Wissen für das neue Zeitalter – Aufsteigende Kreise

Alle vom Lichte gestaltete Bewegung im Schöpfungswerk beschreibt stets Kreise
Diese Bewegung ist durch die Umwandlung der ursprünglichen geraden Ausstrahlung des Lichtes im Göttlichen gegeben, welche in dem Augenblick, als sie die Grenze des Grals durchdrang und aus den Toren in den Raum des Schöpfungswerkes hervorbrach, sogleich ihre gerade Bewegung in eine kreisende Bewegung wandelte
Die kreisende Bewegung des Lichtes, die von den Höhen der Urschöpfung fortschreitend durch alle Ebenen der Schöpfung verläuft, ist somit die Grundlage der Bewegung für alles, was in den Grenzen des Schöpfungswerkes erstand und sich innerhalb dieser Grenzen entwickelt hat, sich entwickelt oder sich erst noch entwickeln wird
Auch die durch den Druck wesenhafter Strahlung belebte Materie gewinnt an Bewegung, die stets selbsttätig kreisend ist
Alle Teilchen der Materie sind in ihrer Bewegung kreisend, und in dieser Bewegung formen und vereinigen sie sich
Nur dort, wo sich diese lebenbringende Strahlung entfernt, wo es zu einem Erlahmen der Bewegung in der Materie kommt, dort lässt auch die kreisende Bewegung nach und verlangsamt sich, was zur Erstarrung und schließlich zum Sturz in den Zerfall führt
Dieser Zerfall ruft nach der Freisetzung der enthaltenen Teilchen durch die Anziehungskraft des Gleichartigen wiederum eine neue Bewegung der so freigesetzten Bausteine hervor, und diese schließen nachfolgend den Kreis und kehren zu ihrem Ursprung zurück
Wo Leben ist, dort findet sich in der Schöpfung immer eine Art der kreisenden Bewegung, die große Kreisläufe beschreibt
Auf jeder solch großen Kreisbahn finden wir dabei immer noch kleinere und kleinere innere Kreise, die wir als Leben oder auch als kreisendes Leben bezeichnen können, je nachdem, wie sich dieses Leben bewegt und entwickelt
Diese Art der Bewegung finden wir in allen Erscheinungsformen der Teilchen, sei es bei den kleinsten materiellen Teilchen, auch bei größeren Gebilden wie Planeten, Sternen, Galaxien oder bei den größten materiellen Gebilden, die ganze Universen und Weltenteile des Werkes der Nachschöpfung in sich bergen
Diese Grundlage für die Erkenntnis der Existenz kreisförmiger Bewegung kann als Ausgangspunkt für die Wirkung von Kräften auch in allen Arten von Materie genommen werden und gilt somit als bewährte Erkenntnis für alle Forschungen in der groben Materie
Alles ist in Bewegung, denn die kleinsten Teilchen, aus denen die Materie besteht, tragen in sich Energie geistiger Art in Form von Kernen, die von äußeren Hüllen umgeben sind und mit ihrer Kraft von innen nach außen einen Druck erzeugen, den man als eine Art geistige Kraftladung bezeichnen kann
Diese Ladung erzeugt um die Teilchen herum Kraftfelder verschiedener Ausdrucksarten, und in diesen Kraftfeldern erzeugen die aneinandergezogenen und verbundenen einzelnen Teilchen wechselseitige Interaktionen, die sich wiederum vorrangig in einer kreisenden Bewegung auf Bahnen äußern, die durch die Kraftfelder gegeneinander abgegrenzt sind
Damit die Erkenntnis der irdischen Wissenschaft auf physikalischer, chemischer und elektrischer Ebene weitergehen kann, muss sie als Grundlage alles Stofflichen die geistige Energie als Kern annehmen, aus dem alles durch Verbinden und Vereinigen zu den endgültigen Formen und Gestalten aufgebaut ist, die wir als Materie in ihren gesetzmäßigen Erscheinungen erkennen
