ECHOS AUS DER GEISTIGEN HEIMAT – TEIL I

Trotz aller wachsenden Verwirrung unter den Menschen auf der Erde erreicht auch heute noch hier und da manchen Menschen ein ferner Klang ganz anderer Art als das allgegenwärtige Getöse und Dröhnen der grobstofflichen Welt
Für einen Augenblick umgibt ihn eine andere Stimmung, und er darf das allgegenwärtige Licht in seiner ganzen Fülle erleben
Plötzlich befindet er sich in einem anderen Raum und in einer anderen Zeit
Es ist, als sei er emporgehoben über alles Niedrige und Irdische, das in diesem Augenblick weit in den Hintergrund tritt
In seinem Innersten breitet sich auf einmal eine friedvolle Ruhe und Klarheit der Selbstwahrnehmung aus
Er fühlt sich selig und wünscht, es möge so lange wie möglich anhalten – für immer
So ist es, wenn der Klang der geistigen Heimat sich allmählich auf den begnadeten Menschen herabsenkt
Die anfängliche, alles durchdringende friedvolle Stille füllt sich nach und nach mit lieblichen Tönen überirdischer Musik
Alles ist durchdrungen von der Schönheit eines blendenden, eigentümlich goldenen Glanzes
Und dann nähert sich von irgendwoher eine Gestalt, die von innen heraus strahlt
Ein geistiger Helfer, aus den Höhen kommend, nähert sich
Die Art seiner Persönlichkeit ruft die Empfindung hervor, von einer liebevollen Reife umgeben zu sein, die unmittelbar Vertrauen und Geborgenheit schafft
Eine mit dem Verstand nicht fassbare Weisheit, die von ihm ausgeht, erfüllt den ganzen Raum
Der Helfer spricht
Seine Worte verwandeln sich in Bilder, die dem lebendigen Strom bisher unbekannter Formen und Gestalten auf der Erde gleichen
Jedes einzelne Bild vermittelt einen ganzen Abschnitt neuen, belebenden Wissens
Das Wissen über geistige Welten, welches auf der Erde seinesgleichen sucht, bringt uns einer Erkenntnis näher, gegenüber der alles andere seine bisherige Bedeutung verliert
Alles, was bisher von den Menschen auf Erden als Wahrheit erkannt wurde, erweist sich in Wirklichkeit nur als ein Grundgerüst des Wissens um die Größe der göttlichen Schöpfung allen Lebens, die in ihrer schier unendlichen Vielfalt im Schöpfungswerk enthalten ist
Was auf Erden als Wahrheit über das Schöpfungswerk und die darin wirkenden Gesetze erkannt wird, ist eine erste Beschreibung des großen Ganzen, das bisher immer wieder verkleinert werden musste, um es dem menschlichen Verstand mit seinem angelernten Verständnis erst einmal annehmbar zu machen
Die auf Erden bekannte Wahrheit ist wegen der Begrenztheit des menschlichen Verstehens nur ein Grundriss des sich ständig wandelnden Lebensgeschehens
Sie kann daher nicht als die vollständige Wahrheit bezeichnet werden, besonders bei der Schilderung des ursprünglichen Schöpfungswerks, da es sich um Anhaltspunkte der Grundstufen der Wahrheit handelt, die in der Gralsbotschaft aus dem Allumfassenden, aus dem Reichtum alles dessen, was in der großen Strahlung des Lichtes der dortigen Ebenen in unvorstellbarer Fülle vorhanden ist, herausgegriffen wurden
Diese Orientierungspunkte wurden als Ausgangspunkte für den Aufstieg des menschlichen Geistes beschrieben
Die Menschen auf der Erde haben bisher nur die wichtigste Beschreibung des Lebens aus dem Lichte Gottes erhalten
Der Grund dafür liegt darin, dass die Menschen eine umfassendere Darstellung, die zu einer größeren Vollständigkeit führen würde, noch nicht erfassen und daher auch nicht richtig aufnehmen könnten
Die Übermittlung der Erkenntnis der Wahrheit über den Schöpfer und das Schöpfungswerk auf diese Erde ist immer die schwerste Aufgabe für das Licht, weil die Beschreibung der Wahrheit dem Reifegrad der Menschen, denen sie übermittelt wird, angepasst werden muss
Darin lag und liegt immer die höchste Aufopferung und Anstrengung derer, die um der Vermittlung eines Teils der Wahrheit willen direkt in die Stofflichkeit kommen
Im Falle der göttlich wesenlosen Art, wie es beim Gottessohn Jesus und dann beim Menschensohn der Fall war, bleibt dies ein für die Menschheit unbegreifliches Geschenk Gottes, das von der menschengeistigen Art niemals ausgeglichen werden kann
