Der siegreiche Menschengeist

Eine futuristische Landschaft mit zerbrochenen Betonmauern und üppiger Vegetation im Vordergrund, während im Hintergrund eine strahlende, feurige Welle den Himmel durchbricht.

Über dem Raum des hiesigen Universums zieht sich wie das Versprechen einer großen Wiedergeburt eine voranschreitende Wand des Lichts dahin, die alles befreit, was in Übereinstimmung mit der aus dem Gral strömenden Harmonie rein schwingt

Mit jedem neuen Sonnenaufgang nähert sich das Licht der kleinen Erde, um sie   schließlich mit seiner Kraft zu umschließen, um alles zu durchdringen und eine neue Ausrichtung des Lebens zu bringen, die dauerhaft nur noch im Einklang mit dem Ganzen des göttlichen Schöpfungswerkes stehen wird

Das Licht bringt durch sein Voranschreiten auch Stärkung und Ermutigung für alle, die in redlichem Bemühen nun mit den Tücken der letzten Schwingungen des verfinsterten Verstandes ringen

So mancher innerlich reine Mensch kämpft noch immer tausendmal am Tag verzweifelt gegen innere Widersprüche an, um vor seinem Gewissen zu bestehen und zugleich jenen Bedingungen gerecht zu werden, welche die allem Reinen und Natürlichen entfremdete und kalte Vorherrschaft derer erschuf, die sich völlig dem stofflichen Verstand unterwarfen.

Es scheint, dass aus allem, was heute das Leben auf dieser Erde beeinflusst, das Verständnis für gegenseitige Achtung und Unterstützung im Handeln zwischen den Menschen verschwunden ist

Gütigkeit und Freundlichkeit sind aus dem Umgang der Menschen miteinander verschwunden, ganz gleich, um welche Angelegenheiten es sich in den derzeitigen gesellschaftlichen Verhältnissen handelt.

Oberflächlichkeit hat bereits den größten Teil allen menschlichen Wirkens durchdrungen, sowie das hinterlistige Verstecken hinter Verordnungen, welche nicht selten jedem gesunden Urteilsvermögen und vor allem den Schöpfungsgesetzen widersprechen

Der gegenwärtige Zustand ist jedoch nur der bittere Höhepunkt der vom Geistigen entfernten Existenzweise der Menschen auf dieser Erde.

Die über Jahrtausende verfestigte Unterordnung des Geistes unter den Verstand unterdrückte alles Empfindungsmäßige

Genau das, was den Menschengeist in seinem Handeln am wertvollsten macht, ist völlig in den Hintergrund gedrängt worden

Ob es sich nun um die Macht fanatischer Herrscher, der Kirchen, um Meinungs- und philosophische Dogmen handelte – stets beugten sich die Menschen, abgesehen von  Einzelnen, dem auf sie lastenden Einfluss, ungeachtet dessen, dass dieser von ihnen die Verleugnung ihres inneren Empfindens verlangte

Jedes Mal fügten sie sich mehrheitlich dem äußeren Einfluss der irdischen Macht, um sich keinen möglichen Schwierigkeiten auszusetzen

Dadurch wurde in ganzen Scharen von Geistern auf der Erde jene wichtige innere Kraft untergraben, die persönliche Verantwortung für das eigene Handeln zu tragen

Durch die Leugnung der persönlichen Verantwortung ließen sich die Menschen in ihrer Schlauheit dazu herab, sich ihren Weg durch das Erdenleben zu erleichtern

All das führte beinahe dazu, dass sie ihr kostbarstes Juwel – den geistigen Funken –  verleugneten   

Bei vielen ist es so weit gekommen, dass sie selbst im Dienste des Dunkels die größten Gräueltaten an ihren Nächsten begingen

Dies ist etwas, das in zahllosen Formen erscheint und immer wieder aufs Neue Spannungen unter den Menschen, Zerrüttung, Feindseligkeit und Hass auf diese Erde bringen wird

Anstatt der Ermutigung und Stärkung zum siegreichen Aufstieg des Geistes breitete das Dunkel hier auf der Erde seine Pläne so aus, dass der Mensch nach und nach den Bezug zu seinem eigenen geistigen Wesen verlor.

