Vorbereitung auf die bevorstehende geistige Erleuchtung – Text 3

Eines der Dinge, die leider ebenfalls von jener Erstarrung gezeichnet sind, an der wir alle in irgendeinem Maß beteiligt sind, ist das Geschehen rund um die Gralsbotschaft.
Ein Geschehen, das für den einen schmerzlich ist, für den anderen nebensächlich, und mancher nimmt es so, dass die Dinge eben fließen und sich irgendwie ordnen werden.
Ja, all das kann man so empfinden und sich dem auf diese Weise nähern.
Wenn wir von einer großen geistigen Erleuchtung sprechen wollen, wer käme dafür eher in Betracht als jene, die das Wissen haben, um Wegbereiter zu sein? Sie sollen den Weg aus der Erstarrung freischlagen hin zu einem freieren, weiteren, herrlicheren Teil dessen, wie Beziehungen zwischen Menschen sein können, wie Erfüllung sein kann, wie Achtung vor der individuellen geistigen Freiheit und zugleich das Verstehen anderer Menschen sein kann, dass auch sie in sich die Sehnsucht nach dem Licht tragen.
Es ist ein großes und schmerzliches Thema, über das man hier stundenlang sprechen könnte, aber weil wir auf die kommende Zeit blicken, wollen wir davon sprechen, dass alles möglich ist.
Wir wollen davon sprechen, dass das, was heute für viele Menschen ein Grund für unsichtbare oder sichtbare Grenzen ist, aus Unverständnis oder aus Intoleranz, nach und nach gegenstandslos werden wird.
Und in diesem Geist wird jenes große Sommertreffen vorbereitet, von dem ich schon gestern Abend gesprochen habe und über das ich euch jetzt etwas Näheres sagen möchte.
Seit einiger Zeit ist da ein innerer Antrieb, eine innere Triebkraft, damit jene Atmosphäre, die wir so gemeinsam in dieser schönen Zahl erleben dürfen, wenn wir so zusammenkommen, sich noch um einen Grad weiterbewegt, sich noch stärker, noch umfassender entfaltet.
Und so sind wir in den Vorbereitungen und unter Führung bestimmter Inspirationen und Anstöße an einen Ort geführt worden, der sich uns für dieses Sommertreffen anbietet, das wieder im August stattfinden sollte, Anfang August.
So bietet sich also ein Ort an, der eine Kapazität von bis zu fünfhundert Plätzen für Teilnehmer hat.
Ich glaube, ich übertreibe nicht, fast fünfhundert.
Es liegt an uns, wie sehr wir dieses Treffen und die kommenden Tage durch unser gemeinsames Wollen prägen, damit das Erhoffte lebendige Wirklichkeit werden kann. Es soll eine Quelle der Erneuerung für all jene sein, die sich nach jener geistigen Strahlkraft sehnen – nach jener inneren Ganzheit und Leuchtkraft, die sie bei jedem Einzelnen von euch oder auch bei mir wahrnehmen werden. Sie werden spüren, dass sie an dieser wahrhaftigen Vollkommenheit des Seins teilhaben möchten, die sie bereits tief in sich ahnen und die ihre Seele wie ein Magnet anzieht.
Und genau darin liegt die ganze Tiefe und Kraft dessen, was wir an Vertrauen und unerschütterlicher Gewissheit einbringen können: die feste Überzeugung, dass es geschehen wird. Es ist Teil des Wirkens der Schicksalsweber, dass sie das Kommende genau so vorbereiten, wie wir es in unserem Inneren bereits als unumstößliche Wahrheit tragen.
Sie werden daran arbeiten, dass es sich, wenn möglich, jenem Ideal annähert, das dem entspricht.
Es ist nur eine Frage unserer inneren Überzeugung, unserer inneren Kraft.
Eines der unglücklichen und falschen Dinge ist, dass es über all die Jahrzehnte nicht gelungen ist, all jene herrlichen Menschenseelen, die sich nach dem Licht sehnen, die sich danach sehnen, hier auf der Erde zu dem Bewusstsein zu kommen, dass sie nicht allein sind, dass sie keine verlorenen Seelen sind, dass sie nicht jene schwarze Schafe in Familien sind, in denen, sobald man über irgendetwas zu sprechen beginnt, was ihre Seele erfüllt, es zum Gegenstand des Spotts, zum Gegenstand von Bemerkungen, zum Gegenstand der Ablehnung wird, auf lebendige Weise miteinander zu verbinden.
