Ende

Die Läuterung der Flamme des Geistes – Mutiges Voranschreiten in der Erkenntnis des Schöpfungswerkes

Wo wahres Wissen herrscht, entfaltet sich zugleich eine sichere Kraft und weise Führung in jedem Handeln.

Wissen ist eine wichtige Ausrüstung des Geistes in dieser irdischen Welt, denn ohne bewusstes Erkennen der Bedeutung der geistigen Art des menschlichen Lebens gibt es hier keine Grundlage für ein sicheres Voranschreiten des Geistes in vielen irdischen Entscheidungen.

Einem Menschen ohne Wissen mangelt es an den notwendigen Wegweisern, die ihm Klärung und Kenntnis der Dinge auf seinem Weg bringen würden.

Auch wenn er sich nur in kleinen Dingen irren mag, verfängt sich ein Mensch ohne Kenntnis des vollständigen Weges des Geistes schließlich doch in einem Netz rückwirkender Fäden, das ihn auf seinem Weg zum Licht aufhält.

Der Menschengeist soll auch in der irdischen Welt das gesamte Schöpfungswerk erkennen und das Wissen über alles in sich tragen, was in seinem Leben hier und auf anderen Stufen des aufwärtsführenden Pfades wirkt, soweit die Fähigkeit seines Geistes zur Aufnahme reicht, welche in ihm immer die lebendige Erkenntnis aller Einflüsse und Wirkungen darstellt, die ihm der göttliche Wille weise für seinen Aufstieg zum Licht verliehen hat.

Ein großes Geschenk der Göttlichen Liebe besteht in der Gewährung eines Ausblicks auf den Weg des menschlichen Geistes.

Es ist die natürliche Grundlage der menschengeistigen Art, dass sie sich stark an das Wissen um die Richtung klammert, die sie zu ihrer geistigen Heimat führt.

Am Anfang des Weges ist dies bei jedem geistigen Funken der Fall.

Aber je länger die Reise dauert und je weiter entfernt die Orte sind, in die der Geist mit seinen Hüllen eintaucht, desto schwächer wird der innere Ruf nach der Erkenntnis des Lichts.

Das große Gesetz des freien Willens, das dem Menschen zu eigen ist, lässt ihm die Wahl in seiner Entscheidung.

Und dieses Gesetz der freien Entscheidung gilt unverändert kraftvoll auch hier auf dieser Erde.

Das Licht besteht nicht auf dem bedingungslosen Streben des menschlichen Geistes nach oben, denn das wäre eine Verneinung des ihm innewohnenden Wertes.

Er selbst soll entscheiden, wie stark in ihm die Sehnsucht nach reiner Erkenntnis der Wahrheit brennt.

Wer also das Wissen nicht erlangen will, der soll in Ruhe gelassen werden und seines Weges gehen.

Aber er kann sich hinterher nicht beschweren und sich verteidigen, er habe etwas nicht gewusst oder nicht gekannt, wenn die Strahlen der Wahrheit in den Fäden der Schöpfung bis in seine unmittelbare Nähe in der irdischen Welt gebracht worden sind.

Dass der menschliche Geist durch die Ablehnung der höheren Erkenntnis vom Lichte aus betrachtet sich selbst als lau und bequem kennzeichnet, wird dem irdischen Menschen fast nie bewusst.

Unverständlich stehen die lichten Geister, die in den hohen geistigen Ebenen wirken, da, wie die irdische Menschheit sich mit einem so hoffnungslos verengten Gesichtskreis begnügt, während der Segen der Wahrheit, die jetzt auf Erden ist, sich zu ihr neigt.

Millionen von Menschen gehen an dieser Wahrheit vorbei, ähnlich wie Toren und Leichtfertige verächtlich einen erfrischenden Schluck Wasser vor einem langen Weg durch die Wüste verschmähen.

Ja, nur Unwissende und Leichtsinnige verhöhnen das Wissen, das für den Pfad, auf dem sie wandeln und den sie nicht umgehen können, von entscheidender Bedeutung ist – gerade weil ihr geistiges Fortbestehen oder Vergehen durch ihr Nichtwissen auf dem Spiel steht.

Ebenso unverständig ist die Masse der trägen Erdenmenschen, die sich über die ernsten Fragen, wer wir eigentlich sind und welchem Zweck unser Dasein dient, lustig macht.

Die Menschen spotten über diese Fragen, auf die sie selbst keine befriedigenden Antworten haben.