Deshalb müssen die Menschen danach streben, die Wahrheit zu erkennen, sie auch in sich aufzunehmen und zu leben, damit sie durch ihre Freude über den Nutzen, den ihnen die Wahrheit für ihren Aufstieg bringt, wenigstens teilweise ein gewisses Gegengewicht zu dem Geschenk Gottes in die Schwingungen der Schöpfung ausstrahlen können
Sie müssen auch innerlich erkennen, dass die ganze Wahrheit über das Werk der Schöpfung noch viel mehr Erkenntnis enthält, als ihnen hier in den Stofflichkeiten offenbart wurde
Es wird immer nur das enthüllt, wofür das menschliche Verständnis reif ist
Sie würden sich in der Weite des Seins verlieren, und das schon in den untersten geistigen Ebenen der ursprünglichen Schöpfung, und die Unreife ihrer inneren Entwicklung würde sie gefährden, indem ihr Bewusstsein durch das Erleben der Mannigfaltigkeit der Formen und Vorgänge verwirrt würde oder sich sogar ganz verlöre in der Vielfalt und Kraft des Lichtes, das dort herrscht
Der Grad der Entwicklung und Reife schafft einen Weg des Verstehens von unten nach oben, immer bis zu der Grenze, wo der Verlust des Bewusstseins eintritt, das noch nicht fähig ist, in der Kraft und Vielfalt der dortigen Lebensverhältnisse zu bestehen
Die Grenze des Verstehens des Geistes kann daher nicht zu weit überschritten werden, da dies die vom Licht gewollte Führung der menschlichen Geister verletzen würde
Das ist der Grund, warum von so vielen wunderbaren Begebenheiten und allen Erfahrungen der Bewohner der geistigen Ebenen auf Erden noch nichts Näheres bekannt ist als die grundlegendsten Bilder, die die Stufen bilden, die den menschlichen Geistesfunken zur Gotteserkenntnis führen
Zum Teil auch deshalb, weil es in seiner Art zu fern und fremd ist, weshalb es bisher am angemessensten war, nur von einer ungeahnten Seligkeit zu sprechen, die überall in den lichten Höhen der geistigen Ebenen zu finden ist
Unter anderem auch deshalb, weil für den größten Teil dessen, was das Leben in den geistigen Ebenen ausfüllt, hier auf Erden im menschlichen Denken keine Worte und Begriffe vorhanden sind
Die Andersartigkeit des vollkommenen Seins im Geistigen hat im Verständnis des Lebens hier auf der Erde nicht die notwendige Verankerung in Worten und Begriffen
Das geistige Leben ist anders als das, was Teil der Formen und Vorgänge in der Nachschöpfung ist
Der Reifegrad der Menschen auf Erden bildete bisher immer eine Grenze für ein tieferes Verständnis des Geistigen, die nicht überschritten werden konnte
Jetzt, mit der fortschreitenden Befreiung des Geistes vom Verstand, soll das Wissen um die Wahrheit im Werk der Schöpfung wieder ein kleines Stück weitergehen
Aber auch dies muss sehr allmählich geschehen und immer auf der notwendigen Einsicht in die bisherigen Grundlagen der Wahrheit beruhen, denn diese erfrischende Fülle des Wissens würde die Menschheit auf ihrer jetzigen Entwicklungsstufe oft nur verwirren und von der Grundrichtung ihres Strebens nach dem Lichte abbringen
Deshalb hat die göttliche Allweisheit bis heute immer nur so viel offenbart, wie als wichtiger Teil der Erkenntnis den Menschen zur vollen Entfaltung und zum Aufstieg dienen konnte und sollte
Wer aber weiter fortschreiten will, darf nun die bisherigen Erkenntnisse der Schöpfung nach oben hin allmählich erweitern und ergänzen, wenn er dabei darauf achtet, dass der Ausgangspunkt dafür reine Demut ist
Wenn er in seinem Inneren reine Demut bewahrt und sich von Stolz auf das erworbene, sich erweiternde Wissen fernhält, das ihm in der Zeit der kommenden Erleuchtung zuteilwerden kann, darf er für sich alles schöpfen, was ihm jetzt aus der geistigen Heimat als ermutigendes Wissen gegeben wird
In der Ausstrahlung des göttlichen Lichtes sind in den geistigen Ebenen in einem einzigen Augenblick so viele Vorgänge enthalten, dass das menschliche Denken nicht einmal ein Tausendstel davon erfassen könnte, selbst wenn ganze Bücher darüber geschrieben würden