Auf dieser Erde sind viele wunderbare Seelen inkarniert, die dies in sich tragen und sich danach sehnen, dass so etwas geschieht. Es ist ein Entwicklungsschritt, der die Erde jener allmählichen Auflösung aller Grenzen und Einhegungen näherbringt, in denen wir uns heute befinden. So können diese Menschen, die durch ein edles Streben und eine tiefe innere Größe verwandt sind, voneinander erfahren und sich in ihrer gemeinsamen Ausrichtung gegenseitig stärken.
Das Bedauerliche, das als bitterer Beigeschmack im Umfeld der Gralsbotschaft bleibt, ist, dass man bisher vor allem bestrebt war, andere Menschen anzuwerben, nur um die Mitgliederzahlen zu erhöhen und eine Organisation nach außen hin stark zu machen.
Der wahre Kern unseres Wirkens liegt darin, den Menschen einen Impuls zur inneren Freiheit und Unabhängigkeit zu geben. Sie sollen weder gesammelt noch organisiert, weder als Mitglieder geführt noch irgendwo registriert werden. Vielmehr geht es darum, sie als freie, eigenverantwortliche Geistwesen zu bestärken, die ihren Weg zum Licht aus eigenem Antrieb gehen und dabei – allein durch die magnetische Kraft ihrer Ausstrahlung – ganz natürlich zu jenen finden, die im Geiste mit ihnen verwandt sind.
Indem wir uns ein vorurteilsfreies, aus dem Geiste quellendes Denken bewahren und jene persönliche, unerschütterliche Einzigartigkeit ehren, die jedem von uns innewohnt – in aufrichtiger Achtung vor den anderen und in dem Wissen, dass daraus eine alles durchdringende, stärkende Energie erwächst. Denn ihr Schwingen kreist um die Wahrheit; es rankt sich empor an jener Säule des Lichts, die das gesamte Werk der Schöpfung trägt.
Ebenso kreisen auch wir und werden zu dieser Verankerung des Lichtes hingezogen an allen Orten, an denen wir uns befinden.
Ebenso ist es auch hier auf der Erde.
Wenn wir also von diesem geplanten Sommertreffen sprechen, dann sollte dessen ganzer Gehalt – getragen von der unerschütterlichen Gewissheit des Gelingens und der Erfüllung – darin liegen, dass Menschen zusammenfinden, die nach innerer Selbstständigkeit streben. Menschen, die die Befreiung des Geistes suchen und die den Wunsch haben, in ihrer ganz persönlichen Einzigartigkeit gestärkt zu werden
Nicht damit sie sich zusammenschließen und auf etwas hören, was ihnen den Weg vorgibt, sondern damit sie inspiriert werden, damit sie darin ermutigt werden, was sie bei sich selbst als ihre Gaben, ihre Fähigkeiten, ihre Möglichkeiten empfinden, damit sie aus einem solchen Treffen die Stärkung mitnehmen, dass dies der rechte Weg ist.
Also genau das Gegenteil.
Im Unterschied zu Treffen, die auf Zusammenschluss abzielen, können wir ein Treffen formen, das vor allem dazu dient, dass die Menschen sich nicht im alten Sinn zusammenschließen, sondern innerlich frei bleiben, sie selbst bleiben, an den Orten weiterleben, an denen sie leben, und dort wirken, wo sie leben.
Sie sollen aber wissen, dass sie nicht allein sind und keine Ausnahme darstellen. Es gibt hier eine große Zahl von Menschen, die aus sich selbst heraus etwas zu bieten haben.
Ebenso können auch sie dazu ermutigt werden, das, was sie in ihrem Inneren tragen, ganz aus sich selbst heraus weiterzugeben – jeder als seinen ganz persönlichen Beitrag.
Dieses Treffen soll keinesfalls dazu dienen, das Alte fortzuführen – also jene Bestrebungen, eine einheitliche Front zu bilden, der es an wahrer Freiheit mangelt und die den Menschen nur in leblose Schablonen presst.
Die Menschen sollen nicht dazu gerufen werden, die Uniform der Gleichförmigkeit anzuziehen, sondern dazu, auf ihrem Weg des selbstständigen Gehens zum Licht ermutigt zu werden.