Sie haben keine klaren Antworten, aber gleichzeitig zögern sie nicht, sich für Geschöpfe zu halten, die an der Spitze allen Lebens im Universum stehen.

Im selben Atemzug geben ernstere Menschen zu, dass sie eigentlich nichts wissen.

Der größte Widerspruch besteht darin, dass der Mensch lange Zeit die ungelösten Fragen nach dem wahren Sinn seines Daseins in sich trug, obwohl die Wahrheit, die diese Fragen beantwortet, der Menschheit heute näher ist als je zuvor.

Es ist eine eigentümliche Mischung aus Engstirnigkeit und Starrsinn, die den Zugang zu helfendem Wissen blockiert.

Es ist ein Widerspruch, der nur das oben erwähnte Bild der Torheit bestätigt.

Man kann es eigentlich kaum Glauben.

Man möchte nicht glauben, dass in früheren Zeiten, als das Erlangen der Erkenntnis der Wahrheit tatsächlich der Suche nach Goldkörnern im harten Felsen ähnelte, die Menschen mutiger waren und mehr auf ihr Inneres hörten, das sie in einem inbrünstigen Suchen nach kleinen Teilen der Erkenntnis über das Leben vorantrieb.

Damals kämpften viele Menschen ihr ganzes Leben lang ernsthaft mit Hindernissen aller Art, um in ihrem Verständnis des Lebens voranzukommen.

Heute aber ähnelt merkwürdigerweise so mancher Mensch einem übersättigten Tier, das nichts will, als immer wieder einen vollen Napf zu haben und ein wenig mit lustigen Gegenständen um sich herum zu spielen, wenn es sich endlich ab und zu von seinem warmen Lager erhebt.

Das Streben des frühen Menschen – des mutigen und unermüdlichen Suchers nach der Wahrheit – gleicht im geistigen Zustand dem Kampf eines antiken Helden um das Licht in der Finsternis.

Heute jedoch ist dieser einstige Held nur noch ein zerlumpter Verzweifelter, der nach allen Seiten hin erkennen lässt, dass seine besten Jahre vorbei sind und er sich gewissermaßen mit dem unausweichlichen Ende abgefunden hat.

Man möchte nicht glauben, dass der menschliche Geist es in vielen Fällen zu einem solchen Ende bringen kann, dass er sich damit abfindet, die Verheißung des ewigen Seins in den gesegneten Gärten der verheißenen geistigen Heimat aufzugeben.

Leider ist es aber so.

In dieser Trägheit, die die Züge eines stumpfsinnigen Geschöpfes trägt, das von den wichtigsten Dingen nichts weiß, liegt aber eine bemerkenswerte Ironie: Geistige Trägheit geht fast immer mit Überheblichkeit einher.

Ein träger Geist überlässt seine edle, höhere Kraft kampflos der stofflichen Welt, die sich im Menschen immer mehr durch die aus der Materie hervorgegangene Intelligenz des Verstandes offenbart.

Je lauer das geistige Innere ist, desto mehr hält sich der Verstand in seiner Selbsterhöhung für wissend und selbstsicher in seinen Vermutungen über das Leben.

Dies ist die Situation, und für die Mehrheit der Weltbevölkerung ist es nicht anders.

Die Menschen glauben, die Welt zu kennen, aber sie täuschen sich selbst durch die verstandesmäßige Einbildung des Wissens, denn ihre Erkenntnisse sind immer an die Materie gebunden und tragen daher keine wahre Weisheit und kein Wissen des Geistes in sich.

In der Illusion des „Wissens“ betrachten sie die Welt um sich herum und greifen jeden an, der versucht, die Wahrheit als Ganzes zu erkennen.

Die Annahmen des Verstandes enden schnell, sobald auf einen solchen Menschen ein Erleben zukommt, in dem er beweisen soll, dass sein Geist wirklich wissend und kundig in dem ist, was in diesem Moment um ihn herum geschieht.

Es gibt nur sehr wenige Menschen, die wirklich mit dem Wissen ausgestattet und gerüstet sind, das ihrem Geist Freiheit und Einsicht in jedem Augenblick ihres Lebens ermöglicht.

Wir können sagen, dass die meisten Menschen blind durch das Leben gehen, ohne zu wissen, was vor sich geht, und daher jeden Augenblick Gefahr laufen, zu stolpern und zu stürzen, oder in eine Sackgasse zu geraten, oder sogar eine Richtung einzuschlagen, die sie notwendigerweise für lange Zeit von dem Weg zu ihrer geistigen Heimat in den lichten Höhen entfernt.

