In den Gärten von Asgard
Teil I: HEIMDALL

Aus Gralsweg |August 3, 2020|Ergänzende Texte

Nun ist es an der Zeit, von Heimdall, dem mächtigen Diener Walhalls, zu sprechen

Denn für diejenigen, denen es bisher gestattet war, nach und nach die großen Ereignisse der Schöpfung kennenzulernen, wird es jetzt leichter sein, alles zu verstehen, was zu der Sphäre seines Wirkens gehört sowie die Bedeutung seines Dienstes.

Vieles ist über diesen Diener schon bekannt, aber das Wichtigste liegt immer noch wie hinter einem Nebelschleier verborgen.

Seine Wirkungsstätte ist der Wall oberhalb der Brücken, die zu den stofflichen Gemeinden der Weltenteile der Nachschöpfung führen.

Die oben erwähnten Brücken, die zu den sieben Teilen der materiellen Reiche führen, gehen von den Orten aus, an denen er wirkt, von den Mauern des Walls

Aus der Perspektive der Ankömmlinge erscheint dieser Wall wie aus endlosen Wolken, die von hellen Strahlen durchdrungen werden, welche von Walhall herabkommen, daher der Name „Himmelsburg“.

Der Wall ist eine unendliche kreisförmige Wand, die sich an der unteren Grenze des wesenhaften Bereiches der Nachschöpfung befindet

Er umgibt den gesamten unteren Teil der Ebene der Wesenhaften und bildet einen Ring, der durch den Willen Heimdalls aus riesigen Steinblöcken errichtet wurde

Die Steinmauer ist Teil der unabsehbaren Weite der Ebene, die als Vorläufer der Gärten von Asgard bezeichnet werden kann

Um diesen unteren Wall, die Wirkungsstätte Heimdalls, sich richtig vorstellen zu können, muß man sich die Gestalt der reinen wesenhaften Sphäre im Werke der Nachschöpfung als einen pyramidenförmigen, stufenförmig aufsteigenden Kreis vorstellen, in dem sich die weißen Tempel der wesenhaften Diener und auch der eigentliche Aufenthaltsort des obersten wesenhaften Dieners O-dio-nar befinden.

Das oben beschriebene Bild muß aber in einer Größe vor den Augen erscheinen, die die Dimensionen alles materiellen Denkens des Erdenmenschen völlig übersteigt

Die einzelnen Teile der sieben stofflichen Gemeinden hängen unter dieser ausgedehnten Heimstätte aller Wesen wie Früchte unter der ausgedehnten Krone eines wesenhaften Baumes

Die Universen in diesen Teilen der Gemeinden sind dann wie winzige innere Kerne in einer Frucht

Die Unermesslichkeit Asgards wird der irdischen Wahrnehmung immer unbegreiflich bleiben, weil das Wesen dieser Gärten der geistigen Natur des Menschen im Grunde immer fernbleibt

Und das, obwohl der Mensch als seine erste Umhüllung gerade den Mantel des Wesenhaften in sich trägt

Wenn von Asgard – den Gärten der Asen, der erhabenen wesenhaften Diener – die Rede ist, so ist es für das richtige Verständnis am besten, sich eine atemberaubende Landschaft vorzustellen, die an den Mauern des Walls beginnt und sich in sanftem Anstieg bis zu den hohen Nebelwolken hinaufzieht, durch die das strahlende Licht vom höchsten Punkt der wesenhaften Sphäre fällt und eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausübt

Der Besucher, dem es gestattet ist, in seiner feinen wesenhaften Hülle hier einzutreten, wird vom ersten Augenblick an von einer unermesslichen Schönheit verzaubert, die weder in der irdischen Welt noch anderswo in der Feinstofflichkeit ihresgleichen hat

Nach oben, immer höher, erheben sich die mannigfaltigsten Formen in großer Pracht, die sich zu einer Art des Lebens vereinigen, das dem gleicht, was wir in der irdischen Welt Natur nennen

Aber im Reich des Wesenhaften ist diese Natur unendlich reicher, vollkommener in ihrer Klarheit, erfüllt von der Frische einer unbegreiflichen Art

Wir können sagen, dass diese Pracht ungezügelt schön ist und in jedem Augenblick von dem lebendigen Puls der Harmonie erfüllt wird, vom größten Berg bis zur kleinsten Pflanze und Kreatur; mit einem Wort, sie ist – wesenhaft.

Das Leben im Wesenhaften entfaltet sich auf friedvollen Auen und blühenden Fluren in vollkommener Harmonie von Farbe und Form, zwischen denen wir Flüsse sehen, in denen sich Tiere in den verschiedensten harmonischen Formen tummeln, die sich der Mensch nur vorstellen kann

Wir finden hier alle Tierformen, die es seit Anbeginn der Zeit auf der Erde und in anderen Teilen der materiellen Sphären gegeben hat

Das Auge des Besuchers wird erstaunt sein, Formen zu erkennen, von denen hier auf Erden niemand ahnt, dass sie der Tierwelt angehören

Hier finden wir alle Tiere in seliger Unabhängigkeit, die ihr Bewusstsein bewahrt haben und als selbstbewusste Wesen zurückkehren durften, um in Frieden und Harmonie mit anderen zu wirken und auf den Ruf zu weiterem glücklichen Dienst zu warten

Es gibt kein gegenseitiges Jagen oder Kämpfen wie in der Grobstofflichkeit, wo die Tiere in materiellen Körpern noch dem Druck der niedrigsten Form des Prinzips der notwendigen Bewegung und Erholung folgen, die sich oft in der gegenseitigen Verfolgung der Arten zeigt.

Das Bewusstsein der hier lebenden Tiere ist mit einem gewissen Fortschritt verbunden, den wir hier auf Erden nicht finden

Auf der Erde finden wir bei den meisten Tieren noch das Prinzip des Kampfes und der Aggression, zum Teil auch durch den Einfluss des Menschen, der durch die erhabene Wirkung seines Geistes die Welt der Materie stärker hätte erleuchten können und damit auch der Tierwelt die Möglichkeit geben sollte, sich zu einem höheren Daseinszustand in der Materie zu entwickeln.

Diese Entwicklung ist in allem angelegt, und so hat auch die Tierwelt auf der Erde Vorbilder für Wege gespeichert, die auf der bisherigen Entwicklung der Menschheit zu einer höheren Form des Zusammenlebens aufbauen

Auf den weiten wesenhaften Ebenen finden wir Tiere, die bereits in gewisser Weise von der geistigen Liebe berührt worden sind, und diese Tiere, gestärkt durch den Funken der Geistigkeit, dürfen sich in bewusster Weisheit in den Gärten Asgards treffen, wo ihre äußere Gestalt der besonderen Ausstrahlung der Formen und Gestalten entspricht, die sie in ihren letzten Inkarnationen in der Stofflichkeit trugen.

Ihr Inneres, von Liebe durchstrahlt, wurde in das Licht der wesenhaften Sphäre erhoben

Hier sind die Gestalten solcher Tiere noch schöner, sie besitzen noch mehr Harmonie und Anmut, sowohl in den Formen als auch in den Bewegungen ihrer rein wesenhaften Hülle

In den weiten Gebieten Asgards gibt es auch Haine mit heiligen Tempeln der Wesenhaften, von denen aus die lichten wesenhaften Diener ihren helfenden Einfluss auf jenen Ort ausüben, an dem sich die Sphäre der noch unbewussten wesenhaften Tierarten befindet, von wo aus die Funken des unbewussten Wesenhaften in beständigen Strömen zu den Stofflichkeiten hinabfließen, um sich dort mit den verschiedenen Graden der tierischen Körper zu vereinen.

Es gibt auch vereinigende Ströme, die nur unbewusstes Leben in sich tragen und in den grundlegendsten Prinzipien des Lebens wirken; diese Ströme verbinden sich mit allen Teilchen eigenständigen Lebens, die wir in den kleinsten Formen von Insekten und Wassertieren finden, die die irdische Wissenschaft allgemein als wirbellose, kaltblütige Geschöpfe bezeichnet

In diesen Strömen ist nur das Lebensprinzip selbst enthalten, das die irdische Form belebt, aber noch keine Fähigkeit zu höherem Selbstbewusstsein in sich trägt, um nach Ablauf seiner Zeit in der irdischen Verbindung wieder in den großen Kreislauf des Unbewussten aufzusteigen

Nur von Zeit zu Zeit kann sich auch in diesem unbewussten Strom mehr Strahlung ansammeln, und dann kehrt diese Strahlung in ihrer Entwicklung beim Verlassen der irdischen Lebensform zurück, wie ein Funke, der magnetisch von dem Reservoir angezogen wird, in dem das bewusstere Leben bereits wohnt, und nicht von jenen Orten, an denen sich das Reservoir befindet, aus dem die Funken der unbewussten Strahlung fließen, die die Grundlage der Belebung der tierischen Körper ist.

So finden wir hier in den Teilen, die man noch die untersten Gärten Asgards nennen kann, Reservoirs, die den unendlichen Ozeanen des Lebensprinzips gleichen, aus denen unter dem beständigen und treuen Dienst der hiesigen wesenhaften Hüter zu gegebener Zeit Lebensströme hervorsprudeln, um die Sphären der materiellen Teile im späteren Schöpfungswerk zu beleben.

Eine Stufe höher, an noch strahlenderen Orten, finden wir wieder zarte, wiesenartige Gartenlandschaften, deren Weite dem irdischen Menschen unbegreiflich ist und in denen sich die Ausgangspunkte von Nebeln befinden, in denen bewusstere Wesenheiten verweilen, die sich von dort aus der Stofflichkeit nähern, um bewusstere Dienste zu leisten, wie wir sie etwa in der Tätigkeit bei den Pflanzen in der Natur finden

Aus diesen Nebeln werden feine Samen freigesetzt, die herabsinken und sich in den feinstofflichen Boden einwurzeln, aus dem nach einiger Zeit Blumen sprießen, die das Bild der irdischen Blumen in sich tragen

Aus diesen Blumen werden die Elfenkinder als Dienerinnen der edlen Sife und ihrer Helferinnen geboren

Und so geht es weiter die Stufen hinauf, und auf jeder Stufe gibt es am unteren Ende Orte des Nebels, wo sich immer bewusster werdende Wesen absondern, um im Werk der Nachschöpfung zu dienen

Man kann sich das vorstellen wie stufenförmige Terrassen, die von oben nach unten abfallen, wobei sich auf jeder Ebene an ihrem tiefsten Punkt immer weniger bewusste Sammelbecken in Form von Nebeln oder Ozeanen ausbreiten, von denen sich Ströme trennen, die von einer lebendigen Kraft angetrieben werden, die von Walhall ausgeht und an Orte in den Welten der Materie gelangt, wo sie ihre Aufgabe zu erfüllen haben

Diese Nebel und Meere füllen mit ihrer Ausdehnung die Zwischenstufen der verschiedenen Ebenen aus, und zugleich verbinden sie diese Ebenen in gewissem Sinne und geben ihnen in ihrer Gesamtheit einen Zusammenhang

Natürlich gibt es zwischen den Ebenen immer weite Flächen von Wäldern und Hainen, in denen sich gesegnete Pfade erheben, die zwischen den hohen Bergen hinaufführen, und wie hier auf Erden ist es möglich, in aller Ruhe auf diesen Pfaden zu wandern, damit der Pilger, der durch die Gärten der Asen geht, zwischen den Ebenen nicht den Weg direkt durch die erwähnten Ozeane und Nebel nehmen muss

Es gäbe noch viel zu sagen über die Herrlichkeit der reinen wesenhaften Ebenen, die auf dem Gipfel der Nachschöpfung liegen

Der menschliche Geist darf sich diesen rein wesenhaften Orten immer nur mit einer gewissen Scheu und immer nur als Besucher nähern

Er kann von zwei Richtungen herkommen

Entweder von oben, als geistig gereifter, sich selbst bewusster Besucher, der in irgendeiner Mission dorthin unterwegs ist, gesandt von den geistigen Ebenen des ursprünglichen Schöpfungswerkes zu dieser wesenhaften Ebene des Werkes der Nachschöpfung

Kommt er aus den geistigen Ebenen, so stehen ihm die lichterfüllten Gärten Asgards immer offen

In der anderen Richtung kann sich der Menschengeistfunke diesen Ebenen von unten heraufsteigend nähern, indem er auf seinem Weg zur Reife immer höher und höher strebt

Von den Niederungen her nähert sich der fortschreitende Geistesfunke oder der schon sich selbst bewusste Geist immer mehr den Ebenen, in denen über den bewegten und wechselnden feinstofflichen Welten eine feste und beständige, nach oben strebende Stufe der wesenhaften Sphäre liegt

Strebt der Menschengeist diesem Reiche näherzukommen, und erreicht seine innere Reinheit den erforderlichen Grad der Strahlkraft, so wird er von den Flügeln seiner Sehnsucht getragen und gelangt früher oder später an eine Stelle, wo er von einem lichtdurchfluteten Ort in der Feinstofflichkeit aus einen Blick auf die leuchtende Brücke werfen kann, die zu dem noch strahlenderen Licht der wesenhaften Gärten führt

Wenn Heimdall ihm erlaubt, diese Brücke in seiner wesenhaften Hülle zu überqueren, wird sich vor ihm der Blick auf die mächtige Mauer aus weißen Blöcken öffnen, die den untersten Teil der wesenhaften Ebene umgibt.