Jedes Detail, auf das man seine ganze Aufmerksamkeit richten würde, würde sofort erkennen lassen, dass es die Möglichkeit in sich birgt, ein ganz neues Kapitel völlig neuer Erkenntnisse zu entfalten
Und die genannten Kapitel durchdringen sich zugleich und bilden so immer neue Anreize zum Verständnis der Größe der ausstrahlenden Barmherzigkeit Gottes, die das Werk der Schöpfung hervorgebracht hat
Nur und allein im geistigen Teil des Werkes der Schöpfung herrscht das wahre Leben
Das lebendige Schwingen des alles durchdringenden Lichtes macht die geistigen Ebenen des ursprünglichen Schöpfungswerkes zu einem völlig anderen Lebensort, als es den Menschen bisher bekannt ist
Die Begrenzung des Verständnisses der Vorgänge auf den geistigen Ebenen liegt unter anderem auch in der anhaltenden Bindung des irdischen menschlichen Denkens an den hiesigen Raum und die hiesige Zeit
Keine dieser Größen, die auf der Erde als dreidimensionales Bild vom Lauf der Welten verstanden werden, kann mit dem Fluss des Lebens in den glückseligen Ebenen der geistigen Heimat verglichen werden
Das Leben im Lichte der geistigen Ebenen entzieht sich in seinem Wesen dem bisherigen irdischen Verständnis der Menschen und muss, um dem hiesigen Denken wenigstens teilweise zugänglich zu sein, immer in die Dreidimensionalität von Raum und Zeit gekleidet werden, wodurch das eigentliche Wesen des darin enthaltenen geistigen Lebens sofort verloren geht
Dadurch tritt sofort die erwähnte notwendige Verengung und Erstarrung ein
Die Menschen haben nicht die geringste Ahnung von dem, was in den geistigen Welten alles möglich ist und in jedem Augenblick auch ganz selbstverständlich und untrennbar mit dem dortigen Erleben des Seins verbunden ist, was aber nur für den dortigen Grad des geistig gereiften Bewusstseins gilt
Das ist in der Tat so
Um die Kluft zwischen dem Verständnis der irdischen und der geistigen Welt besser zu verstehen, soll hier nur ein kleiner Einblick in die erwähnte Fülle rein geistiger Möglichkeiten gegeben werden, die zum Sein derer gehören, die bereits in den geistigen Ebenen des ursprünglichen Schöpfungswerkes verweilen dürfen
Eine dieser Möglichkeiten, die für viele Erdenmenschen neu und daher schwer vorstellbar ist, ist die Weite des Wirkungsbereiches des geistigen Bewusstseins, das man als Vielfachbewusstsein bezeichnen kann
„Vielfachbewusstsein“ oder auch “die Möglichkeit, durch bewusste Teilnahme am gegenwärtigen Augenblick an mehreren Orten der Schöpfung gleichzeitig zu sein“
Es ist den Erdenmenschen noch nicht genügend bekannt, dass bei einem voll gereiften Menschengeist der eigene Wille nicht nur in ihm, sondern auch außerhalb seiner geistigen Substanz als gleichwertiger Teil wirkt, der an mehreren Orten gleichzeitig gegenwärtig sein kann
Darum ahnt man hier auf Erden noch nichts davon, dass der voll entwickelte, in seiner reifen Weisheit mit Licht gesegneter Menschengeist im Dienste Gottes nach seinem Willen hier und dort inkarniert sein kann, ohne dass dabei sein geistiger Kern in vollem Bewusstsein die paradiesischen Gärten verlässt
Geistig Geschaffene, also solche, die zur Vollendung ihrer Entwicklung nicht in die Stofflichkeit eintreten mussten, oder solche Menschengeister, die bereits die Vollendung ihrer Reife erreicht haben, können sogar durch ihren Willen für eine bestimmte Aufgabe in mehreren Inkarnationen gleichzeitig in verschiedenen Weltenteilen der Nachschöpfung verteilt sein
So unbegreiflich dies dem irdischen Verstand erscheinen mag, so ist es doch möglich und geschieht auch von Zeit zu Zeit, wenn es für einen solchen Geist notwendig ist, die für eine bestimmte Art des Dienstes am Licht erforderlichen Erfahrungen zu machen
Der Geist darf sein Wirken für das Licht an mehreren Stellen in der Nachschöpfung erleben, wo er weitere Erkenntnisse für sich gewinnt, die ihn noch fähiger machen, bei weiteren Aufgaben zu helfen