Auf denselben Bahnen kreisender Art bewegt sich alles um uns herum, wie sehr wir auch dessen nicht fähig sind, es zu bemerken
Sogar die Bewegung des Lichtes in der Materie wird von dieser kreisenden Bewegung begleitet
Wenn also die Wissenschaft von Licht spricht, das sich im Raum geradlinig ausbreitet, so gilt, dass, wenn wir diese Bewegung in einem gegebenen Augenblick in ihrem inneren Geschehen vergrößern würden, wir dann sähen, dass der Lichtstrahl eigentlich nur eine Art Beschleunigung der kreisenden Bewegung kleinster Teilchen ist, die eben durch ihre kreisend-wirbelnde Bewegung jene Art von Strahlung erzeugen, die wir Licht nennen
Ein ähnliches Bild können wir im Strömen des Wassers beobachten, wenn unter der Oberfläche eines stehenden, ruhigen Gewässers ein starker unterirdischer Strom in eine bestimmte Richtung zu fließen begänne
Dieser Wasserstrom führt auf der Ebene der Moleküle, Atome und noch kleinerer Teilchen zu einer wirbelnden, kreisenden Bewegung, die sich in einer Wellenbewegung nach vorn äußert und sich anschließend allmählich auch seitlich in Form aufeinanderfolgender Wellen ausbreitet
Die Wellen wiederum werden durch nichts anderes geformt als durch die kreisende Bewegung der Teilchen, die durch einen äußeren Stoß in einen höheren Schwingungszustand versetzt wurden
Dieses Kreisen durchdringt sich auf einer bestimmten Stufe, seine Energie summiert sich, und dadurch entsteht die Stoßkraft der Wellen
So ist eben auch das materielle Licht, das durch den Raum fliegt, ein Schwingen kleinster Teilchen in kreisender Bewegung, und dieses, ähnlich sich gegenseitig bewegenden Kügelchen, beschleunigt deren Bewegung bis zu einem Grad, an dem es zu einem gewissen Erglühen kommt, das wir als Lichterscheinung bezeichnen
Hier gilt der Hinweis, dass wir nicht von Photonen sprechen, sondern von noch viel kleineren Materieteilchen, die die eigentliche Grundlage der Quarkteilchen sind, wobei diese feinen Teilchen die ersten sind, die die elektromagnetischen Kräfte der Bewegung an der Grenze der Grobstofflichkeit bilden
Für den Menschen ist es nicht möglich, all dies wahrzunehmen, denn diese kreisende Bewegung ist der Unzulänglichkeit des irdischen Sehvermögens und auch aller bisherigen Geräte, die dem menschlichen Blick als Hilfsmittel zur Schärfung des Sehens dienen, verborgen
Die Teilchen, aus denen die Stoffe der Grobstofflichkeit bestehen, haben in sich die Fähigkeit, diese Art von Lichtschwingung entweder zu übertragen oder nicht
Die Teilchen, die es ermöglichen, die Schwingung zu leiten, aus der für die Materie sichtbares Licht entsteht, leiten dieses Licht immer nur unter der Bedingung, dass eine ursprüngliche Art von Kraft in sie eintritt, die ihre Bewegung hervorruft
Diese ursprüngliche Bewegung, dieser erste Anstoß, entsteht durch den Zufluss gezielt gerichteter lebendiger Energie, die in der Regel wesenhafter Art ist, beispielsweise bei der Sonne oder der Flamme einer Kerze, oder sie wird durch die Tätigkeit des Menschen in Bewegung gesetzt, indem er in das elektromagnetische Wirbeln dieser kleinsten Teilchen eingreift
Über die nähere Beschreibung dieser Vorgänge werden wir noch in gesonderten Abhandlungen über Energien und Stoffe sprechen