Diese Dinge passieren fast täglich Millionen von Menschen, obwohl sie seit langem gläubig sind, in Kirchen eingeschrieben sind, verschiedene esoterische und mystische Lehren studieren, meditieren oder versuchen, ihre verstandesmäßige Erfahrung auf ein materialistisches Weltbild zu stützen.

Wohin wir auch schauen, wir finden Verwirrung und Irrtümer hinsichtlich des Wissens und der Unterscheidung der Ereignisse, die sich im Leben des Menschen abspielen.

Es gibt nur wenige ehrenhafte Ausnahmen bei den Menschen, die mit Mut immer wieder um die Erweiterung ihres Wissens bemüht sind, das aus der Ganzheit des wahren Wissens über das Schöpfungswerk und seine Gesetze stammt.

Diese Menschen lassen sich stets daran erkennen, dass sie für jede neue Erfahrung im Leben mutig eine Antwort in ihrem Wissen zu finden suchen und ihr Geist nicht ruht, bis ihnen ein umfassendes Erkennen aus allen Richtungen in jeder neuen Angelegenheit zuteilwird.

Ein solcher Ansatz erfordert innere Bewegung und Mut, immer wieder in der Erkenntnis neuer Teile des Wissens voranzuschreiten und führt vor allem zur selbstständigen Arbeit im Nachdenken.

Daraus entsteht entweder ein Eindruck der Abweichung oder aber eine Übereinstimmung mit der Wahrheit, die die Schöpfung nachhaltig durchdringt und mit ihrer lebensspendenden Kraft erfüllt.

Dank dieser immer gegenwärtigen Lebendigkeit der Wahrheit gibt es um jeden Menschen herum immer genügend Anregungen, die seinen Geist in jedem Augenblick wecken können, damit er beginnt, sich aufrichtig für die Zusammenhänge zu interessieren, die sein Leben durchziehen, wie ein ständiger Aufruf zu lebendiger Bewegung.

Deshalb soll jetzt ganz frei über die Wahrheit und über das Schöpfungswerk gesprochen werden, damit dieses Wissen immer mehr zum Ohr der Menschen kommt, die es brauchen und in naher Zukunft noch mehr brauchen werden.

Viele Menschen werden die Einsicht in den gesetzmäßigen Ablauf der Dinge im Schöpfungswerk so dringend benötigen, wie sie jetzt reine Luft zum Atmen brauchen.

Wer sich mit seinem Geist nicht wenigstens zur Grundlage des Wissens über das Leben, dessen Sinn und seine geistige Bedeutung erheben kann, der erfährt auf der inneren Ebene die Ohnmacht seiner Seele, die so zusammenbricht, wie das Leben des irdischen Körpers zusammenbricht und erlischt, wenn ihm die Luft zum Atmen genommen wird.

So wie die Luft den Körper belebt, wirkt das Verständnis vom Sinn des Menschseins erfrischend und stärkend auf die menschliche Seele.

Die Seele ohne Selbsterkenntnis und ohne klares Verständnis ihres Weges durch die feinstofflichen Sphären der Nachschöpfung sinkt bald vor Erschöpfung und Ermattung in die Bewusstlosigkeit.

Dieses Geschehen wird sich unerwartet und heftig im Leben vieler Seelen hier auf Erden und auch in den Ebenen der jenseitigen Welt zeigen, wo endlose Scharen wandernder Seelen leben.

Und so wie die Seele im feinen Gewand der jenseitigen Welt in Bewusstlosigkeit versinkt, wird sich dieser Zustand in der irdischen Welt als Erlöschen des inneren Lebenssinns des Menschen zeigen.

Allmählich verliert für ihn alles seinen Sinn, und sein Inneres wird von Leere und Hoffnungslosigkeit erfüllt.

Diese Leere aber schafft sich der Mensch selbst, indem er den wahren Sinn des Daseins, der nur in der Erkenntnis und der Entwicklung des Wissens aus der Wahrheit zu finden ist, nicht erkennen will und dieses Wissen lange Zeit abgelehnt hat, bis er schließlich diese lebendige Quelle in sich ganz versiegen ließ.