Dadurch entwickelt sich die Kraft seines Empfindungsvermögens immer mehr, und so darf er in seiner seligen Erkenntnis des Schöpfers immer mehr wachsen
Nur die Auffassung des Verstandes, die im Bereich des materiellen Denkens angesiedelt ist, vermittelt dem Menschen den Eindruck, es handle sich um etwas Unmögliches
In den geistigen Welten kann man dies jedoch als eine der natürlichen Fähigkeiten des Geistes bezeichnen, wenn er in seiner Entwicklung bereits voll ausgereift ist
Das innere geistige Selbstbewusstsein trägt die entwickelten Fähigkeiten in sich, die aus dem grundlegenden Wesen des geistigen Funkens hervorgehen
Diese Fähigkeiten werden durch den bewussten Dienst am Licht ständig weiterentwickelt
Der bewusste Geist wirkt in Körper und Seele und gleichzeitig auf vielen anderen Ebenen, wenn es für den Dienst an Gott notwendig ist
Der grobstoffliche Körper, der die Strahlung des reifen Geistes enthält, ist dann mit einem verlängerten Strahl verbunden, der von seinem Willen ausgesandt wird und zur Bildung der wesenhaften, feinstofflichen und astralen Wege führt, bis schließlich der Lebenskreislauf im Organismus irdischer Art zum Leben erwacht
Das Irdische ist im wahrsten Sinne des Wortes die niedrigste Ausdrucksform des Lebens, in der sich das Geistige in der Schöpfung entfalten kann
Es ist ein von dienenden Wesenhaften vorbereitetes lebendiges Werkzeug der grobstofflichen Stufe, aus dem der Geist Erfahrungen für sein Wirken auf weiteren Ebenen schöpft
Der geistige Wille durchdringt die Nerven und den Blutkreislauf des Körpers, belebt ihn, damit er ihm zu einem erfüllten Leben dienen und die Erfahrungen sammeln kann, die für seine Entwicklung und eine größere Vertrautheit mit dem Willen Gottes notwendig sind
Der Erdenmensch ist heute noch durch eine zu starke Beschränkung seines materiellen Verständnisses des Schöpfungswerkes behindert, diese Vorgänge aufzunehmen
Diese Begrenzung des Verstehens ist zum Teil bedingt durch den Verstand als Werkzeug für das bewusste Dasein in der irdischen Welt, zum Teil aber auch durch die Unterwerfung des Geistes unter den stofflichen Raum, der ihm ein Bild vom Gesamtbau des Universums eingeprägt hat
Gleichzeitig ist dies ein Zeichen der Lauheit und Rückständigkeit des Geistes, der immer über die Grenzen des stofflichen Universums hinausgehen konnte und sollte
Das Geistige im Menschen kann immer über den diesseitigen Raum und die diesseitige Zeit hinausgehen, um sich mit der Ewigkeit im Licht zu verbinden
Der Mensch jedoch fesselt sich selbst in seiner Unfähigkeit, das Bild zu überschreiten, das ihm durch den starken gedanklichen Eindruck vermittelt wird, dass er durch seinen Körper Bewohner des stofflichen Universums ist
Auch das Bild vom Universum und seinem Aufbau ist verzerrt und falsch, aber es ist tief verwurzelt, wodurch einschränkende Bedingungen für die Bildung des menschlichen Denkens geschaffen wurden, die bis heute fortbestehen
Sie hat ihren Ursprung in den verzerrten Vorstellungen der Menschen, die in ihrem Bestreben, den Schöpfer und sein Schöpfungswerk zu verstehen, entsprechend ihrem damaligen Reifegrad nur zu einer verengten Erkenntnis gelangten, aus der sie eine Grundlage bildeten, die sich allzu sehr als das Grundbild der Schöpfung und des Schöpfers durchsetzte, von dem die Menschen ausgingen und noch heute ausgehen
Wo es auch auf der Erde herkommt, es ist immer durch die begrenzte Auffassungsgabe des Gehirns geprägt, dass alles irgendwie mit Materie verbunden sei
Ob es sich dabei um die Bibel, die Veden, altslawische oder andere heidnische Vorstellungen von der Welt und ihrer Entstehung handelt, es ist immer eine mehr oder weniger verzerrte Verkürzung der Wirklichkeit
Beim allmählichen Aufstieg nach oben wird im Falle des Menschen früher oder später immer die obere Grenze des Verständnisses erreicht, über die der Erdenmensch nicht weiter hinausgehen kann, ohne dass sein Verstand ratlos wird gegenüber dem Raum, der die Dimension des Raum-Zeit-Gefüges der stofflichen Welt übersteigt