Wenn wir also bei der Beobachtung von fliegendem materiellen Licht den Verlauf dieser Kraft, die einzelne Teilchen in Schwingung versetzt, sehen könnten, würden wir feststellen, dass selbst bei der enormen Geschwindigkeit des Lichts, das sich vorwärts bewegt und Energie von einem Teilchen zum anderen überträgt, diese Bewegung tatsächlich kreisförmig verläuft, indem sie sich ihren Weg bahnt, indem sie die kleinsten Teilchen der Materie in Schwingung versetzt
Die Bedingung für dieses Phänomen ist immer die Anwesenheit der kleinsten und leichtesten Teilchen, die sich von einer Kraft in Bewegung setzen lassen, welche als Strom bezeichnet werden kann, der aus einer Quelle als ursprünglicher Impuls zwischen den Teilchen hervorquillt
Die Kraft und Intensität dieser Quelle bestimmt dann die Reichweite und die Bündelung der strömenden Teilchen, wobei mit jeder konzentrierten Verengung des Kegels die Geschwindigkeit im Hauptstrom zunimmt und dieser so in seiner Durchschlagskraft verstärkt wird
Diese Durchschlagskraft gewinnt an Temperatur, und dadurch wird das ursprüngliche feine Kreisen der Teilchen heftiger und schärfer und vermag Erscheinungen hervorzurufen, die sich schließlich auch in sonst dichteren, lichtundurchlässigen Arten von Stoffen zeigen, die unter gemächlicheren Bedingungen diese Art von Schwingung aufnehmen und das Licht nicht weiterleiten
Dadurch kommt es zur Verstofflichung der Wirkung der kreisenden Bewegung des Lichtphänomens der Teilchen
Ist jedoch die Ausgangskraft der Bewegung natürlicher, so finden wir in der Grobstofflichkeit eine Vielzahl von stofflichen Verbindungen von Teilchen, die so dicht sind, dass der feine lichtleitende Strom sie nicht in Bewegung versetzt, und dadurch erscheinen sie als schwerere, dichte Materie
Trotz dieser ihrer Dichte tragen aber auch diese Stoffe eine Art von Bewegung in sich, die sich auf der Ebene der kleinsten Teilchen abspielt
Wenn wir die Gegenstände um uns herum berühren und diese unserer irdisch-sinnlichen Wahrnehmungsfähigkeit als feste Materialteile erscheinen, ist in ihnen dennoch ebenfalls immer die Bewegung einer unzählbaren Menge von Teilchen enthalten, die auf ihrer Ebene in kreisender Bewegung gegeneinander schwingen
Das Kraftfeld dieser Teilchen, gebildet durch den verdichteten Einschluss der geistigen Kerne, erzeugt einen Druck und damit auch ein Kraftfeld der Stoffe, in dem die Teilchen kreisen und in den kleinsten Formen zueinander eine dauerhafte gleitende Beziehung schaffen, ähnlich als wollten wir mehrere Kugeln gleichzeitig in der Handfläche zusammendrücken
Aus dieser Bewegung bildet sich ein gewisser Grad der Belebung der Materie, die dadurch gleichzeitig Wärme erzeugt, welche wiederum durch ihr Schwingen die Voraussetzungen für die Verbindung andersartiger wesenhafter und feinstofflich-seelischer Stoffe mit der so durchglühten Materie schafft, genau dem Grad entsprechend, den diese Materie durch ihre Erwärmung erreicht hat, welche durch die Verstärkung der kreisenden Bewegung entsteht
Die Steigerung der Bewegung und damit auch die Beschleunigung der Kreisbewegung der Teilchen ermöglicht dann auch die wichtigen Vereinigungen auf der Ebene der Strahlung mit einer andersartigen Stofflichkeit wesenhafter oder feinstofflicher Art, die sich auf diese Weise mit der Materie verbinden und sie in einer höheren Stufe der Belebung, also in einer gewissen Selbständigkeit des Seins, beleben kann
