ihres zurückkehrenden Wollens
Die Erde mit allem, was sich auf ihr befindet, wird schwer umklammert werden von dem bisher unbekannten Druck des richtenden Lichtes aus dem sich nähernden Strahl Parzivals
Noch trifft es nicht die ganze Welt zugleich, noch bebt der Boden unter den Füßen des Menschen nur schwach, und dennoch rufen schon viele nach einem besseren Leben, weil ihr Geist ahnend erzittert vor dem, was kommt
Zugleich gibt es schon viele Menschen, die wirklich schwer getroffen werden, sei es in ihrer Gesundheit, die unversehens gebrochen wird, oder dadurch, dass die wachsende Macht einer Lebensweise, die alles dem Verstand unterwirft, auf sie drückt
Ihr gequältes Inneres ruft nach dem wichtigen Schritt zur Befreiung, um Hoffnung und Ausweg wiederzufinden, doch der unheilvolle Verstand hindert mit aller Macht jenen nötigen Schritt, der in der reinen Einstimmung auf jene Kraft besteht, die als wunderbare Hilfe aus den Höhen zum Menschen kommt
Aus der Abtrennung des Menschengeistes vom Lichte, von der lebendigen Verbindung mit der Kraft Gottes, erwächst Hoffnungslosigkeit, und jeder weitere Tag bringt neues Leid und neuen Schmerz
Zusammen mit dem Verlust der Hoffnung auf Veränderung verlöschen die geistigen Flämmchen – gleich Kerzen ohne frische Luft, deren Flamme nach und nach zu einem dunklen, nur noch glimmenden Docht wird
Doch das hätte überhaupt nicht sein müssen, denn die Hilfe ist beständig da, ihr Strömen durch den Gral hat niemals aufgehört
Das ganze Schöpfungswerk wird durch eine Kraft gespeist, die allgegenwärtig ist, sobald irgendein Geschöpf in seinem reinen Wollen nach ihr verlangt
Die Hilfe ist also für jeden erreichbar, der sich ihr mit seinem Inneren recht öffnet
Bei vielen Menschen bedeutet das jedoch, zuerst in sich eine völlige Umkehr in der bisherigen Richtung ihres Weges zu erleben
Die Hilfe aus dem Lichte, aus den Höhen des Grals, kann sich nur in einen recht vorbereiteten Boden im Menschen herabsenken
Im Inneren muss jedoch zuerst die innige Sehnsucht nach einem reinen Leben und nach der Nähe des Lichtes erwachen
Diese Sehnsucht ist eng verbunden mit dem Wiedererwachen jener Empfänglichkeit im Menschen, die aus der Empfindung kommt
Nur so bildet sich nach und nach der Faden des stillen Wunsches nach Hilfe zur Veränderung
Der Faden, genährt von der beständigen Wachsamheit der Empfindung, die sich in Taten des Guten gegenüber den Nächsten und der ganzen Welt zeigt, darf erstarken und dadurch auch von selbst nach oben streben, wohin ihn die Gleichart mit dem Lichte zieht
Doch schon zu dieser Zeit eilt diesem Wollen ein Strahl lichter Hilfe entgegen, der aus dem allumfassenden Strom des Segens von den dazu bestimmten Engelwesen in den Höhen gewoben wurde
Bleibt der Mensch dann in seiner Einstellung beständig, so kann er sicher sein, dass es zur rechten Zeit zur Verbindung dieses Fadens der Bitte mit dem helfenden Strahle kommt, und auf dieser Bahn gelangt die Erfüllung der Hilfe dann schnell zum Menschen, auch hier, im Erdenleben, inmitten der Schwere des grobstofflichen Körpers
Heilung, Erlösung oder Hilfe irgendeiner ernsten Art werden wie ein Wunder erscheinen, fast wie eine nicht mehr erwartete Rettung
Das Geschehen, das den Menschen im Maße seines Grades seiner inneren Öffnung erreicht, ist zugleich stets genau das Beste, was dem Geiste auf seinem Entwicklungswege gewährt werden konnte
Der Mensch darf nur in seinem Glauben nicht nachlassen, er muss sich nur auf eine Weise einstimmen, die ihm jedoch schon fremd geworden ist
Der innige Glaube an die Hilfe Gottes öffnet den Weg, auf dem die Wunder zum Menschen kommen
In den Höhen weilend, ist diese wunderwirkende Kraft Gottes in jedem Augenblick bereit und senkt sich sogleich zu jener Stelle herab, von der der reine, innige Wille zur Verbindung mit dem Lichte aufsteigt