Am äußersten Ende der Brücke befindet sich ein Brückentor, das von Heimdall bewacht wird, und dieses letzte Stück der Brücke wird verbunden, wenn sich das Brückentor unter Heimdalls Befehl freundlich für den Besucher öffnet

Erst wenn der Besucher diesen Wall durchschritten hat, der der Sitz von Heimdalls hingebungsvollem Dienst ist, öffnet sich vor seinen Augen der Blick auf die herrlichen Wiesen und Haine Asgards, von wo aus sich wiederum die steilen Felswände, die Walhall selbst schützen, in unendliche Höhen erheben, mit dem Kreis der Tempel, in denen die verschiedenen hohen wesenhaften Diener wohnen

Doch kehren wir nun zu jenem Wall zurück, der seit den Anfängen Walhalls Sitz des edlen Heimdall ist

Eine große Erschütterung ergreift jeden, der jemals vor einem der Tore stehen durfte, die in die Weiten jener seligen Landschaften führen, die viele der tapferen Krieger der Stofflichkeit als ewige Jagdgründe und als Haine voller Zauberfrüchte und Quellen beschrieben haben, die eine unvergleichlich größere Stärkung bringen als die stärksten irdischen Getränke und heiligen Speisen.

Diese Tore strahlen Unzugänglichkeit für jeden aus, der nicht in Harmonie mit den Eigenschaften ist, die von der Welt der Wesenhaften in Walhall als würdig erachtet werden

Wer keinen Mut in sich hat, wer nicht die Fähigkeit besitzt, sich im Kampf für höhere Werte zu opfern, wer nicht ein Heldentum der edelsten Art in sich entwickelt hat, wer nicht eine gewisse Unmittelbarkeit der freudigen reinen Art in sich trägt, der kann niemals daran denken, dass seine erleuchtete Seele diese besonderen Orte betreten wird

Aber wie schon gesagt, müsste ein solcher Besucher zuvor eine der Brücken überqueren, die von den Gipfeln der Weltgemeinschaften zu den sieben Toren in dem Wall von Heimdall führen, der die Ebene aller hohen Wesenhaften im Werk der Nachschöpfung schützt

Dies ist an sich schon kein leichter Schritt, denn niemand, der hierherkommt, um diese Ebene zu besuchen, kann dem scharfen Auge Heimdalls entgehen

Mit seinem silbernen Gespann, das von Tieren wie riesigen weißen Bären gezogen wird, umkreist Heimdall die Mauern des Walls und bewacht das harmonische Gewebe des Lebens auf der rein wesenhaften Ebene der Nachschöpfung

Seine Zugtiere sind besondere Formen einer Kombination von Kraft, Mut und zugleich Hingabe, die sie durch die Wachsamkeit zeigen, mit der sie ihren geliebten Herrn, den leuchtenden wesenhaften Hüter des Walls, Heimdall, und seinen Dienst, dem er sich mit seinem ganzen Wesen widmet, treu bewachen

Niemand kann an diesen Tieren vorübergehen, ohne dass sie den Zustand seines Herzens wahrnehmen

Wehe dem, der von ihnen für unwürdig befunden wird, sich einem der Tore zu nähern

Die Tiere würden sich auf ihn stürzen und ihn für seine Verwegenheit von der Brücke hinunter in die dunkelsten Ebenen der Stofflichkeit schleudern

Heimdalls Speer würde auch jedem den Weg versperren, der unbefugt ohne Reinheit und Mut weiter vordringen wollte

Eine unüberwindliche Macht würde sich ihm in den Weg stellen, denn alle geistigen Bewohner, die in der Nachschöpfung von unten nach oben aufsteigen, sind immer in irgendeiner Weise der Macht und dem gesetzmäßigen Willen der höheren wesenhaften Diener unterworfen