Dadurch eröffnet sich ein einfacher Blick auf die verbindende Brücke, die von einer bestimmten Reife der Materie an vorhanden ist und die unter den Händen der wesenhaften Diener die Möglichkeit der Belebung der Materie pflanzlichen und tierischen Ursprungs gestaltet
Hier liegt die Antwort auf die Frage, wie das Leben auf der Erde erscheinen konnte und wie dieser Vorgang vonstattenging
Dieser Vorgang ist einfach, so wie alles einfach ist, was aus dem Lichte gestaltet wird, wobei eben der Schlüssel zu aller Entwicklung in den Stofflichkeiten die Steigerung der Kreisbewegung der kleinsten Teilchen ist
Durch ihre Erwärmung kann es dann zu einem Grad der Ausstrahlung kommen, der die Anbindung einer neuen, höheren Stufe der Belebung ermöglicht, als sie die grundlegende Stofflichkeit der Materie selbst in sich trägt
Das Erreichen der genauen Art der Strahlung, hervorgerufen durch Bedingungen, die über eine bestimmte Zeit die kreisende Beweglichkeit der Teilchen erhöhten, eröffnet dann genau im gegebenen Augenblick die Möglichkeit zur Anbindung der Brücke und damit zur Bildung einer Verbindung mit einer höheren Art der Belebung der Materie
Die Samen wesenhaften und geistigen Lebens können dann in Verbindung mit der Materie treten
Diesen Vorgang finden wir überall, wo eine höhere Stufe des Lebens in den Stofflichkeiten herrscht
Die Bedingung für die Verbindung der Materie mit einer höheren Art des Lebens ist das Erreichen eines solchen Grades an Temperatur und Strahlkraft der Materie, der die Verbindungsbrücke zur Bildung einer neuen, höheren Bindung zwischen dem geformten stofflichen Ganzen und einer andersartigen Lebensart feinerer Art öffnet
Auch diese Verbindung wird wiederum durch die kreisende Art der Strahlung jener Teilchen gestaltet, die man als eine lebendige Schnur bezeichnen kann, die sich vom Feineren zum Dichteren knüpft und in dieser Richtung die belebende Energie zur Stofflichkeit der Grobstofflichkeit führt
So wie durch ein bestimmtes Schwingen der Teilchen die Strahlung des materiellen Lichtes geleitet wird, so ermöglicht die Stofflichkeit der feinen Verbindungsschnur die Leitung einer Schwingung höherer Art
Beim Menschen ist dieses kreisförmige Schwingen auf die Ebene der Empfindungswahrnehmung übertragbar, die unmittelbar mit dem Nervensystem des physischen Körpers verbunden ist, und dieses Nervensystem leitet die Empfindungsimpulse wiederum in kreisförmigen Bewegungen zu den Stellen im Gehirn, wo sie dann für die tägliche Wahrnehmung des Menschen bewusster werden
Neben der Empfindungswahrnehmung führt eine weitere Verbindungsschnur den eigentlichen belebenden Wärmestrom, der von einer höheren Strahlungsstufe in die einzelnen Umhüllungen überfließt, durch die er bis in den irdischen grobstofflichen Körper wirkt, mit dem zu dessen Belebung der ausgehende geistige Kern des Menschen durch die bereits erwähnte Schnur verbunden ist
Die erwähnte Belebung und auch die Empfindungsschwingungen vom Feineren zum Gröberen strömen wiederum in einer kreisenden Bewegung, die jedoch um ein Vielfaches schneller ist als die eigentliche Lichtgeschwindigkeit in der Materie und somit für das geistige Innere des Menschen den natürlichen Eindruck des vollständigen Besitzes des Körpers erzeugt