Doch eine solche Entfremdung vom eigenen geistigen Wesen ist nur hier auf dieser grobstofflichen Erde möglich.

Nur hier auf Erden kann das Böse durch bestimmte menschliche Handlungen vorübergehend eine Übermacht über das Gute gewinnen.

In den umgebenden Sphären jener Welt, also in den feineren Stufen der Stofflichkeiten, ist nun mit der Erfüllung des Kommens des Lichts alles Böse scharf vom Guten getrennt

Und nun kommt diese Erfüllung der Trennung des Guten vom Bösen auch auf diese Erde in Gestalt des verstärkten Lichtdrucks, der das Gericht unter alle Menschen bringt, damit diese beweisen, wie ihr gegenwärtiger innerer Zustand beschaffen ist

Im geistigen Gericht, unter dem Druck des herannahenden Lichts, tritt alles Oberflächliche im Menschen rasch hervor: mangelnde Empathie, Gefühllosigkeit und eine berechnende Gewandtheit, die auf eigenen Vorteil bedacht ist.

Alles solche Handeln wird vom Licht sogleich als verwerflich verurteilt


Jede Tat dieser Art wird als das schwerste Übel, das aus dem dunklen Wollen verwerflicher Seelen entspringt, gekennzeichnet und zur Vernichtung verworfen.       

Seit einer bestimmten Zeit wird in der göttlichen Bestimmung der Entwicklung nicht mehr unterschieden, ob das Böse klein oder groß ist

Genau dies ist das Neue, das zwischen den Menschengeist und seinen Anspruch auf die Nachsicht des Lichts tritt

Das Licht sortiert und trennt nun in den feinsten Regungen alles menschliche Wollen

Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Übel, das aus der Tiefe einer dunklen Seele quillt, die sich aus eigenem Willen völlig freiwillig verdarb, und jenem Menschen, der nur aus leichtfertiger Trägheit und Oberflächlichkeit in seiner Lebenseinstellung anderen Menschen Schaden zufügt

Beides ist für die dienenden Wesenhaften zum Anlass für einen richtenden Schlag geworden, denn seit einiger Zeit wird dies in den von den treuen Vaenen gewebten Fäden als ein einziges Übel betrachtet

Die Nachsicht gegenüber der geistigen Reife bei der Sühne der Schicksalsfäden ist beendet

Sowohl kleine als auch große Vergehen unterliegen demselben Druck im göttlichen Gericht

Die Verstärkung des Gerichts über die Menschen ist fortgeschritten, und deshalb ist nun jeder Tag, jeder einzelne Augenblick im gesamten Sein des Menschen wichtig geworden

Es wird keine Nachsicht mehr in die Fäden eingewoben, die aus dem Wollen der Menschen entstehen, die vielleicht noch vor einiger Zeit Vergebung und Milderung im Gesetz der Rückwirkung erwarten konnten, da ihre unentwickelte Reife dies zuließ

Nun steht jeder Einzelne völlig gleich vor der Rückwirkung der Folgen seines Wollens

Überall dort, wo aus dem Wollen des Menschen Übles geboren wird, ohne dass er dazu gezwungen wäre, strömen ihm die verstärkten richtenden Wirkungen der strengen Gerechtigkeit zu

Ebenso verhält es sich aber auch dann, wenn der Mensch durch äußere Umstände vor die Entscheidung gestellt wird, ob er sich anpasst und die Auswirkungen des Bösen über seine Person weiter auf andere Menschen überträgt

Nun fällt auf jeden das Maß seiner Nachlässigkeit und Oberflächlichkeit im Handeln gleichermaßen zurück, so wie für das Licht kein Unterschied besteht zwischen dem Übel, das sich sichtbar äußert, und dem Übel, das im Inneren arbeitet, welches vom Menschen nach außen hin geschickt verborgen wird

Deshalb eilt ein großer Ruf aus den geistigen Ebenen zur Erdenmenschheit

Über jedem Augenblick menschlicher Gegenwart schwebt nun die Forderung der höchsten inneren empfindungsmäßigen Wachsamkeit

Die Forderung, in reiner geistiger Anteilnahme am Leben zu erwachen, gilt nun für jeden  Menschen

Auch nur ein einziges Zögern darin kann zu einem schicksalhaften Wendepunkt im weiteren Weben der Schicksalsfäden des Menschengeistes werden