Das ist der grundlegende Unterschied, der dieser Form, diesem Vorbild des Sommertreffens eingeprägt und eingewebt werden muss.
Es geht um keinerlei Anwerbung, es geht um nichts von dem Alten.
Es geht um das Neue.
Es geht um die Unterstützung der großen geistigen Erleuchtung, die weit über die Grenzen der Leser der Botschaft hinausreicht, denn auf der Erde gibt es viele Menschen, viele Menschenseelen, die einen Weg gehen, der beschwerlicher erscheint, weniger wissend, weniger verständlich, und dennoch gehen sie diesen Weg mit dem Bewusstsein, dass er sie erfrischt, dass er ihnen Kraft gibt und dass sie gewiss sind, Schritt für Schritt dem Licht entgegenzugehen.
Und solche Menschen dürfen nicht ausgeschlossen werden.
Das sind keine Seelen, die verdammt werden sollten, nur weil sie sich nicht zu irgendeiner Liturgie oder zu irgendeinem Ritual bekennen.
Das sind suchende Seelen, die um sich eine große Zahl geistiger Helfer haben, die sie führen, sie inspirieren, sie ermutigen, ebenso, wie wir es uns wünschen, dass es uns gegenüber getan werde, dass auch auf uns mit Güte geblickt werde, wenn wir irren, mit Unterstützung, wenn wir Unterstützung brauchen, dass uns Inspiration zukommt, wenn wir uns danach sehnen, auf dem Weg vor uns klarer zu sehen.
Ebenso wollen wir dasselbe den Menschen gewähren, die auf dieser Erde sind, die auf diese Erde gekommen sind und dem Licht entgegengehen von jenem Ausgangspunkt aus, an dem ihnen jene innere Bewegung zuteilwurde, dass sie etwas suchen wollen, dass sie irgendwohin gelangen wollen.
Es ist also so, wie wir davon gesprochen haben, dass für das Empfangen jener einströmenden göttlichen Kraft zur Zeit von Pfingsten das Innere des Menschen entscheidend ist, die Innerlichkeit, das Wesen des Menschen.
Auch in dieser Hinsicht sollten wir lernen, auf andere Menschen durch ihre Innerlichkeit, durch ihr Wesen zu schauen, nicht durch das Äußere, nicht durch Gedanken, nicht durch die Formen, in denen sie sich befinden.
Sobald wir jedoch beginnen, so zu werten, säen wir religiöse Zwietracht und Unvereinbarkeit – wir erschaffen die Welt genauso, wie sie heute ist. Doch damit muss Schluss sein; das gehört der Vergangenheit an und ist ein für alle Mal vorbei.
Die große geistige Erleuchtung besteht darin, dass ein Weg gesucht wird, der gegenseitig stärkt und den Nachdruck darauf legt, dass jeder persönliche Verantwortung trägt, und dass von unserer Seite diese persönliche Verantwortung dem Menschen überlassen wird.
Wenn wir meinen, dass ein anderer Mensch im Irrtum ist, dann liegt es nicht an uns, ihn belehren oder ändern zu wollen. Die einzige rechtmäßige Weise, darauf zu reagieren, besteht darin, unsere Wachsamkeit noch strenger auf uns selbst zu richten und an unserer eigenen Vervollkommnung zu arbeiten.
Die wesenhaften Helfer, die Weber, haben alles in ihren Händen.
Es ist also so, wie es genau verheißen ist.
Die Welt eilt der geistigen Erleuchtung entgegen.
Die Welt eilt der Befreiung all jener Seelen entgegen, die sich danach sehnen, auf dieser Erde einmal einen Ort zu finden, den sie ein von Gott gesegnetes irdisches Zuhause nennen können.
Diesem Wandel steuert die Welt unaufhaltsam entgegen. Mit jedem Tag bewegen wir uns darauf zu – ganz gleich, ob wir uns dessen bereits bewusst sind oder nicht –, denn dies geschieht nach einer unumstößlichen Gesetzmäßigkeit.
Es gibt nichts, was sich diesem Weg entgegenstellen könnte.Wer meint, dass sich etwas entgegenstellen werde, trägt Zweifel in sich.
Gehen wir davon aus, dann sind wir also jene, die diesen Weg gehen und nur all das suchen, was als verbindende Energie magnetischer Ausstrahlung beschleunigend und stärkend wirken kann, indem es sich zu jener Ganzheit aufsummiert, die den Boden dafür bildet, dass all das, was in der kommenden Zeit kommen wird, entweder früher oder später kommen kann.