Die Verbindung, sofern sie nicht auf irgendeine Weise gestört ist, schafft für den Menschen die vollkommen ideale Empfindung, dass der physische irdische Körper er selbst ist
Dies wird durch die lebendige Verbindung mittels der Schnüre ermöglicht, die Impulse vom Geist zum Körper und zurück mit einer solchen Geschwindigkeit leiten, dass kein Unterschied zwischen zwei verschiedenen, andersartigen Arten, die durch die Schnüre verbunden sind, in denen unaufhörlich eine kreisende Bewegung stattfindet, die alle auf beiden Seiten entstehenden Empfindungen trägt, wahrnehmbar ist
Auch alles im irdischen Körper des Menschen entwickelt sich in Bewegungen, die stets gewisse zeitliche und geschehenshafte Kreisbahnen beschreiben
Diese Kreisbahnen verbinden die einzelnen Rhythmen der Organe, des Blutes und des Nervensystems zu einem Ganzen, das im Falle einer harmonischen Abstimmung für den Menschen einen Zustand schafft, den er als körperliche und seelische Gesundheit bezeichnet
In einer solchen Einstimmung ist der Mensch dann voll gerüstet, sicher und leicht durch alle Bedingungen zu schreiten, die sich um ihn herum entfalten und ihm die äußere grobstoffliche Welt nahebringen, damit er sie erkenne und lerne, in ihr immer deutlicher mit seinem veredelten Empfindungswollen zu walten
Dieser Zustand führt ihn dann natürlich weiter, den Raum um sich herum zu verstehen und Wege zu finden, wie er in reiner, harmonischer Einstimmung sein Wollen als schöpferisches Wirken im Schöpfungswerk zur Geltung bringen kann
Aus diesem Streben und vor allem aus dem Ergebnis dessen, ob es ihm gelingt oder nicht, entstehen ihm dann rückwirkende Fäden, die wiederum einen Kreis beschreiben, der auf seiner Wanderung an Kraft gewinnt, um schließlich zurückzukehren und Segen oder Verderben in der Notwendigkeit der Erkenntnis des gesäten Wollens zu bringen
In diesem wiederholten Erleben ist abermals das Prinzip des Kreisens verborgen, das dem Menschen auf dem Weg nach oben einen Aufstieg in Kreisen bringt, die es ihm ermöglichen, bis zu dem Ort emporzusteigen, den der Geist mit seiner Reife erreichen kann
Von dort kehrt das Kreisen zur nachfolgenden Abgeltung des Gesäten und auch zur Reifung in allen Erlebnissen, die der Betreffende noch erkennen und von mehreren Seiten annehmen muss, zurück
Das Erleben führt ihn dann aus feineren Ebenen der Stofflichkeit zurück zur Inkarnation in die Grobstofflichkeit, damit er in einem immer bewussteren Leben im grobstofflichen Körper Ausblicke findet, die ihn immer höher und höher in die lichteren Sphären der Feinstofflichkeit erheben
So wiederholt sich dieses Kreisen beständig, und es liegt allein am Menschengeist, wie er sich darin entwickelt, wie er das kreisende Prinzip dazu nutzt, dass jener Teil des Kreises, der ihn aufwärts hebt, einen möglichst großen Radius habe und umgekehrt, dass der entgegengesetzte Teil, der im Rücklauf des gesäten Wollens zurückkehrt, einen möglichst kleinen Radius besitze und zugleich möglichst reich sei an Tiefe und Intensität aller Bewusstwerdungen seiner Vorzüge wie auch seiner Schwächen für den weiteren Weg
Das Eintauchen in die irdischen Bedingungen ermöglicht dem Menschen einen starken Absprung aufwärts zum Licht, wenn er also diese irdische Zeit richtig und voll für die Aufhellung seines geistigen Gewandes nutzt