Wo sich ständig Unfähigkeit zum Mitgefühl offenbart, wo immer noch versucht wird, die Überlegenheit auszunutzen, die dem menschlichen Geist nur vorübergehend anvertraut ist, dort wirkt nun unerbittlich das Weben der Fäden der Vaenen, denen nun auf Befehl Parsifals aufgetragen ist, keinen Unterschied zu machen zwischen kleinem und großem Übel in der Welt der Menschen, sondern im Falle von Herzlosigkeit die Fäden als ein und dasselbe Übel in allem menschlichen Tun zu verweben

Welche Auswirkungen dies haben wird, kann selbst ein nur wenig aufmerksamer Teilnehmer aller menschlichen Begegnungen und Gespräche zwischen den Menschen von heute erkennen

Die Unreife des Menschengeistes entschuldigt darin nicht, denn hier handelt es sich um das Grundlegendste, was mit dem Wesen des menschlich-geistigen Funkens zusammenhängt – die Fähigkeit zum Mitempfinden und zum Handeln nach der inneren Stimme

Zu diesem Grad der Wahrnehmungsfähigkeit ist jeder menschliche Geist aufgrund seiner geistigen Natur fähig

Dabei spielt die Fähigkeit zu höherem Erkennen der Schöpfungsgesetze keine Rolle, sondern hier handelt es sich um die bloße Grundlage der menschlichen Äußerung des Mitgefühls mit der Außenwelt, mit den Mitmenschen und sogar mit der Welt der Natur

Jeder Mensch nimmt dies nun in seinem Unterbewusstsein wahr

Deshalb sehen wir ringsum jenes beispiellose Chaos und die Unruhe auf der ganzen Erde

Wer darin versagt, der kann keine weitere Geduld aus dem Licht erwarten, denn es gibt für den menschlichen geistigen Funken nichts Natürlicheres, als in kindlich schlichtem Empfinden mit den Nächsten sowie mit allem Leben der Tiere und Pflanzen mitzufühlen

Die Natürlichkeit dieser Feinfühligkeit des Mitleids hat viele Formen, die sich in ihren Äußerungen gemäß der Reife des jeweiligen Geistes entfalten

Jeder für sich selbst muss so seine Fähigkeit unter Beweis stellen, echte Empfindung im Herangehen an das Handeln des Nächsten zu erkennen

Hier gilt kein äußerlich erlerntes Vorgehen, das für alle Situationen und für alle Menschen gültig wäre

Einzig die innerlich lebendige Anteilnahme im Mitgefühl bietet die Rüstung dafür, damit der Menschengeist entweder besteht oder versagt

Wenn jemand unsicher ist, wie er sich verhalten soll, gilt für ihn als Grundlage, stets einfach und respektvoll mit den Menschen um uns herum umzugehen

Das Böse offenbart sich dann von selbst, um uns durch sein Auftreten gleichzeitig zu zeigen, wie wir uns in natürlicher Abwehr dagegen verhalten sollen

Es steht dem Menschen auch nicht zu, sich in die Rolle eines eifrigen Richters über andere Menschen zu begeben, denn seine Aufgabe ist es, unter allen Umständen rein sachlich und in seinem Urteil höchstens gerecht zu bleiben

Wenn der Mensch dies im gegebenen Moment nicht richtig zu erkennen vermag, ist es besser für ihn, sich darin zugunsten des Nächsten zu irren

Wahrlich ist es besser für den Menschen, sich einzugestehen, dass er selbst sich irrt, und im Abwarten zu verweilen

Es ist also besser, im täglichen Handeln davon auszugehen, dass der andere Mensch, dem wir begegnen, sich bemüht, richtig zu stehen

Diese Vorgehensweise ist auch die einzige, die als Haltung gegenüber den Mitmenschen Bestand haben kann und den Übergang in eine neue Zeit gestaltet

Es ist keine Naivität, wie es der Verstand sofort jemandem unterzuschieben versuchen würde, sondern es ist ein Weg, der auf dem Vertrauen in das Licht aufgebaut ist

Dem Übel entgegenzutreten ist dabei dennoch stets möglich, denn bei dem, der im Reinen steht, wird sich auch schnell der Weg zeigen, wie Strahlen der Gerechtigkeit herbeizuführen sind, die sich in einem beschleunigten Geschehen erfüllen werden