Nun ist deshalb die Zeit, dass jene, die um diese Kraft wissen und die Bedeutung des Heiligen Grals erkennen durften, von dieser Kraft sprechen und gemeinsam mit den Nächsten in ihrer Einstimmung nach oben streben, zur reinsten strahlenden Quelle des Lebens in der Schöpfung
Um das zu erreichen, müssen sie sich diese Einstimmung ihres Geistes zu eigen machen, sie müssen jene Verbindung mit dieser Kraft in sich durchgängig und licht machen, damit sie frei aus ihr schöpfen dürfen wie aus einem ewigen Born, der Heilmittel und Ausweg für alle Schwierigkeiten enthält, die in Gestalt des beschleunigten Geschehens im Gericht in ihr Leben treten
Der Menschengeist strebt, wenn er frei und ungebunden ist, in seiner Reinheit stets von Natur aus nach oben zum Lichte, denn seinem Wesen nach wird er von der Gleichart des Lichtes angezogen durch seinen geistig-wesenhaften Ursprung, aus dem der Funke in seinem Inneren zu seinem ersten Bewusstsein erwachte, hoch in den lichten Ebenen der feinstofflichen Gärten
Er muss sich nur über den Ursprung und die Stätte im Gefüge des Schöpfungswerkes klarwerden, denen jenes Licht entspringt, zu dem er selbsttätig immer dann gezogen wird, wenn er in sich das reine kindliche Vertrauen zu diesem Lichte lebendig werden lässt
Die Arbeit des Geistes, die zum Erlangen des helfenden Geschehens nötig ist, muss von dem geleistet werden, der um Hilfe bittet, und zwar in seinem innerlich ganz vertrauensvollen Sich-Öffnen dem Wirken Gottes gegenüber, denn diesen Teil kann niemand anderes tun als er selbst
Doch das ist jene Hürde, die heute am häufigsten übersehen wird, weil viele Menschen der wirklichen Tiefe der Innigkeit entwöhnt sind und nicht selten gar nicht erkennen können, was notwendig ist, damit die innere Bitte emporsteigen kann
Es fehlt die Lauterkeit eines reinen Wunsches nach der Verbindung mit der genannten Kraft, und es fehlt auch jener nötige Ernst, der eine wichtige Bedingung für die Erfüllung aller helfender Geschehen ist
Es ist hier nicht so gemeint, als strebten die Menschen nicht nach Innigkeit, um sich Hilfe zu erlangen, sondern die Hürde ist vor allem der innere Zweifel im Menschen, der oft wie ein unüberwindliches Hindernis quer über dem Weg der Bitte nach oben liegt
Deshalb soll von jenen, die anderen Menschen helfen wollen, zuerst mit ernstem Bemühen alles beseitigt werden, was schwächend wirkt
Das wahre Erkennen der Zusammenhänge soll jener Bahnbrecher sein, der schließlich der innigen Empfindung den Weg bereitet zu ihrem starken Emporlodern hoch nach oben
Es sollen deshalb Stunden lebendiger Geistesarbeit festgesetzt werden, um sich mit allen Begriffen zu verbinden, in denen für den Menschengeist der Schlüssel zur erneuten Annäherung an Gott und Sein Schöpfungswerk liegt
Eine ernste und vertrauensvolle Führung zur erneuten geistigen Einstimmung derer, die sich durch innere Reinigung der Kraft Gottes öffnen möchten, um sie zur Erlangung der Gesundheit und einer sicheren inneren Überzeugung für die Richtung ihres Lebensweges zu nutzen, ist in der jetzigen Zeit die wertvollste Ausrüstung, durch die allen ernsthaft suchenden Menschen Hilfe zuteilwerden soll
Im Inneren vieler erklingt nur eine geahnte und ungeklärte Sehnsucht nach der Nähe Gottes
In der Ahnung des Wunders des Schutzes und der Hilfe, die dem Menschengeist einzig Gott und die von Ihm ausgesandten Helfer geben können, ist das Innere manches Menschen schon heute auf dem Wege seiner Vorbereitung zum vollen Erwachen
So soll nun in dieser ernsten Zeit allen stärkende Führung zuteilwerden, die in sich die Vorbereitung zum Suchen des Lichtes tragen
Und diese Vorbereitung bahnt sich ihren Weg durch die Schwächung des Körpers und durch Krankheiten, die vielen Menschen stets reichlich zuteilwerden, denn das unbewusst Wesenhafte, geführt von den wesenhaften Hirten, setzt sich überall dort fest, wo in den Körpern der Menschen dazu Gelegenheit ist, aufgrund zurückkehrender Schicksalsfäden und aufgrund des Eigensinns in der unrechten Pflege der Körperhülle durch schlechte Gewohnheiten, oder eher Unsitten, in der Lebensweise der meisten Menschen
Es ist wahrlich sehr vieles, was man eine völlige Abweichung von der ursprünglichen Natürlichkeit nennen kann, die dem Menschen sein ganzes Erdenleben hindurch eine Stütze hätte sein sollen
Schlechte Ernährung, ein unrichtiger Tagesrhythmus, Mangel an Bewegung oder umgekehrt allzu viel einseitiges Üben, vergiftete Luft und vergiftetes Wasser, all das wirkt auf die Gesundheit des Menschen wie immer stärker unterhöhlende Wellen, die vom Meere her die Küstenfelsen angreifen
Nach und nach kommt es zur Schwächung, und schließlich stürzt auch der sonst starke und gesunde Fels in die Tiefen des Meeres
Der Zustand des Körpers, den die Menschen irdisch Krankheit nennen, erhebt sich in der feinen astralen Welt warnend über fast jedem Menschen der heutigen Zeit
Diese Aura der Krankheit wölbt sich nun über der ganzen Erde, um da oder dort genau nach dem Zustand der Strahlung im Menschen zuzugreifen
Doch der Erdenmensch soll darin nicht ohne Hilfe bleiben, sondern auch hier ist von der Allweisheit Gottes wiederum der Weg gezeigt
In innerer Vorbereitung kann sich jeder ernstlich strebende Mensch die Einstimmung auf eine immer bewusstere Verbindung mit den lichten Strömen aneignen, die aus den Höhen des Grals zu ihm fließen
Der Ausweg für alles liegt in dem geöffneten Inneren, und diese ist der Ausdruck einer lebendigen geistigen Verbindung mit dem Lichte
Auch der lebendigste Geist muss heute den Weg nach oben wieder und wieder bahnen, durch das bewusste Einstimmen auf die Geschehnisse und Rhythmen, die von oben herab durch das Schöpfungswerk strömen
Und gerade der Ausgangspunkt dieser Geschehnisse für die ganze Schöpfung ist der Gral, durch den in alle Ebenen Stärkung und Heilung aus der gnadenvollen Liebe Gottes strömt
Das ist ein Wissen, das sich in der lebendigsten Einstimmung der Empfindung im Menschen verankern muss als etwas, das für ihn zur beständigen Überzeugung wird
Ohne dieses Wissen, das im Inneren des Menschen bis zum Grade einer lebendigen Begeisterung für das Leben erwacht, verliert jeder Geist im heutigen Druck von Seiten des stofflichen Verstandes den nötigen Halt, um in sich das beständige Mitschwingen mit dem Lichte tragen zu können
Und wenn dieses Mitschwingen schwankt und sich in den Eindrücken aus der Flut alltäglicher Wahrnehmungen verliert, dann droht beständig, dass der Geist diese unfeste Verbindung verliert und wieder abgetrennt wird und allein dasteht, ohne jene freudige reine Kindlichkeit, die nur aus der beständig erlebten Verbindung mit dem Lichte geboren wird
Dann aber verliert der Geist alles, was nötig ist, damit Schutz und Hilfe aus der Kraft Gottes zu ihm fließen dürfen
Ihm droht, in den wichtigsten Augenblicken allein und ohne Hilfe zu bleiben, wenn er dem Druck des Strahls Parzivals ausgesetzt sein wird, der kommt, um die Menschheit auf Befehl Gottes zu richten und zu sichten in jene, die erhalten bleiben, und jene, die zur völligen Auslöschung des geistigen Bewusstseins geführt und aus der Schöpfung getilgt werden
Dabei gibt es nichts, was den Menschen hindern würde, sich innerlich aufzuraffen zur Belebung seiner Empfindung
Heute ist es im Gegenteil viel leichter als jemals zuvor, denn der lebendige Geist darf alle Hilfen finden, die ihn immer weiter nach oben führen, zur Verbindung mit jenen höchsten Begriffen, die sich wirklich im Schöpfungswerk und über ihm befinden
Er muss nur selbst mit dem ihm eigenen Ernst an die Arbeit des Geistes gehen, im Einstimmen auf diese Begriffe, damit Hilfe aus der Kraft Gottes zu ihm kommen darf
Es ist keine Arbeit des Verstandes, sondern einzig und allein Arbeit des Geistes, die im Schwingen an der Stelle des Herzgeflechtes besteht
Das Herzgeflecht befindet sich in der Mitte des Brustkorbes, in Höhe des Organs Herz
Hier lebt am stärksten alles, was aus den geistigen Schwingungen hervorgeht
Sei es Schmerz, Freude, alles überwältigende Begeisterung oder Sehnsucht, alles spielt sich in verschiedener Spannung hier ab und führt den Geist mit Sicherheit zu immer tieferen Wahrnehmungen der inneren Größe und Verantwortung
Und gerade diese Stelle des Herzgeflechtes ist der größte Helfer beim Erwecken des Empfindens in der geistigen Teilnahme am Erleben des Lebens, sei es verbunden mit dem täglichen Leben in der Stofflichkeit, oder umgekehrt mit dem Schöpfen höherer Wahrnehmungen aus den Höhen der Schöpfung
Alles spielt sich an dieser so wichtigen Stelle ab, und deshalb ist darauf zu achten, welche Arten von Wahrnehmungen in der Mitte des Brustkorbes in Höhe des Herzens schwingen
Das ist wichtiger, als die Menschen sich heute eingestehen, denn es beeinflusst gemeinsam mit dem richtig schwingenden Sonnengeflecht unmittelbar die gesamte Gesundheit des Menschen durch jene Brücke, die von der Empfindung des Geistes zum stofflichen Körper führt
Diese Brücke des Herzgeflechtes ist im Zusammenwirken mit dem Nervengeflecht des Sonnengeflechtes der Vermittler aller Heilung, sofern sie gereinigt und dem hohen Strömen der Kraft Gottes geöffnet ist, die sich durch den Gral zum Menschen herabsenkt
Wer die rechte Einstimmung dafür sucht, ein wahrer Mensch zu werden, wird stets auf diesen Weg der kommenden Kraft zu seinem Geiste und in der Folge auch zu seinem Körper achten
Einen anderen Weg gibt es nicht, denn so ist es von der großen Weisheit der wesenhaften Diener aufgebaut worden, die lange Zeit die Hülle des irdischen Körpers formten, noch bevor sich mit dieser Hülle das erste menschlich-geistige Bewusstsein verbinden durfte, das sich vor Millionen von Jahren der Verkörperung auf der Erde näherte
Wer beständig gesund sein will oder von einer Krankheit genesen möchte, die bei ihm wohnt, muss diesen Weg beachten
Zuerst kommt aus den Höhen der Strom der Kraft aus dem Göttlichen in das Gefäß des Heiligen Grals, danach fließt diese Kraft weiter in alle Teile des Schöpfungswerkes, um sich allem nähern zu können, was ihr geöffnet ist
Das ist im Falle des Menschen sein geistiges Inneres, das er durch die Innigkeit der Empfindung erkennen kann
In dieser Verbindung entsteht die Möglichkeit des Durchstrahlens jener höheren geistigen Brücke, die durch die mächtigen Schwingungen der Empfindung zum Körper führt, und durch diese Brücke taucht dann die heilende Kraft in alle Teile und Organe des Körpers
Das bringt dann schon von selbst die Heilung, die von Zeit zu Zeit durch ihre Schnelligkeit und unmittelbare Wirkung das hervorbringt, was die Menschen eine Wunderheilung nennen
Jeder Anfang der Heilung des Menschen hat seine Stätte stets allein in der Kraft Gottes, die ihn im Maße seiner Offenheit zur Rückkehr aller verlorenen Kräfte führen darf
In der Schöpfung ist alles schlicht, nur die Menschen machen es sich schwer und verwehren sich damit selbst unnötig sehr viel Segen
Sobald sich der Mensch jedoch der Kraft Gottes öffnet, was durch das kindliche Vertrauen geschieht, dann gibt es in diesem wundervollen Schöpfungswerk kein Hindernis mehr, das ihn noch vom Wiederfinden des Weges zum Aufstieg seines Geistes zum Lichte trennen könnte
Mögen möglichst viele Menschen in sich diesen gesegneten Weg nach oben öffnen können, damit sie in voller Kraft und Gesundheit einst in die Gärten des Lichtes eintreten dürfen, die sich in der Nähe Gottes befinden
Übersetzung aus dem Tschechischen
Svatá Boží Síla z Grálu
https://www.cesta-gralu.cz/svata-bozi-sila-z-gralu/
Der Weg des Grals – Ergänzende Texte – 25. April 2022