Es ist ein großes Geschenk, das in der Gelegenheit liegt, hier auf Erden ein neues Bewusstsein zu erlangen, das die Seele in der feinstofflichen Welt höher rückt, als die vorherige Ebene war, von der sie sich der Grobstofflichkeit näherte, um sich für ihren weiteren Weg des Aufstiegs in die von den weisen Gesetzen Gottes vorbereiteten Bedingungen zu inkarnieren
So warten auf manchen Menschen auf seinem irdischen Weg mehrere Erlebnisse, die ihm Gelegenheiten zum Verstehen und zur Erkenntnis eines stärkeren Strebens aufwärts zur geistigen Heimat bringen
Dass dieser Weg nicht der menschlichen Wunschvorstellung von einem Leben entspricht, das aus einem endlosen, gütig zugestandenen Genuss irdischer Freuden besteht, sondern dass für manchen Menschen dieser Teil seines Kreises jener untere Teil ist, der Gelegenheiten zum verdichteten Ablegen vergangener falscher Art des Wollens bringt und ihm zugleich anbietet, die Erkenntnis höheren Wissens anzunehmen, wenn er sich danach sehnt, all das ist offensichtlich, denn in diesem kreisenden Weg des Geistes offenbart sich die Liebe Gottes, die das hohe Ziel verfolgt, das in der Erreichung der wahren Heimat in den geistigen Ebenen des Schöpfungswerkes liegt
So ist der Kreis, der sich aus den höheren, lichteren Teilen der feinstofflichen Welten neigt, ebenso gesegnet wie jener Teil des Kreises, in dem es der von vielen Verfehlungen belasteten Menschenseele ermöglicht wird, in die irdische Welt einzutreten als einen Ort, der sich umgekehrt auf dem Gipfel ihres gegenwärtigen Kreises befindet
In all dem ist die Gelegenheit zu weiterem Aufstieg enthalten, der der Menschenseele die Möglichkeit bringen wird, höher aufzusteigen, als ihr bisheriger Grad der Reife und Reinheit auf ihrem Weg durch das Werk der Nachschöpfung war
Gerade der Weg der Entwicklung des menschlichen geistigen Funken zu einem vollendeten, reifen, klaren, selbstbewussten Geist, dem dann die Rückkehr in die geistigen Ebenen ermöglicht wird, ist die Erfüllung des großen Kreises des Reifeprozesses der menschlich-geistigen Art in der Nachschöpfung
So können wir wieder in allem, im Großen wie im Kleinen, in wachsamer Beobachtung die Erkenntnis finden, dass die Bewegung im Schöpfungswerk in Kreisen vorangetrieben wird, die sich in allem, für alle Bewohner und alle Geschehnisse in ihren gesetzmäßigen Prinzipien erfüllen
Es ist möglich, diese Erkenntnis als Grundlage für den eigenen Weg durch das Werk der Nachschöpfung zu nehmen, denn wer sich nach diesem Prinzip richtet, kann stets mit klarem Blick voraussagen, was als Folge kommen wird, genau dem entsprechend, was als Impuls zur Bewegung auf der Kreisbahn gesät wird
Die Kreisbahn, die den Radius der Erfüllung beschreibt, wird an einem bestimmten Ort in den feineren Ebenen umkehren und zurückkommen, beladen mit dem Gesetz der vielfachen Ernte des Gesäten
So können wir das Handeln der Menschen um uns herum beobachten und genau nach der Art und Stärke des von ihnen Gesäten unmittelbar die natürliche Folge erkennen, die als gesetzmäßiges Geschehen in der Schöpfung kommen wird
Zugleich aber können wir nicht nur bei anderen, sondern auch bei uns selbst die Gewissheit haben, dass auch unser eigenes Handeln bereits im Augenblick seiner Entstehung den Weg des Kreises antritt, der nach einiger Zeit die notwendige Rückgabe des Gleichen bringen wird, damit uns dieses erhebe, wenn es aus dem Guten hervorging, oder uns hinabstoße, wenn die anfängliche Saat Hässlichkeit und Böses in sich trug