Nicht etwa, um ihrem willkürlichen Willen unterworfen zu sein, wie es in den Erzählungen der gefallenen wesenhaften Diener verzerrt dargestellt wird, sondern gerade zur treuesten Erfüllung der Schöpfungsgesetze, die für diese Diener Walhalls alles sind

Durch diese Gesetze erkennen sie ihren Dienst an O-dio-nar und darüber hinaus an dem Gralskönig selbst und seinem Heiligen Vater des Alls, der auf ewig im Lichte wohnt

Genau das erlebt Heimdal, der treue Wächter des unteren Walls von Asgard, in seinem Dienst

Er ist eine stämmige Gestalt, die fast bedrohlich wirkt, wenn sie einem Neuankömmling gegenübersteht

Auf seinem Kopf trägt er einen geflügelten Helm, der wie der Kopf eines großen Tieres geformt ist

Manche sagen, es sei der Kopf eines Löwen, andere, es sei der Kopf eines mächtigen Bären, wieder andere, es sei der Kopf eines Adlers

Um welches Tier es sich aber handelt, weiß niemand mit Sicherheit, und so beschreibt jeder, was er selbst auf Heimdalls Kopf leuchten sieht

Immer aber bleibt in diesem eingefangenen Bilde der Abdruck einer Macht, die die Seele in der irdischen Welt, selbst in den feinstofflichen Sphären, noch nie so stark und deutlich zu erfassen vermochte, wie wenn sie plötzlich Heimdall gegenübersteht

Der Speer in der Hand dieses Wächters ist immer in äußerster Bereitschaft, jeden zu treffen, der sich ihm nähert, es sei denn, er zeigt die reinste Reinheit

Heimdalls Wacht ist nun noch fester und unzugänglicher als je zuvor, denn er war es, der schmerzlich mit ansehen musste, wie mit dem gefallenen Luzifer ein Teil der wunderbaren Wesen von ihrer höheren Stufe stürzte, weil sie sich von seiner Verlockung hatten mitreißen lassen

Die Worte, die in Heimdall widerhallen und diesen Tag der Trennung eines Teils der Wesenhaften begleiteten, lauten:

„Wer in dieser Stunde Walhall und Asgard verlässt, dem Ruf Lokis folgend, der zum trügerischen und untreuen Diener lichten Allvaters geworden ist, darf nie wieder die gläserne Brücke überschreiten, die zu den Toren des Walls führt.“

Diese Worte O-dio-nars begleiteten alle, die der Versuchung erlagen und sich von der göttlichen Ausstrahlung des Erzengels verführen ließen, der sein Amt aufgegeben hatte

„Es wird eine Zeit kommen, in der diejenigen, die aus eigenem Willen vom Licht zur Finsternis übergegangen sind, gänzlich zugrunde gehen werden, denn der Schutz ihres Verführers und Herrn wird für sie ausbleiben

„Wehe ihnen, denn sie werden im Kampf besiegt und zu ihrer Schande in die Vernichtung geworfen“

„Lichtvater wird seinen strahlenden Sohn senden, der die Reinigung allen Lebens in die Weiten der dunklen Welten bringen wird.“

„Dann werden wir in unseren silbernen Rüstungen mit der ganzen silbernen und goldenen geistigen Ritterschaft an seiner Seite stehen.“

„Bis dahin lasst nichts Böses in die Stätten unseres Wirkens eindringen, die Zuflucht sind für alles rein webende Leben, das unter unserer Heimat ist“

Heimdall trägt diese Worte tief in sich, denn er ist es, der die Reinheit und Pracht von Asgard und Walhall vor jedem Eindringen falscher Bestrebungen aus den Tiefen der Nachschöpfung schützt

Niemand und nichts, was auch nur einen Hauch der erwähnten Unreinheit in sich trägt, wird jetzt die Brücke überqueren und in keines der Tore eintreten

Der erhabene Heimdall hält ständig Wache

Wer ihn kennt, versteht sofort, was Hingabe an den Dienst bedeutet, in dem er steht und unermüdlich den unteren Wall der wesenhaften Ebenen bewacht

Mögen die Menschen fähig sein, auch nur einen kleinen Teil seines hingebungsvollen Dienstes am Licht anzunehmen



Übersetzung aus dem Tschechischen
V Zahradách Ásgardu Část I. HIEMDALL
https://www.cesta-gralu.cz/v-zahradach-asgardu-cast-i-hiemdall/

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