Darin liegt die Arbeit eines jeden von uns.
Ich weiß, ich habe das kompliziert gesagt.
Ich werde es heute noch mehrere Male sagen.
Im Magnetismus und in der Gleichartigkeit liegt ein Zusammenfinden, das sich auf den feineren Ebenen verstärkt, aus denen die Schicksalsweber schneller und stärker all das weben können, was dann zur geformten sichtbaren Gestalt dieser Welt wird.
Und schauen wir nicht auf die Gegenwart, schauen wir nicht auf die Vergangenheit.
Unsere Gegenwart wird aus jenen Fäden gewoben, die bereits vor Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten ihren Lauf nahmen.
Daraus wird jetzt die Gegenwart gewoben.
Deshalb ist sie so unerquicklich.
Deshalb ist sie so, weil in jener Zeit in der Reife oder vielmehr Unreife und Beeinflussung der Menschen durch den Versucher nichts Besseres gewoben werden konnte.
Es wurden Missformen statt Formen gewoben, es entstanden Zerrbilder statt Segen.
Aber wir blicken nach vorn.
Richten wir unseren Blick auf jene kommende Zeit, auf jene Tage, die im Feineren bereits gegenwärtig sind und sich nun dieser Erde nähern – als ein Geschehen, das hier erst noch seine irdische Form annehmen wird.
Darin liegt eine ungeheure schöpferische Kraft.
Darin liegt ein unermessliches Geschenk der Mitbeteiligung eines jeden von uns.
Wenn wir uns bewusst machen, was alles durch uns als einzelnen Menschen zu dieser Erde kommen kann.
Es ist ein beständiges Formen und Weben all dessen, was nun auf die Erde herabsinkt, um hier als neue Welt Gestalt anzunehmen und zur sichtbaren Wirklichkeit zu werden.
Nähert sich der Mensch immer mehr der Wahrhaftigkeit – indem sein Denken und Empfinden ganz im Einklang mit den Schöpfungsgesetzen schwingen –, so erwächst daraus eine Kraft, durch die jene Fäden der Zukunft umso schneller und mächtiger gewoben werden können.
Schon in diesem Augenblick, in dem wir darüber sprechen, formen die Fadenweber Dinge, die uns erstaunen und mit ihrer Gestalt überraschen würden, weil wir selbst in uns, in unserer Vorstellungskraft, noch gar nicht die Fähigkeit haben, dafür ein Bild zu schaffen.
Aber sie haben es.
Hier lächelt gerade jemand und denkt sich, dass er dieses Bild habe.
Niemand hat es, weil es auf Wegen geschieht, die wir nicht erfassen können.
Es gibt eine so ungeheure Menge an Einflüssen und Einzelheiten, die in jener endgültigen Form und Gestalt zusammenlaufen, dass das menschliche Begreifen, die Reichweite unseres Wesens, das nicht zu überblicken vermag.
Wir können es nur annehmen.
Wir können es als etwas empfinden, an dem wir in dem besten Wollen, das aus uns hervorbricht und aus uns herausströmt, Mitbeteiligte sein dürfen.
Alles Übrige aber legen wir in die Hände derer, die diese Stofflichkeit der Ausstrahlung verarbeiten und in jene Gestalt führen, die die idealste Art der sich nähernden Einstellung der Welt sein wird, der gesellschaftlichen Welt, der natürlichen Welt.
Alles wird darin enthalten sein.
Davon zu wissen gibt dem Menschen die Gewissheit geistiger Macht, aber nicht dazu, dass sie missbraucht werde, sondern zu dem Bewusstsein, dass, wenn dies durch den Menschen erfüllt wird, von innerer Begeisterung und innerer reiner Freude erfüllt, ein gewaltiges Entwicklungsgeschehen kommen kann, das sich in Veränderungen zeigen wird, die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können.
Wir befinden uns heute vielleicht in einer ganz ähnlichen Zeit, wie sie die Menschen im Jahr 1986 erlebten. Wenn damals jemand davon gesprochen hätte, wie sich die Dinge nur zehn Jahre später entwickelt haben würden, man hätte ihn schlichtweg für einen Träumer gehalten.
Er wäre für jemanden gehalten worden, der außerhalb der Wirklichkeit dieses Wesens steht.
Und dennoch kamen Ketten von Geschehnissen.
Es kamen Ereignisse, die am Ende das, was wie ein unerschütterlicher Wall aussah, von allen Seiten befestigt, als etwas Unveränderliches, wie ein Kartenhaus zusammenbrechen ließen.
Wenn uns die heutige Welt als etwas erscheint, das sich wie eine Masse in eine unerquicklichere Richtung schiebt und wälzt, dann kann es auf dieselbe Weise durch Wirkungen und Einflüsse, von denen wir jetzt nichts wissen, dazu kommen, dass dies sich auflöst wie Eis in der sommerlichen Mittagssonne.
Oder wie ich hier jetzt innerhalb von zehn Minuten wie eine Gewächshauspflanze.
Das Maß, die Kraft des Vertrauens, dass in den Gesetzen des göttlichen Webens etwas Derartiges möglich ist und dass wir also überhaupt nicht irgendeiner zerstörerischen Dramatik entgegengehen, sondern dass wir uns der geistigen Erleuchtung auf dieser Erde zu bewegen, mag einem Menschen, der noch alle fünf Sinne beisammenhat, jetzt wie Wahnsinn erscheinen, und doch ist es Wirklichkeit.
Die Kraft, von der ich gesprochen habe, die im Unsichtbaren wirkt, ist uns unbekannt.
Wir vermögen sie nicht zu überblicken, weil es nicht in den Fähigkeiten von uns Menschen liegt, jene Einzigartigkeit, Feinheit und Allweisheit zu begreifen, die sich darin zeigt, wie die Schicksalsweber alle Fäden weben, damit aus ihnen Zukunft hervorgehen kann, damit aus ihnen die kommende Zeit hervorgehen kann.
Daher jene ernste und ernst gemeinte Forderung, dass der Mensch sich nicht allzu leicht ablenken lassen und nicht zweifelnd werden soll.
Dass er nicht einer sei, der sich schon durch ein paar Regungen irgendwelcher Geschehnisse der Gegenwart wieder aus seiner inneren Kraft der Überzeugung herausbringen lässt, denn dann wären wir ebenso schwach wie viele vor uns, die es in der Hand hatten, durch diese ihre Überzeugung mitzuhelfen, die Welt zu verändern, die aber im letzten Augenblick zögerten und dadurch die Wege erschwerten.
Wir können diesen Weg nur noch verlängern oder beschleunigen, je nachdem, wie stark unsere Überzeugung ist.
Der Weg ist gegeben.
Der Sieg des Lichtes ist gegeben.
Wir können diejenigen sein, die aus sich selbst heraus oder mit Unterstützung anderer Menschen, weil diese Energie sich im Einklang immer mehr verstärkt und machtvoller wird, wenn dieses Mitschwingen in seiner Reinheit alles überwindet, vieles beschleunigen und voranbringen können.
Deshalb habe ich gestern davon gesprochen, dass man an dieses Treffen nicht nur als an irgendeine gesellschaftliche Angelegenheit in jener niederen Form herangehen sollte, dass Menschen einander sehen, auch wenn das natürlich ebenfalls gilt, denn wenn man Menschen sieht, manche von euch kenne ich, und ich bin froh, dass ich ihnen begegnen kann.
Aber das ist das Nebensächliche.
Wenn wir dieses Treffen als eine Zeit intensiver geistiger Arbeit begreifen, dann zeigt sich das eben im Weben jener Fäden, die nun auf die Erde herabsinken können. Es geschieht dadurch, dass wir einander stärken und uns eine innere Durchlässigkeit und Klarheit bewahren – einen Zustand des Geistes, zu dem man im dichten Alltag oft nicht aufzusteigen vermag, weil man in den festgefahrenen Gleisen des täglichen Lebens gefangen bleibt
Hier aber ist es möglich.
Und ebenso wird es auf jenem Sommertreffen möglich sein, bei dem eine noch größere Zahl von Menschen zusammenkommen könnte und bei dem jene Energie die entscheidende sein könnte, die große Veränderungen bringen könnte.
Dieses große Sommertreffen ist eine große Gelegenheit, Veränderungen zu bewirken, an denen wir mitbeteiligt sein können, wenn wir darin stehen, jeder für sich in jener kindlich reinen, schlichten, vertrauensvollen Haltung und in jener inneren Überzeugung, dass das, was in jenem Augenblick aus uns nach allen Seiten als Ausstrahlung hervorbrechen wird, von jenen Webern genutzt und verarbeitet werden kann, damit viele Dinge beschleunigt, weitergeschoben und entfaltet werden.