Der Zustand, der dann eintritt, kann als Absturz in die Ziellosigkeit und als völliger Verlust des Lebenssinnes bezeichnet werden.

Wo der Mensch sich über lange Zeit hinweg nicht aufrichtig bemüht hat, mit ganzer geistiger Kraft nach einer mutigen und tiefgründigen Erforschung seines Daseins zu streben, da zeigt sich nun, dass ihm selbst die letzte Spur jener vagen Ahnung vom Sinn der Menschheit genommen wird, die er bislang noch bewahren durfte.

Jetzt weht ein heftiger Wind in den feinstofflichen Ebenen, der eine feste Verankerung in starkem und gesundem Wissen verlangt.

Wo dieses Wissen nicht vorhanden ist oder nicht genügend gepflegt wird, da nimmt der Wind die Möglichkeit, das bisherige Wissen zu erhalten, mit dem sich die Menschenseelen noch trösten konnten, dass sie etwas wüßten.

Das Bewußtsein der Seelen, die sich nicht genügend um das Werk des Schöpfers bemüht haben, wird weggeblasen.

Sie wissen in Wirklichkeit nichts, was ihnen eine feste Verankerung in dem wunderbaren Schöpfungswerk geben könnte.

Durch ihre Leichtfertigkeit und Lauheit in ihrer freien Entscheidung haben diese Seelen das klare Licht ihres Daseins entweichen lassen.

Das Wissen um das Werk der Schöpfung, des Schöpfers und Seines ewigen Willens, der im lebendigen Pulsschlag des Schöpfungslebens wirkt, ist nun gefordert als Voraussetzung für den weiteren bewussten Fortschritt der Menschenseelen in deren Entwicklung.

Für die segensreiche Entwicklung des geistigen Funkens, der in den seelischen Hüllen wirkt, ist die Kenntnis der Wechselwirkungen der Vorgänge in der Schöpfung notwendig.

Zu diesem Wissen gehört auch das Wissen um den Gral als Ausgangspunkt allen Lebens in der Schöpfung.

Auch die Erkenntnis über den Gralskönig Parzival und Imanuel, den Heiligen Geist, der durch die Wirkung der göttlichen Ausstrahlung des Lebens in die Schöpfung mit Parzival im Gral verbunden ist.

Diese Erkenntnis ist nun von jeder Menschenseele für ihren weiteren heilsamen Entwicklungsweg gefordert.

Darum soll jetzt über alles Geschehen gesprochen werden, es soll den Menschen mit der Sicherheit und Überzeugungskraft nahegebracht werden, die in ihrer Erhabenheit dem Menschen nur Ehrfurcht und stille Einkehr gestatten, wenn er jetzt mit diesen Begriffen in Berührung kommt.

Und die Menschen sollen mit diesem Wissen in Berührung kommen, das auf ihrer Entwicklungsstufe jetzt als natürliche Verschiebung in ihrer Reife gefordert wird.

Die Stunde ist gekommen, in der all dies frei, ungezwungen und in aller Klarheit verkündet werden muss, als neues Wissen, das die Menschen entweder annehmen oder durch ihre eigene Wahl dem Untergang und der Ohnmacht entgegengehen, die durch das Wirken der bereiten wesenhaften Diener herbeigeführt werden.

Viele Menschen sind innerlich für diesen Schritt gereift, nur ihr Verstand wird teilweise noch damit kämpfen, weil in der Gedankenwelt nicht genügend Kanäle dafür geschaffen sind.

In dieser Hinsicht ist viel versäumt worden.

Die Kanäle sind nicht vorbereitet und das alles zeugt von der Unzulänglichkeit der Bewegung derer, die bereits die erhabene Erkenntnis des Werkes der Wahrheit von Parzival erkennen und annehmen durften.

Deshalb ist es notwendig, vieles schnell nachzuholen, Brücken in den Gedankenwelten zu bauen, klare und leuchtende Bilder vorzubereiten, die das geistige Innere der Suchenden berühren können.

Auch die Nacht soll von allen genutzt werden, die sich zu den mit der Wahrheit Beschenkten zählen dürfen.

Nichts anderes soll sie ausfüllen, nicht die geringste Zeit soll vergeudet werden.

Alles muss in die edle Arbeit des Geistes gesteckt werden, der mutig voranschreiten und den Scharen der Suchenden große Kanäle reinen Wissens bahnen kann.

Wer diese Notwendigkeit nicht begreift, ist trotz eines bestimmten Wissens in seiner erhabenen Aufgabe verloren.