Allerdings muss er zuerst einen reinen Zustand des Empfindens in seinem Inneren erreichen

Wenn der Mensch in lebendiger Verbindung mit dem Licht und durch sein kindlich reines Vertrauen mit den Gottesgesetzen steht, dann bildet sein Herangehen an alle Augenblicke des Tages die Möglichkeit, dass sich immer schneller das Wunderbare der Wirkungen der erwähnten Gesetze der göttlichen Gerechtigkeit erfüllt

Die Nähe von Parsifals Strahl über der Erde wird diese Erfüllung in Wirkungen ins Leben rufen, die dem Menschen noch heute als unausführbar erscheinen mögen

Voraussetzung dafür ist innere Ruhe und Klarheit

Der im Inneren des Menschen ruhende Friede ist die Grundlage für seinen Sieg in der heutigen Zeit auf Erden

Alle Verheißungen Jesu in den Seligpreisungen neigen sich nun zur Erde, damit sie sich gerade jetzt erfüllen

Sie müssen jedoch für ihre Erfüllung einen im Inneren des Menschen dafür bereiteten Boden vorfinden

Die Gerechtigkeit Gottes tritt der Erde nahe, um in der Erfüllung eines beschleunigten Ausgleiches der Fäden des menschlichen Wollens genau das zu bringen, wie sich dieses Wollen im Strahl des göttlichen Gerichts über den Menschen zeigt

Wer in seinem Leben stets im Einklang mit dieser Gerechtigkeit wirkt, der kann nun in völliger Ruhe verbleiben, denn ihm werden sich zusammen mit dem verstärkten Parsifal-Strahl nur Segen und Ermutigung in all jenen Momenten nähern, in denen er menschlichem Druck gegenübersteht

Der Friede in seinem Inneren muss ihm jedoch den Weg ruhiger Sanftmut ebnen, damit das Licht durch ihn und gleichzeitig über ihm zur Erfüllung des Sieges wirken kann

Es ist die Forderung des ganzheitlichen Eintauchens seines Geistes in lebendiges Vertrauen in das göttliche Wirken hier auf Erden

Jeder Schritt, mit dem eigene Vorstellungen verwirklicht werden sollen, bevor das Licht das jeweilige Geschehen vorbereitet hat, kann sich letztlich als Hindernis erweisen und die allumfassende Wirkung der Hände der Diener Gottes beeinträchtigen, die aus dem Wesenhaften kommen, um seinen Willen in der Stofflichkeit zu erfüllen

Wenn der menschliche Wille in Unreife oder im Misstrauen in den Wirkungsbereich der Lichterfüllung früher oder anders eintritt, als es für die Aufrechterhaltung des Einklangs der wirkenden Kräfte notwendig ist, dann wird in der Nähe des Menschen hier auf Erden niemals jene wunderbare Wendung im Geschehen eintreten, die bereits zur Erfüllung bereitgestellt war

Der Sieg des menschlichen Wollens kann nicht aus sich selbst heraus entstehen, sondern einzig aus der Verbindung mit einer höheren Art von Kräften, die sich um jeden innerlich offenen und reinen Menschen befinden

Hierbei ist es notwendig, noch mehr zu einem inneren Vertrauen kindlicher Art fortzuschreiten

Gerade in der Heilung muss jeder Mensch innerlich wie gedanklich vorankommen, der die Nähe von Marias göttlicher liebevoller Hilfe erstrebt, die nun im nahen Verweilen des Parsifal-Strahls über dieser Erde ruht

Nur eine solche Einstimmung schafft die Bedingungen für Geschehnisse höherer Art, die sich gerade in der heutigen Zeit zur Erweckung vieler erfüllen können, welche Zeugen des Wirkens des Lichts unter den Menschen werden

Dadurch wird eine Vielzahl von Menschen erweckt werden können, die es sonst nicht aus sich heraus vermocht hätten, sich auf jene Stufe emporzuschwingen, von der aus ihnen in einem solchen Erleben durch ihre geistigen Helfer neue Ermutigung und Unterstützung für einen neuen Weg zuteilwerden kann

Bislang haben viele Wissenden darin gezögert, denn wir sind allzu sehr von der Materie und ihren Formen eingenommen, die in den Händen vieler Menschen als unüberwindbar erscheinen

In Wahrheit ist es nur eine vorübergehende innere Einstimmung, welche diese Formen überhaupt in Wirksamkeit hält, damit viele innerlich schwache und oberflächliche Menschen jene Macht behaupten können, die in ihren Händen doch nur unablässig neue Schuld über sie selbst und all jene bringt, die sich ihnen angeschlossen haben.

Doch es kann ein Erwachen vieler kommen, denn die Kraft des Lichts im Wirken, das sich nun durch im Inneren richtig und rein vorbereitete Geister erfüllen darf, wird wunderbare Wirkungen auf viele bisher schlafende Menschen hervorrufen, die zu dem entsprechenden Erleben geführt werden

Aber nur dann wird sich das Geschehen erfüllen, das zum Sieg des Lichts auf Erden führt, wenn die von geistigen Helfern bereiteten Gefäße unseres Inneren mit lebendigem Wasser aus dem Heiligen Geist gefüllt sein werden

Was das bedeutet, darüber muss nun jeder nachdenken, zu dem diese Worte mit klarem Klang für seine Wiedergeburt sprechen

Rein und klar muss das Innere sein, damit sich in der Nähe des Menschen die hohe Schwingung von lichterfüllten helfenden Kräften befinden darf

Die Gedanken müssen rein und klar sein und dürfen niemals das Wollen beinhalten, andere zu verletzen, zu beschmutzen oder zu demütigen, damit sich die Verheißung des Lichts für den Sieg in allen Augenblicken des Menschenlebens erfüllen kann

Befreit und von innerer Güte erfüllt soll der Geist sein, der gekommen ist, dem Licht auf dieser Erde zu helfen

Wenn er dann auf Widerstand trifft, der sich der reinen und freisinnigen Größe seines Geistes in den Weg stellt, dann möge er in Ruhe verweilen und zu dem anderen Menschen sagen, der ihn vielleicht an seinem Weg hindern will: „Sind Sie so weit von Ihrem Gewissen entfernt, um nicht zu erkennen, dass ich mit all meinen Kräften danach strebe, friedvoll und gerecht im Einklang mit dem Licht, dem Guten und dem Frieden zu wirken?“

Frei und deutlich sollen die Worte erklingen, damit in ihrer Nachfolge daraufhin ein Wirken höherer Art in der Erfüllung des lichten Geschehens eintreten darf

Und diese Erfüllung wird auf irgendeine Weise gewiss eintreten und den Weg vorwärts ebnen, ohne jedoch gleichzeitig auch nur eine einzige Schwingung der Ungerechtigkeit vonseiten des Sprechenden gegenüber anderen Menschen zu verursachen

Hier gilt jedoch eine wichtige Bedingung für das Aussprechen der Worte

Im Inneren eines solchen Menschen darf sich nicht einmal das geringste Wollen befinden, diese Kraft zu seinem Vorteil, zur Erfüllung seines Wunsches oder zur Erreichung irgendeines persönlichen Zieles zu missbrauchen, außer allein zur Abwehr

Die Innigkeit der Worte soll auch bezeugen, dass der Geist sich der Gegenwart der wirkenden Kräfte bewusst ist, die in der heutigen Zeit nicht missbraucht werden dürfen und auch gar nicht können, um eigene Wünsche auf Kosten anderer Menschen zu erfüllen

Diese Worte sollen nicht zum rücksichtslosen Bahnen des Weges benutzt werden, denn dann würde sich die in den Worten enthaltene Kraft mit doppelter Stärke der richtenden Wirkung gegen denjenigen wenden, der sie ausgesprochen hat

Wo sie jedoch in reinem Einklang mit kindlich innigem Vertrauen auf die in den Worten enthaltene Hilfe erklingen, dort werden sie gewiss eine Ordnung des Weges auf eine Weise herbeiführen, wie sie der menschliche Verstand niemals selbst geformt hätte

Es wird dann einzig und allein die Wirkung wesenhafter oder geistiger erfüllender Hände sein, welche in Übereinstimmung mit der göttlichen Weisheit die Wege zur Findung eines Auswegs aus jeder Situation auf dieser Erde ordnen