Das Gesetz der kreisenden Bewegung wird immer alles zurückbringen, was vom Menschen als Stoßwelle im Raum des Schöpfungswerkes in Bewegung gesetzt wurde
Nichts ist ohne Rückwirkung, und jede noch so kleine Bewegung im Wollen und Denken erzeugt neue Wellen kreisförmiger Kräfte, die wie lebende Fäden genau ihrer Art entsprechend zu feineren Ebenen geführt werden, um von dort wieder zum Menschen zurückzukehren, an den Ort, an dem er sich zu diesem Zeitpunkt befand
Und wieder bilden diese Rückkehrbewegungen des Gewollten einen Weg, der einer kreisförmigen Bewegung ähnelt, wobei die zum Menschen zurückkehrenden Fäden einen großen Kreis bilden, auf dem er entweder aufsteigt oder immer tiefer in die Tiefen der Zerstörung sinkt
Alles liegt in den Händen des Menschen, der sich jedoch, oft in seiner Unkenntnis der gesetzmäßigen Vorgänge im Schöpfungswerk, durch das Leben hier auf Erden oder nachfolgend in anderen Ebenen zwischen den Leben bewegt, gleich einem verirrten Schiff auf stürmischer See
Er dreht sich im Kreis und, den zurückkehrenden Stoßwellen ausgesetzt, ist er unfähig, die richtige Richtung zu erkennen, die ihm eine klarere Aussicht zum Ziel und damit größere Festigkeit in die Hände zur Führung des Steuerruders des Schiffes brächte
Dabei ist ihm der Ausweg aus der Verirrung stets nahe
Der helle Stern der Wahrheit, der die richtige Richtung bestimmt, leuchtet ihm in jedem Augenblick entgegen
Wenn er nur seinen Blick zum Himmel erhebt, dann wird er die Größe und Strahlkraft aller Hilfen erblicken, die sich zu ihm neigen während der ganzen Zeit seines Weges
Die Allweisheit Gottes hat alles in der Schöpfung so eingerichtet, dass der, der wirklich sucht, immer feinere Stufen des Wissens erkennen darf und, so gerüstet, dann mit vervielfachter Kraft seines Geistes sich den Weg zu einer glücklicheren Aussicht bahnen kann, die ihm als gesetzmäßige Folge seines langanhaltenden, von Reinheit durchstrahlten Wollens zukommen wird
Er darf sich jedoch nicht erschrecken, wenn ihm in den Kreisen noch vieles zurückkehren wird, was aus der Vergangenheit herangetragen wird, damit es sich in der Abgeltung entlade und zum nachfolgenden Frieden des weiteren Weges ausgleiche
Die großen Kreise bringen nun beschleunigt vieles, was nach einem Ausgleich der Taten im Leben jedes Menschen verlangt
Er soll nicht auf das, was ihm widerfährt, als auf ein Unrecht blicken, das ihm vielleicht vom Schicksal oder von anderen Menschen zugefügt wurde, sondern er soll sich dem aufrecht mit einem reinen und geduldigen Wollen des Guten stellen, das allein ihn von allem Bösen befreien wird
Mit jedem Schritt vorwärts in guter und reiner Gesinnung strömen dem ehrlich Strebenden auch Hilfen zu, die alles zu ihm Zurückkehrende zurechtrücken und ihm zugleich den weiteren Weg in einer neuen, liebevolleren Gestaltung dessen weben, was ihm nach einer gewissen Zeit als Gegenwartsgeschehen zukommen wird
All dies ist als Gabe der Liebe Gottes in das Schöpfungswerk eingewoben
Die Menschen sollten lernen, diese Gabe freudig zu erleben und ihrem gnadenreichen Schöpfer dafür zu danken
Gralsweg | 28. Januar 2021 | ZUSÄTZLICHE TEXTE
Übersetzung aus dem Tschechischen
Vědění Pro Novou Dobu – Vzestupné Kruhy
https://www.cesta-gralu.cz/vedeni-pro-novou-dobu-vzestupne-kruhy/