Aber wie in der Botschaft gesagt wird, sollte der Mensch sich nicht vorstellen, wie die Dinge sein werden.
In der Regel bringt er dabei etwas Persönliches hinein, ohne es zu merken.
Er will darin seine persönlichen Dinge erledigen.
Davon muss er frei sein.
Es darf nicht darum gehen, dass er es darauf überträgt, was mit dem Nachbarn geschehen werde, was dann mit diesem oder jenem sein werde.
Denn in diesem Augenblick ist das eine so gewaltige Schwächung jener Ausstrahlung, aus der die Weber sonst etwas Bewundernswertes, Starkes und Mächtiges weben könnten, dass wir uns den Unterschied nicht einmal vorstellen können.
Es ist also mit Demut verbunden, mit einer inneren reinen Kindlichkeit, die wir aus uns selbst als Mitanteil jener Ganzheit einbringen müssen, aus der dann etwas Großes geformt werden kann, wozu wir aus uns selbst nicht fähig wären.
In dieser Verbindung des Gleichartigen und in der Verstärkung der aufsummierten Energie kann etwas entstehen, das ein Impuls dafür sein wird, dass eine Überbrückung für jenes Wirken der Weber entsteht, sodass sie zu den vorbereiteten Fäden am Ende mehr Segen, mehr Stärkung, mehr Rettung hinzufügen können.
Ganz so, wie von dem Maß an Zerstörung gesprochen wird, das von uns abhängt.
Aber ich möchte nicht von Zerstörung sprechen.
Ich spreche vom Maß der Herrlichkeit, vom Maß des Bewundernswerten, von der Größe dessen, auf welchen Wegen es in diese Welt kommen kann.
Wenn wir dazu aus uns selbst eine Energie hinzufügen, die ja ebenso von uns nur empfangen wird, damit sie umgeformt werden kann als Stofflichkeit, aus der dann das Neue gewoben wird.
Die Erwartung, dass ein halbes Jahr nach diesem Sommertreffen Naturforscher berichten, in den heimischen Brdy-Wäldern sei plötzlich ein Einhorn gesichtet worden – das ist zwar eine schöne Vorstellung, aber für den Kern der Sache völlig ohne Belang. Es ist nebensächlich. Deshalb sollte unser Streben nicht auf solche konkreten, äußeren Effekte ausgerichtet sein.
Es liegt an uns, aus der Vorbereitung auf Pfingsten und dem Erleben des Ausgießen des Heiligen Geist so tief zu schöpfen, dass wir in unserem Geist neue Bahnen für diese hohe Kraft bereiten. So innerlich emporgehoben, können wir dem Treffen im August entgegensehen – auf dass es zu einer Fahrt unter vollen, geblähten Segeln auf dem Strom dieses Geschehens werde.
Wir können sehr viel tun.
Dann tun wir es.
Es ist überhaupt nicht schwer.
Überhaupt nicht.
Es bedeutet lediglich, alle ausgetretenen Pfade zu verlassen, die von Misserfolgen sprechen, die behaupten, etwas sei unmöglich, etwas gehe nicht oder etwas werde nicht gelingen.
Alles kann gelingen.
Alles ist möglich.
Alles, was in den Gesetzen der Schöpfung schwingt, kann in ungewöhnlicher Weise gesegnet werden, damit es gelingt.
Wenn wir auch nur einen kleinen Teil dessen nutzen würden, wovon Jesus sprach, von dem Willen des Menschen in Beziehung zu jenem Versetzen des Berges, ich glaube, es wurde irgendwo in seinen Worten darüber gesprochen, dann kann sich diese Welt in vielen Dingen auf eine Weise und auf Wegen verändern, die wir niemals hätten erfinden können.
Und das wird geschehen.
Es wird geschehen.
Es ist schon da.
So, Freunde, jetzt haben wir die Pause schon gewoben.
Ich sehe es an vielen eurer Wünsche.
Dann genießen wir sie.
Und wie lange haben wir noch.
Zehn Minuten Pause.
Das ist schön.
Stellt euch vor, es gibt auch Pausen von fünf Minuten.