Dies wird also dem Geist den Sieg bringen, denn in der Wirkung der Kräfte ist immer und ausschließlich das enthalten, was in erster Linie den geistig Beteiligten zugutekommt, aber auch irdisch, denn das reine geistige Wollen muss sich schließlich auch in den Hüllen der hiesigen Materie offenbaren

Menschen, die in ihrem Leben nach dem Licht streben, sind von vielen Hilfen umgeben, nur kann die Kraft dieser Hilfen nicht sichtbar in ihre Nähe treten, da sie selbst durch ihre eingeengten Vorstellungen deren Wirkungsweise behindern, die so oft einen ganz anderen Verlauf nimmt, als die Menschen in ihren Formen denken

Es ist notwendig, darin Ruhe und Frieden im Inneren zu tragen, was allein die Erfüllung der Wirkungen helfender Kräfte ermöglicht, die stets den geistigen Nutzen im jeweiligen Erleben aller Beteiligten verfolgen

Es ist so neu, dass selbst Menschen mit hoher geistiger Reife es ohne entsprechende eigene Erfahrungen nicht verstehen können.

Aber sie können sich dem innerlich annähern, indem sie Bilder aus der Vergangenheit nachempfinden, dank derer es ihnen doch ermöglicht wird, in allem das Wirken des Lichts zu sehen, indem sich jene Wege erfüllten, die in direkter Verbindung mit dem Willen Gottes standen

Nur lebendig an dies immer wieder heranzutreten, damit der Geist in den Bildern richtig reift und es vermag, darin für sich jenes notwendige Vertrauen, jene Demut und Reinheit zu finden, welche einzig den Menschengeist für seinen tatsächlichen Sieg im Werk der Nachschöpfung rüsten

Ohne Anstrengung gibt es kein Vorwärtskommen

Wer meint, bereits alles erkannt und richtig in seine Weltanschauung eingefügt zu haben, der setzt sich nur der Gefahr aus, dass in sein Handeln mit den Nächsten erneut Oberflächlichkeit und Mechanismus eintreten, jene größten Fallen für die Trägheit des Geistes in seinem permanent notwendigen lebendigen Empfinden

Mit höchster Ernsthaftigkeit und mit lebendigster Beweglichkeit in der Empfindung soll der Mensch an alles herantreten, was in seinen Weg tritt, wie sehr er auch glauben mag, dass er dies bereits tausendmal erlebt habe und mit Gewissheit wisse, wie er in dem gegebenen Moment zu denken und zu handeln habe

Niemals ist etwas gleich, und immer ist für den Geist in allem etwas Neues enthalten, das ihm die Möglichkeit bringt, in seiner Reife und Weisheit voranzukommen

Selig sind jene, die so jeden Augenblick ihres gesegneten Daseins auf dieser Erde nutzen

Sie werden zu wahren Siegern, denn ihr Talent wird sich zu unzähligen Schätzen vermehren, die auf sie warten, bis sie nach dem Verlassen dieser Welt in Ebenen eintreten, die noch stärker vom Licht erfüllt sind

Mensch, sei lebendig und wachsam in jedem Augenblick deines Durchwanderns dieser Welt, denn darin ist wahrer Segen enthalten, ob du nun ruhige Zeiten durchschreitest oder eine Zeit erfüllt von Stürmen und Schwierigkeiten verschiedenster Art

Von welchen äußeren Geschehnissen dein Leben auch geführt werden mag, es liegt einzig und allein an dir, dass du durch alles hindurchgehst, nicht nur ohne mit irgendeiner Schuld belastet zu sein, sondern dass du durch alle Erlebnisse stets zu einer größeren Erhellung deines Inneren beschenkt wirst

Der Mensch ist nicht von Beginn an groß im Geist, sondern wird es erst durch die Weisheit, mit der er seinen Weg durch die Nachschöpfung bewusst durchlebt, um in seine Heimat im Paradies zurückzukehren


Der Weg des Grals – Ergänzende Texte – 1. November 2021

Übersetzung aus dem Tschechischen

Vítězný lidský duch

https://www.cesta-gralu.cz/vitezny-lidsky-duch/

Graue stilisierte Rose mit Blättern auf schwarzem Hintergrund.

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