Alles bleibt also letztlich durch das an die Materie gebundene Verständnis begrenzt
Auch die Wahrheit, die durch die Ausstrahlung des Liebesstrahles Gottes des Vaters in seinem Sohn Jesus und dann auch im Menschensohn vermittelt wurde, musste sich in ihrem Umfang dieser Begrenztheit der Menschen anpassen, um überhaupt eine wirksame Stütze für den Aufstieg der geistigen Funken der Menschen zu sein, die von mehreren Schichten stofflicher Hüllen umgeben sind bis zur größten Einengung, die mit den irdischen Fähigkeiten des Gehirnes verbunden ist
Jesus und der Menschensohn gingen immer von dem Boden aus, der zur Zeit ihres unmittelbaren Wirkens an den Menschen als der höchstmögliche Grad geistigen Verstehens festgelegt war
Das hing immer von der Reife des Volkes ab, in dem sie sich verkörperten
Obwohl ein bestimmtes Volk immer am reifsten dafür war, die Grenzen des Denkens im Erkennen der Wahrheit zu erweitern, trug es in sich unzählige Begrenzungen der Auffassungskraft, die durch eingewurzelte Vorstellungen gegeben waren
Dieses Verständnis herrscht auch heute noch bei den Menschen auf der Erde vor, und deshalb ist es auch heute noch unmöglich, alles zu vermitteln, was tatsächlich vermittelt werden könnte
Dies muss schrittweise über mehrere Generationen hinweg geschehen
Wenn auch in der kommenden Zeit der Erleuchtung immer nur ein kleiner Teil der Fülle der Wahrheit über das Leben in den Ebenen der geistigen Schöpfung neu enthüllt wird, so ist doch zu erwarten, dass dies völlig umwälzende Veränderungen im Verständnis der Menschen auf der Erde über alle bisherigen Vorstellungen von der sogenannten „jenseitigen Welt“ mit sich bringen wird
Der Grund dafür liegt darin, dass die Menschen heute unter dem Begriff ‚Jenseits‘ hauptsächlich alles Feinstoffliche verstehen, das sich aber als untrennbarer Teil der Nachschöpfung in einem Bereich befindet, dessen Begreifbarkeit der irdischen Welt sehr ähnlich ist
Es ist vor allem die Wahrnehmung von Raum und Zeit, die in der Nachschöpfung immer notwendigerweise mit stofflichen Formen verbunden ist, so wie sie durch die Tätigkeit der hohen dienenden Wesenhaften Walhalls bei der Gestaltung der sieben Weltenteile ausgestrahlt wurde
Um all das, was sich über der Nachschöpfung befindet, neu zu begreifen, ist es zunächst notwendig, mit einer offenen Wahrnehmung heranzugehen, dass das Geistige völlig andersartig ist, wenn wir es mit allem vergleichen, was materiellen Ursprungs ist
Unter Andersartigkeit ist alles zu verstehen, was sich im Geistigen befindet, also alle Arten von Leben
Dazu gehören alle Eigenschaften und das Wesen aller Vorgänge und Formen
Für manche mag es in seiner Neuartigkeit schwerer sein, alles, was der Begriff des Geistigen bedeutet, so wahrnehmen zu lernen
Aber nach und nach wird es sich erschließen, und schließlich wird man darin viele wunderbare Erklärungen für Fragen finden, die den Menschen auf Erden bisher unbeantwortet bleiben mussten
Man kann dies daher als einen Fortschritt betrachten, der untrennbarer Bestandteil der kommenden großen geistigen Erleuchtung ist
Die Erleuchtung, die als segensreiche Verheißung über der Menschheit auf Erden liegt, ist Teil der Neugestaltung unseres eigenen Erdenlebens, die nach einer Zeit großer Veränderungen mit voller Kraft eintreten wird
Jeder sollte daher diese sich bereits abzeichnende Epoche als eine Zeit begrüßen, in der sich auch in seinem Leben alles zum Besseren wenden wird
Als Verbesserung kann er gerade die Beantwortung vieler Fragen ansehen, die ihm noch vor kurzem kühn oder gar vermessen erschienen
Im Werk der Schöpfung gibt es aber keine unbeantwortbaren Fragen
Es gibt nur Fragen, die wegen des begrenzten Auffassungsvermögens der Mehrheit der Menschheit nicht geahnt und deshalb nicht gestellt werden
DER WEG DES GRALS – ERGÄNZENDE TEXTE – 28. April 2025
Übersetzung aus dem Tschechsichen
OZVĚNY Z DUCHOVNÍHO DOMOVA – ČÁST I
https://www.cesta-gralu.cz/ozveny-z-duchovniho-domova-cast-i/