Er wird abgesondert, und sein Wollen verliert den Mut, der nur noch demjenigen zufließen kann, der aufrichtig danach strebt, im Geiste ein treuer Diener des Grals auf Erden zu sein.

Es ist die Zeit, in der die Bereitwilligkeit des Geistes, der in den erhabenen Dienst gestellt ist, nicht die geringste Unterbrechung erdulden darf.

Es ist eine ernste Arbeit und ein Kampf für das Licht auf Erden, aber bei alledem hat derjenige den größten Nutzen, der sich damit beschäftigt, denn zu ihm dürfen zuerst neue Ströme von Kräften fließen, in denen sein Geist immer mehr an Wert und Edelmut gewinnt.

Wenn die Menschen sehen könnten, wie viele Gaben und Hilfen um ihren Geist schweben, sie müssten sich schämen für jeden Augenblick, in dem in ihnen der Gedanke aufkommt, sie seien in dieser fernen Welt der Materie allein gelassen ohne einen Schimmer der Hilfe des Lichtes.

Niemand ist allein, und jeder hat alles an seiner Seite.

Jeder der Wissenden hat wunderbare helfende Ströme um sich, die seine Helfer aus den Höhen des Lichtes zu ihm weben.

Wer sich verlassen und der materiellen Welt ausgeliefert fühlt, hat die Wahrnehmung des Geistes schlichtweg vergessen.

Sie selbst haben sich durch ihre Unbeweglichkeit und Lauheit in einen Zustand der Verlassenheit manövriert, der ihnen eine gewisse Erstarrung des Denkens beschert hat, aus der nur Vermutungen über die Verlassenheit des Dienenden durch das Licht erwachsen können.

Das Licht verlässt niemanden, nur die Menschen verschließen sich aus den verschiedensten Gründen der Wahrnehmung der allgegenwärtigen Hilfe des Lichtes.

Der häufigste Grund ist eben die Bequemlichkeit und Gewöhnung der Lebensweise, wenn selbst die Gedanken der wissenden Menschen statt der strahlenden Überlegenheit des begeisterten Willens, dem Lichte zu dienen, schließlich dem schwerfälligen Einfluss der Lebensweise der Mehrheit auf Erden weichen.

Dadurch schleicht sich eine Abkühlung und Erschlaffung in die Gedankentätigkeit des wissenden Geistes, und er sieht bald nicht mehr, was doch eben noch als klarer Ausblick nach oben in ihm lebte.

Im Zögern und Nachlassen seines Strebens ist es ihm entglitten und entfernte sich weit von ihm.

Und doch ist es ihm noch möglich, es zu erreichen, er greift nur nicht danach, weil es ihm unmöglich erscheint und ihn in Nebensächlichkeiten behindert.

Es scheint hier völlig sinnlos, etwas zu wiederholen und in Erinnerung zu rufen, denn die Menschen werden es in ihrer Ermattung wieder übersehen und an ihrem Platz stehen bleiben.

Nur wer beständig strebt und mutig vorwärtsdringt, der kann erkennen, wie wertvoll es für seinen Geist ist, immer wieder selbst mutig in die Erkenntnis der Zusammenhänge des Schöpfungswerkes einzudringen und sich immer weiter vorwärtszubewegen – mehr dem Lichte entgegen.

Und diese Zusammenhänge sind hier unerschöpflich, unzählbar, und sie führen den Geist immer näher zur großen Harmonie mit dem Ganzen des Schöpfungswerkes.

In einen freudvollen, rauschenden Flug sollte sich für den Menschen sein irdisches Dasein verwandeln.

Er ist umgeben von unerschöpflichen Strömen, die ihm immer neue Erweiterung der Erkenntnis des Lebens bringen.

Sie sollen ihm immer nahe sein, damit er keinen Tag, keine Stunde mehr verliert im Aufstieg zur Erkenntnis, die ihn zum Licht führt.


Der Weg des Grals – ERGÄNZENDE TEXTE – 17. Dezember 2020

Übersetzung aus dem Tschechischen

Zjasňování Plamene Ducha – Odvážné Postupování Vpřed v Poznávání Díla Stvoření

https://www.cesta-gralu.cz/zjasnovani-plamene-ducha-odvazne-postupovani-vpred-v-poznavani-dila-stvoreni/

Ende

Entdecke mehr von Geist und Wissen

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen